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am 23. Oktober 2014
Das Buch kann wohl als „leichte“ Lektüre bezeichnet werden. Es sind kurze, amüsante und gleichzeitig banale Geschichten aus dem Berufsalltag des mittleren und höheren Managements schweizerischer/deutscher Unternehmen. Das Buch eignet sich hervorragend für die Lektüre im öffentlichen Verkehr, da die Geschichten maximal 2 Seiten lang sind. Ich las das Buch hauptsächlich in der U-Bahn. Einige Male musste ich dabei so laut lachen, dass ich einige verwirrte Blicke auf sich zog. Wer also ein Buch zum Lesen für unterwegs sucht, ist dieses Buch genau das Richtige.
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am 22. September 2011
Ich mag Suter sehr gerne und habe auch dieses Buch mit Genuss gelesen (während einer Konferenz, da passt das dann ganz gut). Aber leider wiederholen sich die Geschichten und nutzen sich ab. Es ist dann im Endeffekt doch alles das Gleiche. Ich hätte das Buch nicht an einem Stück lesen sollen, sondern immer eine zum Einschlafen, oder so. Dann wären vielleicht 5 Punkte dabei herausgekommen. So knappe 4.
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am 7. August 2010
Ein wunderbares Buch! Wunderbar kurze Geschichten aus der Geschäfts- und Managementwelt, mit Präzision erzählt. Kolumnenfutter, wie man es sich wünscht. Ein Schreibstil für Geniesser.
Wer die großen Tiere aus nächster Nähe beobachten will (und besonders ihre Schwächen), der wird hier glücklich. Denn Schadenfreude ist bei den kurzen Stories eine omnipräsente Zutat.
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am 9. Februar 2013
Martin Suter, ein genialer Autor, der gekonnt mit Witz und Worten umgeht.
Jeder der glaubt, Manager würden hauptsächlich Unternehmen leiten, wird hier eines Besseren belehrt.
Es geht doch nur um Boni, Karriere, den nächsten Job und vor allem darum, daß keiner merkt, daß man auch nur mit Wasser kocht.
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am 13. August 2012
Bonus - ein rotes Tuch in der Wirtschaft und bei den Banken.
Wieder der echte Suter: Effizient, schweizerisch-schlagfertig und praezise. Sehr unterhaltsam und nachvollziehbar. Die verschiedenen Geschichten bringen die Usancen in der bei den Finanzen der Unternehmen auf den Punkt.
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am 30. November 2012
Für diejenigen, die Suters Business Class gelesen haben, ist dieses Buch kein Muss. Es gibt viele Wiederholungen. Ansonsten tolles Buch!
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am 13. März 2016
Naja, immer kann es ja nicht so weitergehen... Wer Business Class liebt, soll das hier weglassen. Ich weiss jetzt nicht, ob's am Autor liegt, oder am Leser. Weiss ich nach den ersten Sätzen schon wie die Geschichte abläuft, weil ich schon so viele "Business Class" gelesen habe oder sind die Geschichten eben nicht mehr so toll. Ich vermute leider das letztere...
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am 30. Juli 2012
Habe mir das Buch bestellt, um in kleiner Freundesrunde Humorvolles vorzulesen. Beim Durchlesen fand ich nicht eine einzige Geschichte, die mich auch nur zumSchmunzeln gebracht hätte.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 100 REZENSENTam 29. März 2009
Man muss es Martin Suter zugute halten, dass er seine Messer nicht erst wetzte, als sich die Tische unter den vielen Opfern zu biegen begannen. Aber all die Enthüllungen der letzten Monate geben seinen Kolumnen plötzlich eine Schärfe, die sie im Zeitraum ihrer Entstehung, also vom Oktober 2005 bis Februar 2007, nicht hatten. Und vormals humorige Geschichten bekommen ohne eigenes Dazutun einen zynischen Charakter. Glück für die ohnehin schon begabten Marketingverantwortlichen vom Diogenes Verlag, dass Martin Suter einer Betrachtung den Titel "Das Bonus-Geheimnis" gab. Besser hätten Timing und Überschrift des neuen Sammelbandes gar nicht sein können. Obwohl ich zu denen gehöre, die Kolumnen lieber in ihrem natürlichen Umfeld und damit als Einzelereignisse lese, machte ich in diesem Fall eine Ausnahme. Doch der Ausrutscher lohnte sich nur, weil ich die Story, nach der ich suchte, tatsächlich fand. Denn die Lektüre bestätigte mir, dass der Satz "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" auch bei literarischen Texten gilt. In dieser geballten Form werden Gedankensplitter zu ideologischen Schwertern, die Tabula rasa machen, wo auch kleine Korrekturen genügen würden.

Zumindest als Kolumnenschreiber läuft der bekannte Martin Suter nun ganz vorne mit, wenn gegen die Bonzen und Banker mobilisiert wird. Das wird das Lesevolk freuen und ihm beim Verdrängen der unangenehmen Wahrheit helfen, dass es bei diesem Zirkus ebenfalls in der Manege stand. Und der Stoff, aus dem die Boni sind, trug ja auch dazu bei, dass Martin Suter heute wählen kann, an welchem Wohnsitz er seine Betrachtungen niederschreiben soll. Auf Ibiza oder in Guatemala lässt sich leichter vergessen, dass man als Werbekönig dem gleichen Hofstaat diente, der nun für alles Böse in der Welt verantwortlich gemacht wird. Das soll nicht als Rechtfertigung für das üble Treiben vieler Manager verstanden werden, sondern als kritische Bemerkung zu solchen Sammelbänden in Zeiten der mentalen Cholera.

Mein Fazit: Zur richtigen Zeit die richtige Kolumnensammlung auf den Markt werfen zu können, ist für Autor und Verlag ein Glücksfall. Für die Textsorte selber trifft eher das Gegenteil zu. Aber Spaß macht die Lektüre natürlich trotzdem, weil Martin Suter ganz einfach gut schreiben kann.
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TOP 500 REZENSENTam 6. April 2009
Martin Suter hat jahrelang als dienstleistender Beobachter die feinsinnig menschlichen Züge der Business-Class studieren können. Er hat als Werbetexter Berührung mit einem breiten Querschnitt des Top-Managements gehabt: Als Dienstleister ist man oft so etwas wie ein Beichtvater oder Psychiater für diese Damen und Herren aus den Oberen Etagen. Aus diesem gesammelten Wissen der Ohn&Macht schreibt er kürzeste Kurzgeschichten (2-4 Seiten), die sofort auf den Punkt kommen und über den Einstieg bzw. den Mittelteil eine unglaubliche Spannung aufbauen. Das Ende wird oft - in einer meist überraschenden Wendung - im letzten Satz zelebriert, das Management bzw. die Strukturen ins Menschliche herabführend.

Über 70% der Möglichkeiten eines Unternehmens gehen verloren durch die "Chemie", jenes unfassbare Konglomerat, in dem Menschen sich nicht leiden können, aus dem Bauch entscheiden und andere mobben oder verletzten. Die tiefe Angst vor Arbeitslosigkeit, vor Nichtgenügen ' sie findet ihren Ausdruck in schönsten Formen der Etikette, unter deren Deckmäntelchen es unablässig gärt und stichelt. Suter ist ein hervorragender Beobachter kleinster Nuancen, tiefsinnigster Posen und hochfliegendst peinlicher Pläne. Kurzum: er feiert das Menschsein im Management. Er zeigt, dass die berühmten wissenschaftlichen Ansätze nur eine Hülle sind für diese Tatsache: Menschen bleiben Menschen, überall, zutiefst verletzlich, ängstlich und ohne wirkliche wissenschaftliche Entscheidungskompetenz.

Wenn die emotionale Komponente so stark im Vordergrund steht, der Mensch ein bärenängstlicher Sammler und Jäger bleibt, dann muss es zu komisch skurrilen Geschehnissen kommen. Immer wieder frage ich mich, warum mich diese Geschichten so sehr berühren. Ich habe alles genauso erlebt. Nur habe ich es nie aufgeschrieben oder jene unglaublichen Wendungen eingebaut, die Suter entspinnt. Er ist für mich ein großer Schriftsteller und vermittelt in diesem Buch (und auch in allen anderen dieser Art), warum er als Dienstleister einnehmender war als andere. Er kann hinhören, überraschende Verbindungen ziehen und spannende Geschichten erzählen. Die Kürze hat er als Werbetexter entwickelt und seine Kreativität zeigt sich in jedem Schluss der Short Stories.

Nicht ohne Grund war Suter in seinem Beruf erfolgreich und an dieser Stelle möchte ich ihm danken für diese Inside-Stories aus dem Management. Es gibt eigentlich nichts Vergleichbares in der Literatur, die Kaste der Top-Manager lernen wir aktuell etwas genauer über die Bankenskandale etc. einzuschätzen. So wie es keine Psychologie des Reichtums gibt, ist dieser Bereich in seiner wettbewerbsorientierten, oft menschenvernichtenden, hochemotionalen Art abgeschottet, wir alle haben bislang gedacht: Die werden das schon richtig machen. Es ist nicht so: Entscheidungen im Management werden ebenso aus dem Bauch getroffen wie wir früher eine Beute hinter dem nächsten Wald vermutet haben, sie haben ebenso wenig Heroisches. Und sie sind es schon gar nicht wert, dass einer 1000x mehr verdient als ein anderer.

Die nachempfundene Management-Sprache von Suter ist bis in alle Details stimmig, sie zelebriert vor allem auch die allseits gegenwärtigen Anglizismen. Ich kenne diese "charmante" Mischung aus Deutsch, Schwyzerdütsch und Englisch. In der Schweiz als internationalem Sprachraum wirkt dieses Mix weitaus weniger anstößig als in Deutschland. Middlemanagement, coming man, big shot, chief human resources manager, quality-time-year, work-life-balance, anticipating, questionmarking, CI-redesign: Dieses Buch ist auch ein Up-Date jener Sprache, die vollkommen normal in Zeiten der Globalisierung so gesprochen wird - ohne jegliche Angst vor dem erhobenen Zeigefinger germanistischer Puristen.

Meine 3 Lieblingsgeschichten:
1. Wie eine Chefsekretärin zum Chef mutiert, denkt wie er, ihn im Griff hat, überhaupt die entscheidende Instanz des Unternehmen ist. (Präventivmaßnahmen)
2. Der einsame Bonus-Prahler, der beim Jogging mit dem Kollegen eine Überraschung erlebt. (Das Bonus-Geheimnis)
3. Der gegen seinen Chef verlieren wollende Tischfußballspieler. (Dätwilers Challgenge)
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