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am 27. Januar 2013
Schon in Spiegelkind hatte mich Frau Bronsky bereits für ihre irre Mischung aus Dystopie und Fantasy für sich gewonnen, was sie in ihrem zweiten Teil sogar noch steigern sollte. Was hier vielleicht so besonders und anders gegenüber anderen Dystopien ist, ist nicht nur die Pheenthematik, sondern auch die Gesellschaft, welche Parallelen zu unserer heutigen Zeit ziehen lässt. Sie ist nicht dermaßen überspitzt und fremd, wie wir es aus Panem und Die Auswahl kennen und wirkt deshalb viel realistischer und wahrscheinlicher für unsere eigene Zukunft. Alles Außergewöhnliche erweckt Angst und wird so gut wie es eben geht eliminiert bis nur noch ein Haufen normaler Menschen übrig bleibt, der normale und anständige Dinge tut. Schon bei diesem Gedanken läuft es mir kalt den Rücken runter.

Es ist aber auch die Protagonistin Juli, die so glaubwürdig handelt, dass man auf keiner Seite ihre Entscheidungen anzweifelt oder mit skeptischen Blicken mustern muss. Sie ist nie übermäßig mutig, oder unglaublich stark, sondern ein einfaches, von der Vergangenheit noch recht verwöhntes Mädchen, was sich durch diese grausame Welt zu schlagen versucht.
Auch wenn durch ihr Schicksal kaum Platz für viele Nebenfiguren bleibt und wir nur selten ein paar der bekannten Gesichter wiedersehen, so bleibt sie doch stets eine Heldin mit der man leben und zurechtkommen kann.

Wenn neben dieser außergewöhnlichen Story und der angenehmen Protagonistin dann auch noch der wunderbare Schreibstil der Autorin dazukommt, verbinden sich diese drei Zutaten zu einem weichen, köstlichen Teig, der sich vor den Augen des Lesers immer wieder neu formt und so für Überraschungen sorgt. Ja wirklich, dieser Roman beinhaltet nur sehr wenige Stellen, die vorhersehbar sind, denn meist kann die Geschichte dermaßen überraschen, dass sie von einem Moment zum anderen in eine ganz andere Richtung verläuft. Besonders das Tempo ist dabei ein hilfreicher Faktor und sorgt dafür, dass es niemals auch nur ansatzweise langweilig wird.
Spannung, plötzliche Wendungen, grausame Szenarien und all das - man wird es kaum glauben - ohne eine allumgreifende Liebesgeschichte. Dieses Buch kommt ohne sehnsüchtiges Verlangen und wilde Knutschereien aus, höchstwahrscheinlich, weil Frau Bronsky das einfach nicht nötig hat.

Mein Urteil:
Falls meine bisherige Meinung noch nicht ganz deutlich war: ich bin begeistert. Die Autorin hat sich mit diesem zweiten Teil noch übertreffen können und entführt uns in eine Welt voller dystopischer Ideen, aber auch einem Hang zur Fantasy. Ich liebe diese Mischung und freue mich nun schon wahnsinnig auf den dritten Band, der hoffentlich einige Geheimnisse noch aufklären wird.
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am 8. Februar 2013
KLAPPENTEXT:
Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen. Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt. Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist.

AUTORIN:
(Quelle: Arena)
Alina Bronsky, Jahrgang 1978, war Medizinstudentin, Werbetexterin und Redakteurin bei einer Tageszeitung, bis sie eines Tages ein Manuskript an drei Verlage schickte und auf Anhieb die Zusage bekam. Ihr Debüt »Scherbenpark« gehörte zu den meist beachteten Debüts des Jahres 2008 und wurde für diverse Preise nominiert, darunter den Deutschen Jugendliteraturpreis. Ihr zweiter Roman »Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche« stand auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis. Die Rechte an Bronskys Romanen wurden in über zehn Länder verkauft, sie erscheinen unter anderem in den USA und Italien.

EIGENE MEINUNG:
Whow … ich habe „Spiegelriss“ gerade beendet und bin sprachlos und irgendwie platt. Bronskys Romane schlagen immer mit solch einer Macht auf mich nieder, dass ich hinterher förmlich k.o. bin. Zum einen ist es die drückende Atmosphäre, zum anderen die Geschichte, die Handlungen, Erlebnisse und Emotionen, die so sehr zum nach- und mitdenken anhalten. Es ist eine kleine Herausforderung an den Leser, aber es ist genau der Punkt, der mich immer wieder zu Alina Bronskys Romanen greifen lässt.

„Mit Kojote unterwegs sein, fühlt sich an, als würde man mit einem Igel kuscheln.“

Schon nach den ersten Seiten war ich ziemlich baff. Ein divergentes Setting, eine völlig andere Atmosphäre als noch in „Spiegelkind“ haben genau das erfüllt, was ich in der Rezi zum ersten Teil der Trilogie geschrieben habe: Man weiß nicht was einen erwartet. Es ist überhaupt nicht einzuschätzen, was auf uns zu kommt, was in der Autorin vorgeht, wie sie ihre Protagonistin Juliane Rettemi nach dem Tod ihres Vaters, der nicht ihr leiblicher Vater ist, weiter leben und handeln lässt. Für mich stand die Frage nach der Suche des richtigen Vaters zunächst im Vordergrund. Sie wurde jedoch nicht direkt beantwortet, doch im Nachhinein weiß ich, dass – wie so oft im Leben – der Weg das Ziel ist.

„Ich frage mich, ob ein Küken Schmerzen empfindet, wenn es aus dem Ei schlüpft. Einmal hatte ich schon eine Blase durchbrochen, die mich beschützt hat, und es war schmerzhaft gewesen.“

Eigentlich gehen wir immer noch der Frage auf den Grund: wer oder was sind Pheen wirklich? Ist Juli eine Phee? Was machen Pheen? Sind sie gefährlich für die Gesellschaft oder sind sie nur „eine Erfindung des kollektiven Unbewussten“, damit es ein Feindbild gibt, dem alles Schlechte zugeschoben werden kann und gegen das gekämpft werden darf? Die Kluft zwischen Normalen, Pheen und Freaks wird dadurch immer größer. Ein Verständnis, ein Verstehen wollen, ist nicht in Sicht. Ängste steigen ins Unermessliche, eine Krisensituation untermauert von Vorurteilen und Gewalt ist kaum abzuwenden. Und es bleibt weiterhin die Frage: Wer ist denn nun gut und wer böse? Wem kann Juli vertrauen? Kann sie sich selbst überhaupt noch trauen?

„War ich besonders dumm, besonders blind, dass ich keine Ahnung hatte, in welcher Welt ich lebe.“

Ich frage mich immer wie der „Spiegel“ in den Titel passt. Zum einen ist die Welt, die Gesellschaft, in der Juli lebt sicher ein Spiegel unserer eigenen, zum anderen ist es manchmal ganz gut einen Spiegel vorgehalten zu bekommen, um auf den Boden der Tatsachen zurück kehren zu können. Doch ist es nicht oft auch so, dass man im Spiegel auch gerne mal das sieht, was man sehen möchte?

FAZIT:
„Spiegelriss“ ist kein typischer zweiter Teil, in dem erklärt und beschrieben wird, Geheimnisse aufgedeckt, aber auch neue ausgegraben werden. „Spiegelriss“ ist spannungsgeladen, schnell, bedrückend, schockierend und stellenweise brutal. Je mehr der Leser mitdenkt, umso mehr gelingt es ihm in Julis Welt einzutauchen. Ein flaches weg lesen des Romans ist nicht möglich und ich habe auch hier das Gefühl, dass ich das Buch beim zweiten Mal lesen / hören noch besser verstehen kann, als beim ersten Mal. Auch wenn sich viele Gedanken in den Vordergrund drängen bleibt es nicht aus große Emotionen zu fühlen. Emotionen, die mir tief unter die Haut gingen und dort die Härchen aufstellten aufgrund erschütternder Ereignisse und Geheimnisse. Alina Bronsky konnte mich wieder einmal mit ihrer literarischen Qualität begeistern, berühren und in ihren Bann ziehen. Tief bewegt und bedrückt bleibe ich zurück und wünsche mir nichts so sehr, wie den dritten Band in Händen halten zu können, von dem ich auch wieder behaupten kann: ich habe Null Ahnung, was darin wohl passieren wird ...
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am 6. Februar 2013
Mit dem 2. Band von Spiegelkind erzählt die Autorin, Alina Bronsky, die Story um Juli und die Pheen weiter und das spannender denn je. Die Protagonistin Juliane Retemi ist ein normales aber starkes Mädchen. Sie ist zwar in einer normalen Welt aufgewachsen aber die hat sich im ersten Band der Trilogit total verändert und nun muss sie allein klar kommen.

Der Schreibstil der Autorin ist auch in diesem Band wieder sehr gut und man kommt schnell voran. Es kommen neue Charaktere dazu und die Geschichte hat so viele Wendungen, das man fast nicht mehr zum durchatmenkommt :-)

Leider dauerte es ein ganzes Jahr, bis der 2. Band erschien und dadurch hatte ich einige Schwierigkeiten wieder in die Geschichte rein zu kommen und musste oft überlegen wie verschiedene Situationen enstanden sind. Aber nach den ersten paar Seiten wusste ich dann wieder was passierte. Das Buch ist eine gelungene Mischung aus Dystopie und Fantasy, aber auch Eigenschaften unserer eigenen Gesellschaft sind zu erkennen...wie z.B. die intoleranz gegen Menschen die anders sind. Auch ist Juli nicht die typische Romanheldin, die nichts erschüttern kann. Juli ist eine normal 16 Jährige, die in ihrem Leben schon einiges erlebte und das auch zeigt. Sie wird wütend...bekommt Angst...fängt an zu weinen wenn ihr danach ist und empfindet Mitleid...am Ende des Buches vielleicht auch Liebe :-)

Juli ist aus dem Wald "geschmissen" worden und muss nun sehen wie sie zurecht kommt. Allerdings hatte sie etwas Glück und wurde von dem "Rudel" aufgenommen, so das sie nicht mehr allein durch die Gegend ziehen muss. Das Rudel besteht aus verschiedenen Freaks, die ebenfalls schon eine Menge durchmachten und von der Gesellschaft ausgestoßen wurden. Sie versuchen sich mit kleineren Diebstählen von Nahrung am Leben zu halten und streifen Ziellos durch die Gegend. Juli, im Rudel Babyfuß genannt, soll nun das Rudel unterstützen aber bei einer Razzia wird es auseinander getrieben. Nun ist Juli mit Kojote unterwegs, dem Anführer des Rudels und lernt ihn in der nächsten Zeit besser kennen. Er zeigt ihr wo er mal gewohnt hat, begleitet sie zu einer alten Freundin und bringt Juli zu ihren Großeltern. Bei ihren Großeltern erfährt Juli einiges über sich, Ihren Vater und ihre eigene Pheenmutter. Als sie sich, gemeinsam mit Kojote, zum schlafen hinlegt passiert etwas schreckliches, womit keiner rechnete. Juli wird an einen Ort gebracht, an dem sie nie landen wollte und soll sogar noch schlimmeres erleben. Aber an ihrem schlimmsten Tag, passiert etwas...womit nicht einmal die Leser rechnen.....

Wer den ersten Band gelesen hat, sollte auf jeden Fall auch diesen lesen. Die Geschichte geht sofort weiter und nimm rasant an Spannung zu. Man lernt Juli besser kennen und auch neue Seiten der anderen Protagonisten des ersten Bandes. Und ich finde es immer noch interessant, das man nicht weiß, in welchem Land oder welcher Stadt die Handlung spielt. Man bekommt zwar einen guten Eindruck der Gegenden aber es wird nie ein Stadtteil oder Ortsname genannt. Die Charaktere werden sehr gut beschrieben und man kann richtig mit ihnen mitfühlen.

Auf jeden Fall lesenswert von Anfang bis Ende :-)
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am 27. Februar 2013
Ganz abrupt und ohne Vorwarnung wird man als Leser in die Geschichte von "Spiegelriss" hineingeworfen und man blickt sich zuerst einmal verwirrt um und fragt sich, wo man ist. Die Protagonistin wird nicht mehr mit ihrem Namen sondern mit Babyfuss angesprochen, sie ist nicht mehr bei ihrer Mutter und ihren Geschwistern im Wald sondern in einem Rudel von Freaks und vor allem wurde aus der ich-will-wissen-was-mit-meiner-Mutter-ist-Juli ein ich-duck-mich-und-bleib-unsichtbar-Babyfuss. So hatte ich meine Mühe mit dem Einstieg, denn ich konnte mich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass Juli am Ende des ersten Bandes zu diesem Rudel gestossen ist.

Nach und nach bekommt man jedoch erklärt, wie sich das zugetragen hat und die Geschichte bekomm an Fahrt. Das Rudel muss tagtäglich auf Essenssuche, was sich jedoch als immer grössere Herausforderung erweist, da die Normalen immer mehr aufpassen und kontrollieren. Als Goldgrube ist das Lyzeum, Julis alte Schule, bekannt und so möchte Kojote mit ihr genau dort auf Beutezug.
Auf dem Weg dahin entdeckt Juli einige riesige Plakate, auf denen ein altes Foto von ihr zu sehen ist. Dort wird sie als gefährliche und gewalttätige Phee gesucht. Se ist sozusagen der Staatsfeind Nummer 1.
Am Abend fliegt das Rudel durch eine Razzia auf und die Mitgleider verstreuen sich in alle Himmelsrichtungen. Juli ist völlig erstarrt, hat keine Ahnung, wo sie nun hin soll und so nimmt sich Kojote ihrer an.

Juliane Rettemie hat den Kopf voller Fragen und stolpert ein bisschen unbeholfen, unwissend und naiv durch die Welt. Hier erkennen wir das behütete Mädchen aus gutem Hause, das sich keine Sorgen machen musste. Und obwohl sie in Band 1 eine schöne Entwicklung durchgemacht hat, scheint sie wieder bei null zu beginnen und handelt mehr als einmal kopflos und bringt damit sich oder andere in Gefahr.
Kojote an ihrer Seite hat mir jedoch sehr gut gefallen. Er ist undurchsichtig, intelligent, zielorientiert und wirkt sehr authentisch. Da er nicht viel von sich erzählt, weiss Juli nicht genau, ob sie ihm wirklich vertrauen kann und das macht die Sache natürlich noch etwas interessanter. Von ihm hätte ich gerne mehr erfahren, aber vielleicht wird das in Band 3 nachgeholt.

Als Leser fragen wir uns immer noch, was eigentlich eine Phee genau ist - und ob Juli nun wirklich ein Exemplar dieser Spezies ist. Gibt es Pheen eigentlich überhaupt oder sind sie eine Erfindung der Gesellschaft? Eigentlich eine praktische Lösung, um alle Probleme und alle Ängste zu projezieren und von sich selber abzulenken. Ein gemeinsamer Feind sollte doch stark machen, aber dem ist nicht so - überhaupt nicht. Denn in Band zwei wird der Graben zwischen den Normalen und den Freaks immer grösser und unüberwindbar, und es kommt zum Eklat. Ob da eine Phee ihre Finger im Spiel hat?

Die Mischung aus Dystopie und Fantasyelementen macht auch "Spiegelriss" aus. Das ist der Autorin wiederum sehr gut gelungen. Toll finde ich auch, dass die futuristische Welt für einmal sehr nah an unserer gehalten ist und sehr real wirkt. So kann man sich die beiden Gesellschaftsgruppen sehr gut vorstellen.

Was mir beim ersten Teil "Spiegelkind" etwas gefehlt hat, schafft Aina Bronsky im zweiten Teil: Sie baut eine Spannung auf, die mich an die Seiten fesselt. Leider schafft sie es nicht ganz, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten, denn vor allem der Schluss geht mir einfach zu schnell und ich blätterte etwas vor den Kopf gestossen die letzte Seite um. Hatte ich da etwas verpasst?
Bei Alina Bronsky weiss man nie so genau, woran man ist und so können wir gespannt auf den dritten Band warten.

Fazit:
Mit "Spiegelriss" konnte sich Alina Bronsky steigern. Nach Einstiegsschwierigkeiten kam ich wieder in den Genuss des dystopischen Mixes mit Fantasyelementen. Die naive Juli hat einen ausgereiften und authentischen Partner an die Seite bekommen, der ihr und mir mehr als einem über die Runden geholfen hat.
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am 20. Februar 2013
Kurzbeschreibung:
Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen. Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt. Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist.
(Quelle: Arena-Verlag)

Meine Meinung:
Seit „Spiegelkind“ ist einige Zeit vergangen.
Juli ist nun nicht mehr im Wald bei ihrer Mutter, sondern hat sich einem Rudel Jugendlicher angeschlossen, die sich alleine auf der Straße durchschlagen. Sie klauen beispielsweise Essen um nicht verhungern zu müssen.
Nach einer Razzia flieht Juli gemeinsam mit Kojote, dem Anführer des Rudels und von nun an bilden die beiden ein Team. Kojote zeigt Juli einiges aus seinem früheren Leben und bringt sie schließlich erst zu Ksü und dann zu ihren Großeltern. Dort erfährt Juli endlich etwas über sich selber, ihren Vater und ihre Pheenmutter.
Doch Juli, die immer noch für den Tod ihres Vaters verantwortlich gemacht wird, wird schließlich geschnappt und an den schlimmsten Ort gebracht, den sie sich vorstellen konnte, ins Dementio, dem Ort wo Pheen gefangen gehalten werden …

„Spiegelriss“ ist bereits der 2. Teil der „Spiegel“- Reihe von Alina Bronsky.
Allerdings knüpft dieser Band nicht direkt an „Spiegelkind“ an, es sind doch einige Monate vergangen, die jedoch im Dunklen bleiben. Zudem herrscht in diesem Buch direkt von Beginn an eine komplett andere Atmosphäre als noch im Vorgängerband.

Auch in diesem Teil ist die Hauptprotagonistin wieder Juliane, genannt Juli. Sie lebt nun auf der Straße in einem Rudel jugendlicher und muss lernen sich so durchzuschlagen. Zu Beginn ist es zwar schwierig zu verstehen wieso Juli nun so lebt aber dies klärt sich im Laufe des Buches. Juli ist nach wie vor nicht so die mutige und starke Heldin aber dennoch versucht sie sich nicht unterkriegen zu lassen und macht das Beste aus ihrer Situation. Sie wirkt, im Gegensatz zu „Speigelkind“, erwachsener und reifer.
Kojote ist ein neuer Charakter. Er ist der Rudelanführer und flieht mit Juli nach der Razzia. Die beiden bilden ein Team. Kojote bringt Juli zuerst zu Ksü und dann zu ihren Großeltern. Er bleibt auch an Julis Seite als er erfährt wer sie wirklich ist. Obwohl Kojote recht geheimnisvoll wirkt baut Juli langsam aber sicher Vertrauen zu ihm auf.

Neben den beiden genannten trifft man als Leser weitere, teilweise schon bekannte, Charaktere. Allerdings dreht sich die Handlung am Ende immer um Juli.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder flüssig und schlicht. Man kommt gut durch die Seiten und alles ist verständlich.
Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht von Juli in der Ich-Perspektive. Man ist also wieder direkt dabei.
Die Handlung selber ist düsterer und spannender als noch im ersten Teil. Nichts ist wirklich vorhersehbar und immer wieder gibt es Wendungen, die überraschen. Es gibt außerdem grausame Stellen und manchmal ist alles vielleicht etwas verwirrend aber es klärt sich auf.

Das Ende ist erneut ziemlich offen gehalten und es bleiben Fragen offen, die hoffentlich in einem 3. Teil endgültig geklärt werden.

Fazit:
„Spiegelriss“ von Alina Bronsky ist eine gelungene Fortsetzung und meiner Meinung nach noch besser als „Spiegelkind“
Die Handlung ist düsterer und spannender und die Mischung aus Dystopie und Fantasy weiß zu überzeugen.
Definitiv lesenswert!
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am 17. Februar 2013
In diesem Buch musste ich manche Sachen, die ich mir nach dem ersten Band gedacht habe verwerfen. Zum Beispiel, dass ich Pheen mit psychisch kranken Menschen verglichen habe, irgendwie passt das jetzt nicht mehr so richtig. Aber an die normalen Feen aus anderen Büchern erinnern mich die Pheen auch nicht so richtig. Ich bin mir da echt sehr unschlüssig.
Aber gesellschaftskritisch ist auch dieses Buch in gewisser Weise. Und wie auch schon Band 1 lässt es nachdenken, Dinge, Begebenheiten hinterfragen. Aber ich habe bei diesem Buch nicht mehr soviel über unsere Gesellschaft nachgedacht wie bei Band 1.
Ich muss sagen, einiges verwirrte mich bei diesem Buch. Der Einstieg war für mich nicht so einfach. Während ich in den 1. Band gut rein gekommen bin, war ich hier eher verwirrt, warum sie denn plötzlich beim Rudel ist, was denn passiert ist, dass es so gekommen ist. An Band 1 fand ich es gut, dass sich vieles erst nach und nach aufklärte. Hier hat es mich eher ein wenig gestört. Aber dies scheint der Schreibstil der Autorin zu sein. Was ich widerrum gut finde, dass sie sich selbst und ihrem Schreibstil treu bleibt.
Spannung ist auch in diesem Buch genug vorhanden. Durch diese konnte ich das Buch auch sehr flüssig lesen.

Ich finde auch die Schriftgröße sehr angenehm. Nicht zu groß, so dass ich sie als Verschwendung von Papier empfinden würde. Aber auch nicht so klein, dass man Augenschmerzen beim Lesen bekommt, weil man sich so anstrengen muss.

Alles in allem, fand ich dieses Buch ein wenig schlechter als den 1. Band. Was hauptsächlich daran liegt, dass es mich stellenweise echt verwirrt hat.
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am 17. Februar 2013
Juli lebt in einem Rudel. Kinder und Jugendliche Freaks ohne zu hause - sie ist die Neue. Der Babyfuss, so nennt Kojote, der Anführer des Rudels sie. Juli muss vorsichtig sein, sie wird gesucht, die letzte, absolut gefährliche Phee, die ihren Vater umgebracht hat. Wird sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen...

Ich habe Alina Bronsky letztes Jahr als Autorin mit "Spiegelkind" kennen lernen dürfen und nun freue ich mich sehr euch "Spiegelriss" vorzustellen.

Alina Bronskys Schreibstil ist sehr angenehm und einfach. Sie spielt mit den Worten und lässt eine Welt vor unseren Augen erstehen, die man so eigentlich nicht kennenlernen möchte. Eine Klassengesellschaft, in der es Normale und Freaks gibt und Pheen, magische Wesen mit Gaben, gejagt werden.

In "Spiegelkind" wurde Juli für den Tod ihres Vaters verantwortlich gemacht und ist nun untergetaucht. Sie lebt in einem Rudel. Eine Gruppe von Kindern und jugendlichen Freaks, von der Gesellschaft ausgestoßenen. Sie leben in der Natur, schlafen unter freiem Himmel und müssen die Mülltonnen nach Nahrung durchsuchen.
Juli muss sich zudem äußerst gut tarnen, da sie als letzte lebende Fee und vermeintliche Mörderin gesucht wird und ein großes Kopfgeld für sie veranschlagt wurde. Doch der Anführer, Kojote, scheint etwas zu ahnen und hilft ihr Kontakt aufzunehmen zu ihren besten Freunden und ihren Großeltern. Doch nichts in ihrer Welt ist mehr so wie es war.

"Spiegelriss" ist eine wirklich gelungene Fortsetzung und muss sich nicht hinter "Spiegelkind" verstecken. Es ist ein wirklich spannendes Buch, dass Julis schweren Weg auf der Suche nach ihrer Familie und sich selbst beschreibt. Sie muss auf sich aufpassen und lernt leider viel zu schnell, dass sie niemandem, absolut niemanden, vertrauen darf. Denn irgendwer verrät sie und sie landet im gefürchteten "Dementio" dem Gefängnis, dass angeblich extra für Pheen erbaut wurde. Der Aufenthalt dort ist für Juli kein Zuckerschlecken, und die einzige hilfreiche Person ist eine kleine Version ihrer selbst...

"Spiegelriss" ist ein Buch, dass eine sehr düstere Grundstimmung inne hat. Man spürt die Hoffnungslosigkeit und die Angst der Menschen, vor dem Gesetz, vor den als normal festgelegten Grundsätzen und dem Leben, was man mehr oder weniger vorgeschrieben bekommt.
In Alina Bronskys Welt ist man auch dem gläsernen Menschen sehr nah, tragen doch allen "Normalen" ID-Armbänder, mit denen sich ihre Aufenthaltsorte und viele Lebensgewohnheiten nachverfolgen lassen.

Wenn ihr nun neugierig seid auf "Spiegelriss", begeistert ward von "Spiegelkind" und unbedingt wissen wollt, wie es Juli im Dementio ergeht und was in der Welt um sie herum geschieht, dann müsst ihr unbedingt dieses Buch lesen!
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Es handelt sich um den Folgeband zu „Spiegelkind“.
Nachdem Juli aus dem Wald geflogen ist, lebt sie beim Rudel. Dass sind Menschen, die sich außerhalb der Gesellschaft bewegen. Sie leben von den Abfällen, die die Normalen übrig lassen. Juli lebt wie im Trance. Bei einer Razzia flieht sie mit Kojote, dem Anführer des Rudels.
An seiner Seite wird ihr klar, dass sich im Land viel geändert hat. Auch die Normalen sind nicht mehr sicher. Juli will zu Ksü und Ivan, ihren Freunden.
Die Geschichte ist sehr düster. Führten im ersten Teil die Normalen ein gesichertes Leben, zu scheint nun alles zusammenzubrechen. Die Fragen nach dem Anfang werden zunehmend drängender.
Juli wird als Bedrohung eingestuft und per Fahndung gesucht. Auch ihre Freunde haben sich verändert. Ksü ähnelt ihrem Inspirio. Ivan ist froh, als Juli die Wohnung wieder verlässt.
Schon ab der ersten Seite wird eine immense Spannung aufgebaut. Es gibt mehr Fragen als Antworten. Freund und Feind lassen sich kaum unterscheiden.
Juli wird zusätzlich verunsichert, weil ihr immer wieder ein Kind erscheint, dass sei selbst in jüngeren Jahren ist.
Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Julis Unsicherheit und Angst ist mit den Händen fühlbar. Sie weiß weder, wer sie ist, noch, woher sie kommt. Sie kennt ihren Vater nicht und hat keinen Zugang mehr zum Lebensbereich ihrer Mutter.
Kojote ist als Normaler aufgewachsen. Dann wurde seine Familie verstoßen. Doch kann juli ihm trauen?
Am Ende wird ein Teil der Fragen beantwortet. Für die Zukunft der Erde aber sieht es dunkel aus.
Die Autorin hat den ersten Band konsequent weitergeführt. Die Welt der Zukunft, die sie uns präsentiert, ist eine Welt des Gegeneinander, der Lüge und der Bedrohung. Keine der auftretenden Gruppen scheint ein Rezept für ein friedliches und insbesondere tolerantes Miteinander zu kennen. Zudem bemächtigt sich die Natur ihres alten Lebensraumes.
Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Er zeigt, wohin Intoleranz und Eigennutz führen. In diesem Sinn hält uns das Buch einen Spiegel vor. Wer Fremde ablehnt, nur weil sie anders sind, zerstört die Basis für ein menschenwürdiges Zusammenleben.
Das ganze Zerbrechlichkeit des Lebens wird im Cover deutlich: ein zersprungener Spiegel mit einem schwarzen Loch in der Mitte, das alles zu verschlingen scheint.
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am 28. August 2014
Die Handlung schließt nicht nahtlos an den ersten Band an.

Drei Monate sind seit dem Tod von Juli's Vater vergangen und in diesen hat sich einiges getan. Die Freaks rüsten zum Widerstand, Juli hat den geheimnisvollen Wald, in dem sie mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern Zuflucht gesucht hat, in Brand gesteckt und lebt nun frierend und hungernd mit einem verwahrlosten „Rudel“ anderer Kinder (Freaks) auf der Straße.

Der zweite Band hat mich leider enttäuscht. Ich habe mit einigen Auflösungen gerechnet und nicht wieder mit einer neuen Anzahl loser Fäden. Die verschiedenen Zeitsprünge in der Handlung sind für mich nicht richtig nachvollziehbar – mal sind Tage vergangen, dann scheinen es wieder Wochen oder gar Monate zu sein. Die Entwicklung der Charaktere gefällt mir nicht, wahrscheinlich weil ich andere Erwartungen hatte.

Auch fehlt mir eine befriedigende Erklärung der phantastischen Elemente – ich muss zwar nicht immer alles bis ins kleinste Detail wissen, aber hier hab ich irgendwie das Gefühl, dass es nicht richtig durchdacht bzw. bis zu Ende gedacht ist. Vieles wird angedeutet und offen gelassen – oder vielleicht verstehe ich es auch einfach nicht … oder es wird dann alles im dritten Teil aufgeklärt. Allerdings fühle ich mich ein bisschen hängen gelassen mit all dem Halbwissen.

Trotz allem hab ich das Buch zügig durchgelesen in der Hoffnung auf Antworten und auf eine Handlung, die mich mitreißt, deren Weg ich sehen will, aber anscheinend komme ich an Juli und diese Geschichte einfach nicht ran. Schade, denn die Idee an sich fand ich richtig gut!
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am 3. November 2015
3 Monate sind mittlerweile vergangen und Julis Welt hat sich verändert. Nicht nur, dass auf das junge Mädchen ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist und sie sich versteckt halten muss, sondern es bricht auch langsam alles auseinander, die Normalen drehen durch, weil die Freaks sich auflehnen. Die Regierung der Normalität steht kurz vor dem Zusammenbruch und der Wald rückt immer mehr vor. Um die Massen wieder zu beschwichtigen und zu kontrollieren, muss die angeblich letzte Phee Juli unbedingt gefangen genommen und getötet werden. Eine Jagd auf Leben und Tod beginnt.

"Spiegelriss" ist der zweite und abschließende Band der dystopischen Reihe von Alina Bronsky. Der Nachfolger liest sich genauso flüssig wie "Spiegelkind" und ist spannend geschrieben. Manche Entwicklungen betreffs Freund oder Feind stellte ich mir allerdings anders vor, daher verläuft die Geschichte teilweise sehr überraschend. Juli erfährt zudem mehr über ihre Vergangenheit und die der Pheen und entdeckt ein paar ungeahnte Fähigkeiten an sich. Allgemein wirkt sie reifer als in Band 1, obwohl sie ja erst 16 Jahre alt ist. Ihre Freundin Ksü spielt aus bestimmten Gründen leider keine große Rolle mehr, dafür steht Juli jetzt der Freak-Rebell mit Spitznamen Kojote zur Seite, ein ehemals normaler Junge, von dem ich gern noch mehr gelesen hätte. Gemeinsam kämpfen beide gegen die Normalität und für ein Leben in Freiheit.

Am Ende des Buches gibt es zwar keinen Cliffhanger, nur einen kurzen Epilog. Es bleiben aber trotzdem recht viel Fragen offen, nicht nur zur Mythologie der Pheen und des Waldes, auch über Juli selbst, ihre Narben und ihre Herkunft sowie zur Zukunft der Normalität und der Freaks. Vieles wird auch im zweiten Band nur angedeutet und einiges habe ich leider bis zum Schluss nicht richtig verstanden. Daher ist es sehr schade, dass es wohl keinen dritten Teil mehr geben wird, denn die Reihe ist innovativ und gefällt mir sehr gut.

Insgesamt kann ich "Spiegelriss" dennoch empfehlen, allerdings sollte man sich vorher bewusst sein, dass vieles für immer ungeklärt bleibt.
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