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am 28. Mai 2017
Zugegebenermaßen sind die Zitate auf der Rückseite des Buches ("Micks schwules Getanze ist ein Witz", "Liverpool ist ein anderes Wort für Alaska") etwas reißerisch und erwecken zum Zwecke der Verkaufsförderung den Eindruck, dass die Abhandlung des US-amerikanischen Historikers John McMillan eine Aneinanderreihung von Sticheleien enthält. Dem ist jedoch bei weitem nicht so. In einem flüssigen Schreibstil beleuchtet der Autor zunächst das Umfeld, in dem die Bandmitglieder aufgewachsen sind, ihr Zusammenfinden und ihre ersten Anfänge, ganz im Stile einer Biografie. Es werden die ersten Begegnungen geschildert und es wird deutlich, dass hier sicher eine gewisse Rivalität herrscht, auch angeheizt durch Umfragen in der Presse, dass diese Rivalität jedoch bei weitem nicht dazu führt, dass die beiden Bands nicht miteinander kommunizieren.
Jede der beiden Bands bediente mit ihrer Musik und dem Auftreten zumindest in den ersten Jahren ihrer Popularität ein anderes Klientel. Der Autor schildert aber immer wieder, wie es zu Berührungen kam, sei es, dass Lennon/McCartney an einzelnen Sequenzen der Stones-Lieder mitwirkten (z. B. bei "We love you") oder gemeinsam Meditationsseminare besucht wurden. Auch die Veröffentlichung neuer Platten wurde in zeitlicher Hinsicht abgestimmt.
Interessant ist auch die Frage, die der Autor zum Schluß aufwirft. Was wäre, wenn sich die Beatles nicht kurz nach dem Höhepunkt ihrer kreativen Phase getrennt hätten ? Natürlich kann die Frage nur unbeantwortet bleiben, nimmt den Leser aber bis zum Schluß mit, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Für Fans der Beatles und/oder Stones ist dieses Werk eine klare Kaufempfehlung.
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„Fisch oder Fleisch?“ - genauer gesagt „Beatles oder Stones?“ - das war in den 60erJahren die alles entscheidende Frage unter den Jugendlichen … und heute vielleicht unter den „Oldies“. Auf der einen Seite eine Band, die Klassiker der Musikgeschichte schrieb, auf der anderen Seite die vom Blues inspirierten Rock'n'Roller, Die beiden Musikgruppen bestimmten damals die Musikszene und ihr Verhältnis untereinander kannte viele Facetten. Häufig wurden die Stones als die „böse“ Version der „braven“ Beatles angesehen. Ein Konflikt, der in der Musikwelt künstlich angeheizt wurde.

Der amerikanische Historiker und Journalist John McMillian beweist in seinem Buch „Be-atles vs. Stones“, dass zu diesem Thema noch nicht alles gesagt ist. Locker und ohne Partei zu ergreifen, beleuchtet er die Konkurrenz der beiden Rock-Rivalen in sechs Kapiteln. Zunächst untersucht McMillian das vorgeprägte Image „Gentlemen oder Rowdys?“ und stellt dabei fest, dass die beiden Bands mehr Gemeinsamkeiten hatten, als bisher angenommen. Die Beatles verfügten zwar über die größere musikalische Kreativität, die Stones machten dagegen den Blues populär und ihre Musik war rebellischer.

Natürlich geht der Autor auch auf die Rivalität, den Neid und die gegenseitigen abwertenden Vergleiche ein, die aber meist von Sensationsjournalisten oder naiven Teenagern geschürt wurden, denn trotz aller Spannungen gingen die Beatles und Stones meistens freundschaftlich und respektvoll miteinander um. Natürlich wollten sie sich gegenseitig übertrumpfen, wann immer sich eine Möglichkeit bot.

In „Yankophilia“ beleuchtet McMillian, wie man speziell in den USA mit dieser Rivalität umging. In dem Kapitel „Politik und Imagepflege“ schildert der Autor dagegen den Umgang der beiden Bands mit der Öffentlichkeit (speziell mit den Medien) und untersucht ihren Einfluss auf die damalige Jugendbewegung. Im Abschlusskapitel „Gemauschel im Popdschungel“ hinterfragt er zahlreiche Geschichten und Gerüchte, die in den 60er Jahren und später um die beiden Bands kursierten. In seinem kurzen Epilog verfolgt McMillian dann abschließend ihre Geschichte und Entwicklung bis in die heutigen Tage. Komplettiert wird das Porträt der beiden Musikbands durch einen umfangreichen Anhang mit Anmerkungen, Bibliografie und Register. Außerdem gibt es in der Mitte des Buches einen 16seitigen Bildteil.

Fazit: Eine abwechslungsreiche und gut lesbare Darstellung, wobei die zahlreichen Hintergrundfakten und Anekdoten auch für Beatles- oder Stones-Fans interessant und teilweise neu sein dürften.
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am 5. Juli 2015
In diesem Buch wurde fleißig recherchiert. Hier findet man viel amüsantes, wovon man sonst nie erfahren hätte. Ich fühle mich gut unterhalten und schwelge in einer Zeit, die mehr als 40 Jahre zurück liegt.
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Die meisten Bücher über weltbekannte Musikgruppen wie die Beatles und die Stones wurden von Menschen in deren Umfeld oder von Musikjournalisten geschrieben. Und dass die Zahl solcher Werke inzwischen ganze Bibliotheken füllt, geht auch aus der Bibliografie am Schluss von John McMillians Betrachtungen hervor.

Was der amerikanische Professor für Geschichte auf 300 Seiten beschreibt, beweist einmal mehr, dass Altmeister Goethe mit „Dichtung und Wahrheit“ den bester aller Titel für eine Biografie wählte. Denn die Vergangenheit wird sich immer das Recht herausnehmen, sich dem anzupassen, der sie betrachtet.

Wie es sich für einen seriösen Historiker gehört, hat John McMillian unzählige Quellen gesichtet, bevor er seine Schlüsse zieht. Und diese Vorgehensweise hebt sein Buch von Werken ab, deren Autoren ihre persönlichen Sichtweisen im besten Fall mit ein paar Zitaten garnieren.

Ein Blick auf die Publikationsliste von John McMillian lässt sofort die Frage auftauchen, warum seine übrigen Werke noch nicht auf Deutsch übersetzt wurden. Denn die Titel lassen ähnlich spannende Bücher wie dieses erwarten. Und spannend ist es tatsächlich, mit dem Autor auf Spurensuche zu gehen, um mehr über die Rivalität der beiden Bands zu erfahren.

Um den Leser auf die folgenden 300 Seiten einzustimmen, empfiehlt der Autor, sich einige der Songs seiner Soundtrackliste anzuhören. Und dass Sprache und Musik Geschwister sind, wird sofort klar, wenn man John McMillians glänzende Einleitung liest. Da erinnert nichts an langweilige Geschichtsstunden, sondern eher an lange Nächte mit hitzigen Diskussionen, vollen Aschenbechern und leeren Weinflaschen oder Bierdosen.

Mit dem Titel „Gentlemen oder Rowdys“ steckt der Autor gleich ab, um welche Positionierungen gekämpft, gerungen und gesungen wurde. Aber so einfach, wie das oft erzählt wird, waren die Rollenverteilungen damals nicht. Und was in den vielen Jahrzehnten zwischen den beiden Bands geschah, wird nicht nur ihre Fans, sondern auch Soziologen, Psychologen und Medienwissenschaftler interessieren.

Mein Fazit: Da ich mich schon als Pubertierender für die Stones entschied, erfuhr ich vor allem über die Beatles viel Neues. Und weil sich John McMillian mit persönlichen Interpretationen und gängigen Mutmaßungen vornehm zurückhält, ermöglichte er mir auch einen neuen Zugang zu den vermeintlichen Erzfeinden. Schön, wenn sich Historiker auch mit Fragen beschäftigen, die mit dem politischen Geschehen auf dieser Welt nur am Rande zu tun haben.
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