Hier klicken Sale Salew Salem Hier klicken Sonderangebote Book Spring Store 2017 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip longss17


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Ein Buch über Vorurteile? Nein! Ein Buch über deutsche und schweizerische Arbeitsweisen? Ja! Trotz der geografischen Nähe sind die beiden Länder sehr unterschiedlich in ihrem Benehmen, ihrem Auftreten anderen gegenüber, im Alltag, im Berufsleben etc. Bei den Deutschen ist die Schweiz als Auswandererland sehr beliebt. Trotz der Unterschiede. Die gemeinsame Sprache verbindet halt doch. Gemeinsame Sprache? Ja, in der Schweiz wird auch hochdeutsche gesprochen. Besonders, wenn man merkt, dass Deutsche anwesend sind, gibt man sich Mühe die Fremdsprache Hochdeutsch zu sprechen. Wenn ein Deutscher versucht Schweizerdeutsch zu sprechen, endet das meist im Fremdschämen (bei Deutschen) und pikierten Lächeln (bei Schweizern).
Vorurteile noch und nöcher. Thomas Kölliker ist Experte für Persönlichkeits-, Personal- und Organisationsentwicklung. Und er geht den Unterschieden inklusive ihrer Ursachen auf den Grund. Und zwar psychologisch. Wer nun also pseudowissenschaftliche Abhandlungen wie „In der Schweiz verdiene ich massenhaft Kohle, nur die Marmelade ist mir dort viel zu teuer“ erwartet, für den ist dieser Artikel an dieser Stelle zu Ende. Er wird hier erst gar nicht bedient. Für alle, die sich mit der Problematik kulturelle Unterschiede zwischen Deutschen und Schweizern gern einmal richtig und tiefschürfend auseinander setzen wollen, ist dieses Buch eine leicht zu lesende (und vor allem zu begreifende) Lektüre, bei der mehr als nur eine Sache hängenbleiben wird.
Der Schweizer Thomas Kölliker scheut sich nicht die Vorurteile direkt und offen anzusprechen – eine wie er meint zutiefst deutsche Eigenschaft. Schweizer neigen dazu eine eher abwartende, defensive, reagierende Haltung einzunehmen. Als Grundlage seiner Erklärungen der Unterschiede dient ihm die Forschungsarbeit Carl Gustav Jungs, einem Schweizer Psychiater und Psychoanalytiker. Nach dessen Meinung können Menschen in die Gruppen Introvertierte und Extravertiert eingeordnet werden. Diese Gruppen werden deckungsgleich in S-, N-, F- und T-Typen untergliedert. Diese nehmen andere Menschen und Situationen Sinnlich oder iNtuitiv wahr, und beurteilen diese analyTisch oder Fühlend. Ein weites Feld, das an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden kann. Aber es steht alles in diesem Buch – versprochen.
Also ab auf die Couch, bequeme Lesehaltung einnehmen, Buch aufschlagen und … Vorurteile mit Wissen bekämpfen. Apropos: Das Wort „kämpfen“ ist auch so eine deutsche Eigenschaft. Schon mal darüber nachgedacht?
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Dezember 2012
Daneben finde ich ein Buch, in dem zur Veranschaulichung kultureller Unterschiede zwischen Deutschen und Schweizern ein "deutscher" Moderator zitiert wird, der im Rahmen eines Gruppenseminars auf eine Bemerkung einer "Schweizer" Teilnehmerin mit der Aufforderung: "Halt die Schnauze!" reagiert, und dies als Beispiel "deutscher" Direktheit im Kommunikationsverhalten dargestellt wird. Eine solch ungebührliche Reaktion hat rein gar nichts mit der Nationalität des Moderators zu tun, sondern zeigt lediglich, dass in der Erziehung der Person etwas völlig daneben gegangen sein muss. Hier auch nur im Ansatz zu suggerieren (wie es der Autor tut), dass die Reaktion etwas mit der Nationalität zu tun hat, ist absolut deplatziert. Wieder einmal wird Vorurteilen und Klichés im Verhältnis zwischen Deutschen und Schweizern Vorschub geleistet, denen der Autor mit seinem Buch ja angeblich entgegenwirken will...

Richtig ist, dass zwischen Deutschland und der Schweiz durchaus kulturelle Unterscheide bestehen und man für diese Unterschiede offen sein muss, will man sich als Deutsche/-r erfolgreich in der Schweiz integrieren. Überaus störend an der Unterschiedlichkeits-Debatte (und insbesondere auch an dem vorliegenden Buch) ist jedoch der völlig undifferenzierte Gebrauch des Begriffs "deutsch" bzw. "Deutscher". Als ich als Bayer nach Berlin kam waren die subjektiv gefühlten Kulturunterschiede nicht minder gering als ich Sie bei meinem Zuzug in die Schweiz vor 12 Jahren erlebte und immer noch erlebe. Ben Vautier (Schweizer) sagte einmal (zurecht): "La Suisse n'existe pas". Für l'Allemagne gilt dies nicht minder. Vielleicht sollte der Autor dies bei zukünftigen Auflagen seines Buches berücksichtigen.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Mai 2013
Ich fand das Buch prima. Den Psycho Teil hab nur teilweise gelesen. Aber die Praxisbeispiele fand ich genial. Auch die Erklärungen das Deutschland nun mal 10 mal grösser ist, und dadurch 10 mal mehr Wettbewerb an den Unis, arbeit, sportverein,... ist lässt sich die Angst mach eines Schweizer erklären.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden


Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken