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am 23. August 2007
Nüchterne, streng faktenorientierte Darstellung von Sachverhalten ist in diesem Buch nicht vorgesehen. Damit könnte man die meisten von anderen Medien verwöhnten Kinder im Alter von zehn und mehr Jahren nun einmal nicht hinter ein Buch locken. Also greifen die Autoren und Zeichner auf unkonventionelle Arten der Wissensvermittlung zurück. Die Geschichte von Erik dem Roten lässt sich prima als Comic darstellen, wie beispielsweise auch die Vernichtung des Templerordens; chronologische Übersichten und die meisten anderen Texte kommen natürlich umso besser an, wenn sie nicht nur mit auch für die Zielgruppe verständlichen, ausgesprochen schwarzhumorigen Kommentaren gewürzt, sondern außerdem noch mit witzigen Cartoons illustriert werden. Drollige Zeichnungen lockern das recht kompakte Buch ohnehin allenthalben auf und vermitteln nebenher eine ganze Menge an Informationen. Manches ausgefallene Ereignis wird als "Zeitungsbericht" vorgestellt.
Praktische Aspekte des Wikingerlebens können anhand der Seifenherstellung aus Rosskastanien erprobt werden, und die Kriegsführung und Belagerungsmethoden der Ritterzeit wird recht plastisch und ungeschminkt geschildert. Das wirkt zwar brutal, aber zum einen entschärfen die lustigen Cartoons und Kommentare die Fakten, zum anderen können Kinder ab zehn Jahren schon einiges vertragen, gruseln sich gern mit Erläuterungen von Foltergeräten und finden Tatsachen wie etwa die gängige Praxis, bei Belagerungen verwesende und hoffentlich mit krank machenden Keimen verseuchte Kadaver über die Wälle zu katapultieren, spannend.
Wie verblüffend die Wirklichkeit bisweilen war, zeigt sich, wenn die Kinder sich an die Lösung der vielen, in die Texte eingebundenen Quizfragen machen, zu denen ziemlich kuriose Auswahllösungen angeboten werden. Nicht selten trifft jene zu, die am absurdesten wirkt. Solche Rätsel und Quizfragen machen natürlich Spaß und vermitteln nebenbei noch das eine oder andere Wissensdetail. Vor allem kann man damit Eltern und Lehrer prima überraschen.
Wenn Geschichte so lebendig, abwechslungsreich und humorvoll präsentiert wird, haben auch tendenzielle Lesemuffel Spaß an der Lektüre, und Kinder, die sich ohnehin für die Vergangenheit interessieren, werden erst recht Vergnügen an der unkonventionellen Sachlektüre haben. Für Kinder ab etwa zehn Jahren ist dieses Buch sehr zu empfehlen.
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am 12. September 2007
Ein wunderbares Buch! Und das nicht nur für Schüler! Der Schreibstil richtet sich eindeutig an ein jüngeres Publikum, inhaltlich ist es aber auch für Erwachsene geeignet.
In einem lockeren Stil wird zuerst Wissen über die Wikinger vermittelt, und dabei auch der Mythos von den Hörnern an den Helmen beseitigt. Ohne all zusehr ins Detail zu gehen, wird ein Überblick über das vermittelt, was wir als Wikinger verstehen: Grausame Gesellen, die aus unterschiedlichen Motiven heraus die damals bekannte Welt terrorisierten und darüber hinaus auch als Händler großartige Erfolge erzielten. Betonung liegt hierbei auf "Grausam"!
Aus unserer Sicht stellten die Wikinger wohl keine Menschen dar, mit denen man gut Kirschen essen kann. Und das spiegelt sich in vielen Aspekten ihrer Kultur wieder.

Im zweiten, und dem etwas umfangreicheren Teil des Buches wird auf die Ritter eingegangen.
Auch hier werden Grausamkeiten derer beschrieben, aber auch der Mythos des ehrenhaften Ritters wird entweiht. Nachdem die Wikinger verschwunden waren, tauchten die Ritter auf und versuchten diese, in ihren Grausamkeiten nachzuahmen bzw. zu übertreffen.
Der Leser erfährt, in welchem Zeitraum die meisten Burgen erbaut wurden, wie eine Burg aufgebaut ist, wie man sie belagert und wie man sie verteidigt.

Garniert ist das Buch mit Zeichnungen, die zum Zielpublikum als auch zum angesprochenen Thema passen und mir persönlich sehr gefallen haben.
Die Aufmachung des Covers ist eher schlicht. In einer gut sortierten Buchhandlung würde ich das Buch wohl eher übersehen. Gefunden habe ich es bei einer Händlerin auf einem Mittelalterlichen Markt mit eher geringem Sortiment.
Mit dem Preis-Leistungsverhältnis bin ich sehr zufrieden. Etwas mehr an Preis wäre auch noch gerechtfertigt.
Originell fand ich die Idee, statt eines umfangreichen Textes eine Frage zu stellen mit mehreren Antwortmöglichkeiten. So wird z.B. nicht beschrieben, wie die Burgherren früher ihre Burgen verteidigten, sondern es werden Fragen an den Leser (Schüler) gerichtet, wie er unter bestimmten Bedingungen seine Burg verteidigen würde. Im Anschluss erfährt der Leser, wie es der jeweilige Burgherr handhabte.
So wird man mehr in die Geschichte eingebunden und muss sich Gedanken machen statt einfach nur zu lesen.

Ein wirklich zu empfehlendes Werk!
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