find Hier klicken Sonderangebote PR CR0917 Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More TDZ Mehr dazu Hier Klicken Storyteller AmazonMusicUnlimitedEcho AmazonMusicUnlimited Fußball longss17

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen
2
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
2
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:15,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. August 2004
Wunderbare Reisenotizen und Zustandsschilderungen Franz Fühmanns über Budapest, die ungarische Literatur, die ungarische Sprache und über die eigene Person.
Fühmann nämlich ist jenseits der fünfzig angelangt (1973), Budapest wird für ihn auch ein Ort des Nachdenkens über sich selbst, über die Frage: wo bin ich eigentlich, wer bin ich eigentlich?
Fühmann bilanziert nicht erreichte Dinge, so zum Beispiel auch seine fehlenden Ungarischkenntnisse (derer zum Trotz er Ungarisch übersetzt) und rekapituliert auch seinen Lebensweg vom Nazi-Mitläufer zum DDR-Schriftsteller.
Auch Fragen nach dem Wert des Sozialismus, nach 1956 (Ungarn-Aufstand), nach 1968 (Prager Frühling) kommen zu Wort, ohne jedoch - einseitig - Stellung zu beziehen.
Wunderbar sind Schilderungen der ungarischen Metropole, allein derer wegen man diese Reisenotizen unbedingt lesen sollte. Nirgends wird man, von deutschsprachiger Hand, wieder solche berauschten Eindrücke finden, wenn Franz Fühmann beispielsweise eine Markthalle betritt.
0Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Juli 2005
Dieses Tagebuch ist der Versuch einer Aufarbeitung. Fühmann nähert sich in diesem Ungarnbesuch spürbar und in kleinen Schritten seinem eigentlichen Thema an: der Frage wie stark er vom Nationalsozialismus infiltriert war, was er tat und wozu er fähig gewesen wäre, wie stark er auch nach der Niederlage noch untergründig von dem menschenverachtenden, nationalistischen Gedankengut durchsetzt und beschädigt war. Auf wenigen Seiten kommt all dies zur Sprache und auf den Begriff.
Diese Seiten haben nichts an Aktualität verloren und würden noch immer die Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit bereichern. Schade, dass sie so wenig Beachtung finden.
0Kommentar| 11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden



Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken