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am 13. Juli 2005
In Excelsior, einem kleinen südafrikanischen Städtchen, bringen mehrere schwarze Frauen gemischtrassige Kinder zur Welt.
Noch herrscht eisern die Apartheid, die mit Gesetzen den Umgang Angehöriger verschiedener Rassen in allen Lebensbereichen regelt. Sexuelle Handlungen zwischen Schwarzen und Weißen stehen unter Strafe. Dies bekommen auch Niki, die Hauptfigur des Romans, und ihre "farbige" (gemischtrassige) Tochter Popi zu spüren. Der Prozess, der gegen die Mütter der farbigen Kinder in Excelsior und ihre weißen Liebhaber geführt wird, erregt internationale Aufmerksamkeit und richtet das Augenmerk der Weltöffentlichkeit auf das Apartheid-Regime. Nach vielen Schikanen resultieren Freisprüche.
Während Nikis schwarzer Sohn sich im Untergrund politisch engagiert, lebt Popi zurückgezogen, denn weder Schwarze noch Weiße akzeptieren sie als ihnen zugehörig. Erst als Popi als Unbeteiligte während einer friedlichen Anti-Apartheid-Demonstration von der weißen Polizei schwer misshandelt wird, strebt auch sie in die Politik. Obwohl sie und ihr Bruder nach dem Ende der Apartheid angesehene Ämter in Excelsior bekleiden, findet Popi ihren Frieden erst, als sie zu ihren Wurzeln zurückkehrt und die ausdrucksstarken expressionistischen Bilder des Malers und Priesters betrachtet, der vor vielen Jahren Nikis Einnahmequelle darstellte, weil er Niki und Popi als Madonna und Kind Modell sitzen ließ. Die Kompositionen aus üppigen Farben und Formen, aus auf das Wesentliche reduzierten menschlichen Gestalten helfen Popi, sich selbst zu akzeptieren und schön zu finden. Und mit ihr kann auch Niki in sich selbst ruhen.
Jedem Kapitel dieses Romans geht die Beschreibung eines solchen Bildes voran, das zugleich das zugehörige Kapitel zusammenfasst. So formen- und farbenreich wie die Bilder sind auch die Figuren und ihre Handlungen - und immer ein bisschen rätselhaft, bewegt und doch irgendwie in der Statik eines Bildes gefangen; Sprache und Handlung spielen kokett miteinander. "Die Madonna von Excelsior" ist somit ein außergewöhnliches Leseerlebnis, nicht nur wegen des Inhalts, mit dessen Hilfe sich die bedrückende Situation während der Apartheid gut verstehen lässt. Als sehr positiv und keineswegs naiv empfinde ich auch das offene Ende, das die Hoffnung auf ein neues, harmonisches Südafrika andeutet.
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