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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
101
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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 10. Mai 2012
Wem es peinlich ist, Aufmerksamkeit zu erregen, sollte dieses Buch besser nicht im Zug lesen - wohl kaum ein Leser oder eine Leserin wird sich bei dieser Lektüre das Lachen gänzlich verkneifen können. Die Geschichte des aus jüdisch-orthodoxen Kreisen stammenden Motti ist aber nicht nur zum Totlachen, sondern regt auch zum Nachdenken an. Während der Protagonist sich fragt, welche Art von jüdisch sein für ihn richtig ist, kommen wohl nicht wenige Leser selbst ins Grübeln, welche Art von Leben sie denn eigentlich wollen. Von der ersten Seite an fesselnd und nie den liebevollen Blick verlierend, führt der Autor den Leser durch die Welt des Zürcher orthodoxen Judentums. Ein kleiner Tipp: Obwohl der Autor die jiddischen Wörter und Satzteile sehr geschickt einbaut, so dass der Leser die Bedeutung erraten kann, ist die Konsultation eines Wörterbuches während der Lektüre sicherlich aufschlussreich - ein Glossar fehlt leider...
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am 30. April 2015
Weil in einigen Rezensionen erwähnt wurde, dass es sich aufgrund der vielen jiddischen Einschübe nicht einfach liest, (habe ich auch festgestellt), rate ich zum Hörbuch! Das ist einach großartig, weil der Autor selber mit verstellten Stimmen die Dialoge mit seiner Mama und seiner Verwandtschaft wider gibt, absolut köstlich. Da braucht man auch nicht im beigelegten Booklet jiddisch übersetzen. Akkustisch ist alles voll verständlich. Sehr humorig und herzerwärmend. Klare Empfehlung für das Hörbuch!!!
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am 1. Dezember 2013
Mal ein etwas anderes Buch. Witzig, unkonventionell, sehr unterhaltsam zum Lesen.
Das einzige was ich als störend empfand, waren die etwas gar vielen jiddischen Ausdrücke, die verwendet wurden. Ich musste immer wieder nach hinten zum Glossar, um nachzuschlagen, damit ich das ganze verstand. Das unterbrach immer wieder der Lesefluss, was ich als etwas gar mühsam empfand. Die Idee, jiddische Begriffe zu verfinden, finde ich generell sehr gut, aber hier wäre, wie so oft, weniger mehr gewesen. Abgesehen davon, kann ich das Buch nur weiterempfehlen.
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am 30. März 2015
Zunächst stutzt man, weil der Text voller jiddischer Worte ist, an die man sich aber schnell gewöhnt. Meistens hilft es, die Worte auszusprechen, zur Not hilft das umfangreiche Glossar. Ein sehr unterhaltsamer und sehr ungewöhnlicher Roman, der mich in der S-Bahn immer wieder vor mich hinlächeln oder lachen lässt, aber das muss man durchhalten. Volle Empfehlung! Der Titel ist der Inhalt, mehr sollte man ihn nicht vorwegnehmen. Einfach lesen!
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am 8. Februar 2015
Eine seltsame und großartige Geschichte. Die Verwendung vieler jidischer Wörter, die im Anhang großteils erklärt werden, gibt der Erzählung über die Entwicklung eines jungen orthodoxen Juden eine große Authentizität. Empfehlenswert!
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am 18. Juni 2015
Wer ein heiteres Buch sucht, das trotzdem nicht oberflächlich ist, muss zu "Wolkenbruch" greifen. Voll von jüdischem Witz und jüdischer Selbstironie! Besonders schön ist auch der offene Ausgang. Wolkenbruchg hat sich befreit und alle Möglichkleiten sind offen.
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am 31. März 2012
Wer Bücher rezensieren muss, ist entweder ein/e Journi/Journalette, die das tun muss, weil man selber nicht so gut schreibt, um ein Buch schreiben zu können. Oder jemand wie ich, die so gut schreibt, dass sie selber Bücher schreiben kann. Drum Buch-Rezensionen nur im allerallergrössten Notfall macht, nämlich dann, wenn jemand noch besser schreibt als sie. Und das trotz Neidanfall einfach sofort verkündet werden muss: Genau solches ist bei Herrn Thomas Meyers Werk Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse" der Fall! Gleich zu Anfang das Fazit meiner Sofa-Lesung:

Viele Male sehr laut gelacht, so dass die Haushündin sehr erschrak, einmal geweint mit richtigen Tränen, danach in tiefe Melancholie verfallen, weil ich schon fertig war und nicht weiss, ob der süsse Motti eine Fortsetzung erleben darf. Herr Meyer, ich bitte darum! Doch jetzt worum geht's in diesem Coming-of-Age-Roman? Und wo spielt er? Es geht um die Wahl zwischen der breiten, goldenen Strasse und dem steinigen Weg. Jedenfalls gemäss den Wahrsage-Worten der hocheleganten, jedoch sterbenskranken Frau Silberzweig, die Motti mit Eizes, also Weisheiten, versorgt. So wie ich Sie mit meinen Weissheiten. Sie wissen ja, wir Jidn (also Juden) wissen immer alles besser.

Und das ist auch bei Mamme Wolkenbruch der Fall, die den 25-jährigen, noch unbesexten Motti mit einer passenden Braut, natürlich jüdisch, verkuppeln will. Doch Motti, der natürlich im Zürcher Chreis drü, da wo wir Jidn - ob weltlich, religiös, orthodox, superorthodox - wohnen, will nicht so recht, was die Mamme befiehlt. Religiöse bis superorthodoxe Jidn, das sind die, die Sie jeweils am Schabbes über den Fussgängerstreifen wandeln sehen, in schwarz, mit Käppchen bis Pelzhüten und mit vielen Kindelech, und die Sie seltsam finden, stimmts? Motti sieht genauso aus, doch er hat gojischen Morgenwind an der Uni gewittert in Form der schicken Schickse Laura: schlank, gradnasig, apfelhintrig, kurz verboten anders.

Wer uns kennt, was die wenigsten tun, weiss, was jetzt für ein Donnerwetter bei den Wolkenbruchs losbricht, die Mamme weint, der Tate versteckt sich hinter der jüdischen Wochenzeitschrift Tacheles - merke so ein frommer Papa dürfte unser KULT, wofür Herr Meyer ja auch tätig war, niemals ansehen - denn so käme sowohl Tate also auch Jingelech Motti auf falsche Gedanken, nämlich, dass es noch eine Welt ausser seiner gäbe. Diese Welt, die jedoch Geborgenheit, zero Judenhass, sehr viel gutes Essen und natürlich eine Braut mit einem fetten Tuches, also Hinterteil, verspricht.

Motti, unser Held ringt auf 258 fantastisch geschriebenen Buchseiten mit diesem Dilemma, das in nach Israel, in Alkoholräusche, Schicksenmuschis, moderne Brillengeschäfte, versiffte gojische WG's führt und ihn und uns mit dem genialen Mazzekneidlech-Prinzip, welches uns ein optimales Liebesleben garantieren könnte, bekannt macht.

Frau Weissberg sagt Ihnen jetzt folgende Weissheit: LESEN, denn Herr Meyer schreibt in der Tradition des Literatur-Nobelpreisträgers Isaac Bashevi Singers, und er schreibt viel, viel besser als all diese staubigtrockenen Schweizer Schreiberlinge: zaftig, mit Chutzpe, im elegant ziddischen (also züri-jiddisch) Stil, ach probieren Sie's doch selbst aus. Und nun bleibe ich einfach mal auf dem Sofa sitzen und warte, bis die Fortsetzung kommt.
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am 12. April 2014
Mir hat das Buch von vorn bis hinten gefallen. Die Schreibweise gefällt mir gut und ich hatte keine Probleme damit, hin und wieder im Wörterbuch nachzuschlagen.

Das Ende kam etwas plötzlich und regt zum Nachdenken an. Ich hoffe, es wird eine Fortsetzung geben.
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am 25. Februar 2016
Habe mich als vor vielen Jahren "eingefangene Schickse" bestens und auf höchstem Niveau amüsiert! Ich mußte oft laut loslachen. Es war so eine Art Chassene mit dem Autor und nachdem ich das Buch einfach zu schnell durchgelesen habe, fühle ich mich jetzt wie eine Süchtige, die auf den nächsten (Lese)Stoff wartet!
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am 6. Dezember 2013
Trefflich die speziellen kulturellen Gegebenheiten des Zürcher Umfelds als auch die, der dortigen jüdischen Gemeinde und der gemässigt orthodox auftretenden Familie aufgezeigt. Die spontane Situationskomik lässt einen schmunzelnd das Büchlein selbst beim Frühstück nicht mehr aus der Hand legen. Was einzig nicht so recht in den Gesamtkontext und Stil passen will, ist die etwas sehr detailliert geratene Beschreibung gewisser anatomischer Details einer gewissen und Dame, sowie die gleichermassen in die "Tiefe" gehende Beschreibung des ersten Verkehrs der handelnden Akteure.
Ob das wohl der Obsession der Schweiz im Umgang mit diesem Thema geschuldet sein mag, in der man sich unerwarteterweise am Ausgang nahezu jeden grösseren Supermarktes mit einem Beate Uhse oder XXL-Sexshop konfrontiert sieht? Ganz offensichtlich kämpft der Schweizer hier eindeutig mit mehr als nur einem Identitätsproblem.
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