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Kundenrezensionen

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am 2. Juli 2016
Wer sich selbst für die Themen Konsumverzicht, einfaches Leben, Entrümpeln und Co interessiert, wird in diesem Buch keine praktischen Tipps und Erfahrungen finden, denn Judith Levine geht es eher um die weltpolitischen Folgen des Konsums.
Sie und ihr Mann leben wechselweise in ihrer Wohnung in New York und in seinem Haus auf dem Lande, welches im Laufe des konsumfreien Jahrs von 120 qm auf 160 qm ausgebaut wird, da sie nicht genug Platz für ihren Kram haben.
Zu zweit erscheinen ihnen 3 Autos unverzichtbar.
Bevor sie ihre Konsumpause beginnen, kaufen sie auf Vorrat ein und während des Jahres beziehen sie aus 3 Abos weiterhin Zeitschriften.
Zwischendurch lassen sie sich von Freunden beschenken und zum Konsum einladen - zudem wird sie zweimal schwach und shoppt Kleidung.
Dennoch schmökerte ich mich nun bereits zum 2. Mal durch das Buch, denn man erfährt viel über Konsum und seine Folgen und bekommt Gelegenheit, das eigene Konsumverhalten zu überdenken.
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am 21. November 2013
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Judith Levine hat einen Selbstversuch gestartet, ein Jahr lang auf "Konsum" zu verzichten. Sie beschreibt auf sehr persönliche Weise, wie sie erst einmal definieren muss, was als notwendige Anschaffung erachtet werden kann und was nicht, wie schwer ihr die Entscheidung teilweise fällt, dass sie über Umwege ans Ziel gelangt und dass sie sich auch durch einen Rückschlag nicht vom Weg abbringen lässt.
Sie macht ganz persönliche, neue Erfahrungen, die sie ohne ihr Projekt nicht gemacht hätte und als Leser hat man teilweise den Eindruck, ihr Tagebuch zu lesen.

Wer eine wissenschaftliche Abhandlung erwartet, sollte das Buch nicht kaufen. Der Bucheinband täuscht allerdings auch, es handelt sich nicht um einen lustig-leichten rosa Roman.
Es werden keine Vorgaben oder Hilfestellungen geboten, wie man selbst einen solchen Versuch starten könnte, aber das ist auch nicht Sinn und Zweck. Die Leser erhalten aber auf jeden Fall einige gute Denkanstöße und einen Eiblick, wie es sich in New York und Vermont auf Sparglamme lebt.
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An sich bin ich ein großer Anhänger von Erfahrungsberichten. Jedenfalls lese ich lieber Geschichten über praktische Umsetzungen als neunmalkluge Lebensratgeber. Und da einige Umzüge auch bei mit zum Bewusstseinsschub führten, weniger zu konsumieren und die Materialschlacht zu beenden, erhöhe die Lebensqualität,war ich gespannt, was die amerikanische Journalistin Judith Levine mir zu erzählen hat. Der Beginn regte durchaus zur weiteren Lektüre an. Denn die vielen kleinen Anekdoten zur Konsumwut sind gut geschrieben und erreichen manchmal sogar die Qualität bester Satire. Aber je mehr Kalenderblätter die Autorin umblättert, desto langweiliger wird der Einblick in ihren Privathaushalt. Was Konsumforscher und Statistiker vielleicht noch interessieren könnte, wird für den Normalleser immer mehr zur Zumutung. So sympathisch die Familie Levine auch ist, ihr Hausratsinventar ist mir ziemlich egal. Und auch was sich Herr und Frau Levine alles so wünschen, weckt meine Neugier nur sehr bedingt. Kommt hinzu, dass Amerikaner im Status der Levines eine Bedürfniswelt haben, die mit meiner nicht deckungsgleich ist.

Wir Sterblichen von der Alten Welt unterstellen ja den Einwohnern von der Neuen Welt gerne, Oberflächlichkeit zur Kultur erhoben zu haben. Leider wird diese Vorverurteilung durch dieses Buch aufrechterhalten. Eine Prise "Walden" und ein Schuss Reflexion sind mir doch zu wenig, um auf neue Gedanken beim Thema Konsumverzicht zu kommen. Und schließlich ziehen die Levines ja auch nicht in eine Baumhütte und essen übungshalber Wurzel und Beeren. Sie überlegen sich nur, worauf sie in ihrem Leben ohne gravierende Einschränkung der Lebensqualität verzichten könnten. Möglich, dass das Resultat von 8000 gesparten Dollars im Freundeskreis für Aufregung sorgt. So doll finde ich das nun auch wieder nicht.

Meine Einschätzung ist so durchschnittlich oder negativ, weil ich das Buch für eine verpasste Chance halte. Denn die Autorin ist ja nicht irgendwer, sondern wurde 2002 mit dem "Los Angeles Times Book Prize" ausgezeichnet und hat daher eine gewisse Deutungsmacht. Aber vielleicht hätte eine härtere Gangart beim Verzicht dazu geführt, dass ihr Erfahrungsbericht in den Buchläden liegen geblieben wäre. Unter diesem Aspekt gesehen, würde ich dem Buch in seinem Ursprungsland bestimmt einen Stern mehr zusprechen.

Mein Fazit: Der Leser erfährt viel darüber, was der durchschnittliche Mittelschichts-Amerikaner normalerweise einkauft und für unverzichtbar hält. Aber was er fühlt und denkt, wenn er sich einschränken muss, geht in den oft langweiligen Beschreibungen familiärer Alltagshandlungen unter. In einer Kolumne mit einigen Fortsetzungen wäre dieser Lesestoff wohl besser aufgehoben.
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am 19. Oktober 2013
Ich habe mir das Buch etwas leichter und kurzweiliger vorgestellt, aber dennoch nicht schlecht. Es stecken sehr viele gesellschaftskritische Sachen drin, es geht generell viel über Konsum und dessen Auswirkungen. Das Experiment "No Shopping" ist quasi der Leitfaden dafür sich diesen Themen zu widmen.
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am 9. Oktober 2013
Jeder, der sich schon mal Gedanken über die Folgen seine sKonsums gemacht hat, sollte dieses Buch über einen interessanten und lustigen Selbstversuch lesen. Mit viel (Selbst-)Ironie und ohne Belehrungen geschrieben, macht es Spaß zu lesen, regt aber auch zum Nachdenken an.
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am 2. April 2012
Für ihren Selbstversuch hätte die Autorin zweifellos vier oder fünf Sterne verdient, doch für ihr Buch halte ich 2,5 für angemessen. Mein Hauptgrund besteht darin, dass "No Shopping" schlecht geschrieben ist - hölzern, langweilig, voll ermüdender Details, z. B. über die geplante Errichtung eines Funkturms. Von einer professionellen Schriftstellerin hätte ich mehr erwartet.

Zum andern fühlt sich Judith Levine als liberale New Yorker Vorzeige-Intellektuelle (Freiberuflerin in "wilder Ehe", Abtreibungsbefürworterin und Demokratin, DINKs) und wird nicht müde, immer wieder auf ihrem Status herumzureiten. Schön für sie, nervtötend für den Leser. (Will Levine damit ihre "geschwächte Konsumkraft" sublimieren?)
Gleichzeitig kommt sie ausgesprochen arrogant und humorlos rüber und erscheint mir obendrein völlig unkreativ. Das wundert mich übrigens bei ihrem Beruf. Wieso findet sie Stricken lernen doof? Wieso belächelt ausgerechnet sie als ausgesprochen privilegierte Frau die Sichtweise der Leute aus ihrer Einfachheitsgruppe? Wieso ist sie so wenig offen für Neues?
An kaum einer Stelle kommt Begeisterung für das Konsumverzicht-Experiment rüber, das ganze Buch atmet Frust. Nebenbei sei bemerkt, dass das Paar drei Autos (deren Notwendigkeit lang und breit begründet wird - gähn), eine Wohnung in New York sowie ein geräumiges Haus in Vermont besitzt, das künftig als Lagerstätte für einen Haufen Papiermüll noch großzügig erweitert werden soll!

Hier wurde ein interessantes Thema verschenkt. Wer ein unterhaltsames, witziges und obendrein nachdenklich stimmendes Buch zum Thema "Jammern auf hohem Niveau" lesen möchte, sollte zu Alexander von Schönburgs "Die Kunst des stilvollen Verarmens" greifen. Oder ein ernsthaftes Sachbuch lesen.
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am 28. Mai 2010
Judith Levine lässt uns den amerikanischen Alltag erleben. Wir partizipieren an ihrem Leben. Sie entdeckt während eines Jahres des Selbstversuches, nur das Allernotwendigste zu kaufen, die Regeln, nach denen Shopping und Vermarktung funktionieren. Ganz nebenbei erforscht sie die Literatur zum Thema und zum einfachen Leben. Sie gibt Einblick in ihre Familie und man hat das Gefühl, dabei zu sein, wenn sie ihre Entdeckungen macht.

Das Buch gibt zahlreiche Erklärungen, warum wir Shoppen, was an psychologischen Gründen dahinter steckt - und damit auch, wie wir das wirklich tiefgründig offengelegt vermeiden können. Das beste was ich seit langem gelesen habe. Schade, dass ich schon durch bin.
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am 30. März 2009
Die New Yorker Bürgerin schreibt einen genauso amüsanten wie informativen Erlebnisbericht, der zum Schmunzeln bringt, zum Staunen, zum Nachdenken. Sie beleuchtet mehrere Aspekte des Konsumverhaltens desto mehr, je weniger sie selbst kauft. Interessant auf S. 44:

"Normalerweise tun Menschen Dinge, die in ihrer Gesellschaft belohnt, und vermeiden solche, die bestraft werden. Warum will dieser Mann ausgerechnet den Schneepflug von Yamaha? Aus demselben Grund, aus dem ein Siebenjähriger in einem Jahr die Brotdose von Hello Kitty und im nächsten die von Spongebob will: "weil die anderen das auch haben, Mami!" Dieses Phänomen nennt man "Emulation", eine Mischung aus dem Wetteifern miteinander und dem Nachahmen voneinander."

"No shopping" darf nicht als wissenschaftliches Werk verstanden werden, sondern ist vielmehr ein flüssig erzählter Roman des urbanen Lebens einer New Yorkerin mit interessanten persönlichen Einsichten in das Leben von Big Apple. Ich erkenne und ertappe mich selbst bei der folgenden vergnüglichen, augenzwinkernd "stadt-neurotischen" Lesestelle:

"Könnte ich nur die neuen Sachen kaufen, dann wäre ich eine bessere Langläuferin. Bessere Skier, besseres Skilaufen. Wäre ich nur mehr wie Grace und Lucy, dann wäre ich ein glücklicherer Mensch. Hätte ich nur bessere Skier und wäre eine bessere Skiläuferin, wäre ich ein glücklicherer Mensch. Ich wäre wie Grace und Lucy. Ein besserer Mensch." (S. 54)

Es gibt in "No Shopping" noch genügend solcher Stellen, die mich so fasziniert, gefesselt, interessiert oder gar beschämt haben.

Die Kernfrage lautet: Welche Konsumgüter sind wirklich notwendig ? Dieses Thema trifft uns alle an einer empfindlichen Stelle. Für mich kann ich sagen, dass ich den Kauf dieses Buches keineswegs bereut habe - so viele anregende Diskussionen im Freundes- und Bekanntenkreis hat schon lange kein Werk mehr zu liefern geschafft.

Und ich wage zu behaupten, mich in kleinen Dingen durch dieses Buch geändert zu haben...
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am 31. März 2012
Habe dieses Buch NACH Lesen des "Sterntaler-Experiments" von Heidemarie Schwermer gekauft und dachte zumindest, dass ähnliche Abstinenz einer Amerikanerin für Europäer sehr aufschlussreich in Bezug auf Konsum sein könnten. Leider bewegt sich der Inhalt für meine Begriffe sehr oberflächlich am weniger ausgeben und Informationen über Konsumhintergründe (von Philosophen bis modernen Wissenschaftlern).
Gestört hat mich vor allem, dass die Autorin selbst Journalistin ist und (aus eigener Erfahrung) viel in Leih-Büchereien oder Staatsbibliotheken recherchieren können müßte und vor allem nicht durch geliehene Bücher gelangweilt sein sollte.

S. 91 (11. April)
"In der Weise, wie ich früher minutiös das Kinoprogramm verfolgt habe, behalte ich nun den Fortschritt der Kirsch- und Narzissenblüte ... im Blick. Allmählich kennen wir auch die hintersten Regale der Leihbücherei sowie sämtliche Gemälde aus der ... Dauerausstellung des Metropolitan Museum of Art."
Ganz ehrlich, es gibt noch andere Büchereien in der Nähe und mehrere Museen in NY, die kostenlosen Eintritt ermöglichen. Von einer Journalistin hätte ich erwartet, dass sie sich auch beschäftigen kann, wenn Zeit und Lust vorhanden sind.

S. 112 (1. Mai)
"Ja, mir ist langweilig - ein Gefühl, das ich dieses Jahr häufiger habe, als ich zugeben möchte."
Spricht für meine Begriffe nicht für Interesse an der wissenschaftlichen Erarbeitung und schriftlicher Umsetzung ihres Projektes. Man kann viel Literatur dazu lesen und dieses im Buch verarbeiten. Langeweile kenne ich nicht, etwas lesen und lernen geht immer.

S. 136 (2. Juni)
"Es ist ohnehin schon schwer, ohne Konsum Spaß zu haben...- aber ohne Konsum ein schönes Geschenk zu machen ist fast unmöglich."
Wo ist die Kreativität, die Millionen von Kindern in armen Ländern haben und nur durch die Not erfinderisch werden und sehr kretiv sein können? Seit 20 Jahren bastel ich aus Resten Geburtstagskarten und immer wieder sagen die Beschenkten, dass es das schönste Geschenk war.
So fest steckt also schon der Konsum in dieser Frau, dass ich mich schon fremdschämen müsste, wenn ich nicht genügend Amerikaner kennen würde, die anders als die Frau mit wenig oder keinem Konsum umgehen können.

S. 238 (9. Oktober)
"Ich verrate nicht, dass ich momentan soviel Zeit wie nie zuvor habe, weil ich weder ins Kino noch ins Theater.....und in letzter Zeit keiner anderen erwähnenswerten Aktivität nachgehe, als mir über den Ausgang der Präsidentschaftswahlen Gedanken zu machen."
Hat die Frau studiert (eher rhetorisch gemeint)? Hat sie sich mal eingehend mit Literatur beschäftigt und sich an wissenschaftlichem Arbeiten die Zähne ausgebissen? Alles kostenlos und unheimlich erhellend... Ich kann doch kein Buch schreiben und erwähnen, dass ich mich während der Phase, die die Grundlage des Buches bildet, unheimlich langweile.

Ich habe mich auch gelangweilt, unheimlich, aber das Buch bis zum Ende gelesen und hoffe auf tiefgründigere Erkenntnisse, die jemand aus solch einem Projekt zieht und vielen Menschen kundtun möchte.
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am 3. Dezember 2012
Bei allen Unterschieden zur USA treffen viele Erfahrungen mit dem Konsumverzicht auch für deutsche Leser ins Schwarze. Aber manches werden Europäer einfach nicht nachvollziehen können. Auf jeden Fall aber ein guter Einblick ins Denken amerikanischer "Normal"verbraucher.
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