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am 3. März 2003
Dieses Buch gehört mittlerweile zu meinen TOP-TEN-Geschenken an meine deutschen Freunden.
Mit diesem Buch habe ich die Möglichkeit diese ansatzweise an türkische Sprache und Kultur heranzuführen und von den im deutschen Alltag üblichen falschen Vorurteilen ("Was guckst Du" usw.) zu lösen.
Aufgrund der Besonderheit der türkischen Sprache, es werden viele Metaphern benutzt, und den umfangreichen Schilderungen wird es dem Leser möglich vor seinen geistigen Auge die Landschaften zu sehen.
Der Handlungsstrang ist spannend und erlebnisreich und für viele deutsche Leser werden die Handlungen der "Helden" unverständlich sein und vielleicht einen Einblick in die Denk- und Handlungsweise eines Türken geben.
Die Geschichte stellte einen in der türkischen Literatur und Filmindustrie gerne benutzten Konflikt zwischen Reich und Arm dar und fordert das Gerechtigkeitsempfinden des Lesers geraus.
Diese Geschichte beinhaltet natürlich auch politische Kritik und führte dazu, daß Yasar Kemal lange Zeit politisch verfolgt und inhaftiert war.
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am 29. Januar 2014
Die Lektüre orientalischer Literatur ist für Europäer nicht ganz einfach.
Der Schreibstil ist auf das Wissen um die anatolische Geschichte abgestimmt
und deshalb nicht immer verständlich.
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Karg liegt das Land. Nur am Himmel tanzen die Wolken vor Glück. Es ist eine unwirtliche Gegend. Taurusgebirge. Hier herrschen Dürre und Öde. Doch genau das macht den Charme ihren Charme aus. Ruhe, Stille. Nur das Heulen des Windes durchbricht ab und zu die Einsamkeit. Doch was ist das? Schritte. Sie kommen näher. Es knirscht auf dem hageren Boden. Ein Mensch sinkt zusammen. Kraftlos. Ein Kind. Rappelt sich auf. Nur noch wenige Schritte. Dann ist es geschafft.
Der, der da so angsterfüllt durch das lebensfeindliche Land huscht, ist Memed. Er ist auf der Flucht. Will niemanden mehr sehen. Zuflucht findet er bei einem armen Bauern und seiner Frau, die ihn wieder aufpäppeln. Das Land, das von Graudisteln überwuchert ist, ist das Land von Abdi Aga. Ein Menschenschinder und Ausbeuter par excellence. Das Wenige, was das Land hergibt, nimmt er den Bauern. Ihnen bleibt nicht viel. Weniger wäre nichts. Die Bauern kennen nur ihr Dorf, ihr Land, was ihnen nicht einmal gehört. Sondern Abdi Aga.
Der glaubt auch, dass ihm die Menschen gehören. Memeds Flucht wird bemerkt und bestraft. Noch nie wagte es einer sich aus den Fängen des Abdi Aga zu befreien. Der Familie wird alles genommen, jedem, der ihr hilft die Höchststrafe angedroht.
Der Zorn des Abdi Aga dauert an. Memed reift zum Mann. Einer vielsprechenden Zukunft sieht er mit Hatce entgegen, seiner Frau. Das Schicksal hat andere mit ihm vor. Statt das Leiden seiner Ahnen fortzusetzen, stellt sich Memed dem Abdi Aga. Er schließt sich Räubern an. Wird selbst zum Gesetzlosen. Immer wieder erschüttern Gerüchte um seinen Tod die Dorfgemeinschaft. Abdi Aga übt grauenvolle Rache. Nach jahrelangem Zögern ermordet der Lehnsherr alle, die Memed lieb und wichtig waren…
Die ganze Brutalität des Seins schmückt Yaşar Kemal in den Farben der Poesie aus. Erst wenn man sich einmal kurz von seiner Sprachgewalt lösen kann, wird dies bewusst. Mord, List und Tücke im Gewand von Schöngeist, Farbenvielfalt und Romantik – so muss ein Buch sein!
Als Yaşar Kemal zu Beginn des Jahres im Alter von 91 Jahren verstarb, trauerte eine ganze Nation um seinen Nationaldichter. Tausende gaben dem Literaten das letzte Geleit. „Memed mein Falke“ war der Auftakt einer Reihe von Büchern um Memed, dem Rebellen und Kämpfer für die Freiheit, der im Jahr 2003 mit „Der letzte Flug des Falken“ abgeschlossen war.
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am 12. März 2001
Das Buch von Yasar Kemal ist eine eindrucksvolle Beschreibung der Situation der ländlichen Bevölkerung der Türkei zu Beginn des 20.ten Jahrhunderts. Insbesondere werden die gesellschaftlichen Strukturen, die sich im Umbruch befinden widergegeben. Dabei geht Kemal von einer typischen Situation auf dem Land aus, in der er einen kleinen Bauern betrachtet, der sich zu einem Volkshelden entwickelt. Sehr beeindruckend ist dabei der sprachliche Reichtum, den der Autor zeigt. Auf jedenfall ein Buch, das gelesen werden sollte, wenn man sich für die türkische Kultur interressiert.
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am 16. August 2001
In gekonnter und lyrischer Weise beschreibt Yasar Kemal die Härten und Ungerechtigkeiten des bäuerlichen Alltags in den Hochebenen des Taurusgebirges in der Türkei. Viele Dörfer werden von meist selbsternannten Grundbesitzern beherrscht und ihre Bewohner durch Abgaben der Ernte ausgebeutet. In dieser Welt lebt auch Mehmed, der durch Abenteuer als Jugendlicher andere, freiere Lebensformen als die unter der Grundherrschaft kennen gelernt hat. Er versucht mit seiner Geliebten Hatice den herrschenden Verhältnissen zu entfliehen und tötet dabei ein Mitglied eines mächtigen Bauernclans. Hatice gelangt durch Falschaussagen ins Gefängins und Mehmed muss in die Berge zu den Räubern fliehen, wo er zu einem selbstbewussten, klugen jungen Mann heranwächst, der sich für die Bauern und deren selbstbestimmtes freies Arbeiten einsetzt, indem er gegen die Großgrundbesitzer kämpft ... Kemal beschreibt die Entwicklung des Mehmed einfühlsam und lebendig. Man wird von der Sprache gefangen genommen und der Geschichte und deren Figuren mitgerissen. Ich will jetzt wissen wie es mit Mehmed weiter geht und freue mich auf Band II der Triologie.
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am 6. April 2015
Der Roman „Memed mein Falke“ beschreibt eine Phase des Umbruchs in der Türkei nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches nach dem 1. Weltkrieg. Nach dem Ende der Feudalherrschaft eigneten sich neue Großgrundbesitzer mit List, Macht und Korruption Land am Rande des anatolischen Taurusgebirges von den seßhaften Bauern an und nahmen ihnen die Existenz zum Leben. Banditen und Plünderer taten ein Übriges, die Landbevölkerung auszunutzen. Memed, der Rebell, profilierte sich als Rächer der rechtschaffenden Bauern vergleichbar mit Robin Hood. Der Roman ist eine Mischung aus "Durchs wilde Kurdistan" von Karl May und "Der Seewolf" von Jack London und baut gegen Ende eine sehr spannende Handlung auf. Wer gerne Abenteuerromane liest liegt hier richtig.
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am 14. Februar 2010
Yasar Kemal schreibt von der wilden Landschaft Anatoliens, von seinen armen Bauern, seinen ausbeuterischen Großgrundbesitzern, seinen endemischen Räuberbanden und deren ewigen Kampf mit den Soldaten der Regierung. Die Beschreibungen sind anfangs schön, lyrisch und mitreißend, von orientalisch-arabeskenhafter Fabulierlust - man würde sie gern von einem wandernden alten Geschichtenerzähler mit gegerbtem Gesicht am Herdfeuer einer Karawanserei vorgetragen bekommen. Gelesen, werden die Wiederholungen des stets gleichen Geschehens jedoch bald ermüdend: die ständigen Scharmützel mit Polizei und Soldaten, die Eitelkeiten und Eifersüchteleien der Räuber untereinander, die Gemeinheiten der Intriganten und Verräter. Allzu holzschnittartig sind die Figuren und ihre Handlungen geraten, als dass ich nach der Lektüre dieses Romans noch Lust auf die weiteren Bände der Trilogie gehabt hätte.
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am 27. Mai 2003
Eine gelungene Beschreibung des ländlichen Lebens in der Türkei erwartet den Leser von "Memed, mein Falke", nachdem er das Buch aufgeschlagen hat. Schnell merkt man: Hier schreibt einer, der seiner Heimat eng verbunden ist und eine einmalige Beobachtungsgabe hat. Dann folgt Ernücherung. Wenn Kemal die Darstellung Südanatoliens verlässt, um seine gefällige Räuberpistole zu erzählen, wechselt er auf ihm eigentlich fremdes Terrain. Zu stark kokettiert er mit dem Leser und lässt es Blaue Bohnen hageln, wo es nur geht. Die bis an die Zähne bewaffneten Banditen mit Patronengurten um die Brust, Handgranaten am Gürtel und abgedroschen-markigen Sprüchen auf den Lippen haben mir den Lesespaß jedenfalls gründlich verdorben. Zu oft fühlte ich mich in ein türkisches B-Movie versetzt, in dem man sich vor Klischees nicht retten kann. Wegen der herrlichen Schilderung von Land und Leuten ist das Buch dennoch einen Blick wert.
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am 19. März 2015
Die Geschichten des Buches spielen in der Hochebene Dikenlidüzü im Taurusgebirge Dort gibt es fünf Dörfer. Alles Land gehört dem Großgrundbesitzer Abdi Aga. Das Buch beschreibt das abgeschiedene bäuerliche Leben in Anatolien zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es schildert das Leben des Jungen Memed, der von Abdi Aga ebenso gehasst wird wie seine Mutter Döne. Der Junge reißt aus und findet Aufnahme bei dem gutmütigen Alten Suleyman in einem Nachbardorf. Selbst verschuldet, wird er von Abdi Aga gefunden und zurückgeholt. Dieser schikaniert ihn weiter. Memed liebt seit Kindertagen Hatce. Abdi Aga will Hatce gegen ihren Willen mit seinem Neffen verloben. Hatce und Memed fliehen deswegen. Sie werden von den Häschern des Abdi Aga gestellt. Dabei schießt Memed den Abdi Agan an und tötet dessen Neffen, der mit Hatce verlobt werden soll. Das Mädchen wird gefangen genommen, Memed kann fliehen. Abdi Aga behauptet, dass Hatce seinen Neffen erschossen habe. Er besticht 7 Bauern entsprechend und die sagen vor Gericht so aus. Deswegen wird Hatce verurteilt, eingekerkert und wartet auf den Tod wegen ihrer angeblichen Mordtat. Die Mutter von Memed wird von Abdi Agan so sehr misshandelt, dass sie stirbt. Zunächst kommt Memed bei Onkel Suleyman unter. Der bringt ihn in die Berge zu dem Räuber und Plünderer Durdu, genannt der tolle Durdu. Dort soll Memed unterkommen. Damit geht Memed unter die Räuber und Banditen und lernt deren Handwerk. Sie werden von der Polizei und den Bauern verfolgt und können nur mit Mühe eine schießwütige Auseinandersetzung mit denen beenden und fliehen. Nach einer Auseinandersetzung mit Durdu geht Memed seine eigenen Wege. Später brennt Memed ein ganzes Dorf nieder. In einem der Häuser hat sich Abdi Agan aufgehalten. Der konnte den Flammen jedoch mit Hilfe einer Bäuerin entkommen, die ihn in eine Decke gehüllt und damit aus den Flammen befreit hat. Abdi Agan will Memed töten lassen. Dies gelingt nicht. Weil er einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hatte und auf Seite der kleinen Leute stand, wurden die Abenteuer von Memed in der Ebene und im Taurusgebirge gerne erzählt. Dann raubt er seine geliebte Hatce während eines Gefangenentransportes in ein anderes Gefängnis aus den Klauen der Gendarmen und flieht mit ihr in die Berge. Die Bergebewohner sind bereit, Ince Memed gegen alle Feinde zu verteidigen, koste es, was es wolle. Er wird er zu einem Held der Menschen dort. Memed flieht mit Hatce in die Berge in eine Höhle. Immer wieder wird er gesucht. Den Gendarmen gelingt es nicht, ihn zu fangen. Dann wird von der Regierung ein Hauptmann damit beauftragt. In einem Schusswechsel wird seine geliebte Hatce, die zwischenzeitlich einen Jungen geborenen hat, getötet. Memed gibt das Kind in die Obhut einer vertrauensvollen Frau, die das Kind großziehen will. Dann begibt er sich auf die Suche nach Abdi Agan, findet diesen und erschießt ihn aus Rache für seine Mutter. Dann taucht er in den Bergen unter. Kein Mensch sieht ihn je wieder. Memed hatte mit den Bauern die Distelfelder abgebrannt, die den Menschen die Bewirtschaftung so schwer machten. Noch heute, jedes Jahr, bevor das Pflügen beginnt, brennen die Bauern der Distelplatte die Distelfelder ab. Dann rasen die Flammen drei Tage und drei Nächte über die Ebene und die Disteln geben ihre singenden Töne von sich.
Das Buch begründete den internationalen Erfolg von Yasar Kemal, der vor kurzem verstorben ist. Der Roman wurde in über 30 Sprachen übersetzt. Es ist ein Buch, das zu lesen sich lohnt, will man das abgeschiedene bäuerliche Leben im Anatolien des beginnenden 20. Jahrhunderts mit seinen eigenen Gesetzen kennenlernen. Die Sprache des Autors ist wunderschön. Es finden sich in dem Buch herrliche Naturbeschreibungen. Die LeserInnen spüren förmlich die Strahlen der Sonne und riechen die Gerüche des Waldes. Es ist spannend geschrieben. Dies ist ein lesenswertes Buch, dessen Lektüre ich uneingeschränkt befürworten kann.
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am 19. Februar 2009
Für alle, die lieber mit einer Pferdekutsche in die Stadt fahren statt mit dem Auto, die Kerzenlicht Glühbirnen vorziehen und ihre Söhne verprügeln um sie zu Männern zu machen ist dieser berühmte Roman, ein Klassiker der Weltgeschichte wohl passend. Für mich wirkte er, ich kenne jetzt nur die Hörbuchfassung, antiquiert und verstaubt. Mag es an der altertümlichen Sprache der Übersetzung oder dem getragenen stil des Sprechers Dieter Wien liegen.
Memed, ein Bauernjung ist von Kindertagen an der Willkür des bösen habgierigen Großgrundbesitzers Abdi Aga ausgesetzt, der seine Mutter und später auch seine Geliebte Hace drangsaliert und tötet. Voller Grimm und Wut nimmt er Rache. Das ist alles sehr archaisch und blutrünstig, die Gottlosen" können massakriert werden und wenn dabei auch mal ein ganzes Dorf abbrennt- was soll es - wenn es doch auf Seiten des Bösen stand. Wie ein türkischer Robin Hood bekämpft Memed aber nicht nur die Bösen, sondern hilft den Armen und Unterdrückten, die in ihm dann den Held und Erlöser sehen. Die schwarz-weiße Schilderung lässt den Hörer eigentümlich kalt, so dick sind die Klischees aufgetragen, so verschlagen ist der Feind, so edel der Held. Für unsere neue postmoderne Ästhetik passen diese großen Erzählungen nicht mehr, wirken sie doch wie einer Verherrlichung des Terrors. Interessant bleiben die Eindrücke in eine andere Kultur. Kemal stammt aus Adana, dort also auch, wo die Geschichte spielt und er hat sicherlich viele alte Geschichten vom freien Banditentum in seinem Roman einfließen lassen können.
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