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Kundenrezensionen

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am 25. April 2006
Ich habe schon viel von Coelho gelesen, wenn nicht sogar alles mittlerweile. Mit seinen anderen Büchern & Handlungen im Hinterkopf kaufte ich "Elf Minuten".

"Elf Minuten" ist aber definitiv anders, als seine restlichen Bücher.

Irgendeiner meiner Vorrezensenten bezeichnet es wo als "Groschenroman". Dem möchte ich widersprechen. Nicht alles, was anscheinend gut endet ist ein Groschenroman. In dem Buch geht es um weit mehr als schnulzige Liebe und Sex.

Wie von den meisten schon zuvor geschrieben geht es um eine Prostituierte namens Maria, die in das Gewerbe nicht etwa einsteigt, weil sie Drogen oder sonst was nimmt, sondern weil man damit gutes Geld macht und sie mit ihrer Seele ohnehin nicht dabei ist.

Und sie war auch bevor sie als Prostituierte anfing beim Sex mit einem Mann nie mit der Seele dabei. Sie erlangte Befriedigung nur durch sich selbst und bis zum Ende des Buches versucht sie die Leidenschaft, die Liebe und im Endeffekt damit auch guten Sex nicht in ihr Leben zu lassen.

Schon auf Seite 22 schreibt sie in ihrem Tagebuch: Ich will begreifen, was Liebe ist, aber bislang leide ich nur. Diejenigen, die meine Seele berühren, können meinen Körper nicht wecken. Und die, denen ich mich hingebe, können meine Seele nicht berühren.

Abgesehen von einer schönen Liebesgeschichte (und damit mein ich auch, die Selbstfindung von Maria) behandelt das Buch aber auch indirekt Themen wie die "heilige Prostitution" und den weiblichen Orgasmus. Ehrlich gesagt hat es mich auch sehr verwundert, wie ein Mann so gut über sowas schreiben kann.

Eingebettet in die Haupthandlung sind auch immer wieder kleinere Geschichten und Gleichnisse - passend zur Handlung. Marias Tagebuch zwischendurch lockert die Geschichte auch immer wieder etwas auf und regt den Leser selbst zum Nachdenken an.

Gerade das ist es, was ich an Coelhos Büchern so schätze. Man merkt, dass er sich mit dem Thema wirklich auseinander gesetzt hat und nicht einfach etwas geschrieben hat um damit viel zu verdienen.

Wie immer bin ich beim Lesen selbst auch sehr nachdenklich geworden und auch wenn ich dieses Mal sogar ein paar Tage für das ganze Buch benötigt habe, hat es mir sehr gut gefallen.

Ich kanns jeder Frau nur empfehlen. Was die Männer angeht: ich weiss nicht, obs euch gefällt. Interessant ist es auf alle Fälle.
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am 25. September 2005
Die anderen Rezesionen geben den Inhalt von 11 Minuten zu genüge an. Also gehe ich darauf ein, welche meine Erfahrungen im 40. Lebensjahr damit sind.
Zu erst benötigt man bei Paulo Cohelo eine gewisse spirituelle Grundhaltung um den tieferen Sinn seiner Storys zu verstehen.Ziemlich viele Kritiker leben in unserer materialisitischen Welt und befreien sich nicht daraus wie eben Paolo C. Wer 11 minuten mit einer sensiblen Ader liest, sich die Erkenntnisse auf sein eigenes Leben projeziert, der macht in der Tat erstaunliche Entdeckungen. Außerdem hilft es in der Realität weiter. Eine der Haupterkenntnisse für mich ist, daß Niemand Niemanden besitzt. Wieviele Beziehungen gehen kaputt weil unentwegt Besitzansprüche von den Partnern angemeldet werden?? Ich habe mich daruf eingelassen, mir die Entscheidenen Stellen notiert und halte sie mir täglich vor Augen. Damit wird auch meine Seele wieder ruhiger in unserer schnellen oberflächlichen Welt. Ich wünsche das es Ihnen eben so ergeht. Gehen Sie offenen Herzens und mit Ihrer Seele an das Lesen und sie werden gleiches feststellen.
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am 10. Oktober 2008
Ich hab mich um 4 Uhr nachmittag auf einen Sessel gesetzt, die erste Seite aufgeschlagen und bin erst wieder aufgestanden, als ich das Buch ausgelesen hatte. Sowas hatte ich weder vorher noch nachher gemacht.
Warum mich das Buch ganz tief in der Seele berührt hat ?
Ja, es ist ein wunderbares Gegenstück zu unserer materialistischen Welt. Der Reichtum von glücklichen Momenten, von bewegenden Erkenntnissen wird weit über den materiellen Reichtum gestellt.
Coelho ist ohne Zweifel ein sehr spiritueller Autor - seine Bücher sind randvoll mit Lebensweisheiten. Er gibt Mut, über sich selber hinauswachsen zu wollen und da nicht loszulassen - bis man sein Glück gefunden hat. Und dass das Glück nicht im Aussen zu finden ist, sondern im eigenen Erleben der Wirklichkeit, wird aus seinen Büchern auch immer wieder klar.
11 Minuten ist eins der sinnlichsten Bücher, die ich je gelesen habe."Das tiefe Beghren, das realste Begehren ist dann in einem, wenn man zum ersten Mal auf jemanden zugeht. Das löst das Knistern aus. Danach erst kommen Mann und Frau ins Spiel....Wenn das Begehren in diesem ursprünglichen Zustand ist, verlieben sich Mann und Frau in das Leben, kosten jeden Augenblick ehrführchtig und ganz bewusst aus und feiern jeden der Aúgenblicke wie eine Segnung."
Für solch magische Augenblicke im Leben nehme ich das Buch immer wieder zur Hand, schlage es irgendwo auf...manche Absätze kann ich fast auswendig.
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Merkwürdigerweise finde ich dieses Buch inhaltlich klasse, aber nicht immer gut geschrieben. Dabei merkt man auf den ersten hundert Seiten, dass der Autor das mit dem Schreiben schon kann. Großartig werden die ersten zwei Jahrzehnte im Leben der Protagonistin erzählt, und zwar vor allem ihr Werden als sexuelles Wesen, aber auch all die Nöte, die Frauen haben, wenn es darum geht, mit den Männern und auch mit dem eigenen Körper klar zu kommen. Die Stärke dieses ersten Abschnittes des Buches ist es, dass hier nicht zuletzt ein paar Wahrheiten ausgesprochen werden, die man als Mann sonst nur erfährt, wenn man eine wirklich ehrliche Geliebte hatte (ist extrem selten) oder zumindest ein paar sehr offene, weibliche Freundinnen (auch nicht gerade häufig). Ich kann an dieser Stelle nur sagen, dass das hier Beschriebene mit den meisten Erfahrungen mit Frauen in meinem Leben übereinstimmt - wenn auch nicht mit allen. Großartig finde ich, dass dies alles aber nicht als Vorlesung präsentiert wird, sondern schlüssig und schön zu lesen in eine überzeugende und spannende Biographie integriert ist. Pornographie sucht man deshalb auch in diesem Abschnitt des Buches vergeblich.

Überhaupt wird hier schnell ein weiteres Thema noch viel spannender. Aus der tiefsten Provinz Brasiliens kommt diese Maria, um die es hier geht. Und im Gegensatz zu allen anderen Dorfschönheiten dieser Welt träumt sie nicht nur vom schönen Leben in der Ferne, sie besitzt auch den Mut, aus ihrer Welt auszubrechen und ihr Glück zu suchen - ein Thema was wohl auch in den anderen Büchern von Paulo Coelho eine wichtige Rolle spielt. Abenteuer, das ist es, was das Leben schließlich ausmacht. Und so bricht sie auf, erst aus ihrem kleinen Kaff nach Rio, dann in die kalte Schweiz, wo sie erst Tänzerin, dann Prostituierte wird. Aber dieses Schicksal ist hier fern von einem gesellschaftlichen Abstieg. Im Gegenteil, Maria sucht ihr Glück nicht nur, sie findet es auch. Mut wird eben doch belohnt, in diesem Buch und wohl auch in der Wirklichkeit.

Und damit kommen wir dann leider zu dem Teil des Buches, der mir weit weniger gelungen erscheint als der gerade beschriebene Anfang. Zu plötzlich wird innerhalb weniger Monate aus dem unschuldigen Ding vom Land die welterfahrene und auch noch in einer Fremdsprache poetisch flirtende Göttin, deren Unsicherheit nur noch künstlich herbei geschrieben zu sein scheint, weil sie immer wenn es darauf ankommt, dann doch die richtigen, klugen und mutigen Entscheidungen fällt und durchdachte Dinge sagt. Das ist etwas zuviel und vor allem einige Dialoge scheitern hier einfach (so der aus dem ersten Treffen mit dem Maler Ralf). Und auch die schnelle Begeisterung der Protagonistin für den "speziellen Freier" scheint einem mehr als ein Vehikel, doch noch etwas harten Sex im Buch unterbringen zu können. Ein bisschen S/M tut den Verkaufszahlen dann vielleicht gut. Negativ bleibt auch das Ende in Erinnerung, wo vieles von dem, was am Anfang so geschickt in die Geschichte der jungen Maria eingebaut war, noch einmal lehrbuchhaft erläutert werden muss. Ich will es mal so ausdrücken: Wer es als männlicher Leser bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht verstanden hat, für den (und dessen Freundin) ist es ohnehin zu spät.

Mir scheint das Buch aber ohnehin neben der Erläuterung der Funktion der weiblichen Anatomie (so wichtig sie auch für erfüllte Liebe auch sei) ein weit wichtigeres Thema zu enthalten. Lieben und Liebe machen, das ist etwas, was den kompletten Menschen fordert. Und so erlebt Maria erst dann Liebe und Befriedigung, als zu den 11 Minuten Kopulation etwas dazu kommt. Nämlich die Bereitschaft, sich jenseits des Aktes auf Menschen wirklich einzulassen, mit ihnen zu reden und sich dabei auch über wirklich Bewegendes im Leben austauschen zu können. Das Buch ist ein Plädoyer für die Leidenschaft im Leben, und fast schon wie Houellebecq wird hier die traurige Gesellschaft der Schweiz beschrieben, in der weder erotische Spannung noch Liebe noch Leiden noch Glück einen Raum finden. Und wo das alles nicht ist, ist eben auch kein Leben. Und das ist dann wieder eine Erfahrung, die ich ebenfalls aus meinem Leben zu kennen meine, wo sich zu viele Bekannte in Beziehungen wiederfinden, in denen nicht mehr gesprochen, geliebt und gelitten wird. Dieser in der Regel dauerhafte Zustand der bürgerlichen Existenz ist im Buch leider nur zu treffend dargestellt.

Und vielleicht ist genau das dann auch der Grund, warum dieses Buch handwerklich nicht überzeugend ist. Der Autor hat einfach mit zu viel Engagement für die Sache geschrieben. Aber da seine Botschaft wohl doch die richtige ist, muss man ihm das wohl am Ende doch verzeihen.
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am 27. August 2003
Es war einmal...
So beginnt der neue Roman von Paulo Coelho, den ich innerhalb kürzester Zeit gelesen und genossen habe. Ich bin in das Buch eingetaucht und habe mich durch die wunderbare und klare Sprache Coelhos abermals wie berauscht gefühlt.
Man verfolgt die Geschichte der Maria mit Hoffnung und Neugier: Einerseits fühlt sich Maria durch ihre Arbeit als Prostituierte verschlossen gegenüber der wahren Liebe.
Auf der anderen Seite begegnet sie einem Künstler, dem es möglich ist, die starken Emotionen der Freiheit und der Liebe in Maria wieder zu erwecken. Die Kombination von Spiritualität und Erotik ist Coelho in diesem Roman perfekt gelungen.
Coelho hatte beim Schreiben dieses Buches Angst vor zwei Dingen:
Sich einerseits lächerlich zu machen, andererseits zu anstößig zu schreiben. Ich bin der Meinung, daß ihm der Spagat zwischen reinem Sex und der Freiheit, die nur die einzig wahre Liebe hervorbringen kann, perfekt gelungen ist.
Nachdem ich das Buch zuende gelesen hatte, war ich total euphorisch. Mich überfiel einerseits ein Gefühl der Traurigkeit, dieses wundervolle Buch bereits zu kennen und nun sozusagen auf kommende Bücher von Paulo Coelho zu hoffen. Andererseits bin ich zutiefst dankbar, daß es Menschen wie Paulo Coelho gibt, aus deren Büchern die reine Wahrheit und Klarheit spricht.
Ich bin Buchhändlerin und ich freue mich auf den Moment über die „Elf Minuten" von Paulo Coelho berichten zu dürfen. Ich werde dieses Buch an Menschen herantragen, die ebenfalls auf der Suche sind...
Ich fühle mich verbunden mit allen Männern und Frauen dieser Welt, denen die Worte Coelhos soviel bedeuten wie mir !
Danke- Andrea Samstag
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am 19. Oktober 2014
Als ich das Buch von einer Freundin empfohlen bekam, dachte ich, das sei ein Hammer Buch. Ich bin aber ziemlich enttäuscht. Das Geschriebene ist absolut nichts Neues und nur weil es ein berühmter Mann verfasst hat, wird es auch nicht besser. Ich habe die letzten Seiten gar nicht mehr gelesen und es gleich weiter verkauft.
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am 29. November 2004
In „Elf Minuten" spricht Paolo Coelho mit der ihm eigenen klaren und einfachen Sprache ein Thema an, das mich seit über 30 Jahren in Atem hält und meinem Leben genauso viele wunderschöne wie traurige Momente beschert hat: die überwältigenden Erfahrungen mit Sexualität und Liebe und ihre gleichsam folgenden tiefen Abgründe. Selten hat mich ein Buch in gleicher Weise angeregt und Erinnerungen wach gerufen, über die ich mich mit anderen Menschen bislang nicht austauschen konnte oder wollte.
Ich bin Maria, der Hauptfigur des Romans, mehrfach begegnet, auch wenn keine meiner Freundinnen als Prostituierte gearbeitet hatte. Es waren die bildschönen, verheirateten oder viel zu jungen Frauen aus unterschiedlichsten Kulturen, die mir jeweils bis zum Schluss der Beziehungen unendliche Liebe bewiesen, um dann im nächsten Augenblick scheinbar ohne nachvollziehbaren Grund die Beziehung zu beenden. Paolo Coelho hat mir geholfen, Frauen in einem wesentlichen Punkt besser zu verstehen - ihren Zwiespalt zwischen Lust und Moral. „Elf Minuten" hat mir aber auch geholfen, meine Ehefrau aus einem neuen Winkel zu betrachten - zu sehen, dass in ihr die Lust nicht erloschen ist.
Ich kann jedem erwachsenen Menschen nur empfehlen, dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in aller Ruhe und in einem Zug zu lesen und dabei sich selber zu beobachten - zu beobachten, wie sehr man selber zwischen Ablehnung und Angeregtheit hin und her gerissen wird. Ganz wichtig war für mich das Nachwort von Paolo Coelho und damit die Erkenntnis, dass all das, wovon das Buch handelt, nicht der abwegigen Phantasie eines in die Jahre gekommenen Autors entspringt.
Nur wenn man die moralisch verwerflichsten Gedanken als Teil seiner selbst akzeptiert, kann man sie auch bei anderen akzeptieren und lieben. Auf jeden Fall habe ich nach der Lektüre des Buches mit vielen meiner Ex-Freundinnen und mit meiner - moralisch gesehen - „dunklen" Seite Frieden geschlossen und freue mich darauf, das „Licht", mit dem mich meine Ehefrau damals angezogen hat, neu an ihr zu entdecken.
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am 8. Dezember 2008
Das erste Buch was ich von P. Coelho gelesen habe - ich war fasziniert.

Das Buch beginnt eigentlich wie ein Märchen für Erwachsene, verliert aber schnell den märchenhaften Charakter und führt uns ein in das Mysterium der Liebe.
Coelho setzt sich mit den dunkeln und hellen der menschen, Liebe und Gefühle auseinander.

Maria darf und muss alles erfahren um vom profanen zum heiligen zu gelangen. So wirkt das Buch zeitweilig wie rein erotische Literatur, wären da nicht die Quintessenzen die Maria aus Ihren Erfahrungen herauszieht. Weisheiten die den Leser berühren und ihn zum Nachdenken anregen. Jedoch, so wie sich Maria und ihr Maler gegenseitig Sexlektionen erteilen, so werden dem Leser Sexlektionen erteilt. Es gibt Zeiten der träumerischen Höhen und der realen Tiefen.
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am 25. Juni 2008
.... auf so vielen Ebenen, dass es fast unmöglich ist, sie in einer kurzen Rezension zur Zufriedenheit aufzuführen.
Wenn man Beschreibungen dieses Buches liest, stößt man auf Worte wie Sex, Sadomasochismus, Hure und Brasilien. Doch dieses Buch ist vielmehr als ein Groschenroman über die Sexeskapaden einer Hure. Es geht vielmehr um die Selbstfindung, für die es eben manchmal nötig ist, die eigenen Grenzen kennen zu lernen und zu überschreiten - sowohl die inneren Grenzen, als auch die Grenzen zur Heimat. Es geht um Liebe, um die wahre Liebe. Liebe um der Liebe Willen, ohne Besitzansprüche, ohne festhalten. Es geht um das innere Licht. Das innere Licht, dass man nur sehen kann, wenn man seine Seele und sein Herz öffnet. Es geht um die Fähigkeit des Loslassens, des absoluten Vertrauens und es geht um die eigene Macht. Die Macht, die jeder Mensch über sein eigenes Leben und sein eigenes Schicksal hat. Es geht darum an dieser Macht festzuhalten und sie nicht abgeben zu wollen. Es geht um Unabhängigkeit und um Seelenfrieden. Aber es geht auch um kleine Dinge, die viele Menschen erst noch oder wieder lernen müssen. Zum Beispiel, dass es nicht schlimm ist, wenn man nicht weiß was Kurden sind oder wo sie herkommen, sondern dass es viel schlimmer ist, wenn man sich nicht einmal traut danach zu fragen. Denn läßt uns nicht die Angst davor, dumm zu wirken Schluß endlich dumm bleiben?

Dieses Buch sagt jedem, der es mit offenem Herzen liest: Steht zu Euren Fehlern und Eurem Unwissen; seid ehrlich zu Euch selbst und Anderen; schämt Euch nicht zu fragen; laßt Euer Ziel nicht aus den Augen; geht an Eure Grenzen und darüber hinaus; öffnet Eure Seele und Euer Herz; wahre Liebe bedeutet lieben und vertrauen, aber nicht besitzen; und am allerwichtigsten, Begehren findet in erster Linie in der Seele statt, nicht im Körper und zu begehren ist wichtiger, als zu nehmen.

Ich danke Paolo Coelho für dieses Buch und die Erkenntnisse, die es mir gebracht hat. Und ich wünsche jedem Leser, dass er dieses Buch so lesen kann, wie es gelesen werden sollte, mit weitgeöffnetem Geist.
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Maria - aus freien Stücken tauscht sie ihre Heimat Brasilien gegen Europa, genauer gesagt die Schweiz. Die ursprüngliche "Berufung", Tänzerin in einem Club, gibt sie bald, ebenfalls freiwillig, für den Beruf der Prostituierten auf und nimmt einen mit in ein Getümmel aus Macht, Unsicherheit, Lust, Leidenschaft, Heimweh, Abenteuer, der Sucht nach geordnetem Leben und der damit verbundenen Furcht vor neuen Wurzeln, die zu sehr verankern könnten, die geplante Heimkehr verhindernd.....

Den Paulo Coelho, dessen Art zu erzählen mich so sehr an "Veronika beschließt zu sterben" faszinierte und fesselte suchte ich für meinen Geschmack in "Elf Minuten" zu oft vergebens - was der Autor hier zu sagen hat, bzw. versucht mag sich mir über weite Strecken nicht ganz erschließen - aus diesem Grund auch nur 3 Sterne.

Ein Buch mit Unterhaltungswert, nicht mehr, nicht weniger.....
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