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am 22. März 2009
Eines der besten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe - weder zu kopflastig-(pseudo-)anspruchsvoll, noch "nur" witzig und ins Zotige abgleitend. Richtig gut unterhaltend und dabei durchaus mit Anspruch und einer ordentlichen Prise gesellschaftskritischer Schärfe - die einem aber nicht den Spaß am Buch verdirbt. Der Autor traut sich mutig, sowohl den Einheimischen (hier den Briten), aber auch den Migranten einen Spiegel vorzuhalten, der die Macken und Eigenheiten beider Seite fast immer auf den Punkt genau und sehr amüsant beschreibt - und manchmal auch durch den nächsten Satz bereits wieder als Klischee entlarvt. Ich habe selten so sehr bei einem Roman gelacht wie bei diesem - ob Tracys Vater nun Bagdad hartnäckig im Iran verortet, Sams alte, aus dem Iran angereiste Eltern tödlich beleidigt sind, weil ihr inzwischen ungläubiger Sohn sein Haus vor ihrem Besuch nicht auf seine Ausrichtung gen Mekka vermessen hat oder ein kamboadschanischer Flüchtlingsvater mit seinen zwei einzigen englischen Wörtern ("ello!""Sowwwy!sowwy!") sein Zuspätkommen erklären und entschuldigen will - all dies könnte gemein oder abwertend rüberkommen.

Sämtliche Figuren sind jedoch so liebevoll, plastisch und nachvollziehbar beschrieben, dass all diesen Szenen immer etwas Warmes, Gutes anhaftet - und einem beim Lesen deutlich wird, wieviel man doch eigentlich mit einem Schmunzeln wegstecken könnte und dass eben jeder nur "seine" Haut hat, aus der er nicht immer heraus kann. Selbst Tracys auf den ersten Blick schlicht strohdummer und verachtenswürdiger Exfreund wird durch die geschickten Schilderungen des Autors und perfekt platzierte, treffende Äußerungen (Lob auch an die Übersetzung!) für den Leser zwar nicht unbedingt liebenswert, aber zumindest nachvollziehbar in dem, was ihn antreibt und den beschränkten Mitteln, die dem armen Würstchen dafür zur Verfügung stehen...

Ein Buch, das für ein warmes Bauchgefühl und für viele lustige, aber auch erhellende Momente sorgt und nicht zuletzt auch einem selbst den Spiegel vorhält. Super!!
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am 10. März 2008
Tracys Leben dümpelt so vor sich hin. Sie macht einen Aushilfsjob nach dem anderen und weiß nicht so recht welchen Weg sie in ihrem Leben einschlagen soll.
Als sie auf der Suche nach einem Kellner Job ist landet sie in einem persischen Lokal und ist begeistert. Doch Sam der persische Besitzer des Lokals möchte sie nicht einstellen. Aber Tracy bleibt beharrlich und wird aushilfsweise eingestellt.
Bald stellt sich Tracy als absoluter Glücksgriff für Sam herraus. Sie ist sehr schnell kann sich die Bestellungen sehr gut merken und spricht sogar ein paar Worte persisch.
Sams Lebensstil fasziniert Tracy . Er hat 2 Frauen die beide ausgesprochen hübsch sind und sich mit Tracy anfreunden . Tracy beginnt sich mit Sams Kultur auseinander zu setzen Sam versucht sich dabei als Lehrer obwohl er nicht alle ihre Fragen beantworten kann und bald kennt sich Tracy besser in Sams Kultur aus als er selber. Beide verlieben sich ineinander und Tracy wird Sams dritte Frau.

Ein herrliches Buch in dem nichts ist wie es scheint!!!!
Beim lesen ertappt man sich in Klischees zu denken und genau das erahnt Mc Carten und zerstreut diese Klischees auch gleich wieder.
Das Buch ist eine Satire und ein Spiegel über das Fremdsein , die Bewunderung und Faszination für fremde Kulturen , die Angst vor anderen Kulturen und die Klischees die ein jeder im Kopf hat , mag er sich auch noch so aufgeschlossen geben

Sprachlich machte es mir großen Spaß . Es ist witzig, spannend und voller Überraschungen . Toll ist wie der Autor einem den Spiegel vorhält und man sich selbst ertappt in Schubladen zu denken .

Meine absolute Empfehlung . Schon lange nicht mehr ein so kluges und messerscharfes Buch gelesen
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am 21. Juli 2008
Anthony McCarten: Englischer Harem

Tracy gehört zu den Leuten, die aufgrund mangelnder Bildung und Herkunft von Aushilfsjobs nicht richtig leben können. So dümpelt ihr Leben vor sich hin und in ihren Tagträumen flüchtet sie sich in eine bessere Welt. Als sie wegen ihres verträumten Wesens den Job im Supermarkt verliert, macht sie sich auf in die Stadt, um einen neuen Job zu finden. Dort sieht Tracy eine Anzeige im Schaufenster eines persischen Lokals. Der Besitzer Saanman Sahar, anfangs gar nicht begeistert von Tracys gestylter Erscheinung, lässt sich dazu überreden sie zunächst aushilfsweise einzustellen. Bald jedoch stellt sich Tracy für ihn als absoluter Glücksfall heraus, denn sie ist ehrgeizig, schnell von Begriff, jung und auch noch attraktiv. Mehr und mehr beginnt sich Tracy für den exotischen Sahar zu interessieren. Doch als sie erfährt dass Sahar bereits mit zwei Frauen verheiratet ist, ist es bereits zu spät, denn Tracy hat sich verliebt. Als sie eines Tages mit der Nachricht nach Hause kommt, die dritte Ehefrau von Sahar werden zu wollen, sind ihre Eltern schockiert. Da es ihr absolut ernst ist, stellt sie nun diesen Mann ihren Eltern vor und bringt dabei so manchen Stein des Anstoßes ins Rollen. Denn diese Vielweiberei ruft nun auch die englischen Behörden auf den Plan und die Turbulenzen nehmen ihren Lauf.

Somit ist das Buch auch ein Roman über das Fremdsein, die Faszination für fremde Kulturen, aber auch die Angst vor dem Unbekannten.
Englischer Harem" ist pointenreich, witzig, spannend und voller Überraschungen. Dabei hält der Autor gerne dem Leser den berühmten Spiegel vor Augen und man erkennt, dass man selbst bisher in Schubladen gedacht hat. Messerscharf und klug entlarvt McCarten die gängigen Klischees und durchschaut dabei den äußeren Schein, von dem wir uns ja nur allzu gerne blenden lassen. Leider werden tragische Momente, wie der Tod eines Menschen auch gerne witzig beschrieben und das bringt einen gewissen Zynismus mit sich, der dem Buch nicht gut steht!
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am 23. Februar 2014
Mit Interesse bin ich eingestiegen, doch dann zog sich das Ganze doch sehr in die Länge. Mag sogar sein, dass in dem weltoffenen und doch stink konservativen London tatsächlich solch eine Geschichte spielen könnte. Ich mochte nach dem ersten Drittel nicht mehr weiterlesen.
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am 27. Februar 2009
Die Kassiererin Tracy Pringle verliert ihre Arbeit und jobbt fortan als Bedienung in einem persischen Restaurant. Im orientalischen Ambiente scheinen ihre Tagträume wahr zu werden, und sie verliebt sich in den viel älteren persischen Inhaber. Dieser hat zwar bereits zwei Ehefrauen, möchte jedoch dennoch auch Tracy noch heiraten. Ihr englisches Umfeld reagiert entsetzt.

Die Idee ist ja wirklich klasse - man freut sich förmlich auf Mißverständnisse, Feindseligkeiten hüben und drüben und eine Hauptfigur, die gegen alle Konventionen kämpft. Was nach dem ganz gut gelungenen Einstieg jedoch folgt, ist allerdings enttäuschend. Statt Auseinandersetzungen im Familien-/Freundeskreis gibt es ziemlich weit hergeholte Probleme mit den Behörden. Die Familien gehen derweil auf Distanz, und die Hauptfigur träumt weiter vor sich hin. Naja, zumindest paßt dann der - absolut unnötige und enttäuschende - Schluß zum Rest des Buches.

Hier bleiben Möglichkeiten ungenutzt; und der Titel verspricht mehr, als er hält. Schade!
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am 1. Juli 2008
Anthony McCarten ist mit "Englischer Harem" ein humorvoller Roman gelungen, der mit viel Wärme angereichert ist, sich um eine ernsthafte Liebegeschichte dreht, und in eine gesellschaftskritische Satire gepackt ist.
Tracy Pringle (Supermarktkassiererin in London), die sich gerne in Tagträume verliert, verliebt sich in den fremdländischen Theheraner Saaman Sahr. Dieser hat bereits zwei Frauen, was die Frage nach Religion, Herkunft, Familie und Glück jeden Tag auf`s Neue stellen läßt; und das in einem London der Neuzeit voller Konventionen und Intoleranz.
Der Autor hat einen jungen Roman mit einer frischen Sprache geschrieben, der aber durch sehr viele Dialoge stellenweise holprig wirkt. Mich hat die Faszination des Fremden, die vielfach hervorgehoben wurde, leider nicht wie gewünscht in den Bann gezogen. Das Vorschußlob bei den Bücherkritiken empfinde ich zu hoch. Der Roman ist leicht zu lesen, hat witzige Kapitelüberschriften und eine schöne Aufmachung - aber aus meiner Sicht bietet er nicht den erwarteten Tiefgang, sondern eignet sich eher als liebevolle Lektüre für laue Sommerabende.
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am 4. Juni 2017
Sehr lesenswert und toll geschrieben. Man lernt das ein oder andere über die persische Kultur. Darüber hinaus wird thematisiert wie es ist zwischen zwei Ländern und Kulturen zu stehen. Ich konnte es nicht weglegen und es zeigte sich, dass nichts ist wie es scheint.
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am 16. März 2008
Anthony McCarten, Jahrgang 1961, ist Neuseeländer, schreibt Theaterstücke, Romane und ist auch Regisseur. Im Moment arbeitet McCarten an der Verfilmung seines vorletzten Romans "Superhero". "Englischer Harem" ist sein neuster Roman, den man als anrührende Liebesgeschichte, witzige Tragikomödie aber auch als gesellschaftskritischen Roman bezeichnen kann Der Roman beruht auf eine wahren Begebenheit. Sam Sahar ist bereits mit zwei Frauen verheiratet, die er aber nur aus humanitäten Gründen geheiratet hat, bis er dann die arbeitslose einundzwanzigjährige Supermarktkassiererin Tracy kennenlernt. Sam will Tracy heiraten und stößt überall auf absolutes Unverständnis. Die Familie fürchtet, dass die Tochter zum Islam übertritt, die Freunde sehen sie als Haremsdame und die englischen Behörden die öffentliche Ordnung gefährdet.
Letztlich wird Sam's Leben bedroht, aber eigentlich ist es doch eine Komödie und für mich war es sehr unterhaltsam aber auch anspruchsvoll.
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am 26. Mai 2013
Von der Supermarktkasse zur 3. Frau im Harem eines Persers.
Diese "Karriere" schafft die 20-jährigen Tracy mit verbissener Leichtigkeit.
Dabei verstößt sie nicht nur ihren Freund und die eigene Familie sondern auch gegen jede Gesellschaftliche Norm. Und genau die macht ihr am Ende das Leben und das Herz schwer.

Ein brüllend komisches, provozierendes und aufrührendes Buch über die Toleranz und Klischees fremder Kulturen; und natürlich über die Liebe ;)
580 sprachgewaltige Seiten mit geschliffenen Dialogen. (****)

Zitat gefällig:
"Ihr Gehirn störte sich nicht daran, wenn es unterfordert war; sie machte sich keine Illusionen über sich selbst: Sie konnte gut mit Zahlen umgehen, aber eine große Denkerin war sie nicht. Sie war dazu bestimmt, ihr Leben im Dienste anderer zu verbringen. Und schliesslich leistete der Job das, wozu ein Job nun einmal da war: Er fraß die Stunden, die man sonst damit zubringen müsste, das man sich einredet, wie glücklich man ist, wie beliebt, faszinierend, wertvoll, attraktiv, talentiert, gefragt, gefällig, witzig, liebenswürdig, tiefgründig. In einem Buch, das sie gelesen hatte, war einmal eine Figur als "tiefgründig" beschrieben worden. Das schien ihr der Gipfel des Erstrebenswerten." (S.19)
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VINE-PRODUKTTESTERTOP 1000 REZENSENTam 22. Februar 2008
Tracy gehört zum "Prekariat", wie man seit einiger Zeit das Heer derjenigen nennt, die wegen ihrer Herkunft, mangelnder Bildung und der daraus resultierenden Chanceneingeschränktheit von ihrer unattraktiven Arbeit nicht richtig leben können. Aber die junge Frau ist nur über Geld definiert arm, denn als Träumerin hat sie ein buntes Innenleben mit viel Licht, Farben und Wärme. Außerdem ist sie jung, schön, intelligent und selbstbewusst, und, wenn sie will, sehr zielstrebig. Bei dieser Kombination kann alles passieren, selbst das Unwahrscheinlichste, und genau das tritt ein. Diese Eigenschaften führen sie pfeilgerade in den "Persischen Garten", ein vegetarisches Lokal, dessen Inhaber Saaman Sahar ist. Sein Leben wurde sehr vom Fleisch beeinflusst, allerdings nicht vom weiblichen, was man, bevor man seine Geschichte kennt, kaum glauben kann, sondern von dem, das aus Schlachtereien kommt. Aber das ist eine andere Geschichte, aus einer anderen Zeit und aus einem Land, das so nicht mehr existiert. Das Mädchen steht also vor dem Mann, der vor langer Zeit aus Persien nach England kam und die hier herrschende westliche Kultur verehrt, ohne seine jemals verraten zu haben. Er ist ein guter Geschäftsmann, schon immer gewesen, hat gute Manieren, schütteres Haar, ist um die fünfzig und das, was man mit untersetzt umschreibt. Und, was allein schon an ein Wunder grenzt, er ist weder abgeklärt und übersättigt, noch zynisch oder arrogant. Nein, er ist rundherum liebenswert. Die beiden Londoner sehen sich an und erkennen sofort, dass nicht nur das Alter sie trennt, sondern auch der tiefe Graben vollkommen verschiedener Welten. Aber Tracy ist hartnäckig und lernfähig und Saaman Sahmar tolerant. Es dauert nicht lange, bis sie zur perfekten Angestellten des "Persischen Gartens" wird. Dass "Sam" der liebenswürdigste, großzügigste und höflichste Mensch ist, der ihr je begegnet ist, wird ihr schnell klar. Eine Liebesgeschichte entwickelt sich, denn Tag und Nacht bedingen sich. Tracy ist nur zu gerne bereit, ihren grabsteinbehauenden Freund, einen kleinen Loser, sausen zu lassen. Er hätte sie ohnehin endgültig auf den morastigen Bodensatz der englischen Gesellschaft gezogen, wenn sie es erlaubt hätte. Tracy dachte daran aber nie ernsthaft und wendet sich mit ganzen Herzen den vermögenden Saaman Sahar zu. Was sich noch rächen wird. Geld spielt für Tracy keine Rolle und ich glaube ihr das. Sie ist begeistert davon, dass ihr Märchen aus 1001 Nacht Realität geworden ist. Es ist ihr sehr ernst, sie will diesen Mann heiraten und stellt ihn ihren Eltern vor, die in einem heruntergekommenen Wohnblock in einem hoffnungslosen Vorort von London leben, in deren Wohnung sie eine kleine Festung besitzt. Dieser Wohnblock droht jeden Moment einzustürzen, was Monica und Eric Pringle im 23. Stock (der Aufzug, dieser verdammte Kasten, funktioniert oft nicht) nicht so sehr empört, wie die bevorstehende Hochzeit ihres einzigen Kindes mit einem Mann, der bereits 2 Ehefrauen hat. Tracy soll die dritte, und wie ihr künftiger Mann erklärt, bestimmt die letzte Angetraute sein. Mehr wollen die Eltern gar nicht hören, es reicht, vielen Dank und Auf Nimmerwiedersehen. Zum Teufel soll er sich scheren oder dahin, wo er herkommt, was vielleicht dasselbe ist. Es kommt fast zum Bruch mit Tracy. Aber, wie erwachsene Töchter nun einmal sind, sie machen einfach was sie wollen und hoffen, dass es die Eltern schon nicht umbringen wird.

Tracy ist glücklich verheiratet und diese Vielweiberei ruft die englischen Behörden auf den Plan. Diese glückliche Familie, die so offensichtlich wohlhabend ist, deren Frauen alle so wunderschön sind und miteinander harmonieren, soll dieser schmierige Araber, oder was er sonst ist, verdient haben? Diesen prächtigen Harem? Nein! Niemals! Der Neid der Beamten wird mit der vermeintlichen Sorge um die Kinder bemäntelt, die in so unmoralischen Verhältnissen aufwachsen müssen. Die Kinder müssen da weg, sagen die Zuständigen und verkneifen sich ihr heuchlerisches Haifischgrinsen nicht ganz. Von da an wird es turbulent. Erst sind die Kinder weg, dann Tracy. Die Ehe ihrer Eltern, in der es nur zwei Personen gibt, steht auf der Kippe. Der verschmähte Liebhaber tritt einmal zuviel auf und der arme Sam muss die ganze Suppe auslöffeln, leider bis zur Neige. Am Ende scheint er ein anderer geworden zu sein, aber das kann er nicht mehr ausleben. Zurück bleiben drei wunderschöne trauernde Ehefrauen, die ihr Glück nicht fassen können, als ihnen ein Besucher ein moralisches Angebot macht, dass sich vermutlich sehr unmoralisch entwickeln wird - nach westlicher Behördeneinschätzung, versteht sich.

Anthony McCarten hat mit "Englischer Harem" das Kunststück vollbracht, eine ernsthafte Liebesgeschichte ohne und mit Happyend kräftig mit Slapstick-Szenen und Satire zu würzen, kräftig umzurühren und das Ganze auf fast 600 Seiten als gelungene Gesellschaftskomödie zu präsentieren. Dieses humorvolle Buch beschämt und belehrt und warnt uns vor dem äußeren Schein, ohne jemals den Zeigefinger zu erheben. Eine Moll-Geschichte in Dur - Unterhaltung pur.

Helga Kurz
11 Kommentar| 43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

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