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am 1. August 2001
Die Midaq-Gasse ist ein wunderbar komponierter Roman, der spannend erzählt ist und mitten ins Herz trifft. Kein Wunder, lebte der aus Kairo stammende Machfus selber in einer alten Gasse, die er in diesem Roman nicht schöner hätte beschreiben können. Traurige Stellen stellt Machfus mit viel Leichtigkeit und Wärme dar, ohne banal zu klingen. Auf alle Personen geht er sehr eingehend ein und erzählt in ihrer Sicht die Geschichte der Midaq-Gasse, die dank den Bewohnern jeden Tag zu neuem Leben erwacht. Diese arme Welt mit ihrem Verlangen nach Reichtum wird sehr eindrücklich gezeigt. Doch im Vordergrund bleiben die Freundschaften und die Liebe. Ein Buch voller Sehnsüchte, Liebe und Hoffnung, das eindrücklich die Mentalität der Ägypter darstellt, warmherzig und mit einer gesunden Portion Humor. Hervorragend!
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am 5. Januar 2005
Dieses Werk hilft Aussenstehenden die Arabische Welt ein bisschen besser zu verstehen, denn Nagib Machfus durchleuchtet damit ein Stück weit die Arabische Gesellschaft. Themen wie Homosexualität, Prostitution, Drogenkonsum und Kriminalität, die im krassen Gegensatz zur Religion und Tradition stehen sind geschickt in den Roman verwoben. Den ganzen Roman durch wird ein anspruchsvoller Schreibstill und eine erstklassige Erzählkunst aufrechterhalten. Die bewegenden Geschehnisse der Midaq-Gasse bringen einem zum Lachen, Trauern und Nachdenken.
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Nagib Machfuss malt mit herrlichen Farben, er ist ein Künstler. Und er ist ein starker Mann, der die Stärke der Frauen anerkennt. Die Männer sind allemal Käutze und wenn sie als Mekka- Pilger von der Reise zurückkommen, wird die Straße gefegt und mit Sand bestreut und man feiert, daß es eine Pracht ist. Wasserpfeife rauchen ist eine Sache, Geschäfte machen eine andere. Das alles wird vollzogen in der Midaq-Gasse, die doch schon ein gut` Teil von Kairo ist. Aber das Beste an diesem Roman-(Gemälde) sind die Frauen und die eigentliche Protagonistin ist Hamida, die junge, freche, die auch nicht aufgibt, als ihr von Abbas al-Hilu ein Bierkrug das Gesicht bläut. Und Umm-Hamida, die Mutter (von Hamida) wittert schon das Glück ganz in der Nähe. Ja, so sind sie die tüchtigen überlebensfähigen Mädchen und Frauen und die Männer müssen sich tüchtig strecken, um ihnen gerecht zu werden, da darf man schon einmal zum Philosophen werden, zur Wasserpfeife greifen oder mehr. Und die alte Rolle des "Ehrenwerten", des auch in anderen Religionen so hochgeschätzen Bündnisses von "weisen" Männern ist in Gefahr. Obacht!. Gut, der Roman erzählt eine Geschichte aus den 40-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts und die kleinen politischen Anspielungen fehlen nicht, aber die Veränderungen unter den Menschen sind im Gange (nicht nur in Kairo, sondern im gesamten nahen Osten in womöglich guter Hinsicht !).--- Ein herrlich erfrischendes Buch, das Lust auf mehr macht.
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am 8. April 2002
Nagib Machfus entführte mich in seinem Werk ins Kairo zur Zeit des zweiten Weltkrieges- und das tat er im wahrsten Sinne des Wortes entführen, denn ich konnte mich nicht dagegen wehren; die Personen werden lebendig und es ist fast so, als lebten sie Tür an Tür mit mir. Es sind größtenteils einfache Leute, die nach und nach vorgestellt werden, aber keineswegs einfache Charaktere- sie wirken so lebendig! Ich kann es kaum erwarten, die Süßigkeiten von Onkel Kamil zu probieren und Hamida meine Meinung zu sagen...
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am 2. Juni 2016
"Onkel Kamil, der Bonbonverkäufer, al-Hilu mit seinem Friseursalon, der alte Dichter, den keiner mehr hören will, seit es das Radio gibt, der düstere Zita, der aus Menschen Krüppel macht, damit sie besser betteln können - jeder sucht seinen eigenen Weg in die Zukunft. Umm Hamida, wandelndes Lexikon aller Missetaten, hat täglich mehr zu erzählen über die Geheimnisse dieser Gasse, denn eine Welt ist in Unordnung geraten."

Der herausragende, großartige Schriftsteller Nagib Machfus sagt von sich selber: "Meine Liebe gilt den Bewohnern der Gassen." Dies merkt man seinem Werk "Die Midaq-Gasse" auch wirklich an. Machfus, der ohnehin sprachlich so begabt ist, dass er die Leser jeder seiner Romane vom ersten Satz bis zur letzten Zeile fesseln kann, erzählt in dem vorliegenden Roman die Lebensgeschichten der einzelnen Bewohner einer kleinen Straße in der Kairoer Altstadt. Die Menschen, ihre Ansichten, Moralvorstellungen und Träume sind so verschieden und bunt wie im tatsächlichen Leben. Machfus schildert dies so lebhaft und nachvollziehbar, dass der Leser von Beginn an zu jeder einzelnen Person eine Beziehung aufbauen, sie förmlich vor sich sehen kann. Die Midaq-Gasse und die Geschichten und Abenteuer, die sich in ihr abspielen, schildert er so bildhaft, dass der Leser sich quasi in die Szenerie hineinversetzt fühlt. "Nagib Machfus fühlt den Puls seiner Landsleute. Er ist kein Literat im Elfenbeinturm, sondern ein Geschichtenerzähler. In seinen Worten schwingen fünftausend Jahre Geschichte mit." (Die Zeit)
In dem Buch geht es dann darum, was die einzelnen Bewohner so erleben - und wie die anderen Bewohner auf ihre Erlebnisse reagieren. So entsteht ein interessanter, abwechslungsreicher Erzählstrang, der zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. "Die Midaq-Gasse" ist für Machfus-Kenner und -Fans (und wer ist nach der Lektüre eines Machfus kein Fan?) ein Muss, und für Alle, die eine spannende Erzählung über das Leben in Ägypten suchen, absolut empfehlenswert. Durch seine Verwurzelung in Kairo, seinem Wohnort, erzählt Machfus aus erster Hand über die Menschen dort. Seine Schilderungen sind authentisch und geben daher einen ehrlichen Einblick darein, wie Menschen in Ägypten denken, handeln und fühlen. Den Nobelpreis für Literatur hat dieser großartige Autor verdient erhalten, denn er versteht es, den Leser in wenigen Worten in sein Ägypten zu versetzen und die Menschen und die Kultur dort aus erster Reihe heraus kennen zu lernen.
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am 5. Januar 2012
Nagib Machfus (1911-2006) wurde in Kairo (Ägypten) geboren. Als Schriftsteller erhielt er 1988 als erster arabischer Autor den Literaturnobelpreis. Machfus war ein liberaler Denker, der sich im Friedensprozess mit Israel engagierte. Sein bekanntestes Werk ist die "Kairo-Trilogie" (1956 erschienen), ein Roman über eine Familie über drei Generationen.

Die Midaq-Gasse (1947 erschienen), eine eher von armen Leuten bewohnte Straße inmitten Kairos, ist der Roman über einfache Menschen und ihren Sorgen im alltäglichen Leben. Das Leben einiger Figuren wird detailliert beschrieben, wie das von Hamida, einer schönen, jedoch hochmütigen, verwöhnten und stolzen jungen Frau, die, nachdem sie von zu Hause weg läuft, als Prostituierte endet. Ihre Träume bezüglich Reichtum und Ruhm, fernab jeglicher häuslicher Pflichten als Mutter und Ehefrau, verwandeln sich schließlich in Alpträume. Den meisten Figuren in diesem Roman ergeht es wie Hamida, alle haben einen Traum, der jedoch nicht in Erfüllung geht. Die nackte und brutale Realität holt jeden ein. Hauptsächlich geht es in diesem Roman um menschliche Leidenschaften und das war etwas enttäuschend, da ich glaubte mehr über Land und Leute beziehungsweise über die Gesellschaft in Ägypten zu erfahren. Bis auf die Tatsache, dass die Protagonisten immer wieder den Namen "Allah" aussprechen, der segnen und beschützen soll, kommt in diesem Roman nichts über kulturell-religiöse Gepflogenheiten vor. Etwas naiv und schwärmerisch, aber auch brutal und unnötig derb fand ich einige Passagen, die jedoch die Psyche eines jeden Menschen in seinen Handlungen und Äußerungen widerspiegeln und nicht nur auf das arabische Volk zutreffen. Die in ihren Leidenschaften und Problemen verstrickten Figuren könnten ohne weiteres Europäer, Amerikaner oder Asiaten sein, deshalb verstehe ich jene Rezensionen nicht, in denen behauptet wird, man würde einen Einblick in die arabische Welt erhalten. Es handelt sich eher um Beschreibungen allgemeiner Gefühle wie Ängste, Wut, Neid und so weiter, von besonderen kulturellen Gepflogenheiten erfährt man nur, dass die Araber ständig auf den Boden spucken oder laut rülpsen, das entwertet sie eher in meinen Augen. Ich finde nicht, dass es dem Autor auch nur im Ansatz gelungen wäre, die ägyptische Kultur zu beschreiben. Bessere Kritiken hat das Buch von Chalid al-Chamissi: "Im Taxi: Unterwegs in Kairo". Darin erfährt man einiges mehr über die ägyptische Bevölkerung.
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am 6. November 2014
Nicht zuletzt für dieses Buch erhielt Mahfuz als erster arabisch-sprachiger Autor den Literaturnobelpreis. Es ist ein sonderbar ruhiges, heiteres, aber doch auch hochmoralisches Buch, das in einer kleinen Gasse Kairos spielt und eigentlich „nur“ die Geschichten und Geschichtchen einiger ausgewählter Personen erzählt. "Eigentlich" passiert nicht viel, oder doch? Die Liebe in ihren verschiedenen Facetten bietet den Spannungsbogen, die kleinbürgerlich-städtische ägyptische Kultur der 50-er Jahre den Hintergrund. Die Figuren sind allesamt eindrücklich und wirken authentisch, die Dialoge sind gut durchgearbeitet. Vielleicht ist das Frauenbild von Mahfuz, so egalitär es vielleicht vor 50 Jahren war, in der heutigen Zeit etwas antiquiert. Das ist aber in der Midaq-Gasse nicht wirklich störend. Übrigens: Ich bin der ägyptischen Sprache nicht mächtig, glaube aber, dass die Übersetzung von Doris Kilias (die auch die Kairoer Trilogie übersetzte) wirklich gut gelungen ist und viel vom originären Sprachzauber transportiert.

Fazit: Sehr gute Literatur – auch gut als Reisebegleiter geeignet
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am 25. November 2001
Nach vielen Personenbeschreibungen gewinnt das Buch zur Mitte hin an Fahrt. Der Leser nimmt teil an den unterschiedlichen Schicksalen der Bewohner der Midaq-Gasse. Ganz nebenbei erfährt er einiges über das ägyptische Leben und die Kultur, wie das Leben in Kaffeehäusern, Verlobung und Heirat bis hin zur Bestattung. Weil das Buch so vortrefflich die Stimmung in Ägypten wiedergibt (obwohl es vor ca. 50 Jahren spielt), war es der idale Begleiter auf meiner Ägyptenreise.
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