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am 20. Januar 2000
Wen das Interesse am Mittelalter, wie mich durch Lesen anderer Bücher ("Der Name der Rose", "Die Säulen der Erde") gepackt hat, wird seine Freude an "Ritter, Mönch und Bauersleut" haben. Tatsächlich unterhaltsam und kurzweilig ist die Darstellung der Zeit vom 8. bis zum 14. Jahrhundert.
Der Schwerpunkt liegt dabei nicht auf Jahreszahlen, sondern auf besonderen Ereignissen und Eigenheiten im Leben des Mittelalters. Details bleiben meist ausgeblendet, weshalb das Buch durchgehend flüssig zu lesen ist.
Besonders interessant dargestellt sind vom Autor die Abschnitte des Buches in denen das Geschehen aus Sicht eines Augenzeugen geschildert wird. Dabei werden Dinge beschrieben, die in jedem anderen Geschichtsbuch mit Sicherheit ausgeblendet bleiben, jedoch für ein "rundes" Bild des Mittelalters wichtig sind.
Wer kein streng wissenschaftliches Geschichtsbuch lesen will, auf der anderen Seite Licht ins Dunkel seines Wissens über das Mittelalter bringen will, wird an dem Buch seine Freude haben.
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am 4. August 2002
Das ist das Geschichtsbuch, auf das ich schon immer gewartet habe. Ich habe schon viele Geschichtsbücher gekauft, aber dies ist das erste, was ich auch komplett durchgelesen habe. Es blieb einfach immer spannend und interessant. Es vermittelt interessante Details zu historischen Daten, vor allem aber auch über den Alltag der von Adel, Städtern, Geistlichen und Bauern.
Breuers schaut immer wieder darauf, wie Lebensformen entstanden sind, und macht sie logisch erklärbar, statt sie einfach als romantisch oder barbarisch darzustellen. Einzige Ausnahme ist die Judenverfolgung, wo die Verfolger plötzlich doch nur barbarisch und habgierig sind. Dieses Thema ist wohl einfach noch zu aktuell.
Die einzelnen Kapitel behandeln sehr unterschiedliche Themenbereiche und Regierungszeiten. Es gibt ein gutes Personenregister, um eine Verbindung zwischen den Kapiteln herzustellen, leider aber kein Sachregister und keinen größeren Überblick. In spannenden Augenzeugenberichten schreiben Ich-Erzähler aus ihrer Zeit, ein hervorragendes Mittel, Geschichte lebendig zu machen. Noch hilfreicher wäre es gewesen, wenn gerade diese Kapitel zeitlich klarer eingeordnet wären, z.B. in einem Zeitschema am Anfang des Buches.
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am 11. September 2003
Das Buch bietet in kurzen Kapiteln interessante Einblicke in den Alltag des Mittelalter. Zielgruppe sind Leute wie ich, die sich für das Leben im Mittelalter interessieren aber keine Geschichtsprofis sind, bzw. keine trockenen Geschichtswälzer lesen wollen. Teilweise ist es überraschend flapsig geschrieben aber das fand ich persönlich ganz erfrischend.
Man erfährt z.B. wie Städte sich entwickelt haben, Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen der verschiedenen Bevölkerungsschichten, wie gereist wurde, welchen Stellenwert Kinder hatten, wie der Warenhandel sich entwickelt hat, wie manche noch heute gebräuchliche Ausdrücke entstanden sind, was die Leute gegessen haben, wie sie sich gekleidet haben, usw.
Etwas zu kurz kommt für mich z.B. der Einfluß der Pest (die das MA ja ganz wesentlich geprägt hat) und an manchen Stellen bleibt der Autor leider etwas an der Oberfläche. An anderen geht er sehr in die Tiefe. Etwas inkonsistent ...
Es eignet sich gut als Lesebuch für zwischendurch, da es in viele kurze Kapitel gegliedert ist mit einer Stickpunktartigen Zusammenfassung gleich nach der Kapitel-Überschrift. Man kann sich so gut auf das konzentrieren was einen speziell interssiert.
Was fehlt sind leider Quellenangaben mit deren Hilfe man bei einzelnen Themen etwas weiter hätte "erobern" können.
Wer sich für noch mehr Details interessiert, sollte sich mal das Buch "Kulturgeschichte der Seuchen" von Stefan Winkle anschauen ...
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am 3. Juni 2007
Verständnis bedarf stets eines Vorverständnisses und die Bestätigung des bereits Bekannten erzeugt Beifall und Zustimmung. Der Journalist Dieter Breuers kennt und beherrscht diese goldenen Regeln populärer Scheibkunst. Sein Anliegen: Ein breites, unterhaltsames und durch zahlreiche Beispiele und Anekdoten angereichertes Portrait einer fernen Vergangenheit.
Mit schwungvollem Stil und geschultem Blick für Details begibt sich der Autor daher auf die Suche nach der exotischen Faszination des Mittelalters. Auf seiner Reise durch mehr als tausend Jahre Geschichte sammelt er all jenes ein, was ihm bizarr, skurril und ungewöhnlich - kurz: berichtenswert erscheint. Sei es der Inhalt satirischer Spottgedichte, päpstlicher Propaganda oder abschreckenden Predigtexempla: Wahr ist, was wirkt!

Ergebnis der Recherche ist daher eine Potpourri aus historischem Fachwissen und naiver Märchenerzählung. Einerseits orientiert sich das Buch an der Fachliteratur und schildert etwa Anlässe, Ursachen und Ablauf der Kreuzzugsbewegung in weitgehend zutreffender Form. Andererseits wird vor diesem Hintergrund ein Bild des Mittelalters gezeichnet, daß nahezu alle bekannten Klischees einer finsteren Epoche bedient: Da wird gesoffen und gerülpst, öffentlich sein Geschäft verrichtet, sich selten oder nie gewaschen und natürlich geglaubt, die Erde sei eine Scheibe. Vermißt werden Shell-Atlas, Tagesschau und Rechenkunst, statt dessen delektiert sich der Autor zumeist an der Rückständigkeit seiner Protagonisten.

Wo Fakten fehlen, hält es der Autor mit der angeblichen Gewohnheit mittelalterlicher Zunftgenossen: "einfach eine Geschichte erfinden, rührend und kitschig" (S. 82). Auch für die bisweilen derbe Sprache findet er eine Entschuldigung in der Vergangenheit: "Es ist Originalton Mittelalter" (S. 14). Wer dem vertrauen und sich von Überschriften wie "Atheisten oder Christen: Wer waren die Sadisten?" oder "Kaufmann Konrad holt sich die Krätze" unterhalten lassen will, dem sei das Buch wegen seines flotten Erzählstils wärmstens empfohlen. Wer tiefer in die Epoche Mittelalter eintauchen will, werde anderswo fündig!
55 Kommentare| 56 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2016
Ein klasse Buch für die die sich mit dem Mittelalter beschäftigen und wissen wollen was da so abgelaufen ist. Es ist einfach erzählt und man bekommt hier undda auch einiges an Zusatzinformationen. Zum Beispiel eine Interpretation woher das Sprichwort "Brett vor dem Kopf" herkommten könnte. Ich habe es sehr schnell durchgelesen gehabt.
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am 30. Dezember 2011
Ich habe Breuers Werk im Mittelalter-Seminar als Negativbeispiel kennengelernt. An "Studierte" ist es nicht adressiert, soviel dürfte sicher sein. Doch dies ist nicht der eigentliche Grund für meine 1-Sterne-Rezension. Im Gegenteil: Das Mittelalter einem breiten Lesepublikum in unterhaltsamer UND sachlich richtiger Form nahezubringen, das wäre eine wirklich dankenswerte Aufgabe.
Unterhaltsam ist Breuers Büchlein fürwahr, von sachlich richtig kann allerdings keine Rede sein. Der Autor betreibt eine Blütenlese, bei der er zunächst alles irgenwie schräge, skurrile und grosteske der Epoche zu Tage fördert. Dabei ist es ihm ganz gleich, ob die Berichte aus gesicherter Überlieferung stammen, oder ob es sich um Legenden und Sagen, päpstliche Probaganda oder bäuerlische Schwankliteratur handelt. Alles ist für Breuer gleich wahr, die Grundregeln der Quellenkritik werden mal eben so außer Kraft gesetzt. Zudem fasst der Autor die tausend Jahre Mittelalter offenbar als einheitliche Epoche auf, was ihn dazu berechtigt, Beispiele aus dem Frühmittelalter als Beleg für Zustände um 1500 anzuführen. Wo die Quellen nicht genug Material hergeben, werden Zitate einfach erfunden. So entsteht ein buntes Pottpourie aus Anekdoten, das mit der Welt des Mittelalters so wenig gemein hat, wie die BILD-Zeitung mit dem Alltagsleben im heutigen Deutschland.
Nochmals: Das Mittelalter unterhaltsam darzustellen wäre eine ehrenwerte Sache. Es aber um des Verkaufserfolges willen in eine schillernde Welt aus Schmutz, Sex und schlechten Scherzen zu verwandeln ist einfach nur abgrundtief widerlich!
33 Kommentare| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. April 2003
Sehr empfehlenswertes Buch. Lese schon lange historische Kriminalromane und wollte mal etwas über das Mittelalter dazulernen. Das Buch enthält mittelalterliche Zeitzeugen-Berichte, die einem das Leben zu dieser Zeit nahbringen. Die Berichte sind so geschrieben, als würde jemand neben einem sitzen und einem gerade ein Erlebnis erzählen, das gerade passiert ist. Zwischen diesen Berichten sind wiederum Kapitel eingestreut, in denen der Autor zB den heutigen Alltag mit dem damaligen vergleicht, die Herkunft von Namen erläutert, oder die Bedeutung der Zeit (Uhren) damals und heute vergleicht.
Gesamtprädikat : Sehr wertvoll, kann das Buch kaum aus der Hand legen. Eignet sich wahrscheinlich auch gut für Leute, die sich vorher noch nicht mit diesem Zeitalter beschäftigt haben, oder auch als Geschenk.
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am 6. November 2005
Diese Überschrift steht über dem Inhalt des Buches, bei dessen Lektüre man aufpassen muss, dass sich das permanente Schmunzeln nicht zu einem Dauergrinsen manifestiert.
Ich habe nie ein sprachlich angenehmeres Buch über mittelalterliche Geschichte gelesen. Locker geschrieben zuweilen ironisch und sarkastisch, aber nie lächerlich.
Dieses Buch sollte Pflichtlektüre im schulischen Geschichtsunterricht werden, dann hätten Schüler mit Sicherheit auch Spass an der Zeit unserer Altvorderen.
Sensationell. Sofort kaufen und lesen!!!
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am 15. August 2003
Wer genug von einschläfernden Abhandlungen über das Mittelalter hat, der sollte sich dieses Buch unbedingt geben. Dieter Breuers versteht es, dem Leser einen Teil der Geschichte des Mittelalters näher zu bringen, indem er aus der Sicht verschiedener historischer Personen Episoden erzählt. Dabei kommt ihm sein offensichtliches literarisches Talent zugute. 580 Seiten, bei denen ich nicht ein einziges Mal in Versuchung geraten bin, einzuschlafen... .
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am 28. März 2003
Hallo,
ich habe "Ritter, Mönch und Bauersleut" gerade zu ende gelesen und findes es ist ein recht umfassendes und leicht zu lesendes Buch über das Mittelalter. Dabei werden viele verschiedene Aspekte des Lebens im Mittelalter angesprochen, aber nicht wissenschaftlich und nicht tiefergehend behandelt. Es gibt keinen roten Faden, d. h. man kann zwischen den Kapiteln hin- und herspringen. Für manche Kapitel benutzt der Autor einen Ich-Erzähler (z. B. Kapitel zum jüdischen Leben im Mittelalter - Ich-Erzähler Moses Silbermann) und in anderen schildert er bestimmte Aspekte (z. B. Kapitel zum Thema Bedeutung von Holz im Mittelalter) oder Lebensformen (z. B. ein Kapitel über Troubadoure und Minnesänger im Mittelalter) des Mittelalters. Insgesamt liegt der Schwerpunkt eher auf dem Adel und den höheren Gesellschaftsschichten, aber man erfährt auch einiges über die niederen Stände und deren kärgliches Leben. Insgesamt ein interessantes und lehrreiches Buch, das manchmal gewissen Längen hat.
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