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Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen
127
3,5 von 5 Sternen
Der Teufel von Mailand (detebe)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 500 REZENSENTam 9. Juli 2017
Buchkritik: Der Teufel von Mailand ist ein im Juli 2006 erschienener Roman des Schweizer Autors Martin Suter, der mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet wurde. Das Buch ist dem Ehepaar Anita und Albert Hofmann gewidmet. 1997 erschien sein ersten Roman "Small World".

Dieser Roman hat das gewisse etwas. Der Teufel von Mailand ist etwas außergewöhnliches. Der Anfang ist zwar etwas unscheinbar und es dauert eine gewisse Zeit, bis es zur Sache geht. Sehr geschickt von dem Autor gemacht. Das Buch ist Inhaltlich und sprachlich sehr gut geschrieben. Die Schilderungen der Ereignisse gefallen mir. Eine sehr imposante Erzählart kommt hinzu. Und das ging in diesem Fall nur etwas ausschweifender.
Mit der Zeit des Lesens befindet man sich auf einmal mitten im Geschehen. Dem fügt der Autor sehr gute Gedanken hinzu und setzt dies sprachlich sehr gut um. Das Buch hat einen Fluss des meisterlichen Schreibens. Kleine Gedankenspiele und Informationen fügt der Autor dabei geschickt ein. Und so mit der zeit erfährt der Leser dann auch, was es mir dem Teufel von Mailand auf sich hat. Dazu kommt Spannung, die Figuren, die Handlungen, auch die Angst und vor allem Probleme. Und der Leser kommt dem eigentlichen immer mehr auf die Spur. Auf einmal gibt es spannende Handlungen, eine Vielzahl von Ereignissen in einem Hotel. Diese Geschichte die sich um eine Frau herum ereignet hat ihren ganz besonderen Reiz. Also Spannung ist angesagt und es lohnt sich diesen Roman zu lesen................

Fünf Sterne für diesen sehr guten Roman.
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am 12. August 2017
Eine Geschichte aus den Schweizer Bergen, bei der nicht immer so ganz klar ist, was nun Wirklichkeit ist und was nicht. Eine Sage aus alten Zeiten, die sich zu wiederholen scheint. Oder gibt es den wahrhaftigen Teufel doch? Ich muss zugeben, ich habe das Buch gelesen, da ich den Film nun schon zwei Mal gesehen habe und endlich auch das Buch lesen wollte. Und ich wurde nicht enttäuscht. Martin Suter erzählt die Geschichte, von der ich mir nicht sicher bin, ob ich sie nun als Krimi oder als Thriller einordnen soll, in den schönsten Bildern und spannend. Und vor allen den Rahmen der Sage, die sich zu wiederholen scheint, und die genau in der Hälfte des Buches vorgestellt wird, finde ich äusserst gelungen. Daher kann ich die Lektüre dieser Geschichte nur empfehlen. Zum Vergleich zum Film kann ich vielleicht noch sagen, dass das Buch langsamer beginnt; Martin Suter kann sich auch mehr Zeit dafür nehmen als das in einem Film möglich ist. Kurz nach der Hälfte des Buches gibt es dann genau ein Kapitel, das genauso wie im Film herausgekommen ist, und ich hatte ein Déjà-Vu Gefühl. Danach kann sich das Buch aber auch wieder mehr Zeit als im Film nehmen, um die Geschichte aufzulösen, und ich war wieder weitestgehend im Unklaren darüber, was denn nun als Nächstes passieren wird. Trotzdem hat sich der Film ziemlich genau am Buch orientiert. Man kann also durchaus das Buch noch lesen, wenn man den Film schon gesehen hat, empfehlenswerter wäre es vielleicht aber trotzdem, die Reihenfolge umdrehend zuerst das Buch zu lesen, und sich dann den Film zu gönnen.
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am 8. April 2015
Sonia flieht aus der Stadt ins Unterengadin um von ihrem vorhergehenden Leben loszukommen. Als Physiotherapeutin beginnt sie in einem revitalisierten Hotel zu arbeiten. Es geschehen seltsame Dinge um sie herum die mit einer Sage, "der Teufel Von Mailand" in Zusammenhang stehen. Die Situation spitzt sich zunehmends zu, Sonia erlebt durch die Eigenschaft der Synästhesie vieles mehr als so manch anderer in diesem Buch.
Martin Suter arbeitet die Stimmung von Val Grisch im Engadin sehr atmosphärisch heraus, erinnert an die kleine Ortschaft Soglio, in der sich schon Rainer Maria Rilke inspirieren ließ. Man kommt als Leser in einen Spannungszustand und die Figur Sonia läßt einen schwer los, so intensiv ist ihr Erleben.
Absolut zu empfehlen, spannend, stimmungsvoll (obwohl es im Buch fast immer regnet), interessante Charaktere!
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am 6. Juli 2014
Dieser Krimi von Martin Suter ist eine äußerst kunstvoll konstruierte Geschichte, die sich um eine Sage rankt. Die Spannung ist von Anfang an als ständige Bedrohung unterschwellig spürbar und baut sich im Verlauf der Handlung stetig und in Wellen auf, die sich erheben, um dann abzuebben und sich erneut aufzutürmen. Da die Hauptfigur des Buches eine Frau ist, ist die Geschichte, die am Ende eine überraschende Wendung nimmt, vermutlich für das weibliche Geschlecht besonders gruselig.
Auch für diesen Krimi hat Martin Suter umfassend recherchiert und die verschiedensten Themen von der Wahrnehmungsstörung der Hauptfigur über wichtige Handgriffe bei Massage und Shiatsu bis zur Wellensittichhaltung anschaulich beschrieben. Besonders eindrucksvoll ist seine Schilderung der vielen Facetten des (in seinem Buch meist schlechten) Wetters in den Bergen und der damit einhergehenden Stimmungen. Seine schier unerschöpfliche Wortwahl macht ihn zu einem wahren Wetterpoeten.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 25. November 2012
Sonia hat Schlimmes durchgemacht, möchte vergessen, ihre Angst hinter sich lassen, einen Neustart wagen. Doch sie nimmt sich selber und ihren Schatten mit in das neueröffnete Wellness-Hotel im Unter-Engadin, in dem sie eine Stelle als Physiotherapeutin antritt. Das Haus ist unterbelegt und es ereignen sich seltsame Dinge.
Alles Hinweise schließen zunächst auf jemand aus dem Dorf, dem der Betrieb ein Dorn im Auge ist.
Eine alte Sage, deren Prophezeiung makaber nachgestellt werden. Sonia wollte abschalten und steckt doch bald mitten drin in einer mysteriösen und bedrückenden Geschichte.....

Ich hatte das Buch ziemlich zügig herunter gelesen. Die Ich-Erzählerin kommt so glaubhaft herüber, dass er mir schwer nachvollziehbar erscheint, dass sie im Kopf eines Mannes entstanden ist. Hut ab!
Der Spannungsbogen ist für mich gut herausgearbeitet und natürlich wartet am Ende eine überraschende Wendung auf. Die meisten der auftauchenden Personen haben einen gut herausgearbeiteten Charakter. Manche im Hintergrund bleiben aber gewollt nebulös. Das schlechte Wetter nimmt eine wichtige Rolle ein und unterstreicht die bedrückende Stimmung, die sich durch den gesamten Roman zieht. So entsteht ein interessanter Krimi in einem abgelegenen Gebiet der Schweiz, der mich gut zu unterhalten wusste. Die Sache mit dem LSD-Trip fand ich persönlich etwas deplatziert. Ist aber auch irgendwie typisch Suter, dass diese Komponente nicht fehlen darf.

Fazit: Nicht mein erster Suter, nicht mein bester, nicht mein letzter.
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 15. Juli 2006
Habe mich ganz entgegen meiner Gewohnheit entschlossen ein Buch nach 156 Seiten bis auf Weiteres in den Bücherschrank zu verbannen. Es ist mir nicht gelungen mich in die Wellness-Welt dieses Suter-Romanes einzufinden. Die lyrischen Einblendungen im Prosatext verwirren mich. Ich verstehe nicht, was Suter damit bezweckt. Zur Abrundung des Textes trägt dieser künstlerische Kniff jedenfalls nicht bei.

Das Gebräu aus Engadiner Sagenwelt und Kriminalroman ist gewöhnungsbedürftig und hat mich intellektuell gelangweilt. Die seltsamen Dinge, die sich in der Schweizer Bergwelt ereignen, erscheinen mir überkonstruiert und nicht greifbar. Möge mir der Autor mein Urteil vergeben.

Seinen Roman "Der perfekte Freund" fand ich hervorragend und möchte diesen deshalb auch ohne Einschränkung empfehlen.
Eigentlich möchte ich den neuen Roman gar nicht "sternchenmäßig" bewerten, aber das läßt das Amazon-System nicht zu. Ich rate Ihnen von diesem Buch nicht ab, sondern wollte an dieser Stelle nur meine persönlichen Schwierigkeiten mit dem Text darlegen, zu dem mir einfach der Zugang fehlt. Leider.

Ich hoffe, dass Ihnen "Der Teufel von Mailand" ein größeres Lesevergnügen verschafft und wünsche Martin Suter hohe Verkaufszahlen.
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Januar 2007
Zum einen kann ich zwar einige kritischere Stimmen durchaus nachvollziehen. Beim Teufel von Mailand scheiden sich die Geschmäcker. Ich finde, es ist vielleicht sogar Suters bestes Buch! Zum anderen wundert mich allerdings, dass nur so wenige wirklich lobend über das Buch schreiben.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat es ja. Es beginnt sehr langsam. Matin Suter braucht die Hälfte des Romans, bis er zur Sache kommt. Bis dahin darf man noch nicht allzu viel an Spannung und Geschichte erwarten. Aber dafür ist das Buch genial geschrieben. Das Thema Synästhesie lädt einen Schriftsteller wie Suter ja förmlich zu bildhaften Schilderungen ein. Aber selbst für ihn sind die ersten Seiten von seinem neuen Roman genial. Die Sätze direkt und ohne Schnörkel, die Erzählungen bildhaft und prägnant. Natürlich könnte man vieles kurz und knapp einfach beim Wort nennen. Aber Suters Stil, auch einfache Vorkommnisse durch Handlung bildhaft zu beschreiben und dadurch die entsprechenden Gefühle zu vermitteln - statt sie nur zu nennen -, lässt einen das Buch miterleben, als wäre man mitten dabei. Und das gelingt Martin Suter dieses Mal noch besser als in seinen vorherigen Romanen!

Dazu kommen Suters originelle Ideen und Anekdoten. Und einen meisterhaften Umgang mit der Sprache. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen und die Sätze genießen. Wahrscheinlich klingt das dünnflüssige Ultramarin aus der Überschrift etwas merkwürdig, aber im Kontext betrachtet, wo, wann und wie es im Roman auftaucht, ist es nur ein kleines Beispiel für Suters phänomenales Gespür für Sprache.

In einem anderen Beitrag hier wurde schon einmal erwähnt, dass die SMS-Dialoge wahre Gedichte sind. Es stimmt. Trotz permanenter Kleinschreibung, konsequenter Auslassung von Satzzeichen und Beschränkung auf das Wesentliche gelingt Suter darin ein zum Teil humorvoller Informationsaustausch auf mehreren Informationsebenen.

Nach der Hälfte des Romans verrät Suter allerdings erst, um was es beim Teufel von Mailand wirklich geht. Und ab diesem Zeitpunkt steigern sich Tempo und Spannung permanent bis zum Ende. Plötzlich gibt es nicht nur eine Hauptfigur, die versucht, ihre Angst und Probleme in den Griff zu bekommen; plötzlich gibt es Rätsel, Verdächtigungen und Prophezeiungen. Plötzlich gibt es einen Gegner, einen Feind, und von da an gilt es herauszufinden, wer dieser Feind ist. Die Geschichte bekommt immer neue Facetten, und plötzlich erkennt man, was ein langweiliges Hotel am Ende der Welt mit einem anstellen kann.

Die Geschichte ist schon klasse, aber die Figuren sind noch besser. Gezeichnet durch Sonias Augen, verziert mit ihren Vorurteilen und ausgestattet mit liebevollen Macken. Was auf den ersten Blick flach erscheinen mag (Vorurteile) entpuppt sich als schlichte Fassade, hinter der ein komplexer Charakter wohnt. Aber auch Sonia selbst, die Hauptfigur, macht eine interessante Entwicklung durch. Ihre Angst treibt sie an. Nur geht sie am Ende etwas anders mit ihr um als noch zu Beginn des Romans. Soviel kann ich, glaube ich, schon einmal verraten.

Bei Suters früheren Büchern hatte ich manchmal den Eindruck, dass sie gegen Ende nachlassen. Nicht so hier. Hier wird die Spannung selbst dann noch gesteigert, wenn man glaubt, das Buch wäre schon zu Ende. Packend bis zur letzten Seite, und abgeschlossen wird der Roman durch zwei Sätze, die so schön sind, dass ich den nächsten Roman kaum erwarten kann. Déjà Vu, Rückblick, Vollendung und Ausblick Sie beinhalten all das. Kann man einen Roman schöner schließen?
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am 27. April 2009
In der Schwebe hängt in diesem Buch so einiges. Die Protagonistin, die vor der Vergangenheit flieht und nicht recht weiß, was sie für die Zukunft will ebenso, wie das weitere Schicksal des Hotels, in dem sie arbeitet. Auch der Ort selbst wirkt seltsam entrückt und konturlos, wie der Ort einer alten Sage. Auch darum geht es hier, wie man nach ungefähr einem Drittel des Buches erfährt. Irgendwie außerdem um Wellness. Das Buch ist eher, wie ein Wellness-Trip: Der Leser treibt, wie in einem Solebad durchs Geschehen; ganz entspannt im hier und jetzt. Wäre nicht da nicht die wunderbare Erzählweise, wäre es langweilig.
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am 1. September 2010
Von den Büchern Martin Suters, die ich kenne, halte ich dieses für das schwächste. Gegen Ende hat es mich regelrecht enttäuscht. Am Anfang versteht er es noch, einem den Mund wäßrig zu machen: da ist die synästhetische Wahrnehmung der Hauptperson, da ist die geheimnisvolle Frau, die ein Hotel aufbaut, obwohl es sich so nicht rechnen kann - aber irgendwie vergißt Suter, mit diesen Ideen weiterzumachen, oder er verliert die Lust daran. So meint der Leser, ein Schätzkästchen mit faszinierendem Inhalt vor sich zu haben, aber beim Öffnen stellt es sich als popelige Beziehungskiste heraus.
Weil Suter ein guter Autor ist, ist auch dieses Buch nicht wirklich schlecht. Aber empfehlen würde ich andere Werke von ihm.
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am 14. Februar 2007
Es ist halt wie im richtigen Leben. Die Spannung, Dynamik und Strahlkraft, ebenso der Charme der Jugend und des Neuen verfliegt mit den Jahren. Suters erste große Romane, '"Small World'" und '"Die dunkle Seite des Mondes'" waren für mich wahre Meilensteine in der zeitgenössischen, deutschsprachigen Literatur. Ein neuer Autor, ein neues Gesicht im Literaturbetrieb. Ein Schweizer zumal. Kein verkopfter, hyperintellektueller und dem realen Leben weitgehend entrückter Autor, der für eine kleine, erlesene Feuilletongemeinde schreibt, sondern ein wahrer Autorenheld. Selbstbewusst, mit handfesten, spannenden und fesselnden Geschichten. Einer wunderbar klaren und präzisen Sprache. Einem ausgereiften Gespür für Stimmungen, Empfindungen und kostbare Details. Ein Autor, der ganz genau weiß, warum und wie er etwas schreibt.

Aber dann passiert etwas, dem nur ganz wenige, wirklich große Schriftsteller nicht erliegen. Ist es Routine, ist es die Lust am Geldverdienen, der Druck seitens der Verlage, der Leserschaft oder dem gnadenlosen Literaturbetrieb, den Martin Suter in "Lila, Lila" so trefflich portraitiert? Der "'Perfekte Freund'" ließ bereits erste Ermüdungserscheinungen erkennen, der darauf folgende Roman '"Lila, Lila"' war dann fast nur noch heiße Luft und nun steht sein letzter Roman, '"Der Teufel von Mailand"', auf dem Prüfstand. Zu Beginn der Lektüre fühlte ich mich endlich wieder in die alte, von mir so geschätzte Suter-Welt zurückversetzt. Erinnerungen an '"Die dunkle Seite des Mondes"' wurden geweckt und ich freute mich riesig darüber, endlich wieder einen richtig guten Roman von Martin Suter lesen zu können. Die Geschichte entwickelt sich gut, hält den Leser bei der Stange, führt ihn in interessante Psychologien und unbekannte Gefühlswelten ein. Lesenswert und spannend, schlichtweg gelungen und sehr versöhnlich nach den beiden letzten Büchern. Doch bald greift dann wieder diese scheinbar unvermeidliche Schreibroutine. Die Geschichte verflacht, wirkt immer konstruierter und klischeehafter. Nicht wirklich schlecht oder ärgerlich, aber leider ein wenig enttäuschend. Zum Ende der Geschichte beschleicht einen sogar das Gefühl, dass der Autor noch einmal kräftig auf die Tube gedrückt hat, um die Geschichte möglichst furios und dabei auch gleich möglichst unrealistisch und überkandidelt enden zu lassen. Keine nachvollziehbare Entwicklung, keine geschickte Auflösung der zuvor sorgfältig und mit viel Kreativität aufgebauten Personen und Erzählstränge.

Dennoch, "Der Teufel von Mailand" lohnt das Lesen allein wegen des ersten Drittels in dem man den alten Martin Suter ganz und gar wieder erkennt. Der einen mitnimmt und an die Zeiten erinnert, als man seine ersten Romane las. Irgendetwas zwischen Lesevergnügen und wohliger Nostalgie. Mein Fazit also: lesenswert, mit Abstrichen ab der Hälfte des Buches und einem dicken Minus für das Ende.
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