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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
5
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Format: Taschenbuch|Ändern
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Lis Kahn, die Ich- Erzählerin, ist Tochter aus einer weit verzweigten Unternehmerdynastie, die sich über Generationen mit der Verarbeitung von Holz beschäftigt. Damit der, zum Erzählzeitpunkt marode Betrieb eine Überlebenschance erhält, bricht Lis ihr Studium unmittelbar vor ihrem Examen ab, trennt sich von ihrer großen Liebe und übernimmt einen Teil der Schulden ihres Vaters, um fortan eine nicht sonderlich florierende Buchhandlung auf dem familiären Betriebsgelände, irgendwo im Schwarzwald zu betreiben.
Mit dieser selbstlosen Entscheidung befindet sie sich in guter Gesellschaft mit vielen anderen weiblichen Familienmitgliedern. So gab es u.a. eine talentierte Malerin, auch eine hervorragende Pianistin und eine Vorfahrin mit politischen Ambitionen, die sich dem Familiendiktat zu fügen hatten. Trotz sachkundig seelischer Betreuung seitens ihrer besten Freundin Emma, einer Psychologin, gelingt es Lis nicht, sich dem elterlichen Wunsch - zurück in den Schwarzwald zu gehen - zu entziehen und dies, obgleich sie als Tochter im Grunde nicht die erste Wahl verkörpert. Der eigentliche Favorit ihrer Eltern bleibt ihr Bruder Lazi, der "Stammhalter"! All zu sehr hat man Lis immer wieder eingetrichert, bloßes Glied einer Kette zu sein. Wird die junge Frau sich von ihrer Familie emanzipieren können?
Der Leser erfährt von der langen Geschichte des Kahn- Clans, der im Floßhandel Reichtum erwarb, später holzverarbeitend tätig wurde und es dann lange blieb. Konjunkturelle Schwankungen, Fehlentscheidungen, Höhen und Tiefen innerhalb der Firma werden immer wieder skizziert und machen Wirtschaftsgeschichte greifbar.
Außerdem wird von den lukrativen Erfindungen gesprochen, wie etwa dem Bierdeckel oder viel früher noch vom sogenannten "Nachttopfuntersetzer".
Wann ist "la Fortune perdu"? Gibt es diesbezüglich einen Zusammenhang zum wirklich persönlichen Wollen? Was bedeutet der Begriff "Segen"? Wodurch entsteht diese vielbeschworene Gnade? Welche Chance haben Familienunternehmen in einer Zeit, in der Familien im herkömmlichen Sinne sich aufzulösen beginnen? Das sind die Fragen, die Sybille Mulot in ihrem Roman anreisst, oder die sich aus ihm ableiten lassen.
Ein großartiger Roman, der sich kundig mit gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu Zeiten unterschiedlicher Epochen auseinandersetzt und vergnügliche Lesestunden bereitet.

Empfehlenswert!
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am 17. Dezember 2005
In "Die Fabrikanten" wird die Geschichte und das wirtschaftliche Auf und Ab eines Holz- und Papierunternehmens über einige Generationen erzählt. Schwerpunkt liegt dabei auf dem Erleben einzelner Familienmitglieder.
Die Rahmenhandlung bildet die Lebensgeschichte einer Mitte des 20. Jhdts. geborenen Frau, Lis, die mit ihrem Zwillingsbruder zusammen der letzte Nachkömmling des traditionsreichen Familienunternehmens ist. Mitten in Abnabelungskämpfen von der Familie befindlich, mit fast abgeschlossenem Studium, scheint sie auf einer Reise einen Lebensgefährten gefunden zu haben - als sie erfährt, daß sie und ihr Bruder den Betrieb übernehmen müssen, um den völligen finanziellen Ruin abzuwenden.
Mit den Schicksal hadernd, alle eigenen Pläne auf später verschiebend, tut sie, was die Familie erwartet. Wie schon viele Generationen vor ihr füllt sie die ihr zugewiesene Rolle aus.
Fast 20 Jahre später nimmt sie erneut Kontakt zu dem Mann auf, den sie damals auf der Reise kennengelernt hatte. Wie sich aus dieser, jetzt schriftlich geführten Kommunikation, eine ganz andere Sicht und Bewertung der damals geschehenen und nicht geschehenen Dinge herauskristallisiert, ist wunderbar zu lesen, gelungen und stimmig beschrieben. Lis kommt schließlich zu einer ganz neuen Beurteilung ihres bisherigen Lebensweges, macht ihren Frieden mit der Vergangenheit und kann wieder Pläne für die Zukunft schmieden.
Eingestreut in den Lauf der Rahmenhandlung finden sich Rückblenden auf die eigene Kindheit der Hauptperson und auf das Streben, Fühlen und Handeln von Familienmitgliedern aus früheren Generationen.
Für mich sind die geschilderten Charaktere zu Leben erwacht, u.a. fand ich auch die vielen einfühlsam geschilderten Erlebnisse aus der Sicht von Kindern, die vielem in ihrer Umwelt magische Bedeutung beimessen, sehr gelungen.
Sowohl die sehr bestimmenden Zwänge als auch die die enge Bindung innerhalb eines solchen durch ein Unternehmen verbundenen Geschlechtes werden intensiv und treffend beschrieben.
Die den Roman zusammenhaltende Lebensgeschichte von Lis sorgt dafür, daß das Buch keine chronologische Familienbiographie werden mußte, die wahrscheinlich langweiliger zu lesen gewesen wäre.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen, habe die Empfindungen der Hauptperson gespannt verfolgt und mich von der Autorin gerne auf Seitenwege und in den Rückblick führen lassen.
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am 21. Oktober 2011
Die Geschichte der Holz- und Papierdynastie Kahns ist gut geschrieben. Einige Charaktere (vorwiegend die der Frauen) werden sehr facettenreich dargestellt. Andere bleiben dagegen leider schemenhaft. Die Autorin wechselt neben dem Zeithorizont (was durchaus gut gemacht ist) leider auch häufig die Erzählerperspektive - zumindest ich bin dabei ab und an ins Stolpern geraten.
Anfang und Ende des Buches sind in einem völlig anderen Stil geschrieben - und passen nicht nur stilistisch, sondern auch inhaltlich nicht zum Rest des Buches. Wurde da im Nachhinein noch mal Hand angelegt?
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am 26. Dezember 2007
Bin durch Zufall zu diesem Buch gekommen und muss sagen, dass es mir sehr gut gefällt. Der Leser erhält Einblick in eine Unternehmerfamilie die seit über 500 Jahren im Schwarzwald lebt. Sehr nett ist dass das Buch als Lesezeichen den Stammbaum der Familie Kahn enthält, da kann man immer wieder schnell nachlesen, wie die Verwandtschaftsverhältnisse sind.
Das Buch bekam gute Kritiken von Elke Heidenreich, von der FAZ und Süddeutschen.
Dem kann ich mich anschließen.
Sprachlich ist das Buch so geschrieben, dass man es einfach runterlesen kann, der Gesellschaftsroman feiert sein come back.
Ich werde noch mehr Bücher von der Autorin lesen.
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am 7. September 2005
...das Buch hat mir sehr gut gefallen, da ich auch aus einer Unternehmerfamilie komme. Als Fazit stelle ich für mich fest, dass es in unserer heutigen Zeit schon sehr verwunderlich ist, dass eine Frau alles aufgibt für die Firma; das würden einem normale Eltern niemals aufbürden; außerdem lassen sich im Alltag ja auch so manche Dinge vereinbaren, so dass niemand mehr sein Studium, seine Liebe und seine Zukunft einfach aufgibt für eine kleine Dorfbuchhandlung. Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, nur das letzte Kapitel fand ich etwas langatmig...
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