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TOP 1000 REZENSENTam 26. August 2005
"Huckleberry Finn" ist nach "Tom Sawyer" das bekannteste Werk von Mark Twain und gleichzeitig sein Meisterwerk. Während im "Tom" die Perspektive des Erzählers die eines Erwachsenen ist, ist in "Huck" der Ich-Erzähler ein Junge, mit dessen Augen wir die Welt beobachten können. In seiner Erzählweise verfällt Huck niemals in eine gehobene, feine, intellektuelle Sprache, sondern sie ist frech, witzig, aufrichtig, eben die eines Jungen, deshalb ist sie authentisch und einmalig in der Weltliteratur. Huck macht sich nicht viel aus Anstandsregeln, alle Versuche ihn zu zivilisieren, gelingen nicht. Er betet nicht, geht nicht gerne in die Schule und Kirche, er raucht, flucht, stiehlt und lügt, eine Ungeheuerlichkeit für alle Eltern, wohl auch deshalb war das Buch aus gewissen Bibliotheken und Schulen in Amerika verbannt. Gemeinsam mit dem Sklaven Jim flüchtet er den Fluss Mississippi in die erwünschte Freiheit runter. Huck ist kein Gegner der Sklaverei, er hilft Jim, nicht weil es das Richtige sondern weil es das Falsche ist, und dafür nimmt er sogar die drohende christliche Strafe in die Hölle zu kommen in Kauf. Während Huck den Aberglauben und die Gutmütigkeit von Jim ausnutzt, sorgt und kümmert sich Jim um Huck wie ein Ersatzvater. Die beiden komischsten Figuren sind der Herzog und der König, zwei Gauner und Betrüger, wie Huck und Jim von der Gesellschaft ausgestoßene Menschen. Huck verkörpert in einer geschäftigten, von Geld regierten Welt den Müßiggänger, der auf seine Unabhängigkeit und Freiheit besteht. Der Außenseiter Huck passt nicht in diese zivilisierte Welt und mit dieser Feststellung endet sein Buch.
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am 15. Juli 2014
Ich habe gerade zum wiederholten Male die wunderbare Geschichte von Huck gelesen, so wie sie Mark Twain geschrieben hat - ein Meisterwerk! Diese Kürzung hier hat damit wenig zu tun - ja sie erfindet gar Dinge, die Huck niemals passiert sind. Er musste nicht für Jim die Arbeiten übernehemn und ist auch nicht weggelaufen, weil er Holz hacken musste ...

Empfehlung: auf keinen Fall kaufen

Das Kind wird bald alt genug sein für das Original.
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am 17. April 2005
(bezieht sich auf die Übersetzung von Wolf Harranth)
Huckleberry Finn erzählt seine unglaublichen Abenteuer am und auf dem Mississippi selber -- da wird's wirklich schwer, den vielen begeisterten Kritiken der letzten anderthalb Jahrhunderte noch etwas Neues hinzuzufügen.
Huck Finn, der Sohn eines stadtbekannten Säufers, stellt anfangs zwar klar: "Das Buch hat Mr. Mark Twain gemacht", aber es ist s e i n e Geschichte, die er erzählt. Die Geschichte, wie er zusammen mit dem geflohenen Sklaven Jim auf einem Floß den Mississippi hinunterfährt. Wie den beiden die Gefahren von allen Seiten drohen, von der Natur und allgegenwärtigen bösen Geistern ebenso wie von mehr oder weniger wohlgesonnenen Mitmenschen, wie sie skurriler, kauziger und bedrohlicher kaum vorstellbar sind. Zusammen schlägt das ungewöhnliche Paar sich flussabwärts durch, und die beiden treffen auf biedere Farmer, gescheiterte Existenzen und gerissene Gauner, und sie lassen den Leser die Südstaaten der 1840er Jahre miterleben.
Am Ende tritt noch Tom Sawyer auf den Plan und sorgt für ein furioses Finale, und zwar verbunden mit einer abenteuerlichen Hommage an den Grafen von Monte Christo -- eine vollendete Kombination von Eleganz und Tolpatschigkeit.
Eine spannende Abenteuergeschichte also mit allem Zubehör, und gelacht werden darf auch, und zwar gründlich.

"Huckleberry Finn" gilt als eines der wichtigsten Werke der amerikanischen Literatur, beziehungsweise: der Weltliteratur. Ein Glücksfall für die Kinderliteratur ist es obendrein. Ich kann mich nur an wenige Bücher erinnern, die mich als Kind ähnlich gefesselt hätten -- aber nicht nur als Kind. Wer das Buch als Erwachsener (wieder)liest, wird es ebensowenig freiwillig aus der Hand legen. Vor allem dann nicht, wenn er eine gelungene deutsche Übersetzung in Händen hält, der es gelungen ist, all die stimmungsvollen Naturschilderungen, vor allem aber die Dialoge und all die verschiedenen Slangs und Dialekt-Varianten des Originals einigermaßen ins Deutsche herüberzuretten. Wolf Harranth ist das gelungen.
Schließlich hat Mark Twain gerade in "Huckleberry Finn" gezeigt, wie virtuos er die Idiome beherrschte, und viele Übersetzungen leiden darunter, dass die Übersetzer das Deutsche längst nicht so souverän im Griff haben wie Mark Twain das Englische.

Sucht jemand noch ein Buch für Baggersee, Balkon oder Sofa, dann hat die Suche ein Ende! "Huckleberry Finn" beamt seine Leser zuverlässig mitten hinein in den Mississippi-Süden der 1840er Jahre. Nur mit dem Zurückbeamen ins vergleichsweise triste Hier und Jetzt könnte es manchmal etwas holprig werden.
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am 12. April 2012
Trotz der vielen neuen Kinderbücher auf dem Markt, sollte man den Kleinen auch echte Klassiker nicht vorenthalten. Dieses Buch ist dank der wunderschönen und liebevollen Illustrationen sehr gelungen. Es eignet sich zum Vor- uns Selberlesen. Trotz Kürzungen, die bei einer Kinderversion selbstverständlich sind, bleiben Inhalt und Charaktere die alten. Allerdings wurden allzu brutale Szenen kindgerecht angewandelt, was dem Inhalt keinen Abbruch tut. Tipp: "Tom Sawyers Abenteuer" aus der gleichen Reihe!Tom Sawyers Abenteuer
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am 16. April 2007
In Mark Twains Schelmenroman "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" geht es um einen in den Südstaaten lebenden Jungen, namens Huckleberry Finn, der von den Schlägen seines Vaters und von der frommen Witwe Douglas, die einen anständigen Jungen aus ihm machen will, die Nase voll hat. Eines nachts lässt er sich mit seinem treuen Begleiter, dem Sklaven Jim, in einem Boot den Mississippi runtertreiben. Zusammen erleben sie eine Flussreise voller spannender Abenteuer und amüsanter Turbulenzen. Ich finde den Roman sehr gut, da man von dem Ich-Erzähler Huckleberry Finn sofort mit in seinem Bann gezogen wird und dadurch alles spannend geschildert wird. Außerdem erkennt man durch die reallistische Erzählweise, die damaligen Probleme der Südstaaten, wie z.B. die Sklaverei, die Armut usw.

Ich würde es allen empfehlen den Roman zu lesen, die spannende Abentuer mögen und denen, die sich vielleicht noch mal an ihre Kindheit zurück erinnern wollen. Dieser Roman ist als Buch, als Hörspiel und als Film erhältlich. Ich würde aber raten, das Buch zu lesen, da man sich beim lesen besser in die Person hineinversetzen kann und die Vorgänge detaillierter geschildert werden.
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am 5. Dezember 2011
Was nirgends ersichtlich ist: Es handelt sich um eine gekürzte Fassung und teilweise schlecht umgesetzten Umlauten. Schade um dieses wirklich empfehlenswerte Buch von Mark Twain.
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am 13. Mai 2016
Vordergründig wirkt es wie ein Jungs-Abenteuer-Buch, wie eine Tom-Sawyer-Fortsetzung: Verwahrloster Dorfjunge und entlaufener Sklave hausen auf einer unbewohnten Mississippi-Insel und reisen wochenlang per Floß flussabwärts, treffen Banditen, überstehen Schießereien. Doch Twain erzählt so plastisch und detailliert – er war selbst Mississippi-Lotse gewesen – dass es manchmal wie ein realistischer Expeditionsbericht klingt. Außerdem bringt Twain interessante Dialoge, Abläufe und Gewissenskonflikte, mehrfach wird es arg spannend. Themen wie Rassismus und Moral klingen an.

Und manchmal klingen diese Themen zu deutlich durch, dann wirkt der Roman wie eine Besinnungsgeschichte. Mitunter schreibt Twain auch zu viel Nebensächliches, offenbar, um humoristisch mehr Anekdoten, Mundartliches und Sophistereien unterzubringen, auf Kosten der Stringenz. Einmal erzählt der Sklave Jim eineinhalb Seiten am Stück – ein Fremdkörper in der Erzählung, aber Twain musste die kuriosen Beispiele für Aberglauben wohl unbedingt geballt platzieren. (Eine gut 12seitige Passage, die nichts zur Handlung beiträgt, flog in der Fahnenkorrektur noch ganz heraus; sie bringt nur Episoden aus dem Mund anderer und endet lahm; diesen Abschnitt entfernte Twain laut Peter Coveney aus Platzgründen, sie erscheint in meiner Penguin Classic-Ausgabe als Outtake).

Ansonsten ist Huckleberry Finn der Ich-Erzähler. Er redet im englischen Original einen breiten Südstaatendialekt mit deftigen Analogien; fast alle Vergangenheitsformen erscheinen amüsant falsch, einschließlich falscher Unregelmäßigkeiten ("clumb" statt "climbed") (ich hatte das englische Original). Eine Weile unterhält Finns mundartliches Schwadronieren, auf Dauer ermüdet es. Huckleberry Finns Slang lässt sich aber noch einigermaßen verstehen, während ich die Worte des Sklaven Jim nur mit Mühe dechiffrieren konnte. (Ich sah eine deutsche Übersetzung, in der die Akteure eine Art derbes Schwäbisch oder Fränkisch reden, schwer erträglich.)

Für sein Alter und seine Entwicklung klingt Ich-Erzähler Finn weit zu reflektiert – in restringiertem Code moralisiert er äußerst elaboriert. Er wird noch übertroffen vom gleichaltrigen Tom Sawyer, der an den Rändern des Romans auftaucht und wie ein wandelndes Lexikon für arme Leute schwafelt.

Huckleberry Finn gilt als "Great American Novel" zumindest des 19. Jahrhunderts und erhielt höchstes Lob u.a. von T.S. Eliot und Hemingway. Der allerdings empfahl auch, wie so viele Kritiker und Gelehrte, die Lektüre nach Kapitel 16 abzubrechen – also nach 103 von 320 Romanseiten in meiner Ausgabe.

Nach Kapitel 16 hatte Twain die Arbeit am Roman für viele Monate eingestellt. Und ab Kapitel 17 spielt die Geschichte weniger auf dem Fluss und in wilder Natur, sondern öfter unter Leuten am Flussufer, es gibt mehr Schießereien, Trickbetrüger und Wildwest-Klamauk – teils reinen Bauernstadl, in den Worten der US-Kritiker eine "Minstrel-Show", Realismus adé. Mehrere Kapitel gegen Ende beschreiben, wie Huck und Tom ihr Ziel nach komplizierten Mustern aus alten Romanen erreichen wollen, statt eine naheliegende Lösung zu wählen – für ein Problem, das letztlich gar nicht besteht.
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am 14. März 2013
Huckleberry Finn ist nach wie vor (ca. 125 Jahre nach der Erstauflage) nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene
ein sehr lesenswertes Buch. Erfreulich auch die Illustrationen in der vorliegenden Fassung.
K.Karzel
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am 6. Juni 2016
Amazon-Empfehlung 5-7 ist schon übertrieben. Auf dem Buchrücken steht sogar für Vorschulkinder...

Schwarze Menschen sind Sklaven. Ihre Kinder werden verkauft wie Vieh. Sie werden geschlagen, getötet, wenn sie abhauen.
Schwarze Menschen sind rechtlos und reines Eigentum. Alleine schon darum funktioniert diese Geschichte nicht für die Kleinsten!
"Warum lächeln die immer so blöd? Die würden doch niemals lächeln, wenn es ihnen so schlecht geht!" sagten meine Kinder.

Die Illustrationen sind selten dämlich. Dauerlächeln! Alle Gesichter sehen gleich aus. Die Illustratorin kann einfach keine Gesichter malen. Der erwachsene Sklave Jim sieht aus wie ein Kind etc

Gekürzt, gekürzt, gekürzt - der ganze Charme abgerieben, zerstampft, vernichtet. Und die Kinder denken dann, sie würden Huckleberry Finn kennen...

Mark Twains grossartiges Werk ist für Kinder unter 10 Jahren nicht geeignet. Und dann bitte in der Originalfassung!
Oder wenigstens in einer nur leicht gekürzten. Hier wurde so viel weggelassen und sogar DAZUERFUNDEN, dass es einem graust.
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am 27. April 2006
In Mark Twains Roman "Die Abenteuer des Huckleberry Finn" beschreibt der Hauptprotagonist die Abenteuer, die er während einer über Wochen andauernden Flußfahrt über den Mississippi erlebt.

Gerade weil es aus der Sicht Hucks geschrieben ist, ist es nicht immer leicht der Handlung zu folgen. Huck plaudert einfach drauf los. Zudem schreibt Twain im Dialekt der jeweiligen Region.

Trotzdem ist das Buch hervorragend und sehr vergnüglich zu lesen. Es liefert auch einen sehr guten Einblick in die gesellschaftlichen Verhältnisse der Südstaaten vor 150 Jahren und die Problematik des Sklavenhandels.
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