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Kundenrezensionen

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am 4. Juli 2007
Joe ist ein erfolgreicher Schriftsteller - er hat einen Bestseller über seine Jugend geschrieben, die in den Achtzigern in einem Provinznest mit dem wunderbaren Namen "Bush Falls" stattfand, das Buch gleichen Titels hat sich vieltausendfach verkauft und ist - natürlich mit Leonardo di Caprio in der Hauptrolle - verfilmt worden. Joe lebt als zynischer, promisker und irgendwie zielloser Autor in New York, hadert mit den faden Ideen für einen Folgeroman und weiß, wenn er ehrlich zu sich ist, eigentlich nicht so recht etwas mit seinem Leben anzufangen. Da erhält er die Nachricht, daß sein Vater im Sterben liegt. Joe kehrt nach Bush Falls zurück, in die Stadt, deren Einwohner er zu den fragwürdigen Helden seines Erfolgsromans gemacht hat. Er begegnet den Geistern aus seiner Jugend, der einzigen wahren Liebe, die er je erlebt hat, und einer Front aus Haß und Ablehnung - schließlich gab es kaum jemanden, an dem er ein gutes Haar gelassen hat.

Das Buch beginnt zynisch und larmoyant, und dann ändert sich plötzlich alles. Während Tropper in einer Parallelhandlung die Erlebnisse seiner Jugend berichtet, also den Inhalt von "Bush Falls" wiedergibt, erzählt er davon, was aus dem schwulen Basketballstar, dem ruppigen, allmächtigen Trainer, den Orten seiner Kindheit und den ehemaligen Freunden geworden ist. Der Ton schlägt um, und dann liest man auf einmal ein überaus warmherziges, lebensbejahendes Buch. Natürlich wird am Ende fast alles gut, aber der Weg dahin ist beschwerlich und nur mit dem einen oder anderen Sprung über den eigenen Schatten zu bewältigen.

Troppers zweiter Roman liest sich flüssig weg und macht einfach großen Spaß. Ein romantisches und humorvolles Buch über Liebe, Freundschaft, die Achtziger, die Qualen des Kleinstadtlebens und, tatsächlich, den Sinn des ganzen. Richtig gut!
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am 17. Februar 2005
Die Grundidee dieses Romanes ist grandios. Der verlorene Sohn, der mit sich und seiner Umgebung wieder ins Reine kommt. Nachdem er in seinem ersten Roman über seine Mitbewohner hergezogen und damit in den Bestsellerlisten aufgetaucht ist, kehrt Joe anläßlich einer schweren Erkrankung seines Vaters nach Jahren wieder in seine Heimatstadt zurück, wo er nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird.
Jeder der in Kleinstädten oder Dörfern aufgewachsen ist, kann Vieles in diesem Roman nachvollziehen.
Die Handlung ist sehr realistisch und gleitet selten in Hollywoodklischees ab. Viele Szenen haben mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Das Buch ist sehr kurzweilig und es hat mir viel Lesevergnügen bereitet!!
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am 2. Juli 2007
Ich habe mich von den überwiegend positiven Rezensionen verleiten lassen, dieses Buch zu kaufen. Nach den ersten Seiten Lektüre hatte ich meine ersten Bedenken, ob ich nicht vielleicht einen Fehlkauf begangen hatte: Die Geschichte um Joe, einen erfolgreichen Autor Mitte Dreißig, der aufgrund eines Schlaganfalls seines Vaters zurück in seine Heimatstadt Bush Falls fährt, riss mich persönlich nicht gerade sofort mit.

Ich wurde jedoch bald eines Besseren belehrt und habe mal wieder erfahren, dass man ein Buch nicht unbedingt nach den ersten Seiten bewerten sollte. Langsam, aber unaufhaltsam gewinnt die Erzählung immer mehr an Fahrt - je mehr ich über die Hintergründe von Joes Leben erfahren habe, umso mehr konnte ich mich in ihn hineinfühlen und seine Verhaltensweisen nachvollziehen. Je mehr der Autor über die Kleinstadt Bush Falls und ihre Bewohner erzählte, umso interessanter wurden sie für mich. Anfangs erschien mir Joe als oberflächlicher, etwas gefühlsarmer und abgestumpfter Mann, der beruflich zwar erfolgreich ist, im Privatleben jedoch auf ganzer Linie versagt. Der Autor schafft es durch mehrere wortwitzige Rückblenden in Joes Jugend während der 80'er, ihm Leben einzuhauchen, einen Charakter zu erschaffen, der vielschichtiger und interessanter ist, als es zunächst den Anschein hat.

In diesen Rückblenden lernt man nicht nur Joe und seine Familie kennen, sondern auch seine besten Freunde und seine große Liebe - Personen, die Schlüsselrollen in seinem Leben spielen und auch in der Gegenwart noch immer entscheidend für Joe sind. Als Leser taucht man in diesen Rückblenden mit Joe ein in Zeiten voller Leichtigkeit und Langeweile, ersten erotischen Abenteuern und großen Gefühlen, Unschuld und Neugier. Jonathan Tropper beschreibt Teile aus Joes Jugend so überzeugend, so offen und mit leichter Feder, dass man sich unwillkürlich selbst in diese Zeit zurückversetzt fühlt. Der Autor springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her und erzeugt dadurch eine Erzählung, die neugierig macht auf mehr. Ich war beim Lesen hin und hergerissen zwischen Grinsen und Kopf schütteln, Lachen und leisem Verstehen, Nachdenklichkeit und Schmunzeln.

"Der Stadtfeind Nr. 1" ist alles andere als ein Schenkelklopfer, dafür ist sein Humor oft viel zu subtil. Dennoch ist das Buch mehr als unterhaltsam, was nicht zuletzt am Sprachstil Troppers liegt: Sehr direkt, auf intelligente Art und Weise witzig ohne allzu böse oder sarkastisch zu sein.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. Juli 2006
Kuh im Straßenverbotschild vor blauem Himmel - da erwartet man einen vergnüglichen, aber eher seichten Provinzroman. Und tappt damit genau in die Falle, die der Verlag damit (absichtlich?) ausgelegt hat. Tatsächlich ist der zweite Roman von Jonathan Tropper aber mehr, viel mehr. Dieser Autor versteht es wie kein zweiter, die ganz großen Karten auszuspielen: Humor, Gefühl und Erkenntnisse über das Leben, die schlau sind, ohne in die Falle zu tappen, weise sein zu wollen. Das besondere an Tropper: Er mischt diese Karten so geschickt durch, dass man als Leser gar nicht anders kann als zu lachen, zu weinen (ja, ich gestehe: am Ende hat's mich zweimal wirklich niedergerissen) und immer wieder zu denken: Ja, genau so isses.

Über die Handlung will ich an dieser Stelle nicht zu viel verraten - nur so viel: Das, was der Rückseitentext des Buchs in den Mittelpunkt stellt, ist nicht das, worauf es in der Geschichte wirklich ankommt. "Der Stadtfeind Nummer 1" ist nicht einer der vielen "Mann sucht Frau, Mann verliert Frau, Mann reißt sich den Arsch auf und wird dann mit Frau wieder glücklich"-Romane. Tropper erzählt vielmehr von einem Mann, der sich an seine Vergangenheit erinnern muss, um einen Weg in die Zukunft zu finden. Und er erzählt die Geschichte unter anderem in vielen Rückblicken, die gerade dann, wenn man sich in ihnen wieder finden kann (was zumindest Männer gelingen dürfte, die auch mal einen besten Freund hatten, für den sie nicht immer so da waren, wie sie es hätten sein sollen ... oder aber heimlich in die Mutter eines Freundes verknallt waren), herrlich nostalgisch ist, ein bisschen melancholisch und einfach nur wunderbar.

Wer dieses Buch genau so mag wie ich, sollte übrigens dringend auch mal einen Blick in das ebenso gute "Die denkwürdige Geschichte der Kirschkernspuckerbande" von Gernot Gricksch werfen
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am 12. Juli 2007
Joe, Autor aus New York muss an den Ort seiner Kindheit zurückkehren. Dumm nur, dass er über Bush Falls, ein Kaff in Connecticut, seinen Bestseller geschrieben hat. Vor allem seine Charaktere, die als reale Personen in Bush Falls wohnen, freuen sich herzlich wenig über seine Rückkehr. Und das lasssen sie ihn auch spüren. Tropper ist ein hervorragendes und sehr unterhaltsames Buch gelungen. Familiengeschichte mit Spannungsmomenten, ernsthafte Sequenzen, dramatische Szenen, trockener Humor und auch eine Prise Melancholie und Traurigkeit zeichnen dieses Buch aus. In der Hauptsache ist dieses Buch wirklich witzig, manch versteckte Pointe lassen einen breit schmunzeln, Charakterisierungen von Stadtbewohnern lassen einem geradezu ein lebendiges Bild der Person im Kopf entstehen. Die Kinobesetzung hatte ich schon vor Augen... Mir hat es eine schlaflose Nacht bereitet, weil ich unbedingt wissen wollte wie die Geschichte, die auf zwei Ebenen erzählt wird, ausgeht.
Intelligent und trotzdem sprachlich nicht anstrengend zu lesen, da Tropper durchgängig einen ganz netten Plauderton anschlägt. Ein wirklich gutes Buch, was man nicht mehr aus der Hand legen möchte! Einziges Manko ist vielleicht das etwas auf die Tränendrüsen drückende typisch amerikanisierte Ende - verzeihlich, vor allem wenn es eigentlich ganz gut ins Gesamtbild passt.
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am 11. April 2007
Ich habe lange mit mir gerungen das Buch zu kaufen, auch wegen dem Cover.

Habe es dann Gott sei Dank doch getan.

Das Buch ist das Beste und lustigste was ich letzter Zeit gelesen habe.

Dieser sarkastische Schreibstil ist wirklich wirklich super, ich bin aus dem grinsen gar nicht mehr rausgekommen.

Der Schreibstil und die Handlung super.

Nach der ersten Seite ist man gefesselt und möchte das Buch am liebesten nicht mehr aus der Hand legen.

Für mich ganz klar volle Punktzahl

Ich werde mir so bald wie möglich auch die anderen Bücher zulegen.
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am 30. April 2007
nicht nur der deutsche titel (original: the book of joe) ist hier gelungen, das ganze buch hat mich umgehauen. es mag zögerlich zur sache gehen, aber mit jeder seite wächst einem nicht nur der titelheld ans herz, die zeitlich versetzte parallelgeschichte baut koninuierlich spannung auf.
sehr lobenswert auch die hohe qualität der sprache und des formulierens, zeitweise wird auch ein wenig philosophiert und einige sätze verdienten es, unterstrichen und mit rufzeichen versehen zu werden.
ein weiteres, sehr angenehmes novum: die hauptperson ist weder strahlender held, noch jämmerlicher loser und das buch zieht seinen humor nicht bloß aus der schadenfreude des lesers, der sich über die mißgeschicke eines noch dämlicheren auf die schenkel klopft.
für mich unverständlich, daß rezensienten nach 70 gelesenen seiten das buch als fehlkauf bezeichnen. da empfiehlt man doch leichten herzens ildiko v. kürthy!
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am 23. August 2006
Seit fast siebzehn Jahren ist der 34jährige Bestsellerautor und schräge Protagonist Joe Goffmann nicht mehr in seiner Heimatstadt Bush Falls (Conneticut) gewesen. Als sein Vater plötzlich einem Schlaganfall zum Opfer fällt und Joe von seinem Bruder Brad und seiner Schwägerin Fellatio-Cindy" gebeten wird, nach Falls zu kommen, um ihnen in dieser kritischen Situation beizustehen hat Joe ein schwerwiegendes Problem. Die ganze Stadt hasst ihn.

Sein Bestseller wurde nicht nur ein Kassenschlager, sondern auch ein unerwarteter Erfolg, als man die Geschichte des Romans mit Leonardo DiCaprio und Kirsten Dunst verfilmte. Eine Geschichte, die die etwas verfälschte Vergangenheit des Autors selbst darstellt, wobei fast alle Einwohner von Falls nach allen Maßstäben der Belletristik durch den Kakao gezogen wurden. Ein Gerüst aus Lug und Trug sowie die bitterböse biografische Verfälschung lebender Personen, dessen Ruf mehr als stark in der Kleinstadt angekratzt und durch den Dreck gezogen wurde. Kein Wunder also, dass Joe nicht nur unwillkommen ist, sondern auch als Stadtfeind Nr. 1 an den Ort seiner Kindheit zurückkehrt. Ein Ort, dessen gepeinigte Gemeindemitglieder mit eingereichten Verleumdungsklagen ein Nullsummenspiel gespielt haben und ihrem jahrelang aufgestauten Frust keine Luft machen konnten.

Dass Goffmann nicht gerade mit offenen Armen empfangen wird, ist ihm selbst mehr als einleuchtend. Dass er gleich am ersten Abend Opfer einer Schlägerei wird, binnen weniger Stunden sein Mercedes SL unter den Schlüsseln Fremder in Mitleidenschaft gezogen wird und Exemplare seines Bestsellers vom hiesigen Buchklub als Weitwurfexemplare den Vorgarten seines Elternhauses säumen ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Doch damit nicht genug. Sein Jugendfreund Wayne, ein in den letzten Zügen des Lebens wandelnder HIV-Infizierter und seine einstige Jugendliebe Carly Diamond treten plötzlich wieder in sein Leben und machen ihm deutlich, dass Falls und nicht New York sein zu Hause ist, als sie gemeinsam die Geister der Vergangenheit wieder zum Leben erwecken. Trotz Drohungen, die Stadt zu verlassen und den unendlichen Schikanen seiner Umwelt fasst Joe jedoch den Entschluss noch eine Weile in Falls zu bleiben. Auch sein Agent und enger Freund Owen ist mit dieser Entscheidung zufrieden, denn er wittert hier eine Fortsetzung des Bestsellers; nur dieses Mal mit einem Happy End.

Es ist schwer, die komplexe Story dieses Titels kurz und bündig wiederzugeben. Der Stadtfeind Nr.1 ist nicht nur ein Buch, dessen Klappentext zur Abwechslung einmal zu wenig vom überraschenden Inhalt verspricht, sondern gleichzeitig eine Mischung aus humorvoller Belletristik und todernstem Drama darstellt.

Der urkomisch intelligente, mit Metaphern gespickte Schreibstil Troppers entlockt dem Leser allzu oft ein Lachen, um ihn im nächsten Satz mit einem literarischen Schlag ins Gesicht auf den Boden der realen Tatsachen zurück zu holen. Rückblicke in eine turbulente und von Leid geprägte Vergangenheit untermauern vor allem den in seinem Bestseller verübten Rufmord der jeweiligen Personen.

Auch der Spannungsbogen wird gekonnt eingewebt; kommt Tropper mit der Sprache bezüglich des Inhalts genannten Bestsellers erst nach knapp hundert Seiten heraus.

Einziges Manko: ein etwas zu theatralisches Ende, das jedoch in keiner Weise die recht amüsante und verwirrend schöne Story auch nur im Ansatz in den Schatten stellt.
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am 4. Dezember 2008
Titel, Cover und diverse Beschreibungen versuchen, dieses Buch als locker, leicht und witzig böse zu verkaufen. Warum? Es kommt mir so vor, als versuche man, ernste Bücher über diese Schiene zu verkaufen, weil witzige Bücher besonders in den letzten Jahren großen Erfolg hatten. Dabei hat "Der Stadtfeind Nr. 1" eine solche "Mogelpackung" überhaupt nicht nötig.

Inhalt
Joe lebt in Bush Falls, einer kleinen konservativen Retortenstadt in Connecticut in der der Basketball regiert. Die Spieler der Highschoolmannschaft sind Helden, denen in Falls alle Tore offen stehen, regiert von ihrem Coach, der in Macht und Ansehen einem König gleicht. Das Spiel bestimmt die Stadt und die Mannschaft ist die einzige Möglichkeit, zu Ruhm und Ansehen zu gelangen.
Anders als sein großer Bruder hat Joe es nicht in die Mannschaft geschafft. Von der Mutter, die Selbstmord beging, verlassen und vom Vater ignoriert gibt es nur sehr wenig positive Dinge in Joes jungem Leben. Das eine ist Wayne, sein bester Freund und Ballspiel-Star. Das andere ist Carly, seine Jugendliebe. Und dann ist da natürlich noch Lucy, die göttliche Mutter seines zweiten besten Freundes Sammy. Als jedoch bekannt wird, dass Wayne und Sammy schwul sind und eine Beziehung miteinander haben, bricht das wenig Glück in Joes Leben in sich zusammen. Wayne flieht aus der Stadt und Sammy wird in den Selbstmord getrieben, woraufhin auch Joe die Stadt verlässt.
17 Jahre später hat Joe einen Bestseller über die Ereignisse von damals verfasst und all seinen Hass auf Falls und seine Einwohnern mit bösartigen Übertreibungen und skandalträchtigen Lügen Ausdruck verliehen. Und so hat er einen schweren Stand, als er zu seinem sterbenden Vater zurückkehrt. Nicht nur, dass die Einwohner sich auf jede erdenkliche Weise rächen wollen, ein ehemaliger Klassenkamerad hat es anscheinend sogar auf sein Leben abgesehen. Dennoch muss Joe nicht nur wegen seines Vaters bleiben. Die Ehe seines Bruders steht auf dem Spiel, sein Neffe ist ein Rebell ohne Führung, seine Jugendliebe Carly scheint ihn zu hassen und Wayne ist an Aids erkrankt und braucht seinen ehemaligen besten (und jetzt einzigen) Freund für diesen letzten schweren Weg. Genug Gründe also, um in Bush Falls zu bleiben und mit seinen Dämonen von damals aufzuräumen.

Die Story ist ziemlich hart und die dichte feindselige Atmosphäre der Stadt wird beim Lesen immer wieder deutlich spürbar. Vor allem die Rückblenden finde ich teilweise sehr beklemmend und ich fühlte mich oft genauso hilflos, wie der Protagonist selbst. Im Allgemeinen überzeugt das Buch durch die ganze mitreißende Stimmung und den sehr bildlichen Schreibstil. Auch die Charaktere sind sehr gut gelungen, tiefgründig und auch überzeugend geschildert.
Einen Punkt abziehen muss ich jedoch für die ca. ersten 60 Seiten, die einen zu langen und belanglosen Einstieg in den Roman geben. Richtig geht es erst bei der Ankunft im Krankenhaus los.

Fazit: Zwischendurch musste ich wirklich auch mal schmunzeln (vor allem über den Neffen Jared), aber eigentlich ist es ein sehr ernstes und auch trauriges Buch über Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt, Hass und der Bewältigung von Schatten aus vergangenen Zeiten.
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am 7. September 2005
Joe Goffmann ist mittlerweile anerkannter Schriftsteller in New York.Eines Tages bekommt er einen Anruf und wird in seine Heimatstadt Bush Falls gerufen, da sein Vater im Sterben liegt. Aber es ist keine einfache Rückkehr, da sein erster Bestseller mit den Personen in Bush Falls abrechnet. Es ist quasi eine Autobiographie seiner Jugend. Und über die meisten Bewohner von Bush Falls gibt es nichts Gutes zu sagen. Dementsprechend wird er nicht gerade gastfreundlich in seiner Heimatstadt erwartet. Er hat mit Gewalt, Wut und Aggressionen zu kämpfen. Aber die schöne Seite dieser Rückkehr ist das Wiedersehen mitalten Freunden und seiner Jugendliebe. Leider ist auch sein bester Freund sehr krank und er bleibt länger in Bush Falls als geplant. Haben er und Carly, seine Jugendliebe, noch eine Chance? Kann er Probleme der Vergangenheit nun bewältigen?
Tropper hat einen absolut mitreißenden und lustigen Schreibstil und die Story ist echt eine gute Idee. Wer grübelt nicht manchmal, ob er in der Vergangenheit Sachen gemacht hat, die er lieber rückgängig machen möchte und sie aber weiter mit sich herumträgt. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert und schön auch für Zwischendurch, einfach geschrieben mit einer gesunden Menge Humor.
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