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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
41
4,4 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
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am 4. August 2015
Petros Markaris schreibt flüssig und mit viel Witz einen Krimi über das aktuelle Griechenlandthema. Eigentlich ist es der zweite Teil einer Trilogie. Den ersten Teil faule Kredite hatte ich schon gelesen. Der hat mir auch gut gefallen. Zahltag ist aber noch besser. Ich werde mir auch den dritten Teil kaufen.
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am 15. März 2017
Auf "Zahltag" war ich aufgrund der ungewöhnlichen Inhaltsangabe sehr gespannt, zudem hatte ich noch nie einen griechischen Krimi gelesen. Eingefunden habe ich mich schnell und gut und es war interessant, sich mit dem Buch direkt in den griechischen Alltag mit all seinen Problemen zu begeben. Der Fall, den der etwas behäbige, aber sympathische Kommissar zu lösen hat, ist witzig bis satirisch. Denn der Täter bestraft in antikem Rahmen Steuersünder, da die Finanzbehörden ihre Pflichten nicht erfüllt haben, wie er persönlich darlegt. Dazu hat die Geschichte viele aktuelle Bezüge, sogar Frau Merkel kommt mehrmals darin vor. Deshalb hätte alles so schön sein können und ich wäre eigentlich begeistert gewesen. Aber der Hälfte fing es dann leider an, dass ich dachte, man hätte es auch kürzer machen können. Das Buch hat gute 400 Seiten, aber manche Sätze hätte man einfach weglassen können, weil sie nutzlos sind oder gleich- bzw. ähnlichlautend schon öfter vorgekommen sind. Dazu kommen die endlosen Straßennennungen, die irgendwann nur noch eintönig sind.

Außerdem stellt sich (auch für die Bewertung) die Frage, ob das Buch nun ein Roman oder ein Krimi ist. Ich hatte einen Krimi erwartet, da es "Ein Fall für Kostas Charitos" heißt. Vorne steht aber "Roman" drauf und es liest sich auch so. Denn Spannung kommt trotz der eigensinnigen Morde nicht auf. Die Aufdeckung (und irgendwann auch alles andere) zieht sich einfach nur bis zum Ende dahin und nichts Nennenswertes passiert, noch nicht mal eine Überraschung gibt es zum Schluß. Vielleicht soll die Ereignislosigkeit für Griechenland stehen, nur langweilt es hier. Deshalb bin ich nun nach den letzten 100 Seiten endgültig sehr zwiegespalten und kann leider nur drei Sterne geben. Die Pluspunkte des Buches sind die Grundidee und die Aktualität, schade dass man nicht noch mehr daraus gemacht hat. Ob ich mich an die anderen Bücher der Reihe wage, muss ich noch überlegen. Sie hören sich ebenfalls interessant an und auch über Charitos Familie würde ich eigentlich gerne mehr erfahren.
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am 21. Juni 2015
Ich habe alle Bücher von Petros Markaris gelesen, meist unter Opferung einer Nacht, bis zur letzten Seite.Wenn man mit dem Autor vertraut wird mit den Strassen Athens und den Kollegen und familienmitgliedern des Kriminalkommissars- man wird süchtig, wartet auf den nächsten Band.Er ist ein Superautor, ich warte schon auf den nächsten Band. Ich jedenfalls kann diesen griechischen Autor, trotz der aktuellen Finanzkrisen, jedem empfehlen, der die Griechen mag, wie ich, der Athen spannend erleben will und dann noch beim Kommissar wie zu hause lebt, es geht turbulent zu, als wäre man bei sich selbst zu hause. Jeder, der ein bisschen gut drauf ist und dieses Lebensgefühl nicht verlieren will: mein Rat: alle seine Krimis kaufen, lesen, danach kommt man von diesem Autor nicht mehr los. So jedenfalls geschah es mit mir.
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am 31. August 2015
Dieser Krimi ist einer von der Sorte, den man nicht aus der Hand legen kann. Man liest mit voller Spannung und Erwartungshaltung, schon die ersten Seiten fesseln den Leser. Ich persönlich als großer Griechenland-Fan beschäftige mich sehr intensiv mit der Finanzkrise, da ich schon selbst auf einigen Inseln (leider noch nicht auf dem Festland) war und daher dort einige Menschen kenne. Deshalb war dieser Roman für mich mehr als packend - Markaris hat es auf eine unumstößliche, sehr reale, nüchterne, teilweise makaber und melodram geschilderte Weise geschafft, die Krise, die vielen betroffenen Menschen und die Art und den Zynismus des griechischen Volks in Zeilen zu packen.

Man beschäftigt sich mit schweren Schicksalen, bewundert die Charaktere aus Arbeiter- und Angestelltenklasse, entwickelt Wut auf Regierungschefs und versteht die Motive des Kriminellen. Ein Buch, über das ich nicht zu viel vorweg nehmen will, denn wer Interesse für Griechenland hat und eventuell schon mal in Athen war, wird das Lesen sehr genießen :-)
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Die Figur des edlen Rächers, der das Recht in die eigene Hand nimmt, wenn die Ordnungsmacht versagt, hat seit jeher Leser und Kinogänger fasziniert, von "Robin Hood" bis "Death Wish". Petros Markaris hat sein sehr eigenes Phantom geschaffen, das im Griechenland des Jahres 2011 Steuersünder und andere Mitverantwortliche für die Misere des Landes auf eigenartig geschichtsbewusste Weise zur Strecke bringt und bald unter dem etwas schwerfälligen Namen "Nationaler Steuereintreiber" zum Volkshelden wird. (Obwohl die Zeit des Geschehens nur fünf Jahre zurückliegt, wirkt der Roman schon fast aus der Zeit gefallen, denn Deutschland und seine Rolle im hellenischen Gesamtgeschehen werden, wenn überhaupt, eher wohlwollend beleuchtet. Und wenn Markaris schon damals all die Migranten im Athener Stadtbild ein Dorn im Auge waren, dann mag man sich gar nicht ausmalen, wie er sich heute fühlt.)

Für mich war "Zahltag" die erste Begegnung mit Markaris und seinem biederen, aufrechten Kommissar Kostas Charitos, nachdem mir das Buch von meiner krimiaffinen Tochter in die Hand gedrückt worden war. Es war sicher kein schlechter Einstieg, als der Roman einiges an Hintergrund zu bieten hat, indem er die ganze Tragödie von Ineffizienz und Korruption, die Griechenland im Würgegriff hält, und ihre Auswirkungen auf die unschuldige Bevölkerung sehr schön auf den Punkt bringt. Wobei, auf den Punkt kann man kaum sagen, denn das Buch ist etwa doppelt so lang wie nötig. Damit meine ich weniger, dass sich die Morde zu sehr ähneln, um jedes Mal neue Spannung zu erzeugen, sondern die Tatsache, dass ich über das Straßennetz Athens und die jeweils aktuelle Staulage ganz erheblich mehr erfahren habe als mir lieb war: Sätze wie "Da ich keine Lust auf eine nach dem nationalen Steuereintreiber johlende Menge habe, biege ich in die Voulis-Straße ein, gehe dann weiter in die Karajorgi-Straße, folge der Fußgängerzone auf der Voukourestiou-Straße und erreiche über die Akadimias-Straße den Vassilissis-Sofias-Boulevard" (S. 360) gibt es ungelogen auf jeder Seite - für Athener vielleicht ganz anschaulich, für Ortsfremde haarsträubender Ballast. Da hätte die Übersetzerin durchaus den Rotstift ansetzen dürfen, wenn schon der Autor stadtplanmäßig nicht an sich halten konnte.

Insgesamt ist "Zahltag" in meinen Augen ein durchschnittlicher Krimi, mit einer guten Idee, einem Underdog als Kommissar und einer Menge Mikro- und Makropolitik, aber, wie gesagt, viel, viel zu langatmig. Angesichts der filigranen Arbeitsweise des nationalen Steuereintreibers empfiehlt sich das Buch übrigens auch für empfindsame Gemüter, die kein Blut lesen können.
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am 11. September 2016
Ich muss bekennen, dass ich graecophil bin. Kein Wunder also, dass mir die Romane von Petros Markaris gefallen. Wer etwas über die politischen und sozialen Zustände in Hellas erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen, in dem ein selbsternannter Steuereintreiber gezielt solche Menschen umbringt, die trotz eines hohen Jahreseinkommens keine Steuern bezahlen. Dabei zieht Markaris den Leser in einen gefährlichen Strudel, und man muss aufpassen, sich nicht auf die Seite des Eliminierers zu schlagen, dessen Wut nur allzu verständlich ist. Reiche zahlen keine Steuern, arme Rentner bringen sich um, weil sie nicht genug Geld zum Leben haben. Manches ist etwas zu langatmig geraten und die vielen Athener Straßennamen verwirren so manches Mal, wenn die Beamten durch die zugestaute und ständig vom Verkehrskollaps bedrohte Hauptstadt fahren. Alles in allem aber ein Buch, das ich nur empfehlen kann.
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TOP 100 REZENSENTam 15. September 2012
Es sind jetzt 12 Jahre, dass ich die (oft fuer ihn misslichen) Abenteuer des Kommissars Kostas Charitos, immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge, verfolge.
Und beinahe jedes Jahr bringt uns Petros Markaris - Meister des Wortes, der seinesgleichen sucht - einen Krimi nahe, der mehr mit den Missetaten von Politikern, Bankiers, Unternehmern und beruehmten Personen zu tun hat, als mit den Verbrechen, die unser Held eigentlich aufklaeren sollte. Denn, wie es der Zufall so will, sind es genau die vorher angefuehrten "sozialen Kreise", die am meinsten Dreck am Stecken haben oder bis zum Hals drinstecken.
Ich persoenlich bin schon seit Jahren der Meinung, dass jedes Land einen Schriftsteller wie P. Markaris dringend noetig hat.
Einen Autor, der ohne Angst und ohne Beschoenigungen Jahr fuer Jahr, Verbrechen nach Verbrechen, den Untergang, die systematische Zerstoerung seines Landes anprangert.
Nun, auch in diesem Jahr presentiert sich ein Moerder, der seine Verbrechen als der "nationale Steuereintreiber" unterzeichnet...
Der Sinn seiner Missetaten ist, einen Steuerhinterzieher zu zwingen, seine Schulden mit dem Staat zu begleichen, sonst kommen sie auf den Friedhof in ein fruehes Grab.
Und die angewandte "Medizin" scheint tatsaechlich in gewissen Kreisen zu wirken...
Unser Held wird leider durch private Probleme von der Jagd auf den Schierlings-Killer abgelenkt. "Dank" der politischen und vor allem finanziellen Misere ueberlegt sich Tochter Katerina ernsthaft, ein Angebot der UNO anzunehmen und nach Afrika zu arbeiten! Und der Ehemann will doch tatsaechlich den sicheren Posten in seiner Klinik aufgeben und mit ihr gehen ...

Ausfuehrlich und praezise, und doch unterhaltsam mit der nur ihm eigenen Art des Galgenhumors beschreibt Markaris die unmoegliche Lage seines Landes, das dem Untergang geweiht scheint. Und vor allem seiner Bewohner - die Aermsten der Armen total am Ende.
Und weit mehr als die ermordeten Steuersuender beruehren uns die Verzweifelten, die keinen anderen Ausweg mehr sehen, als sich umzubringen. Und die Zahl dieser, die mit dem Leben bereits abgeschlossen haben, beschraenkt sich auf keine Altersgruppe - betrifft Junge und Alte ...
Ich habe mich wirklich mies gefuehlt fuer die armen alten Frauen, verdammt zu einem Leben ohne weitere Auswege als den, sich in Wuerde zu "verabschieden".
Am Ende jedoch wird sich herausstellen, das selbst der "Steuereintreiber" seine eigenen, sehr privaten Gruende hatte, diese Kampagne, als Volksheld gefeiert zu werden, anzuleiern.
Moral von der Geschicht? Um als Held des Volkes gilt der alte Spruch: EIN Toter - ein Mörder. Viele Tote - ein Held!

Wenn ich einem Buch mehr als 5 Sterne geben koennte: Dieses hier ist 10 Sterne wert!!!
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am 24. Mai 2013
Ich habe das Buch geschenkt bekommen und habe mich sofort ans Lesen gemacht, denn Krimis lese ich gern und viel, aber bisher keinen, der in Griechenland spielt. Am Anfang war ich noch optimistisch, dass das ein gutes Leseerlebnis wird, denn die Idee des Romans, quasi einen politischen Krimi zu servieren, mit hochaktuellem Bezug fand ich gut. Aber: Je mehr ich las, desto enttäuschter wurde ich von der sehr, sehr einfach gehaltenen, oft hölzernen Sprache. Von den Figuren, die kaum Tiefe haben, von den immer gleichen Abläufen, die der Hauptakteur durchläuft.

Vor allem aber konnte ich irgendwann gar nicht mehr ertragen, wie die Polizei hier ermittelt - ich bin keine Expertin, nur Krimi-Leserin, aber vieles las sich in meinen Augen so dilettantisch, dass ich mir irgendwann nicht mehr sicher war, ob der Autor das lustig meint, oder ob das ernst gemeint war?? Ich hab stellenweise beim lesen wirklich laut lachen müssen, etwa als es um die "Tricks im Internet" geht, die der Mörder drauf hat, oder dass man nach dem vierten oder fünften Mord sich überlegt, mal ein "Profiling" anzustellen, für das es keine eigenen Leute zu geben scheint, sondern eine Psychologin aus einer anderen Abteilung ranmuss... Es mag dem Autor nicht in erster Linie um die Kriminalistik gehen, sondern um ein Sittengemälde/ Gesellschaftsporträt, dass meiner Meinung nach aber auch merkwürdig schablonenhaft bleibt. Über die Situation in Griechenland jedenfalls habe ich auch nichts Neues gelernt, obwohl ich anfangs noch dachte, dass dort die Stärke des Buchs liegt, wenn schon nicht in dem Kriminalfall als solchem - schade!
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am 30. August 2012
Spannender Krimi im heutigen Athen. Wer Athen kennt, Griechen grundsätzlich für freundliche Menschen hält und Griechenland liebt, wird vieles wieder erkennen. Kommissar Charitos neue Fälle sind wieder spannend, denn ein selbsternannter nationaler Steuereintreiber fordert griechische Besserverdiener auf, die hinterzogenen Steuern an das Finanzamt zu zahlen, sonst müssten sie mit ihrem Leben bezahlen. Zwei reiche Athener halten das für einen Scherz und werden mit dem Gift des Schierlings - wie einst Sokrates - getötet und auf symbolträchtigen antiken Orten auf dem Kerameikos-Friedhof und in Eleusis im Heiligtum der Demeter und der Persephone aufgebahrt. Ein drittes Schreiben des selbsternannten nationalen Steuereintreibers hat dann bereits Erfolg. Ein Baulöwe zahlt freiwillig 300 000 Euro Steuern ans Finanzamt. Die Medien spielen eine wichtige Rolle bei der Verbreitung dieser Nachricht und plötzlich sprudeln die Steuereinnahmen...

Das Buch zeigt auch, welche Auswirkungen die Sparmaßnahmen auf die normalen Bürger in Athen haben - am Beispiel der Familie des Kommissars und seiner Mitarbeiter.
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am 27. Februar 2014
Hier wartet man wirklich, was auf der nächsten Seite passiert. Ernster Hintergrund sehr spannend und unterhaltsam verpackt. Auch wenn man des Öfteren sehr nachdenklich werden kann. Freu mich schon auf den dritten Band.
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