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am 1. März 2005
Die Handlung von "Dracula" kennt inzwischen fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?
Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.
Gleichzeitig geschieht Merwürdiges an der englischen Küste, eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula, der sich mittlerweile in England befindet, beginnt.
Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von heutigen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.
Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Siegmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.
"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.
Auch wer die Filme bereits "auswendig kennt", sollte dennoch zu diesem Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .
Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert legt auf intelligente Schauder, die einem den Rückern hinunterlaufen, der ist hier bestens bedient.
Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich unbedingt die von Stasi Krull, die sehr nahe am Original bleibt und dennoch flüssig und stilsicher ist, und wo die verschiedenen Sprachschichten des Originals nicht zum Einheitsbrei zusammenfließen.
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am 10. Mai 2007
Die Handlung von "Dracula" kennt fast jeder -- schließlich gibt es mehrere Verfilmungen, die ihrerseits bereits Klassiker geworden sind und sogar parodiert wurden -- aber wie steht's mit dem Original?

Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge verschiedener Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien.

Gleichzeitig geschieht Merwürdiges an der englischen Küste, eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. Und in London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula, der sich mittlerweile in England befindet, beginnt.

Die Romanhandlung wird nicht im herkömmlichen Sinne von einem allwissenden Erzähler mitgeteilt, sondern konstruiert sich anhand von Tagebüchern, Briefen, Memoranden und anderen Aufzeichnungen der "Vampirjäger". Auf diese Weise wechseln natürlich Ort und Zeit der Handlung, die verschiedenen Erzählperspektiven brechen die Ereignisse jeweils in einem anderen Winkel, das Tempo der Handlung beschleunigt sich und wird auch immer wieder gebremst, und der Leser kann peu a peu die Puzzle-Teile zusammensetzen -- da er die Handlung bereits aus Filmen kennt, weiß er zwar mehr als die Figuren, aber Bram Stoker hält wie jeder gute Schriftsteller die Spannung bis zuletzt aufrecht. Dabei baut er nicht auf vordergründige Grusel-Elemente, wie man sie z.B. von vielen Filmen kennt, sondern er arbeitet mit subtilen Mitteln, zielt auf Unterschwelliges und Unbewusstes; das Grauen stellt sich anhand von Kleinigkeiten ein.

Für heutige Leser weniger deutlich, aber für Stokers Zeitgenossen dafür umso mehr, sind auch viele sexuelle Anspielungen in der Handlung ("Dracula" entstand im prüden viktorianischen England, also konnte ein Autor gar nicht deutlich werden -- wie man hier sieht, konnte das auch Vorteile haben für den Leser). Bemerkenswert ist allerdings, dass Stoker auch hier immer wieder mit dem Unbewussten der Leser spielt, und das zu einer Zeit, als Sigmund Freud seine Thesen noch nicht veröffentlicht hatte.

"Dracula" ist also nichts Geringeres als die Initialzündung der Vampirliteratur; sein Autor hat mit diesem Roman ein eigenes Genre begründet. Da er die Handlung außerordentlich subtil konstruierte, ist die Lektüre auch heute noch ein Genuss.

Auch wer die Filme bereits auswendig kennt, sollte dennoch auch mal zum Buch greifen; so präzise und psychologisch geschickt wird die Handlung nämlich nirgendwo sonst präsentiert, noch nicht einmal im -- fast -- kongenialen "Nosferatu" .

Freilich, wer unbedingt auf jeder Seite "action" haben muss, der wird mit diesem Buch wenig anfangen können. Wer aber Wert legt auf intelligente Gruseleffekte, der ist hier bestens bedient.

Allerdings gilt auch hier: Es gibt solche Übersetzungen und solche. Unter den verschiedenen deutschen Übersetzungen empfehle ich unbedingt die hier verwendete, nämlich die von Stasi Krull, die nahe am Original bleibt und dennoch flüssig und stilsicher ist, und wo die verschiedenen Sprachschichten des Originals nicht zum Einheitsbrei zusammenfließen.

Was diese Ausgabe ganz besonders empfiehlt, ist außerdem seine Aufmachung: Tiefschwarzer Einband, mit blutroter Schrift... Sieht fast so aus wie Graf Draculas Schlafgemach... Das hat Klasse!
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am 13. November 2011
Dracula... Alleine dieser Name jagt einem schon einen Schauer über den Rücken. Bereits als Kind habe ich diesen Namen aufgeschnappt und ihn in Verbindung mit etwas Bösem, Unheimlichem gleichgesetzt. Es ist DER Name für die Bezeichnung Vampir.
Was Bram Stoker geschaffen hat, ist unübertroffen. 99 Prozent der heutigen Vampirbücher und Filme würde es nicht geben.
Vor Dracula waren Vampire plumpe Tote, die nachts aus ihren Gräbern stiegen, stinkend und sabbernd nur wahllos darauf aus waren, Blut zu trinken und zu töten. Doch mit dem Erscheinen des aristokratischen Vampirs änderte sich alles. Graf Dracula ist gebildet, er besitzt eine Persönlichkeit; er kann lesen und schreiben; er besitzt Kräfte, die ihn beinahe unbesiegbar machen; und er ist klug, sehr klug sogar, denn er tüftelt einen Plan aus, um aus den einsamen Karpaten in das dicht bevölkerte London zu ziehen, einer Millionenstadt. Einer Stadt, die vor Opfern nur so wimmelt... Und doch hat er genug Stil, sich nicht einfach wahllos auf seine Opfer zu stürzen. Er sucht sich besondere Opfer, um seinen Feinden, die Männer, die ihn jagen, Schmerz zuzufügen. Er ist einer der gerissensten Bösewichte, die je das Licht der Literaturwelt erblickt haben.
Dies ist EIN Punkt, der diesen Roman zu etwas Besonderem macht. Ein Anderer sind die Männer, die Stoker seinem Antihelden entgegen gestellt hat. Professor Abraham Van Helsing ist beinahe ebenso ein Synonym für die Vampirliteratur geworden, wie Dracula selbst. Mit dem Professor wurde eine neue Gattung von Helden geschaffen. Den gebildeten Gelehrten. Er hat nicht nur das Wissen der Schulmedizin, sondern auch über die alten Traditionen. Dieses Wissen setzt er ein, um den Grafen zu jagen.
Wenn man den Roman liest, glaubt man manchmal, ein imaginäres Schachspiel zu verfolgen zwischen Dracula und Van Helsing. Es ist ein Kräftevergleich zwischen Leben und Tod. Immer wieder versetzt einer dem anderen einen taktisch klugen Schlag.
Die Form des Romans ist ebenfalls erwähnenswert. Die Geschichte ist aus der Sicht von verschiedenen Personen in Form ihrer Tagebucheinträge und Briefe geschrieben, was sie dem Leser realer wirken lässt. Was Stoker damit vollbracht hat, ist einfach einzigartig. Sich während des Schreibens in die Gedanken und Gefühle von vier Personen (fünf wenn man Van Helsings Eintrag mit dazu rechnet) reinzuversetzen, ist meiner Meinung nach eine große Leistung. Zusätzlich kommen noch Zeitungsartikel und amtliche Schreiben dazu. Der Leser glaubt, ganz nah am Geschehen zu sein.
Die Handlung zu beschreiben, wäre mühselig. Wer sie nicht kennt, hat keine Ahnung. Sie ist Literaturgeschichte. Man könnte den Roman in mehrere Teile aufteilen. Besonders der erste Teil, Jonathan Harkers Reise zum Schloss und sein Aufenthalt dort, sind weltbekannt. Draculas Reise nach London, seine Ankunft sowie sein Wirken dort bilden den zweiten Teil. Der Kampf um Mina Harkers Leben sowie die Jagd in London bilden den dritten Teil, und die Jagd nach Transsilvanien bildet den Abschluss. Der Graf taucht nur während des ersten Teils aktiv auf, den Rest des Buches sieht ihn der Leser nur noch vier Male. Ansonsten wirkt er im Hintergrund, und die grauenvollen Ereignisse machen ihn zu einem Mythos, einer düsteren Legende...
Die versteckte Erotik wird heutzutage nicht mehr gesehen. Zum Zeitpunkt jedoch, als Dracula geschrieben wurde, war es beinahe anstößig. Die drei Vampirfrauen in Draculas Schloss sowie die Heimsuchung von Lucy und später auch Mina verstecken viel Erotik, doch ist es heutzutage nicht mehr für jeden offensichtlich.
Die Aufmachung der Mitternachtsbibliothek lässt sich auch sehen. Der Einband ganz in Schwarz mit einem dezenten Holzmuster sowie der Schriftzug des Films von Francis Ford Coppola sorgen für Stimmung.
Alles in Allem gibt es nur eine Wertung für dieses Werk: Die Höchstwertung. Dracula ist der König der Vampire, und niemand hat es geschafft, auch nur daran zu kratzen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2004
Bram Stoker erschuf mit Dracula einen der wichtigsten Romane seines Genres. Mehr noch: Dracula ist ein Begriff über alle Grenzen hinweg und manch einer verliert sich in Träumen voller Hoffnung und Angst nach dem ewigen Leben.
Die Geschichte wird überwiegend im Tagebuchstil erzählt, was den Eindruck einer Authentizität vermittelt, die sich durch den "echten" Augenzeugen der erzählten Zeit, nämlich Bram Stoker selbst, noch mehr verstärkt.
Dracula ist ein so nachhaltiger und richtungsweisender Roman, der mit den bekannten Mythen genauso zu spielen weiß, wie mit den Empfindungen und Sitten seiner Zeit. Bram Stoker überwand sogar Grenzen und legte dem Leser einige erotische Komponenten dar, die für seine Zeit noch sehr untypisch waren.
Die Glaubwürdigkeit geht sogar so weit, daß noch heute der Glaube an Vampire weiterlebt und die Ängste der Menschen weiterhin geschürt werden.
Selbst wenn man das Vorhandensein von Vampiren verneint bleibt doch ein kleiner Nachgeschmack: Was wäre wenn...
Jürgen Seibold/12.09.04
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am 22. Februar 2007
Wer sich für Vampire und andere Schauerfiguren interessiert, für den ist Bram Stokers "Dracula" ein Muss. Durch die Erzählung in Tagebucheinträgen, Briefen und Zeitungsartikeln wirkt die Geschichte von dem Blutsaugenden Grafen aus Transsylvanien, der nach London zieht, realistisch. Diese Ausgabe ist ungekürzt und es gibt einen kurzen Prolog von der Herausgeberin.

Was an dieser Ausgabe besonders hervorzuheben ist: Der wunderschöne Einband. Das Buch ist komplett in schwarz gehalten, abgesehen von den glänzenden roten Einprägungen auf Deckel und Rücken. Sogar das Band ist schwarz. Das bringt den Leser schon in Gruselstimmung...

Ein Leser, der Wert auf das Aussehen eines Buches legt, ist mit dieser Ausgabe bestens beraten. Für einen geringen Aufpreis gegenüber manchen Taschenbuchausgaben erhält man ein Buch, das Spaß macht. Leider kann man an der Abbildung nicht erkennen wie schön das Buch in Vergleich zu anderen Ausgaebn ist.
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TOP 500 REZENSENTam 30. Mai 2007
Unübertroffen: Das Original muss man einfach gelesen haben, wenn man Horror-Romane mag oder überhaupt mitreden will. Bram Stoker schildert die Geschichte um Van Helsing und den finsteren Grafen aus Transsylvanien sehr dunkel und gruselig. Zu recht ein Bestseller. Und in dieser Ausgabe auch passend finster aufgemacht.
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am 25. September 2003
Obwohl mittlerweile schon so viele Romane über Vampire auf dem Markt sind, wird kein Buch, das ich bis jetzt gelesen habe, von BRam Stokers Original geschlagen, das mit seiner Präzision den Vampirfan in Atem hält.
Die Geschichte ist zwar die bekannte- Vertreter wird auf Schloss Drakula eingeladen, erfährt dort von dessen Plänen, plant ihn zu vernichten und gewinnt (?) am Ende den Kampf, doch Bram Stokers Meisterwerk ist mehr, als ein auf wenigen Seiten abzuhandelnder Action Roman.
Durch seine tagebuchartige Gliederung ist es dem LEser möglich, die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen nachzuempfinden und ist immer "live" dabei, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden. Besonders spannungsfördernd sind diese Einträge, wenn sie ind er Mitte abgebrochen werden und der Leser erst durch einen Eintrag einer zweiten PErson erfährt, was danach passiert ist.
Auch der Sprachstil, der weit über dem plumpen GEschreibsel vieler Autoren tront, ist zwar ein anspruchsvollerer, aber dennoch gut zu verstehender und von einem sehr reichen Wortschatz geprägten, und reiht dieses Werk meiner Meinung nach bei den ganz Großen ein!
Kurzum: Für jeden Fan des Horrors, der gerne einmal zu den Urpsürungen zurückkehren will, die richtige Wahl- dieses Buch sollte in keinem Bücherschrank fehlen!
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am 25. September 2009
Zur Zeit der Romanvorlage, Ende des 19. Jahrhunderts, ist Transsilvanien ein Teil der k.u.k. Monarchie Österreich-Ungarn und liegt im Königreich Ungarn. Heute zählt dieses Gebiet zu Rumänien.

Um dem Grafen Dracula ein Haus in London zu verkaufen, reist der Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker nach Transsilvanien. Niemand wagt sich in die Nähe des Schlosses, eine Anwohnerin übergibt Harker ein Kruzifix, um ihn zu schützen. Bald darauf wird er von einem Kutscher abgeholt und zum Wohnsitz des Grafen begleitet. Die ersten Tage verlaufen ruhig, doch Harker wird gebeten, einige Räume nicht zu betreten, er verspricht, sich daran zu halten. Er bemerkt, dass der Graf kein Spiegelbild hat und einen gierigen Gesichtsausdruck beim Anblick von Harkers Blut bekommt, als dieser sich bei der Rasur schneidet. Bald wird der Graf dem jungen Engländer unheimlich, schon allein seine äußerliche Erscheinung ist seltsam: lange, sehr weiße, spitze Zähne und auffällig rote Lippen.

Harker darf das Schloss nicht verlassen und wird des Nachts Zeuge, wie Dracula eine Wand herabklettert, als sei er eine Eidechse. Außerdem wird er davor gewarnt, in keinem anderen Zimmer einzuschlafen als in seinem eigenen. Eines Tages betritt er ein neues Zimmer, schläft ein und wird von drei sehr hübschen jungen Frauen entdeckt, die wie der Graf ungewöhnlich rote Lippen und spitze, leuchtende Zähne haben. Harker stellt sich schlafend und wird von einer der Frauen fast gebissen, doch Dracula erscheint plötzlich und hält die Frau davon ab. Der Graf lässt erkennen, dass er den jungen Harker für sich haben will und wirft den Damen einen Sack mit einem darin gefangenen wimmernden Kind vor, auf das sie sich hungrig stürzen.

Seit diesem Erlebnis hat Harker Todesangst, er rechnet mit seinem baldigen Tod. Immer wieder zwingt ihn der Graf, Briefe mit unverfänglichem Inhalt an seine Verlobte und seinen Arbeitgeber zu schicken. Einmal bietet ihm der Graf in scheinbarer Freundlichkeit Gelegenheit zur Flucht, doch Harker traut sich nicht an den vom Grafen beherrschten Wölfen vorbei, die zuvor eine Frau zerfleischt hatten. Harker entdeckt eine Gruft des Schlosses, in der Dracula tagsüber in einer mit Erde gefüllten Kiste liegt, die zusammen mit 49 weiteren Kisten auf dem Schiff Demeter nach England gebracht wird. Dem jungen Mann gelingt schließlich doch noch die Flucht aus dem Schloss.

Gut einen Monat später läuft das Schiff in einem schweren Unwetter in den Hafen der Stadt Whitby (Grafschaft Yorkshire) ein. Die Mannschaft scheint bis auf den an das Steuer gebundenen toten Kapitän verschwunden zu sein, und im Augenblick der Landung der 'Demeter' im Hafen springt ein großer schwarzer Hund an Land und verschwindet. Aus dem Logbuch des Kapitäns erfährt man, dass sich offenbar "etwas" bzw. "ein fremder Mann" an Bord befunden habe und die Mannschaft Matrose für Matrose verschwand, bis nur noch der Kapitän übrig blieb.

Wilhelmina 'Mina' Murray, Jonathan Harkers Verlobte, ist zu ihrer Freundin Lucy Westenra nach Whitby gefahren. Hier ereignen sich nun eigenartige Dinge. Lucy erkrankt an einem starken Somnambulismus, und Mina bemerkt eines Tages zwei punktförmige Male am Hals ihrer Freundin. Da Lucys Verlobter Arthur Holmwood wegen einer schweren Erkrankung seines Vaters Lord Godalming wenig Zeit hat, sich um seine Braut zu kümmern, und weil Lucys Mutter ebenfalls schwer krank ist, bittet er seinen Freund, den Irrenarzt Dr. John Seward, der ebenfalls um Lucys Gunst geworben hat, sich um sie zu kümmern.

Seward ist der Leiter einer Anstalt neben der Carfax Abbey, dem zukünftigen Heim Draculas. In seiner Pflege befindet sich auch ein Mann namens Renfield, der eigenartige Vorlieben für das Verspeisen von Insekten, Spinnen und Kleintieren hat. Seward weiß sich in Bezug auf Lucys Krankheit keinen Rat und benachrichtigt seinen ehemaligen Lehrer, den holländischen Gelehrten Professor Abraham van Helsing. Dieser weiß sofort, dass er es mit einem Vampir zu tun hat - was er jedoch zunächst verschweigt - und veranlasst Holmwood, seiner Verlobten wegen ihres starken Blutverlustes eine Blutspende zu geben.

Lucy wird jedoch in den darauffolgenden Nächten erneut heimgesucht, auch weil ihre unwissende Mutter die zum Schutz ihrer Tochter aufgehängten Knoblauchzehen entfernt hat. Nachdem sie in einer Nacht dem in der Gestalt eines Wolfes auftretenden Vampir begegnet, stirbt Lucy, obwohl auch Dr. Seward, Prof. van Helsing und der Amerikaner Quincey P. Morris, ein weiterer Verehrer Lucys, Blut für sie spenden. Lucy wird zur Untoten.

Jonathan Harker ist inzwischen zurückgekehrt, nachdem er drei Monate in einem Krankenhaus in Budapest zugebracht hat und dort Mina, die ihn in Ungarn besucht hat, geheiratet hat. Unterdessen ist Arthurs Vater gestorben, und Hawkins, der Vorgesetzte Harkers, stirbt ebenfalls kurz nach der Heimkehr Jonathans. Durch Harkers Tagebuch informiert, ist van Helsing fest entschlossen, mit den anderen den Vampir zu jagen und zu töten. Zunächst einmal muss die Gruppe Lucy von dem Fluch befreien und sie daran hindern, ihr nächtliches Unwesen zu treiben. Dazu schlägt ihr Verlobter ihr einen Holzpflock ins Herz. Ferner wird ihr Kopf abgetrennt und mit Knoblauch gefüllt.

Danach beginnt die Gruppe eine Suchaktion nach dem Vampir durch London, da die erdgefüllten Kisten auf verschiedene Orte der Stadt verteilt worden sind. Mina bleibt derweil in Sewards Heilanstalt, wo sie jedoch von Dracula heimgesucht wird. Er veranstaltet mit Mina eine Art 'Bluthochzeit', indem er sie dazu zwingt, sein Blut zu trinken. Außerdem tötet er Renfield, nachdem dieser ihm Einlass zur Anstalt verschafft hat.

Der Vampir kann zunächst von den Männern in die Flucht geschlagen werden und tritt seine Rückreise nach Transsylvanien an. Mina bekommt von van Helsing eine Hostie auf die Stirn gelegt, die ein Brandmal hinterlässt. Mina kennt durch ihre Blutsverbindung mit dem Grafen dessen jeweiligen Aufenthaltsort und kann ihn den anderen unter Hypnose mitteilen. Mittels dieses 'Kompasses' beginnt die Gruppe nun, den Grafen, der auf dem Weg in seine Heimat ist, mit der Eisenbahn zu verfolgen.

Sie schaffen es nicht, Draculas Schiff im Hafen von Warna (Bulgarien) abzufangen und müssen sich auf den Weg zu seinem Schloss machen. Dort können sie ihn kurz vor Sonnenuntergang stellen. Nachdem sie erfolgreich gegen die Zigeuner, die die Kiste transportiert haben, gekämpft haben, töten sie den Vampir mit Bowiemesser und Gurkhadolch. Sein Körper zerfällt, und Minas Narbe verschwindet. Zu beklagen ist jedoch der Tod von Quincey P. Morris, dem die Zigeuner tödliche Verletzungen zugefügt haben.

Sieben Jahre später bekommt Mina von Jonathan ein Kind, das die Eltern Quincey nennen, um immer an ihren Freund zu denken, der bei der Vernichtung des Grafen Dracula umgekommen ist.
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am 19. Juni 2013
Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich angefangen habe darüber nachzudenken, ob ich mir Dracula kaufen sollte oder nicht.
Das Buch wurde vor mehr als 200 Jahren geschrieben, was die Art wie es geschrieben wurde merklich von Bücher der 'heutigen' Zeit unterscheidet. Viele Redewendungen wurden benutzt die ich nicht kannte - nicht zuletzt da sie auf Latein waren und ich diese Sprache niemals gelernt habe. Glücklicherweise wurden die meisten Lateinischen Kommentare übersetzt und wenn nicht gibt es ja immer noch Übersetzer im Internet, die man zurate ziehen kann.
Die Geschichte dürfte, obwohl das Buch sehr bekannt ist, den meisten nicht bekannt sein:
Ein junger Rechtsanwalt wird von seinem Vorgesetzten als dessen Vertreter nach Transsylvanien geschickt. Dort soll er einen Grafen beraten, der nach England übersiedeln möchte. Schon auf dem Weg zu dessen Schloss wird Jonathan Harker mulmig zu mute: Die Einheimischen versuchen ihn dazu zu überreden mit seinem Besuch bei dem Grafen zu warten, ihn gar ganz davon abzuhalten zum Schloss zu gelangen. Allerdings stellt der junge Anwalt sich stur und glaubt den Einheimischen nicht, nimmt deren Geschenke - unter anderem einen Rosenkranz - jedoch dennoch an. Zuletzt versucht sein Kutscher ihn davon abzuhalten zum Grafen zu gelangen, indem er eine Stunde vor der vereinbarten Zeit an der Kreuzung anhält, an der der Graf den Anwalt abholen sollte. Dies funktioniert allerdings nicht und Jonathan muss eine sehr unruhige Kutschfahrt über sich ergehen lassen bei der er fast von Wölfen gefressen und von Irrlichtern in dem Tod gelockt wird.
Endlich im Schloss angekommen muss Jonathan aber bald feststellen, dass mit dem freundlichen und herzlichen Grafen etwas nicht stimmt: keine Diener scheinen sich im Schloss zu befinden, der Graf isst nie und das fehlen jeglicher Spiegel verschleiert zunächst, dass der Graf kein Spiegelbild hat. Spätestens als er in einem geschlossenem Raum fast von drei Geisterhaften Frauen getötet wird und erst in letzter Sekunde gerettet wird, wird Jonathan klar, dass etwas mit dem Grafen Dracula nicht zu stimmen scheint...

Das Buch selbst hat, wie bereits erwähnt, eine etwas gewöhnungsbedürftige Schreibweise. Mal wird in Form eines Tagebucheintrages die Geschichte erzählt, mal in Form eines Briefes, manchmal sogar als ein Zaitungsartikel. Hat man sich aber erst mal daran gewöhnt, zieht die Geschichte einen in den Bann und man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis man weiß, wie sie endet...
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am 28. April 2016
Über den Autorin:
(Wikipedia)
Bram Stoker wurde als drittes von sieben Kindern in Marino Crescent (damals in Clontarf bei Dublin, heute Dublin-Fairview) geboren. Er war bis zu seinem siebten Lebensjahr krank und konnte alleine weder stehen noch gehen. Diese traumatische Erfahrung spiegelt sich in seiner literarischen Arbeit wider. Ewiger Schlaf und die Wiederauferstehung der Toten, das zentrale Thema von Dracula, waren deshalb von großer Bedeutung für ihn.
Nicht nur seine Krankheit war ein Rätsel, sondern auch seine Genesung war ein „Wunder“ für seine Ärzte.
Danach wurde er sogar Athlet und Fußballstar am Trinity College, wo er von 1864 bis 1870 Geschichte, Literatur, Mathematik und Physik studierte. Anschließend wurde er Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde der Justizverwaltung in Dublin Castle (wo auch sein Vater tätig war), was ihn aber nicht zufriedenstellte. Stoker schrieb während dieser Zeit ein Handbuch für Vorsitzende bei Schnellgerichtsverfahren („magistrates' courts“ oder „petty courts“).
Er arbeitete gleichzeitig als Journalist und Theaterkritiker und schrieb Artikel für das Dublin University Magazine. Sein Interesse am Theater führte zu einer lebenslangen Freundschaft mit dem Schauspieler Henry Irving.
Stoker heiratete 1878 Florence Balcombe, eine Nachbarin aus Clontarf, die auch von Oscar Wilde umworben wurde. Er zog mit ihr nach Chelsea (London), wo er als Manager von Irvings Lyceum Theatre arbeitete. Durch die Arbeit für Irving wurde er in die Londoner „High Society“ eingeführt, wo er unter anderem auf James McNeill Whistler und Sir Arthur Conan Doyle traf. Im Gefolge von Irving bereiste Stoker die Welt. Daneben besserte er als Buchautor sein Einkommen auf. Silvester 1879 wurde Sohn Irving Noel geboren.
Bram Stoker erlebte den großen Erfolg seines Romans Dracula nicht mehr. Er starb nach mehreren Hirnschlägen in finanziell bescheidenen Verhältnissen 1912 in London; einige Quellen nennen als Todesursache Überarbeitung. Stokers Leichnam wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert, die gemeinsame Urne für ihn und seinen Sohn befindet sich noch heute dort. Sein Neffe Daniel Farson behauptete in einer Biographie, Stoker sei an Syphilis gestorben, wofür es aber keinen Beleg gibt.
Zu Ehren des Autors verleiht die Vereinigung der US-amerikanischen Horrorschriftsteller seit 1987 jährlich in verschiedenen Kategorien den Bram Stoker Award. Erhalten haben ihn unter anderem Stephen King, Clive Barker, Dean Koontz und Joyce Carol Oates.
Erster Satz:
Bistritz, 3 - Mai- - - München ab am 1 - Mai 8.35 abends. Wien am frühen Morgen des nächsten Tages; sollte eigentlich 6.46 ankommen, der Zug hatte aber eine Stunde Verspätung.
Gestaltung:
Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist einfach in meinen Augen ein Klassiker von dem ich Gestalterisch nichts Aufwendiges erwarte.

Inhalt:
Eigentlich sollte man den Inhalt ja schon grob kennen ;)
Graf Dracula interessiert sich für ein Haus in London. Um seine Angelegenheiten zu klären reist der junge Jonathan Harker nach Transsylvanien. Doch dort angekommen ist alles etwas komisch. Seine Tür würd nachts abgeschlossen, …

Meine Meinung:
Da ich ein riesiger Vampir-Fan bin, habe ich mir gedacht dieses Buch musst du einfach mal gelesen haben, denn es ist ein Klassiker. Gedacht und getan!
So wirklich begeistert von dem Buch bin ich leider nicht. Der Schreibstil in sich fand ich in Ordnung, da das ganze ja auch in einer ganz anderen Zeit geschrieben wurde. Womit ich mich jedoch überhaupt nicht abfinden konnte war, dass es alles Tagebuch Einträge sind die hintereinander „geklatscht“ wurden. Das macht meiner Meinung nach ein wenig die Geschichte kaputt und durch die Verschiedenen Perspektiven wurde alles ein wenig durcheinander. Es ist meiner Ansicht einfach schwierig Personen durch Tagebuch Einträge zu folgen die so verschieden sind.
Man kann es lesen, muss es aber wirklich nicht.
Bewertung:
∞∞∞
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