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am 15. Februar 2011
"Meinen Fluch über Jeden, der, bei künftigen Drucken meiner Werke, irgend etwas daran wissentlich ändert [...]." - Diesen Fluch hat bisher nahezu jede Schopenhauer-Ausgabe verdient. Lediglich Lütkehaus' Ausgabe letzter Hand hat darauf verzichtet, in die letzten von Schopenhauer legitimierten Texte einzugreifen. Einsteiger und Interessierte sollten deswegen dennoch nicht sofort zur Lütkehaus-Ausgabe greifen, denn für sie ist die Zürcher-Ausgabe die beste Wahl. Die Vorteile dieser Ausgabe lassen sich recht einfach zusammenfassen:

(1) Fremdsprachige Passagen sind im Text in eckigen Klammern übersetzt. Dasselbe gilt für heute unübliche Wörter und Fachbegriffe. Wer hier sonst ratlos wäre, kann ohne lästiges Blättern direkt weiterlesen. Für einige wird das ein großer Vorzug dieser Ausgabe sein. Bei der Lütkehaus-Ausgabe wurde auf diese Eingriffe verzichtet: Sämtliche Übersetzungen sind im Beibuch.

(2) Für Einsteiger und Philosophieneulinge gibt es mehrere Glossare. Über die Qualität der Erläuterungen kann man nun sicherlich noch streiten, aber im Normalfall reicht es für eine grobe Orientierung.

(3) Der 11. Band "Über Schopenhauer" stellt eine schöne, umfangreiche Sammlung von Texten dar, in denen sich andere mit Schopenhauer beschäftigen. Einige Beispiele: Nietzsche, Thomas Mann, Kierkegaard, Freud usw.

(4) Die Zusätze, die in einer Ausgabe letzter Hand nichts verloren haben, sind teilweise wirklich interessant/wichtig. Auf andere Eingriffe wurde verzichtet. Schopenhauers Sprache wurde beispielsweise ohne Änderungen übernommen (thun statt tun; giebt statt gibt; Armuth statt Armut; "Fabrikwaare der Natur").

Doch wo - aus Einsteigersicht - Licht ist, da ist auch Schatten: Obwohl Schopenhauer selbst sagte, dass seine Farbenlehre nicht zwingend dazugehört, ist sie doch in einer Werk-Ausgabe unverzichtbar. Es fehlt dann einfach etwas. Dass sie nicht in die Zürcher Ausgabe aufgenommen wurde, ist daher zumindest ein kleines Ärgernis. Besonders ärgerlich ist auch, dass es zwar ein Personen-, aber kein (!) Sachregister gibt. Gerade für Einsteiger wäre eine solche Suchmöglichkeit überaus wichtig gewesen. Ein letzter Haken muss noch dringend genannt werden: Wer sich intensiver mit Schopenhauer auseinandersetzen will, wird mit der Sekundärliteratur Probleme bekommen. Die Zürcher Ausgabe basiert zwar auf der am meisten zitierten Ausgabe, ist aber nicht seitengleich. Die zitierten Stellen lassen sich also nicht so einfach nachschlagen. Eine Konkordanz gibt es nicht! Für mein persönliches Empfinden ist dies der mit Abstand größte Nachteil dieser Ausgabe.

Als Fazit bleibt daher eigentlich nur, dieser Ausgabe die höchste Einsteigerfreundlichkeit zuzusprechen. Wer sich jedoch in die Tiefen des Schopenhauerschen Denkens begeben will, wird schnell merken, dass die Zürcher Ausgabe nur zum Lesen, nicht aber zum ernsten Arbeiten perfekt ist. Auch Einsteiger sollten dies bedenken.
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Wer mit dieser/nur mit einer Ausgabe die Möglichkeit haben möchte, fast die gesamte Schopenhauer-Literatur und Hilfsmittel wie das Schopenhauer-Register zu benutzen, kann auf die "Schopenhauer-Seitenkonkordanz" zurückgreifen. Sie vergleicht alle Gesamtausgaben und vereinfacht das Studium Schopenhauers enorm. Mit der Seitenkonkordanz kann man sich auch ein Sachregister einer anderen Ausgabe kopieren und es benutzen. Einfach bei Google danach suchen.
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am 9. März 2014
Eines der besten, wenn nicht das beste Buch (bzw. die besten Bücher), die ich bisher in meinem Leben gelesen habe.

Um dem Religionsunterricht in der Schule zu entgehen, belegte ich Philosophie, und hasste dieses Fach zutiefst. Meine Zwanziger verbrachte ich mit einem Studium der VWL und Sprachwissenschaften, und stolperte erst mit 30 - ganz wie Thomas Buddenbrook per Zufall - über Arthur Schopenhauer. Ïn der Philosophie daher nicht "weit belesen", überzeugt mich vor allem die Ganzheit und klare Darstellung seiner Philosophie. Man muss kein Philosophiestudium abgeschlossen haben, um Schopenhauer zu verstehen: Er definiert alle Begriffe und legt sie ausführlich dar. Seine Philosophie ist klar, koherent, und tiefgründig. Besonders erfreut habe ich mich an seinen zahlreichen geistreichen Beispielen und Vergleichen, und auch seine gelegentlichen Abstecher und Seitenhiebe auf Hegel etc waren immer wieder unterhaltend. Erstaunt hat mich vor allem auch seine Standhaftigkeit und innere Überzeugung seiner Philosophie, die seiner Zeit so weit voraus war, und deren Schlussfolgerungen/Ansichten heute doch allgemein akzeptiert sind (Stellung der Tiere, Züge des Buddhismus etc). Auch Seine Erklärung des “Erhabenen” leuchtete mir ein.

Was mich an Schopenhauer jedoch vor allem beeindruckte, ist seine Ehrlichkeit. Er weist klar die Schranken seiner Philosophie ein, wie z.B bei seinem Erklärungsversuch der Musik. Am Ende der Welt als Wille und Vorstellung heisst es gar: “(Meine Philosophie) maast sich, wie gesagt, nicht an, das Daseyn der Welt aus seinen letzten Gründen zu erklären: vielmehr bleibt sie bei dem Thatsächlichen der äussern und innern Erfahrung […] etc….”

Ich habe die Diogenes Ausgaben mit Parerga und Paralipomena begonnen, da diese ab und an als zugänglicher genannt wird ehe man sich ins Hauptwerk stürzt. Ich fand “Die Welt als Wille und Vorstellung” jedoch sehr zugänglich, und hätte sehr von diesem Vorwissen bei der Parerga und Paralipomea profitieren können, so dass ich diese wohl noch einmal lesen werde
Die Diogenes Verlag Ausgabe hat mir ebenfalls sehr gefallen. Durch Erklärungen in eckigen Klammern und Übersetzungen im Text ist dieses Werk sehr leserlich.

Letztendlich bin ich froh, dass der Zufall mir Schopenhauer in die Hände gab und ich so ein Jahrzehnt später doch noch einmal meine Meinung über die Philosophie revidieren konnte.
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am 25. Juni 2013
Schopenhauer gelingt es, selbst die komplexesten Sachverhalte auf eine mitreißende Art und Weise zu schildern, so dass sie auch für den Laien meist gut verständlich sind und das Wesentliche beim Leser "hängen" bleibt.

Seine (in Teilen von Platon, Kant und dem Buddhismus ausgehende) Philosophie deckt alle essentiellen Bereiche ab (Erkenntnistheorie, Metaphysik, Ästhetik und Ethik); sein Schreibstil ist faszinierend, großartig.

Die zehn Bücher kommen in bester "Diogenes"-Qualität daher, allein der zugehörige Karton-Schuber könnte ein wenig stabiler sein. Der Preis geht meines Erachtens nach völlig in Ordnung, da es sich hier um eine Investition in die geistige Bereicherung des Lesenden handelt. Diese Lektüre kann man nicht mit Geld aufwiegen.

Arthur Schopenhauer ist einer der bedeutendsten Philosophen. Er hatte unmittelbaren Einfluss auf Künstler (z. B. Thomas Mann), und nicht zuletzt auf die Psycho-Analyse (Sigmund Freud).

Zumindest das Werk "Die Welt als Wille und Vorstellung" sowie die "Aphorismen zur Lebensweisheit" sollte jeder halbwegs Philosophie-Interessierte gelesen haben: Sie stellen eine tolle Inspirationsquelle und ein echtes Lese-Erlebnis dar.
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am 5. Januar 2008
Schopenhauer ist faszinierend, der Leser wird gepackt von der Gewalt der (potentiellen) Wahrheit und im wahrsten Sinne des Wortes schwindelt ihm nach einer gewissen Zeit der Lektüre. Das Werk Schopenhauers ist ein Welt, Mensch und Selbst fassendes und be-greifendes schrecklich-schönes Kunstwerk und eine unerschöpfliche Schatztruhe brillanter Gedanken und Weisheit. Es ist zutiefst menschlich und kompromisslos ehrlich, was Schopenhauer uns da hinterlassen hat, und nicht nur das, mehr noch: Der Leser hat beständig das sichere Gefühl, der WAHRHEIT ganz dicht auf den Fersen zu sein - das Weltbild, die Welterklärung des großen Weisen, Universalgelehrten und Kosmopoliten könnte tatsächlich STIMMEN, oder es könnte sich doch zumindest, wennschon nicht genau so, wirklich ganz ähnlich verhalten. Schopenhauer vergleicht sich an einer Stelle seines Werks, ich weiß nicht mehr wo, mit dem Ödipus, der das berühmte Rätsel der Sphinx gelöst hat, und man kommt nicht umher, sich zu denken: Ja, vielleicht hat er tatsächlich Recht damit und trifft mit seinem Vergleich, wie er es doch so oft tut, ins Schwarze.

Mit vorliegender ist nun endlich, nach vielen Jahren, (wenn auch zu einem stolzen Preis) die von Arthur Hübscher herausgegebene Ausgabe wieder erhältlich. Sie ist neben (oder vielleicht nach) der von Ludger Lütkehaus besorgten Edition (Haffmans Verlag), die leider, leider noch immer vergriffen ist, die maßgebliche Schopenhauer-Ausgabe und der ebenfalls erhältlichen und bedauerlicherweise sehr populären Edition von Löhneysen (Suhrkamp, WBG), von der nachdrücklich abzuraten ist (vgl. Lütkehaus' Aufsatz im Begleitbuch zur Haffmans-Ausgabe), unbedingt vorzuziehen! Bleibt anzumerken, dass leider wieder einmal (wie auch für die WBG-Ausgabe) das missglückte Porträt von A. Goebel verwendet wurde (warum nicht ein Foto, von denen es einige sehr schöne gibt?), von dem Schopenhauer selbst sagte: "Ich sehe darauf aus wie ein alter Frosch."
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am 5. September 2013
Schopenhauer muss gelesen werden.
Dieser Mensch war ein bis heute unübertroffenes Genie.
Auch sein Nachfolger, Philipp Mainländer, sollte gelesen werden.
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am 26. Januar 2016
S c h o p e n h a u e r s g e s a m m e l t e W e r k e i n z e h n B ä n d e n: Wunderbare Bereicherung für Geist und Privatbibliothek.
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am 12. Februar 2012
Seine Werke sind nicht mit komplizierten Redewendungen und Gedankenspielen überfüllt. Die Ratschläge von frankfurter Einsiedler sind weis, können nützlich sein und vor allem praktisch angewendet werden.
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