Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
20
4,7 von 5 Sternen
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 4. Januar 2006
Marlen Dieckhoffs Stimme, die unter anderem auch aus der Lesung Amelie Nothombs "Quecksilber" bekannt sein könnte, passt sich der gegebenen Situationen und Sichtweisen hervorragend an. Obwohl sie ihre Tonlage nicht der eines Kindes anpasst - oder gerade deswegen -, fällt es leicht, in das dargestellte Leben und Empfinden des kleinen Kindes, einzutauchen.
Die Betonungen sind hauptsächlich unauffällig, ebenso andere Modulationen, was die an sich absurde Vorstellung, einem altklugen Kleinkind zu lauschen, greifbarer macht.
Die Absurdität der ganzen Geschichte ist das, was das Hörbuch besonders schwierig macht. Gleich der Anfang ist derart abstrus, dass man sich schnell gelangweilt fühlt und sich zum Durchhalten zwingen muss. Hat man die ersten Hürden überwunden und Amelie befindet sich im Stadium ihrer ersten ausgesprochenen Worte, wird es einfacher und auch unterhaltsamer.
Man merkt fast jedem Satz die hohe sprachliche Kompetenz der Autorin an und mag sich an Satzkonstruktionen, Gedankengängen und sich aus sich selbst ergebenen Scherzen ergötzen, doch der schale Nachgeschmack lässt sich nicht völlig ausmerzen.
Dass Amelie Nothomb über eine gehörige Portion Narzissmus verfügt, ist bekannt, dass sie sich als Kind für Gott hielt oder er werden wollte, ist spätestens seit "Mit Staunen und Zittern" auch keine Neuigkeit mehr, aber genau diese Masse an Selbstverliebtheit und die ständig kollidierenden Aussagen irgendwo zwischen wirklichem kindlichen Erleben, echten Erinnerungen, erfundenen Passagen und sehr philosophischen Ansätzen macht es anstrengend, bei dieser Geschichte am Ball bleiben zu wollen.
Was bleibt, sind vor allem einige humorvolle Szenen, mit denen man sich identifizieren kann, und tragische Geschichten, denen Amelie Nothomb einen Sinn abzugewinnen versucht.
Zu ersterem zählt etwa die Erkenntnis, dass Eltern die Wichtigkeit von rosa Plüschelefanten selten nachvollziehen können, zu zweiterem die Erfahrung der kleinen Protagonistin, das geliebte Japan irgendwann verlassen zu müssen oder die Geschichten des japanischen Kindermädchens, das von Massenselbstmorden oder dem Tod ihrer Schwester erzählt.
Insgesamt erhält man mit "Metaphysik der Röhren" eine Geschichte, für die man Zeit aufbringen muss, weil sie wenig Leichtigkeit mit sich bringt. Für ihre Absurdität muss man sich ebenfalls begeistern können. Verfügt man über beides, so bekommt man beim Kauf neben einer teils tatsächlich autobiographischen Erzählung, die einem die Autorin etwas näher bringt, auch eine gute Lesung in einer ordentlichen Verpackung.
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. September 2011
Ein zweieinhalbjähriges Mädchen entdeckt die Welt und ich durfte mit entdecken, vollkommen in den Blickwinkel der Erzählerin aufgehen und die Welt mit neuen Augen betrachten und lernen. Lernen was es zum Beispiel mit der Freude auf sich hat:"Die Freude ist ein Wunder, aus dem ich lerne, dass ich ich bin. Ich - das ist der Sitz der Freude. Die Freude, das bin ich: wo Freude ist, wird Ich sein. Keine Freude ohne Ich, kein Ich ohne Freude!"
Ich habe in diesem Buch unglaublich wohl und heimisch gefühlt, ich habe oft laut auflachen müssen und das Ende hat mich sehr glücklich zurückgelassen und mich zum Lachen gebracht. Als ob man die reine Lebensenergie lesen würde!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Mai 2003
Mein erstes Buch von Amélie Nothomb - und noch das Beste. Die Geschichte eines kleinen Mädchens, das sich der ganzen Welt überlegen fühlt (und es wahrscheinlich auch ist) kann nicht schöner erzählt werden.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2004
Hm! Das ist der erste Gedanke der mir zu diesem Buch einfällt.
Weil so viele von diesem Buch begeistert waren, wollte ich es dann doch mal selbst lesen. Die ersten Seiten kamen mir seltsam vor. Einerseits fand ich das Buch absurd, seltsam. Aber andererseits war es auch spannend und so recht aus den Händen legen konnte ich es auch nicht. Schlecht war es auf keinen Fall und die "Ideen" die in dem Buch stecken sind eigentlich ziemlich genial. Vermutlich hat es nicht exakt meinen Geschmack getroffen, dann dieses überhebliche des kleinen Mädchens, welche sich selbst für Gott hält, hat mich teilweise sehr genervt. Dann wiederum ist aber die Verwandlung von einer Pflanze zu einem weitgehend normalen Kind durch ein Stück Schokolade schon sehr originell. Man sollte das Buch unbedingt mal selbst gelesen haben :)
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2004
... ist dieses Buch, das ich wie im Rausch in einem Zug durchlesen mußte, weil es mich sofort total in seinen Bann schlug.
Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Mädchens von seiner Geburt an bis etwa zum dritten Lebensjahr und zwar aus der ganz und gar ichbezogenen Weltsicht des Kleinkindes. Dabei verfolgt der Leser, wie sich das Kind entwickelt und die Welt um sich herum wahrnimmt, vom Säuglingsdasein bis zum kleinen Mädchen.
Amélie Nothomb hat aus dieser ungewöhnlichen Perspektive einen Roman geschaffen, der vielschichtig und witzig ist, historisch exakt und voller bunter Charaktere. Das kleine Mädchen ist die jüngste Tochter des belgischen Botschafters in Japan um 1970 und so spielt sich die Handlung in der exotischen Welt eines Diplomatenhaushaltes ab. Es wird die Familie beschrieben, das Personal und der Wechsel der japanischen Jahreszeiten mit Schlaglichtern auf die japanische Kultur. All das ist stimmig und dicht gefügt. Da Amélie Nothomb selbst aus einer Diplomatenfamilie stammt, trägt der Roman autobiographische Züge.
Das Buch ist eine Klasse für sich, eine richtige Delikatesse, und qualitativ so gut, daß man erstmal nichts anderes mehr lesen mag.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Dezember 2006
Ich liebe die zynisch-kritisch-morbide Art zu schreiben von Nothomb, und mit diesem Buch hat sie wieder alle meine positiven Vorurteile bestätigt. Der intelligente Roman aus der Sicht eines Kindes, das sich als Gott, als Mittelpunkt der Erde sieht - wie es meiner Meinung nach der Natur der Kinder entspricht - verbindet verblüffende Ideen mit schwarzem Humor und erfrischender Unverbrauchtheit. Ich bin und bleibe ein Fan von Nothomb, die so ganz anders schreibt, als es für die Gemütsruhe gut ist. Einziger Kritikpunkt: das Buch lässt sich ohne Probleme in einer Stunde fertiglesen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. Januar 2002
Dieses Buch ist umwerfend komisch und gleichzeitig ernst. Die Autorin beschreibt ihr Leben, dass praktisch erst mit zweieinhalb Jahren begann, nachdem sie Schokolade von ihrer Großmutter bekam. Die ersten zwei Jahre zeigt sie keinerlei Regung, dann wird sie plötzlich zum schreienden Ungeheuer. Nachdem diese Phase vorüber ist, wählt sie gewissenhaft ihre ersten Worte und unterhält sich gleichzeitig japanisch mit ihrem Kindermädchen. Dieses Buch ist einfach genial, erstaunlich und macht Lust auf mehr...
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2010
Ich bin auf die Schriftstellerin durch einen Zeitungsartikel aufmerksam geworden. Ein Artikel über Schrulligkeit im grunde. Das hat mich neugierig gemacht, daraufhin habe ich mir dieses kleine Buch zugelegt und es an einem Abend verschlungen.
Eine so kleine, entzückende Geschichte, so schräg, so verrückt, so unglaublich, so seltsam, so herrlich, so witzig, so (fast schon) glaubhaft, so surreal, so zuckersüß. Ja ich mochte die Geschichte und ich mochte den Schreibstil. Ein wirklich entzückendes Buch, das ich jedem nur ans Herz legen kann, es wenigstens gelesen zu haben.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. August 2003
Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Einfach genial.
Amelie Nothomb hat eine einzigartige Phantasie. Schade, daß es nicht mehr Schriftstellerinnen wie sie gibt. Soviel Intelligenz, Esprit, Talent und Schreibkunst kann ich nur bewundern.
Ich habe alle Bücher von Nothomb gelesen und hoffe, daß bald ein neues von ihr erscheint.
Absolut lesenswert, nicht nur dieses Buch von ihr.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Oktober 2009
"Ich bin ein Clown, ich sammle Augenblicke" ließ Heinrich Böll seinen Protagonisten in "Ansichten eines Clowns" auf die Frage antworten, was seinem Leben den Sinn gäbe.
Amelie Nothomb schenkt uns in ihrem Roman "Methaphysik der Röhren" viele solcher Augenblicke. Nicht der große Zusammenhang der Geschichte, nicht das 2-jährige Mädchen und seine Entwicklung sind wirklich wichtig: Es geht um die vielen kleinen Beobachtungen des Lebens und ihre jeweils eigenwilligen Perspektiven.
Diese Betrachtungen sind zutiefst klug, ohne altklug zu wirken, immer voller Humor, manchmal überraschend, aber auch gerne respektlos und frech.
Amelie Nothomb schreibt, als habe sie im Leben nie etwas anderes getan. Ihre Sprache ist wortgewaltig und dabei immer von ungemeiner Klarheit. Die wundervolle Übersetzung Wolfgang Kreges ins Deutsche lässt den Leser die Wirkung des französischen Originals ohne Abstriche nachempfinden.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken