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am 10. August 2006
Gleich vorneweg: Das Buch ist schlichtweg eine Thema-Verfehlung, wenn wir den Titel und vor allem den Untertitel ?Marketing und moderne Hirnforschung" ernstnehmen. Der Begriff Hirnforschung wird hier angeführt, weil er gerade modisch ist und vermeintlich die Buchverkäufe steigert. Leider findet sich im Buch praktisch nichts über das Gehirn. Man hängt sich schlichtweg frech an einen Trend namens ?Neuromarketing" an, ohne selbst etwas dazu beizutragen. Aber es kommt noch besser, denn auch über Marketing erfahren wir in diesem Buch nichts Substantielles - eigentlich gar nichts. Lege ich damit den Schluss nahe, der Autor sei ein Scharlatan, der sich mit fremden Federn schmückt? Genau so sehe ich das. Und wer das Buch in die Hand nimmt, wird meine Argumentation nachvollziehen können.

Mit der Attitüde des Wissenschaftlichen (?Marketing und moderne Hirnforschung") bekommt man ein Werk (Machwerk?), das von der Methode und den Zielen mit Wissenschaft rein gar nichts zu tun hat. Zwar zitiert der Autor gerne mal einen Forscher wie Damasio, Roth oder Spitzer. Doch damit ist dann auch schon Schluss. Denn in ebensolcher Weise werden Dutzende anderer Personen zitiert, deren einzige Gemeinsamkeit es ist, sogenannte ?Promis" zu sein. Der Autor schmückt sich mit den Namen prominenter ?Gewährsleute". Das sind sinnlos ohne jeden Zusammenhang zum Kontext eingestreute Zitate (durchschnittlich drei pro Doppelseite) wie z.B. ?Wer im Leben keinen Erfolg hat, ist deshalb noch lange kein Idealist." (Henry Miller), das im Abschnitt ?Neue Medien" erscheint. Von diesem Unsinn sind also Hunderte über das Buch verstreut bzw. eingestreut. Aber in was sind sie denn eingestreut? Was ist der eigentliche Grundtext?

Der Inhalt des Buches ist in drei große Abschnitte unterteilt (?Der erste Teil", ?Der zweite Teil" und ?Der dritte Teil"), wobei der erste ?Die Voraussetzungen" thematisieren soll, der zweite ?Die Instrumente" und der dritte ?Die Anwendungen". Lassen Sie es mich kurz machen: Die ersten beiden Teile unterscheiden sich hinsichtlich der Inhalte und deren Aufbereitung de facto gar nicht. Herr Dr. Fuchs (der laut Klappentext in Germanistik und Theologie promovierte) scheint den Unterschied von Prämissen und Methoden entweder nicht zu kennen - oder sich nichts darum zu scheren. In beiden Abschnitten wird letztlich frei drauf los assoziiert, was der Autor halt so interessant findet. Er streift dabei Gebiete der Psychologie, aber mit ?moderner Hirnforschung" (wie der Untertitel des Buches verspricht) hat das alles wenig oder nichts zu tun. Ebenso gering ist der Zusammenhang mit Marketing. Er schwadroniert unzusammenhängend über Wahrheit, Wahrscheinlichkeit, Sinn, Kitsch und dergleichen. Um dem anti-systematischen Blabla noch die Krone aufzusetzen, finden sich am Ende jedes Unterkapitels dann eine Seite mit ?Behauptungen", wie etwa den folgenden (S.73): ?Alles Interessante ist frischer Schnee von gestern." oder ?Die eigene Geschichte lässt sich nicht delegieren." Na, wer hätte das gedacht? Dies (und andere Sätze von selbiger Qualität) sind also die Thesen, die sich hinsichtlich des Marketing aus der modernen Hirnforschung ableiten lassen? Na dann, herzlichen Glückwunsch an den Möchtegern-Hirnforscher Dr. Fuchs!

Fazit: Finger weg! Das Buch ist überflüssig wie ein Kropf und nicht einmal amüsant zu lesen.
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am 10. März 2007
Auch wenn derzeit die ungeheuerlichen Schlussfolgerungen der Hirnforschung "trendy" sind, so darf ich mir kraft meines Verstandes selbst ein Urteil bilden.

Als Konsequenz "moderner Erkenntnisse" der Hirnforschung fließen deren Produkt(e) in andere Lebensbereiche, hier ins Marketing ein. Deren Vertreter - wie Werner T. Fuchs - bedienen sich eines respektlosen Absolutheitsanspruchs, der mir geradezu wehtut. Wie bei anderen "Trends" ("Clienting", NLP, etc.), die sich bei Nahsicht als alter Wein in neuen Schläuchen, geschickt etikettierte Sammlung von Binsenweisheiten oder als (manipulativ) ausgeformtes, an sich durchaus intelligentes Kommunikationsmodell entpuppen, liegt auch hier ein diffus strukturierter "Ratgeber" vor, der eher geeignet ist, Verwirrung als Erkenntnis zu mehren.

Die im Vorwort a la Anleitung 'Philosophie ' leicht verständlich erklärt' (...) 'Wer bin ich? Wer ist der andere? Weil es in '1001 Macht' um diese Fragen geht...' genährte Hoffnung wird enttäuscht. Gleich darauf fällt der erste Widerspruch der zugrundeliegenden Theorie, die per se einen freien Willen sowie Ideen wie Vernunft, etc. anzweifelt, bestechend auf: Wie soll ich als Leser, wenn "alles limbisch" ist, der Aufforderung folgen und mein Verhalten ändern? Oder bin ich gar nicht ganz normal? Ist das bei mir ausgelöste Gefühl heftigen Widerspruchs (zu dessen Hintergrund ich gerade eine muntere Fachdiskussion mit Nida-Rümelin, Prinz, Roth, etc. führe ...) etwa auf mein falsch verschaltetes neuronales Netz zurückzuführen oder "schlechte gene"?

Heutzutage modern und oft praktiziert werden bei der ausschnittsweise vorgetragenen Argumentation für die o. a. These bewußt ins extreme übersteigerte, von niemandem Vernünftigen geäußerter Grundgedanken ('Der Mensch trifft seine Entscheidungen ausschließlich rational...') angegriffen. Ist das so wirklich neu, dass ein Gedanke, in diesem Themenzusammenhang ein Marketinggedanke, auch innere Bilder und Gefühle auslöst? Wer behauptet, wir träfen unsere Entscheidungen ausschließlich rational? Mit einer gewissen geistigen Reife sowie der Fähigkeit und Bereitschaft zum ehrlichen Nachdenken über sich selbst, kann ich mir durchaus bewußt machen, dass ich den 'dicken' Wagen nicht (nur) wegen seiner passiven Sicherheit, sondern auch deswegen kaufe, weil Herr Nachbar gelb vor Neid hinter der Gardine zuschaut... ' um, abzuwägen, ob mich das wirklich weiterbringt - oder?

Der Nutzen als Gegenwert für 29,80 € fällt gering aus: Die skizzierten Instrumente sind zum guten Teil in seriösen Analysen enthalten (z. Bsp: erweiterter, simulierter oder tatsächlich durchgeführter Augenkameratest nach Vögele), die Darstellung ist unzusammenhängend, hingeworfene Schlagwörter zerreißen den Text.

Und dann wird unter dem Schlagwort "Vereinfachung, Das Einfache in Aktion"

George W. Bush angeführt ("'Wenn das Komplexe schon nicht steuerbar ist, dann braucht es einen Bush zur Beruhigung. Das Einfache will einfache Sprecher, wenig Text, starke Bilder auf Flugzeugträgern und altmodische Kulissen'"). Ohne auf Marketingethik einzugehen (auch der amerik. Präsident hat ja versucht, der(Welt-)Öffentlichkeit etwas zu verkaufen - die Folgen kennen wir ja ...) - soviele für einen hellen Denker leicht erkennbare, falsche Grundaussagen und die abgeleiteten Schlüsse tun weh!

Fazit: Auch wenn mir als Referenzen herangezogene "anerkannte Psychologen und Hirnforscher" Fachleute attestieren, ich sei nicht bei "Verstand", oder dieser eine "Illusion" - ich bilde mir kraft dieser "Illusion" meine Meinung!

Diese Kritik kann nicht als persönlich mißverstanden werden, lebte der Autor nach seinem eigenen Weltbild, so wäre sein limbisches System auch für dieses Werk verantwortlich. Die sympathisch-offene private Schicksalsdarstellung mildert das nicht ab, sie muss getrennt vom Werk betrachtet werden. Auf das Buch, dass aus diesen Ansätzen entstehen könnte - Erkenntnisse über das Leben mit einem behinderten Kind, das Loslassenkönnen aus Sicht eines Betroffenen, darauf freue ich mich schon.
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HALL OF FAMEam 26. März 2007
Werner T. Fuchs kümmert sich nicht um medizinische Fachbegriffe und versteht doch eine Menge davon. In Tausend und eine Macht verknüpft er aktuellstes neurologisches Wissen mit Aperçus aus einem bewegten Leben als Literat, Werber und Vater einer behinderten Tochter. Die Erkenntnisse, die er daraus zieht, liest jeder denkende Mensch mit Gewinn - vor allem aber jeder Kaufmann, Sales Manager oder Marketingleiter.

Sicher: Dass Bilder besser verkaufen, Einfaches mehr Gehör findet oder dass eine Marke eine Geschichte haben muss, um sich in den Köpfen festzusetzen, wissen wir nicht erst seit diesem Buch. Wer aber gelesen hat, warum unser Hirn mit Stories mehr anfangen kann als mit nackten Fakten, wird es nicht mehr vergessen. Nicht zuletzt deshalb, weil Tausend und eine Macht selbst voll ist mit guten Geschichten.
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am 26. Juli 2007
Es fehlen jedoch die wissenschaftlichen Begründungen. Da wurde viel vermengt und zu populistisch dargebracht. Zum Schluss fragt man sich: "Was habe ich jetzt eigentlich gelernt?. Wie kann ich mein Handeln darauf abstimmen? ". Da gibt es bessere Bücher, wie z.B. alles, was Prof. Gerhard Roth zu diesem Thema verfasst hat.
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am 14. Oktober 2005
Endlich ein spannendes Buch zum Thema Marketing von jemand, der aus der Praxis kommt. Der Autor Werner T. Fuchs befasst sich seit Jahren mit moderner Hirnforschung und beschreibt in diesem Buch deren Umsetzung in die Marketing-Praxis auf eine unterhaltsame und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Art und Weise. Das kann nicht jeder! Er leitet aus seiner Forschung zwölf Instrumente, die praxisorientiert und sofort anwendbar sind. Für ihn ist Marketing „Beeinflussung menschlichen Wahlverhaltens". Er zeigt meisterhaft, wie jeder durch den gezielten Einsatz von Geschichten seine Produkte und Dienstleistungen noch besser präsentieren kann. An der These, der Mensch entscheide selbst, wird heftig gerüttelt. Dieses neue Buch ist eine Fundgrube von Ideen. Das persönliche Engagement und die stark emotionalen Botschaften des Autors machen das Buch noch glaubwürdiger. Jeder - auch Selbstständige und Kleinbetriebe - können von den darin enthaltenen Erkenntnissen profitieren.
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am 16. September 2008
Dr. Werner T. Fuchs hat in meinen Augen ein Buch, nein, DAS Buch geschrieben, welches in wunderschöner Weise Wissenschaft und Poesie verknüpft. Sein Buch ist eine große Geschichte mit vielen kleinen Geschichten über die Kunst der (Kunden-)Verführung. Unser Gehirn liebt Geschichten, will interpretieren können, hinter die Kulissen schauen und selbst Teil guter Geschichten sein. Genau daher verspürte ich wohl immer wieder das Gefühl, mit dem Buch zu arbeiten.

Das Buch beschreibt neurologische Ordnungsstrukturen für Werber und andere Berufsverführer. Aber eben auf eine respektvolle Weise gegenüber dem Menschen hinter der Kundennummer. Auf der Basis der modernen Hirnforschung werden Zusammenhänge beleuchtet, die mit vielen Aha-Erlebnissen belohnen. Das Buch ist ein Wegbereiter für mehr Gespür, wo überall im realistischen Leben schöne, starke und auch schwierige Gefühle Bewertungen, Entscheidungen und Verhalten unbewusst steuern.

Persönlich hat das Buch auch eine Sinnlücke in mir geschlossen. Als Marketinggeprägter durch deutsche Hochschulen und Orchesterdirigent und Musiker hatte ich schon lange die Vermutung, dass irgendetwas an den bisherigen klassischen Marketingansätzen Spannung in mir verursacht. Im Rückblick leuchtet doch völlig ein, warum Gustav Holsts Orchestersuite The Planets" oder die Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg Konzertbesucher und Musiker bewegt, aber viele Marketing- und Werbekonzepte Hirnlangweiler und Zeitverschwendung sind.
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am 9. September 2005
Jetzt hat "amazon-Rezensent No 1: Propeller-Marketingdesign", Werner Fuchs, sein erstes eigenes Buch geschrieben. Endlich! Es geht um spannende Fragen und Erkenntnisse der modernen Hirnforschung für Marketing, Werbung und Kommunikation. Werner Fuchs' These lautet: Der Mensch lernt durch Geschichten. Wer diese Erkenntnis in die Praxis einfliessen lässt, wird sein Gegenüber besser erreichen. So kreiert er zwölf "Werkzeuge", die helfen, unser Verständnis von der Arbeitsweise des Gehirns zu vertiefen: das Bild, die Geschichte, der Sinn, das Einfache, die Schönheit, die Helden, die Rituale, das Spiel, das Lächeln, die Sprache, der Kitsch, das Netz.
Garniert werden diese Kapitel mit themenbezogenen Fotos und "Ruhe"-Seiten zum Innehalten mit provozierenden wie nachdenkenswerten "Behauptungen", z.B. "Was vielen gemeinsam ist, ist gemein" oder "Stil ist etwas völlig anderes als Mode" oder "Das Zahlungsmittel für Sex wechselte die Währung" (ob der Schweizer Fuchs dabei an den Euro dachte?).
Ein faszinierendes Buch, in dem in einer perfekt gelungenen Gradwanderung zwischen wissenschaftlichen Background und trotzdem verständlicher und bildhafter Sprache dargestellt wird, wie Marketing sich auf unsere neurologischen Gehirnstrukturen auswirkt. Anhand der o.g. Instrumente wird dem Leser schnell bewusst, dass es beim Marketing schlicht und einfach darum geht, unser menschliches Wahlverhalten zu verstehen und zu manipulieren. Es ist bemerkenswert, in welcher Form wir funktionieren und wie wir reagieren. Für Marketinginteressierte ist es sicherlich besonders desillusionierend zu erkennen, wie leicht wir doch zu „durchschauen" sind.
Alles in allem ein ebenso originelles wie anspruchsvolles Marketingbuch für Fortgeschrittene. Dazu ein sehr persönliches Buch, spricht Werner Fuchs auch ganz offen über den traurigen Schicksalsschlag mit seiner Tochter Olivia, der dieses Buch gewidmet ist.
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am 5. April 2006
Was eigentlich bringt die Lektüre eines Werkes über Marketing und moderne Hirnforschung jemandem, der von Marketing-Konzepten so wenig versteht wie ein Kamel oder Trampeltier vom Ballett? Einem totalen Ignoranten auf diesem Gebiet, beispielsweise einen wie mich, den Rezensenten?
Nun, sobald man den Begriff Marketing nur um ein Weniges weiter faßt, tun sich da schon ganz andere Perspektiven auf. Denn dies ist in der Tat ein bemerkenswertes und empfehlenswertes Buch, empfehlenswert für jedermann, unabhängig davon, welcher Profession er oder sie nun nachgeht. Da nämlich letztendlich jeder in seinem Leben etwas vermarkten möchte oder zu vermarkten gezwungen ist, sei es nun seine Person, seinen es seine Überzeugungen oder seine Ideen, sollte dieses Thema folglich auch für jedermann von Interesse sein.
Tausend und eine Macht wendet sich also sowohl an den Fachmann als auch an den interessierten Laien. Mit ausgefuchstem Spürsinn geht der Autor den Mechanismen und Strukturen auf den Grund, die für das Wahl- oder Konsumverhalten der Menschen verantwortlich sind. Werner Fuchs eröffnet dem Leser neue Perspektiven, erweitert bereits vorhandene Blickwinkel und Horizonte; hilft, Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen und schärft dabei gleichzeitig den Blick fürs Detail. Das Buch ist verständlich und in flüssigem Stil geschrieben, die Sätze sind oft von aphoristischer Bündigkeit, Fuchs vermeidet jegliches Schwelgen in Weitschweifigkeiten, kommt immer auf den Punkt. Gestalterisches Konzept sowie die Umsetzung dieses Konzepts im Text sind von unverbrauchter Frische, der Autor serviert uns keine Klischees sondern bedient sich der Originalität und seines analytischen Denkvermögens, seine Ausführungen sind sowohl logisch als auch transparent.
Tausend und eine Macht ist für mich die ideale Lektüre für jeden, der Einsicht gewinnen möchte über das, was in anderen Menschen und was vor allem auch in ihm selbst vorgeht. Darüber hinaus ist es keineswegs ein rein theoretisches Handbuch, es ist in erster Linie ein Buch für die Praxis, und dies nicht nur im Marketing-Bereich, sondern auch allgemein für den Umgang mit Menschen oder auch zur Kontrolle seiner eigenen Persönlichkeit, zur Steuerung seines eigenen Verhaltens. In der Tat eine unerschöpflich scheinende Ideenquelle, so daß man beim ersten Lesen die reichen Qualitäten des Buches gar nicht voll ausschöpfen kann. Und zahlreiche wertvolle Denkanstöße werden allein schon durch die kluge Auswahl der Zitate vermittelt, mit denen der Text in reichem Maße gespickt ist.
Kurzum: Ohne jede Einschränkung empfehlenswert!
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Das vorliegende Buch von Werner T. Fuchs TAUSEND UND EINE MACHT nimmt sich eines brisanten Themas an, nämlich der Verquickung von wissenschaftlichen Aussagen zur Hirnforschung durch Psychologen und Mediziner und der immer perfekter werdenden Maschinerie der Markenstrategen, welche ebenfalls kein besseres Ziel kennen, als ins Gehirn zu gelangen und es zu verstehen. Erst durch das Verständnis gelingt es nämlich unseren meist kruden Wegen der Entscheidungsfindung auf die Spur zu kommen. Wer diese Spur erkennt, dem eröffnet sich ein Weg, welcher buchstäblich mit Gold gepflastert sein kann.

Werner T. Fuchs ist einer dieser Marketingexperten, welche verstehen wollen, wie der Mensch denkt und wie er zu Entscheidungen findet. In seinem Buch TAUSEND UND EINE MACHT zeigt er dem interessierten Laien wie auch dem Fachmann auf, wo sich wissenschaftliche Hirnforschung und das Marketing treffen, wobei das Marketing eindeutig davon profitiert und seine Werkzeuge abgestimmt auf die Ergebnisse auch umgehend einsetzt.

Die viel beschriebene Logik des Menschen ist ein Traum, Entscheidungen und Aussagen werden seit jeher von den meisten aus dem Bauch heraus getroffen. Es scheint sogar so zu seien, als widersetze sich der Verstand geradezu der Logik eines Kants oder den Aussagen von Descartes. Diese impulsiven Gefühle lassen sich jedoch großartig im Marketing nutzen.

Gefühlswelten werden erschaffen, Marken zu Giganten aufgebaut - zu Helden der Neuzeit und zu besten Freunden... Der Konsument wird dabei nicht selten Opfer des Konditionierungsmodells, wo Millionen von Euro in Werbekampagnen gesteckt werden und Werbebudgets größer erscheinen, als so mancher Staatsetat eines afrikanischen Landes.

Werner T. Fuchs Buch TAUSEND UND EINE MACHT ist aufgebaut wie eine klassische Power Point Präsentation und geizt nicht mit geschickt eingestreuten Aussagen großer Denker oder sonstiger Persönlichkeiten. Zentrale Aussagen sind einfach hervorgehoben und die Quintessenz des Buches erschließt sich dem Leser einfach und schnell.

Wer Spaß am Marketing hat oder einfach wissen möchte, wie das Marketing auf einige der größten Ideen kam, sei mit diesem Buch bestens bedient. Dass die Hirnforschung also sehr lukrativ sein kann, ist wohl hiermit bewiesen.

Mir hat das Buch sehr gefallen, da es humorvoll und amüsant jedem Interessierten aufzeigt wie einfach das Marketing im Grunde genommen doch ist, basiert es doch auf grundlegenden Mustern menschlichen Verhaltens.

Sehr empfehlenswert!
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am 14. September 2005
Es braucht Mut oder Ignoranz, ein neues Marketingbuch schreiben zu wollen. Dachte ich zumindest, bevor ich mit der Lektüre dieses Versuchs begann. Es braucht vor allem Leidenschaft, kommt mir nun in den Sinn. Und die spürt der Leser dieses Buches ebenso wie der Autor. Das erklärt auch, weshalb er ein persönliches Schlusswort schreiben musste, das berührt und gleichzeitig verstehen lässt, worum es im innersten Kern von „Tausend und eine Macht" geht.
Der Titel ist mehr als eine gute Werbezeile, er ist Programm. Denn kaum ein Werk gibt den Mythos von der lebenserhaltenden Kraft starker Geschichten konsequenter wieder als die Erzählungen aus Tausend und einer Nacht. Und wenn man Macht - wie der Autor es empfiehlt - als kommunikativen Kode betrachtet, ist es nicht mehr weit zum Buchtitel.
Werner T. Fuchs verpackt ziemlich radikale Thesen so geschickt in die naturwissenschaftliche Watte, dass sie für wahr hält, um dann vom Autor gleich wieder daran erinnert zu werden, dass es lediglich Wahrscheinlichkeiten gibt. Und weil Werner T. Fuchs unter Marketing „Beeinflussung menschlichen Wahlverhaltens" versteht, checkt man als Leser, dass sich ein Ausflug in die Labors der Hirnforscher lohnen könnte.
Einem Buch, das „moderne Hirnforschung" im Untertitel führt, ein Goethe-Zitat voran zu stellen, mutet nicht mehr merkwürdig an, wenn man den Ausführungen des Autors folgt. Denn schliesslich behauptet er, die Neurologen hätten nur das entdeckt, was Künstler und Menschenkenner schon immer wussten. Also doch nicht das neue Marketingbuch? Doch, auf jeden Fall, wenn man unter „neu" versteht, dass nun endlich mit naturwissenschaftlichen Argumenten der Homo Oeconomicus zu Fall gebracht wird. Und erst dieses „Verbrechen" schafft den Raum, in dem die 12 vorgestellten Instrumente ihre Wirkung entfalten können. Wer ohnehin schon so arbeitet, erhält mit diesem Buch wenigstens die Rechtfertigung für sein Tun und gute Argumente, zweifelnde Kunden für den Glauben an den irrational handelnden Menschen zu gewinnen.
Mir haben Inhalt, Sprache und die ganze Aufmachung gefallen. Und ich glaube, das wird anderen Neugierigen ebenso ergehen.
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