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am 4. Juli 2006
Geschrieben im Jahre 1951, vielleicht einer der typischten Maigret-Romane.

Die Ruhe, die Kommissar Maigret ausstrahlt, tut gut angesichts der inzwischen weit verbreiteten Kriminal-Hektiker. Wie so oft passiert auch in diesem Roman so gut wie nichts. Personen und Handlung entwickeln sich gleichermaßen von selber - und haben die Zeit dazu.

Mit kluger Kombinationsgabe und psychologischem Gespür überführt Maigret den Mann, der auf Janvier geschossen und schwer verletzt hat. Am Ende buchtet er ihn in Anbetracht des unausweichlichen Hergangs mit Bedauern ein.

Denn für Simenon gibt es kein Böse oder Gut. Es sind die Umstände, die die Menschen zu Handlungen zwingen. Nicht nur darin ist Simenon ein existentialistischer Schriftsteller.
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am 6. Juni 2008
Die Methode Maigret: Sich die Menschen anschauen, ihnen zuhören, sie in ihrem Alltag erleben, wie ein Freund wirken, Widersprüche, das Verschweigen aufspüren, den Schuldigen möglichst in seinem eigenen Terrain einkreisen, bis er im besten Falle aufgibt oder Maigret alle Beweise beisammen hat. Inspektor Janvier, einer von Maigrets Mitarbeitern, ist angeschossen worden, liegt im Krankenhaus, hat Familie. Maigret nimmt den Zwischenfall persönlich. Seine Mitarbeiter sind ihm anvertraut. Nachdem bereits einer seiner Inspektoren in einem früheren Fall erschossen wurde, bemüht er sich, Ruhe auszustrahlen, und nutzt die Abwesenheit seiner Frau, um sich ausgerechnet in der Pension einzumieten, aus der womöglich der Schuss fiel. Simenon umringt Maigret mit einer Schar illustrer Gäste, die allesamt eher eine bescheidene Existenz frönen, deren Schicksale, sie allesamt an den Rand gedrängt haben. Sei es die Frau, die ständig vorgibt, krank zu sein, während ihr um viele Jahre älterer Mann zur See fährt, sei es Mademoiselle Clement, die mit frivolem Charme Mitleid für ihre Gäste aufbringt, einen der Tatverdächtigen sogar unter dem eigenen Bett versteckt, sei es eben dieser, der sich vor dem Ehrempfinden seines Vaters fürchtet. Es sind kleine Leute, durch deren Leben Maigret schifft und deren kleine Lügen er offen legt. Aus dem, was sie ihm freiwillig oder unfreiwillig anvertrauen, löst er seinen Fall.
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am 15. Februar 2010
Wer einem Neuling Simenons Maigret-Romane näher bringen möchte, sollte ihm dieses Buch zur Lektüre empfehlen. "Maigret als möblierter Herr" enthält alles, was einen typischen Simenon ausmacht: Milieustudien mit hochinteressanten Charakteren, exzellente und atmosphärisch dichte Beschreibungen der Handlungsorte und einen Maigret in Bestform, der , einmal Lunte gerochen, beharrlich bleibt und so lange von seinem einmal gewählten Standort aus alle und alles beobachtet, bis der Fall gelöst ist. Dabei vergisst er natürlich nicht, ordentlich zu speisen und vor allem viel, vorzugsweise Alkoholisches, zu trinken.
Maigrets Kollege Janvier wird während einer Observierung angeschossen. Schwer verletzt und ohne jede Ahnung, wer es auf ihn abgesehen haben könnte, liegt er im Krankenhaus. Der Kleinkriminelle Paulus, Objekt Janviers Observierung, gerät in Verdacht.
Maigret erscheint und mietet sich in einer Pension nahe des Tatorts ein. Scheinbar untätig beobachtet er seine Umwelt. Nach und nach keimt in ihm ein Verdacht...
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am 29. Dezember 2016
INHALT:

Da Madame Maigret ihre kranke Schwester besucht, weiß Maigret mit seinem Feierabend nicht viel anzufangen. Da erreicht ihn die Nachricht, dass einer seiner Mitarbeiter, Inspektor Janvier, bei der Überwachung einer Pension, angeschossen worden ist. Während sich Janvier im Krankenhaus erholt, mietet sich Kommissar Maigret in der Pension ein. Bald ist er mit den anderen Mietern und den Vorgängen in und um die Pension herum sehr vertraut ...

KRITIK:

Georges Simenon portraitiert in diesem Roman den Mikrokosmos einer französischen Pension. Mag es auch in der heutigen Moderne schwer zu glauben sein, dass Menschen und Familien dauerhaft in einer Pension leben, so macht der Roman eben klar, dass die Lebensumstände einst nicht so toll waren. In der Pension trifft Maigret hauptsächlich Angehörige der Unterschicht, Kleinbürger, Malocher.

Kommissar Maigret begibt sich direkt ins Zentrum der Ereignisse, um den Täter dingfest zu machen. Dabei ist Maigret gewohnt trinkfest:Was er im Verlauf des Tages so wegschluckt, ist wohl mehr als Lemmy Caution schlucken würde. Aber dadurch wirkt der Roman auch deutlich frischer als all diese modernen, überkorrekten TV-Kriminaler.

Maigret kommt der Wahrheit durch genaue Beobachtung auf die Spur.

Und während in modernen TV-Krimis die Kriminaler bei Zugriff und Verhaftung oft mit SEK anrücken (Das dann reichlich martialisch auftritt, Türen eintritt und sich total rüpelhaft verhält - Spiegel der Realität?), überredet Maigret den Täter zum Aufgeben, vertraut Maigret auch dessen Wort und der Täter dem Wort Maigrets. Bei Maigrets Vorgehen fühlte ich mich auch in diesem Roman an Columbo erinnert.

Was negativ an diesem Roman auffällt, ist, dass der zweite Weltkrieg und die Folgen für Land und Leute überhaupt nicht erwähnt werden.
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am 12. November 2010
"Der Kommissar ging auf dem Flur auf und ab, hatte die Pfeife zwischen den Zähnen, die Hände auf dem Rücken verschränkt...."
Keine Verfolgungsjagden, kein unnötiges Blutvergießen, keine Scheußlichkeiten jeglicher Art - der Fall wird mit Ruhe, Beobachtung und Überlegung gelöst.
Ein Schuß auf einen seiner Kollegen ist der Auslöser dieser Kriminalgeschichte. Kommissar Maigret quartiert sich - um Aufklärung des Falles bemüht - in einer Pension ein und begibt sich auf seinen Beobachtungsposten........
Herrlich gelesen von Gert Heidenreich.
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am 10. November 2003
Ein Highlight unter den Maigret-Romanen Simenons. Maigret mietet sich als "möblierter Herr" in eine Pension ein und löst von dort aus den Fall, unter anderem durch Beobachtungen aus seinem Fenster. Wie auch die anderen Maigret-Krimis enthält dieses Buch glänzende Charakterstudien und ist ein Lesegenuss.
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Madame Maigret weilt am Krankenbett ihrer Schwester im Elsass. Der berufliche Stress für ihren Mann hält sich in Grenzen, bis die Nachricht kommt, dass einer seiner wichtigsten Mitarbeiter, Inspektor Janvier, in der Rue Lhomond angeschossen wurde. Janvier hatte wegen eines Überfalls auf ein Nachtlokal ermittelt. Einer der Täter war seit Monaten in der Pension von Madame Clement gemeldet. Und genau in dieser Pension quartiert sich Maigret ein...
Dieser Roman ist in manchen Teilen eher eine Sozialstudie als ein Krimi; letztlich behält aber der Krimi die Oberhand. Wie Maigret aber den Fall löst (und wie der Leser lange keine Ahnung vom Täter hat), ist wieder einmal genial...
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