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am 19. Februar 2013
... durch den Leibarzt und Freund von Alexander Schalck-Golodkowski (ASG) - das Buch ist nicht viel mehr. Aber auch nicht weniger. Dr. Heinz Wuschech stellt ASGs Wirken in geschichtliche Zusammenhänge. Die Erinnerung an Bekanntes und die - mindestens für mich - Vermittlung neuer interessanter Fakten über die Aktivitäten "hinter den Kulissen" der Bundesrepublik und der DDR ist die größte Stärke des Buches. Gerade weil sie so konträr zur öffentlich wahrgenommenen Politik der beiden deutschen Staaten waren. Deshalb ist das Buch lesenswert.

Allerdings muss man m. E. zwei Dinge bei der Lektüre beachten.

Erstens: Wenn ein Freund über einen Freund schreibt, ist das selten oder nie ganz objektiv. Insofern werden manche Dinge auch ein wenig positiv überhöht. Quasi als belletristisches Plädoyer vor einem imaginären Gericht. Das im Hinterkopf kann der Leser die Fakten sicherlich richtig wichten.

Zweitens: Dr. Wuschech selbst war Teil des "Apparates", wenn auch in scheinbar unpolitischer Position. Insofern wird ASG durchaus auch als Medium der (Selbst)rechtfertigung benutzt.

Bisweilen gerät das grotesk. Es wird einerseits die Presse der Bundesrepublik als unglaubwürdig, weil wegen wirtschaftlicher Zusammenhänge interessengeleitet, dargestellt. Andererseits verwenden die Autoren gerne "Spiegel"-Zitate, wenn sie der eigenen Argumentation dienen könnten.

Keinerlei Unrechtsbewusstsein scheint sich bei den Autoren zu regen, wenn sie z. B. über die privilegierte medizinische Versorgung im ZK und Politbüro schreiben. Da wird die Anfertigung von Prothesen für ZK-Funktionäre "beim Klassenfeind" selbstverständlich und lediglich als grandioses Organisationswerk des Firmen- und Personennetzes um ASG beschrieben (Fakt im Buch), während die normalen Menschen in der DDR z. B. nicht ausreichend mit Dialysegeräten (meine wahrgenommene Realität) versorgt worden sind. Nicht einmal andeutungsweise regen sich dort moralische Zweifel. Nicht einmal mit dem Abstand von mehr als 20 Jahren. Es grenzt schon an Unverschämtheit, die scheinbar selbstverständlichen Privilegien der "hohen Herren" ins Verhältnis zu setzen zu der heutigen Unbotmäßigkeit mancher DAX-Vorstände o. ä. Kein Zweifel, die sind heute unverschämt. Nur waren ja die Funktionäre und ihre Helfer - mithin auch ASG - der Überzeugung, die moralisch und ethisch besser denkenden und handelnden Menschen zu sein. Dafür kann man dann wieder Dr. Wuschech dankbar sein: Sein Buch schafft es, davon genau das Gegenteil zu beweisen!
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In dem Buch erfährt man natürlich nochmal viele Details über die Ereignisse, mit denen man den Namen Schalck-Golodkoski verbindet. Also etwa, wie er 1983 den Milliardenkredit mit Strauß eingefädelt hat. Oder das berühmte Sonderkonto 0628, über welches Erich Honecker persönlich verfügte, und auf dem 1989 immerhin noch 2.2 Milliarden DM sich befanden. Mit diesem Devisenkonto sollten übrigens vor allem Waren aus dem westlichen Ausland importiert werden um sich die Zuneigung und Gefolgschaft der Bevölkerung zu sichern. So wurden etwa 1976 800000 Paar Schuhe gekauft und 1981 10000 Mazda-Autos.

Man erfährt aber auch Dinge durch das Buch, die bisher kaum bekannt sind, und an denen Schalck-Golodkowski auch beteiligt war. Etwa wie ein Treffen zwischen Erich Honecker und Kanzler Helmut Schmidt in Bernau bei Berlin organisiert werden sollte. Loki Schmidt, die Frau des Kanzlers, war nämlich 1944 wegen der Bombardierung von Hamburg zu einer Tante nach Bernau gezogen, dort hatte sie 1944 einen behinderten Sohn zur Welt gebracht, welcher im Februar 1945 starb und bei Bernau beerdigt wurde. Die DDR - Organe hatten dies herausgefunden und man hielt ein Treffen dort für denkbar, was aber dann doch nicht stattfand. Es sind solche und andere Anekdoten, die das Buch zu einer interessanten Lektüre machen.
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am 29. Juli 2012
weit über 20 jahre sind vergangen.
ich bin jahrgang 1959, im goldenen westen als berliner geboren. wollte immer wissen, warum die grenzer an der doitsch-doitschen grenze "so" waren. warum sie sich mein briefmarkenalbum angeguckt haben (nein, gleich ein antwort dazu: es hatte sicherlich nichts mit der KoKo zu tun ;-). es gab in berlin in den 80'er jahren ein fabrikgebäude, in dem ein herr Reulens (name evtl unkorrekt) in "Meckie's Basar" megatonnenweise wenig gut erhaltene gründerzeitmöbel zu sehr teuren preisen verkaufte. die saga lautete: frisch aus dem osten in güterwagons bezogen.

vielleicht will ich das alles auch wissen, weil ich selber in den "osten" gezogen bin, in sachsen wohne, eine sächsin geheiratet habe ("da wo die schönen mädchen herkommen"). und es gibt so viel gründe. bestimmt werde ich nicht alles wissen. in meinem neuen selbstgewählten beruf treffe ich sehr viele menschen, die bei robotron, rossendorf oder oder gearbeitet haben. man hat zeit, darum höre ich viele geschichten, einer war bei der "trasse" dabei (noch so eine "unbekannte" ...)
die figur des Schalck-Golodkowski ist ein guter anfang. ein faszinierender anfang!

gleich der letzte satz des buches: "Und da es in diesem buche weniger um die frage der systeme ging, deren konfrontation solche unmenschlichen anforderungen nötig machten, sondern um den mann, der sie zu erfüllen suchte, sollte ihm hier auch der angemessene beifall gezollt werden."

ja, meine achtung gehört ihm. man sollte dieses buch lesen! aber nicht als "erstbuch", sondern als "drittbuch". fürs erste bild eines menschen ist es zu dünn! ich empfehle: die "Deutsch-deutsche Erinnerungen" der hauptperson (Rowohlt 2000, gebunden). als "zweitbuch" vielleicht das der autoren aus dem Zsolnay-Verlag 1991: Wolfgang Seiffert und Norbert Treutwein: "Die Schalck-Papiere". 416 Seiten. Sie bildeten die Grundlage für eine Serie in der westdeutschen Illustrierten "Quick". Aber achtung. das quick-Buch ist ein echter "quickie", ein SchnellSCHUSS.

ich erwähne diese Titel deshalb, weil es in dem buch, um den sich mein beitrag dreht, KEIN literaturverzeichnis, geschweige eine Bibliographie gibt! das halte ich für einen großen nachteil des buches. NICHTS kann ich nachvollziehen, weiterverfolgen! Das hat nichts mit Kontrolle zu tun ;-) , wer mit Büchern (gerne) arbeitet, will mehr!
sehr positiv finde ich die 14seitige zeittafel.
man lese das buch!
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am 12. August 2015
Ich habe schon viele Biographien, Autobiographien und Lebensgeschichten gelesen. Zahlreiche wie über Wolfgang Vogel, Markus Wolf, Che Guevara, Fidel Castro genauso wie über Axel Springer, John F Kerry oder Helmut Kohl. Ich habe meine Jugend in der DDR verbracht und war sicherlich nie oppositionell. Alexander Schalk Golodkowski war in meinen Augen eine interessante Person mit einem Leben, was es lohnt zu betrachten. Deshalb kaufte ich das Buch. Was ich in diesem Buch vorfand, ist allerding schwer hinzunehmen, da es unfassbar einseitig geschrieben ist. Ich habe bisher kaum Rezensionen geschrieben, hier muss ich mich aber äußern. Die arme, immer selbstlose DDR mit einem Gutmenschen Schalk Golodkowski auf der einen Seite, auf der Anderen der stets böse Kapitalismus, der immer nur Geldverdienen wollte und den Sozialismus immer und überall schädigen wollte, was der DDR stets fern lag. Die Verfasser schaffen es sogar noch die derzeitige Griechenlandkriese unterzubringen, in dem rückblickend beschrieben wird, wie die opferbereite DDR damals Griechenland half, indem die DDR beispielsweise die Athener U-Bahn baute und das Telefonnetz des Landes installierte. Siemens, das Unternehmen des Klassenfeindes wollte dies nur gegen Devisen/Bezahlung tun und hat sich nicht, wie die mildtätige DDR vom „…Agrarstaat (Griechenland) mit dem was er produzierte: mit Oliven und Öl, mit Käse und Korinthen…“ bezahlen lassen. Sehr böse von Siemens, dass Griechenland seinerzeit nicht mit Naturalien zahlen durfte. „…Später, nach 1990 (nach dem Untergang der DDR), kriegten die Griechen Waren und Dienstleistungen nur noch gegen Bezahlung/Kredit und landeten dort, wo sie heute sind…“. Ergo, wären wir bei Tauschgeschäften Ware gegen Ware geblieben, wäre Griechenland heute auch nicht pleite. Ich bin erschüttert über solche Argumentationen. Und auch der Großvater von Karl-Theodor zu Guttenberg kann noch einmal – quasi wie in Sippenhaft – negativ eingebracht werden. Unseriös und absolut unpassend. Und natürlich kann das Autorenteam Herrn Schalk Golodkowski ein Persilschein ausstellen, was die Korrumpierbarkeit eines Schalk Golodkowski oder Strauß angeht. Wie? Ganz einfach: „…damit hat er (Dietmar Keller/der ehemalige Kulturminister hatte laut diesem Buch unterstellt, das Schalk Golodkowski/Strauß sich beim Mrd. Kredit bereichert hätten) objektiv unrecht, weil er politisch falsch liegt. Und subjektiv erst recht, weil er seinem einstigen Genossen kriminelle Energie unterstellte, die diese nicht besaßen...“. So einfach ist das nämlich. Wenn ich Genosse war, war ich auf keinen Fall kriminell. Und mir geht es beim Lesen eines solchen Buches auch sicherlich nicht um einen Nachweis, ob in diesem Fall Geld in die privaten Taschen von Schalk Golodkowski/Strauß geflossen sind oder nicht. Solche abstrusen Argumentationen sind fürchterlich. Im Übrigen ist die DDR auch nur untergegangen, weil sie die wachsenden Verbindlichkeiten und Zinsbelastungen ihrer Kreditlinien nur noch zahlen konnte, in dem hergestellte Waren immer häufiger zu Dumpingpriesen in den Westen geliefert wurden. Was soweit sicherlich unbestritten ist. Jedoch: Mit dieser Verschleuderung des Volksvermögens der DDR wurde der Wohlstand in der BRD finanziert. „…von diesem Ausverkauf profitieren beispielsweise Versandhäuser wie Quelle – die folgerichtig pleitegingen, als die DDR nicht mehr lieferte…“ Das die Quelle AG im Juni 2009 den Insolvenzantrag stelle, somit 20 Jahre nach dem Ende der DDR, ist dem Autorenteam offensichtlich entgangen.
Abschließend: ein extrem einseitiges Buch, was der Person des Alexander Schalk Golodkowski nicht ansatzweise gerecht werden kann, sondern extrem viel Polemik produziert. Kein Stern.
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am 23. März 2013
Zwar werden sehr interessante Abschnitte aus der deutsch-deutschen Geschichte wiedergegeben, jedoch zieht sich durch das gesamte Buch der rote Faden, die sbZ/SBZ/DDR sei doch in Wirklichkeit gar nicht so schlecht gewesen. Unerträglich sind die Äußerungen über die Verantwortlichkeit der Deutschen für Hitler und über von Guttenberg - aus der zuletzt genannten Äußerung geht der kommunistisch geprägte Hass gegen das "Junkertum", das angeblich für alle Miseren verantwortlich sein soll, hervor. Unerträglich sind auch die zahlreichen Fehler.
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am 11. Dezember 2013
Ein neues Buch also vom ehemaligen "Junge Welt"-Haudegen Schumann. Aber was soll man schon erwarten, wenn ein Stasi-IM über einen bedeuteren Mann der Stasi schreibt?
Was rauskommt, kann man hier nachlesen...wie also eigentlich die DDR nur vom bösen Westen kaputtgemacht wurde und die Embargo-Politik nur vom tapferen Schalck-Golodkowski geradezu unterlaufen werden musste, um nicht zugrunde zu gehen. Da kann man schon mal auch mit Waffen handeln im Friedensstaat DDR.
Ärgerlich wirds nur, wenn auch noch von "sogenannten Häftlingsfreikäufen" (S. 153) die Rede ist (gabs etwa politische Häftlinge in der DDR? Aber nein, die hatten ja auch gegen DDR-Gesetzte verstoßen!) oder wenn die Flüchlinge aus Sri Lanka, die Mitte der 80er erst über Schönefeld in die DDR einreisten und dann die Sektorengrenze nach West-Berlin passierten, mit DDR-Bürgern verglichen werden (die man ja mittels Schießbefehl am Grenzübertritt hinderte).
Hier schreibt das Autorengespann dann z.B. :
"Das, was der DDR stets vorgeworfen wurde - nämlich die Freizügikeit zu beschränken und ihre Bürger daran zu hindern, in den Westen zu reisen -,wünschte man nunmehr auf Transitreisende anzuwenden...Weniger verbrämt formuliert hatte also Schäuble...von der DDR verlangt, dass sie ihnen mit der ach so verteufelten "Mauer" die Asylbewerber vom Halse halten sollte..." (S. 154, 157)
So kann man natürlich auch Geschichte deuten.
Dass der Westen es freilich nach 1989 unterlassen hat, Schalck für sein kriminelles Handeln zu belangen, ist sicherlich unstrittig. Dafür hätten womöglich auch westdeutsche Politiker zur Rechenschaft gezogen werden müssen, worauf man dann doch lieber verzichtete.
Seriöser zum Thema liest man besser nach bei Die Schalck - Papiere. DDR- Mafia zwischen Ost und West. oder Matthias Judts Der Bereich Kommerzielle Koordinierung: Das DDR-Wirtschaftsimperium des Alexander Schalck-Golodkowski - Mythos und Realität.
Ein Stern für dieses Machwerk hier sind leider schon zuviel, aber weniger geht nicht!
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am 31. Oktober 2014
wenn man ihn kennt...
Wenn FJS diese Zeit noch erlebt hätte, wär er Wirtschaftsminister der DDR geworden und die beiden hätten eine wirtschaftlich sinnvollere Einigung zustande gebracht!
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am 21. Januar 2013
Das Buch ist interessant und eröffnet neue Einsichten zu dem Leben und Treiben des DDR- Devisenbeschaffers. Allerdings ist die Betrachtungsweise des einen Autors , der ein Freund von Schalck- Golodkowski war, aufgrund dieser Beziehung mit der nötigen Distanz zu sehen. Wenn man sich auch noch mit anderen Darstellungen befaßt, die die sicher vorhandenen weiteren Facetten von Schalk- Golodkowski beleuchten, so kommt man dem wahren Bild von diesem Mann möglicherweise erheblich näher. Allein mit diesem Buch wirkt das Bild zu rund.
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am 7. Dezember 2012
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben und mann kann es flott lesen. Die DDR interssiert mich, denn ich war noch nie persönlicht dort.
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am 25. April 2014
Ich habe das Buch nur überflogen, um einen Eindruck zu gewinnen. - eine Bekannte hatte es sich gewünscht.
Dr. D. Teichmann
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