find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Hier Klicken Storyteller Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longSSs17


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 13. Januar 2013
Dieses "Lehrwerk" ist eine Sammlung veralteter Artikel, die schlecht oder gar nicht editiert, überarbeitet oder didaktisch reduziert sind.

Das Buch wird seinem eigenen Anspruch nicht gerecht. Es möchte einen differenzierten, politisch unabhängigen Blick auf Zeitung ermöglichen. Stattdessen sind die Informationen einseitig und es gibt suggestive Arbeitsaufträge, sowie plakativ meinungsmachende Aufgabenstellungen, die nicht ansatzweise kritisch rational sind. So viel zum Thema Manipulation!

Der Titel führt in die Irre. Dies ist keine "Werkstatt", es gibt keinen kreativen Auftrag, der es Schülern ermöglichen würde, selbst eine Zeitungsnachricht oder eine andere Form von Artikel zu erstellen.

Der Preis ist eine Frechheit! Es gibt keine didaktische Vorüberlegung, kein pädagogisches Konzept. Das "Leerwerk" sollte sofort aus dem Verlagsprogramm genommen werden.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. März 2013
Endlich einmal eine umfangreiche Sammlung von Unterrichtsmaterialien zum Thema "Zeitung", die auch in der Sekundarstufe einsetzbar ist !

Die "Zeitungswerkstatt" (wobei die Frage erlaubt sei, warum fast alle Materialsammlungen der diversen Verlage das Suffix 'Werkstatt' im Titel führen) ist klar gegliedert: Beginnend mit einem Zeitplan, der für die Behandlung der Thematik acht Wochen vorschlägt, wird zunächst generell nach den existierenden Zeitungen gefragt; deren Zahl dezimiert sich zunehmend, wie das Beispiel der 'Frankfurter Rundschau' zeigt, die letztlich vor der drohenden Insolvenz durch die 'Frankfurter Allgemeine Zeitung' gerettet wurde. Des Weiteren werden die diversen Textsorten erfragt, auf die dann in sehr gut strukturierten Arbeitsblättern näher eingegangen wird:

Textsorte 1: Die Nachricht (4 Arbeitsblätter)
Textsorte 2: Die Reportage (5 Arbeitsblätter)
Textsorte 3: Das Interview (3 Arbeitsblätter)
Textsorte 4: Der Kommentar (4 Arbeitsblätter)
Textsorte 5: Die Glosse (1 Arbeitsblatt)
Textsorte 6: Die Karikatur (3 Arbeitsblätter)
Textsorte 7: Kritik und Rezension (1 Arbeitsblatt)

Es folgt ein gut aufbereiteter Vergleich zwischen Boulevardzeitungen und klassischen Tageszeitungen (13 Arbeitsblätter).
Daran schließen sich 6 Exkurse an:

Exkurs 1: Schlechte Recherche und die Folgen
Exkurs 2: Manipulation in Medien (6 Arbeitsblätter)
Exkurs 3: Gerüchte (2 Arbeitsblätter)
Exkurs 4: Politische Korrektheit
Exkurs 5: Inszenierung von Wirklichkeiten (1 Arbeitsblatt)
Exkurs 6: guter und schlechter Journalismus (3 Arbeitsblätter)

Den Abschluss bilden Hinweise auf Online-Zeitungen, Buchtipps sowie der Lösungsteil.

Die Aufgabenstellungen laden vielfach zur kreativen Schreibarbeit ein. So wird beispielsweise eine Ballade zum Ausgangspunkt einer von den Schülern zu verfassenden Zeitungsmeldung. Hier ist genaue Analyse gefragt, um die Spreu vom Weizen zu trennen - also den Informationsgehalt des in der Ballade dargestellten Vorganges zu extrahieren und daraus einen Artikel zu formulieren. Ein anderer Arbeitsauftrag etwa lautet, einen Artikel so zu verfassen, dass er Mitleid erregen oder Angst erzeugen soll; das Plakative der Boulevardzeitungen wird anhand populärer Fälle aufgegriffen und die Schüler durch entsprechende Arbeitsaufträge animiert, den manipulativen Charakter von Schlagzeilen und Meldungen zu erkennen.

Viele der Arbeitsbögen nehmen Bezug auf Originalmeldungen bekannter Zeitungen wie 'DIE ZEIT', DIE 'WELT', 'Süddeutsche Zeitung', 'Hamburger Abendblatt' oder 'Frankfurter Rundschau' sowie auf Meldungen von Nachrichtenagenturen wie DPA und AFP. Etwas verwunderlich scheint es, dass auch aus Zeitschriften wie 'MAGAZIN 2000', 'FOCUS', 'DER SPIEGEL' und 'STERN' zitiert wird, obwohl es sich bei diesen Periodika ja nicht um Zeitungen handelt. Doch zur Veranschaulichung der Grundmuster eines Interviews oder der Funktionsweise von medialer Meinungslenkung oder gezielter Falschinformation ist dies durchaus legitim und man kann darüber hinwegsehen.

Wünschenswert wäre, wenn neueste Entwicklungen in der Medienlandschaft in einer künftigen Neuauflage Platz fänden, wie beispielsweise die Online-Varianten der Zeitungen. Auch sollten aktuelle Beispiele für primitiven Kampagnen-Journalismus wie etwa im Falle des einstigen TV-Wettermannes Jörg Kachelmann, des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff oder der Ruderin Nadja Drygalla aufgenommen werden.

Fazit:

Die klar gegliederte "Zeitungswerkstatt" lässt sich aufgrund durchdachter abwechslungsreicher Arbeitsbögen im Unterricht sehr gut einsetzen. Sie beinhaltet zahlreiche motivierende Schreibanlässe, die es den Schülern ermöglichen, selbst kreativ zu werden und in die Rolle eines Journalisten zu schlüpfen. Die Schwächen bezüglich der Aktualität sind vernachlässigbar und für ein Druck-Erzeugnis, dass nicht alle paar Wochen neu aufgelegt wird, völlig normal. Zudem bleibt es der Lehrkraft überlassen, die Materialien mit tagespolitisch aktuellen Bezügen zu ergänzen.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken