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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
29
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am 6. November 2002
Es gibt ihn noch, den einsamen Detektiv, der rastlos als Einzelkämpfer durch den Großtstadtdschungel streift, für das Gute und seine eigene Tasche streitet, dabei gehörig eins auf die Nase bekommt und am Ende siegt. Zugegeben, diese Spezies ist angesichts von überkandidelten Gerichtsmedizinern, schnarchigen Polizisten und überstrapzierten Serienkiller-Jägern vom Aussterben bedroht. Aber so leicht sind sie nicht kaputt zu kriegen und schon gar nicht Kemal Kayankaya, der in „Kismet" seinen vierten Fall lösen darf.
Alles beginnt ganz harmlos: Kayankaya und sein Kumpel Slibulsky sollen dem Gastwirt Romario helfen. Der stolze Besitzer eines abgewrackten Restaurants im Frankfurter Bahnhofsviertel bekommt Besuch von Schutzgelderpressern. Kayankaya und Slibulsky sollen die stummen Vertreter der „Armee der Vernuft", wie sich die ehrenwerten Herren nennen, aus dem Restaurant vertreiben. Doch dann liegen die beiden gepuderten Geldeintreiber tot in Romarios Restaurant.
Kayankaya und Slibulsky verscharren die Leichen irgendwo im Taunus. Die Probleme haben sie damit allerdings nicht begraben, die fangen erst richtig an. Die Identität der beiden Toten lässt Kayankaya keine Ruhe. Er forscht nach und erfährt, dass sich hinter der „Armee der Vernunft" eine neue Mafia-Truppe verbirgt, die sich offenbar den Frankfurter Kiez mit brutalsten Methoden unter den Nagel reißen will.
Unvermittelt sieht sich Kayankaya in einen Banden-Krieg verwickelt, bei dem ein dubioser deutscher Geschäftsmann genauso seine Finger im Spiel hat wie eine Gruppe von Kroaten, die sich in einer heruntergekommenen Kneipe in Offenbach treffen. Die Spuren führen ihn dann auch noch in ein trostloses Asylbewerberheim, in dem neue Mitglieder - nicht ganz freiwillig - für die Bande geworben werden.
In einer halsbrecherischen Aktion befreit Kayankaya Leila, ein bosnisches Mädchen, aus diesem Asylbewerberheim. Im gebrochenen Deutsch erzählt sie von ihrer Mutter, die verschwunden ist und die Kayankaya suchen soll. Da eine Stange Geld lockt, nimmt er die Verfolgung auf und erfährt, dass sich Leilas Mutter offenbar in den Fängen der „Armee der Vernunft" befindet. Dass die nicht zu Späßen aufgelegt sind, erfährt Kayankaya am eigenen Leibe: Eine Explosion erschüttert sein Büro und hinterlässt eine hässliche Lücke im Haus...
In „Kismet" wird kräftig geprügelt, geschossen und gemordet. Auch Kayankaya, der schnoddrige, deutsch-türkische Privatdetektiv, muss einiges einstecken und läuft zwischenzeitlich mit einem dicken Gesichtsverband durch die Gegend. Die vielen Toten am Ende des Buches kann man schon nicht mehr zählen.
Dabei erzählt Jakob Arjouni nicht nur einfach einen Detektivroman, klug zieht er das Schlachtfeld des jugoslawischen Bürgerkriegs nach Deutschland, zeigt die brutalen Folgen der Verquickung von organisierter Kriminalität, Korruption und Nationalismus auf. Mit seiner ironischen Schreibe und seinen klaren Milieuschilderungen führt er ein unbequemes Stück deutscher Gegenwart vor. Ein harter, lebensnaher Roman und eine spannende Abwechslung zwischen all den sabbelnden Gerichtsmedizinern und ermittelnden Psychofritzen.
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am 24. Februar 2013
müßte das auf hessisch-frankfurterisch klingen, oder? Jedenfalls finde ich es eine ziemlich gelungene „Fortschreibung“ des „Philip Marlowe“-Motivs und –Stils, über eine 60-Jahre Zeitreise von LA nach FFM transplantiert; das hat Herr Arjouni wirklich gut hingekriegt, auch mit der transkulturellen Erweiterung über den sympathischen Türken-Schammes! Wie es der Autor schafft, aus der neben Hannover wohl trivialsten aller bundesdeutschen Sinnruinen einen speziellen, sehr unterhaltsamen Halbwelt-Schmäh zu destillieren, ist aller Ehren wert. Die Dialoge kratzen tatsächlich am Chandler-Niveau.
Nun wissen wir ja von weiland PARDON und später TITANIC, daß das spezielle Frankfurter Reizklima offenbar eine „Steilvorlage“ für Satire ist. Denn auch diese ist vertreten:
aus den trocken-sarkastischen Schilderungen der wirklichen Welt blitzt neben politisch-historisch-kulturellem Scharfblick aber ganz wesentlich auch Sympathie für und Interesse an Menschen hervor. Endergebnis ist ein kurzer, knackiger (auch harter) Kriminalroman mit sehr authentischem Personal und reichlich Schmunzelfaktor. Macht Lust auf mehr Aufträge für den Main-Marlowe Kemal Kayankaya . . .
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(Hörbuchfassung)

Der türkischstämmige Privatdetektiv Kemal Kayankaya wird durch eine Art Freundschaftsdienst mit den mafiösen Strukturen eines Schutzgelderpressungsringes konfrontiert. Gleich zu Beginn gibt es zwei Tote. Es lässt ihm keine Ruhe, ihre Identität herauszufinden. Das gestaltet sich jedoch gar nicht so einfach. Die neue Truppe agiert unterdessen mit ungewohnter Brutalität weiter, verbreitet Angst und Schrecken und versucht das gut ausbalancierte Bandengleichgewicht im Bahnhofsviertel auszulöschen. Eine zu große Nummer für Kayankaya?......

Man merkt, dass die Romanvorlage schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Es wird noch mit D-Mark bezahlt und der Konflikt im ehemaligen Jugoslawien spielt eine ganz zentrale Rolle.
Arjouni schreibt ganz nach dem Motto: Nicht kleckern sondern klotzen. Die Toten sind irgendwann nicht mehr zu zählen und niemand wünscht sich in der Realität dermaßen kriegsähnliche Zustände in der schönen Mainmetropole. Trotzdem fehlt es dem Text nicht an Witz und Charme. Die sehr persönlichen Seiten des Privatdetektivs kommen wiederum gut zur Geltung.

Der Autor Jakob Arjouni ("Happy birthday, Türke") liest selbst und das pointiert und spannungsreich. Er ist mit nicht einmal 49 Jahren im Jahr 2013 durch eine Krebserkrankung verstorben. So wird es wohl bei den insgesamt 5 Romanen mit Kayankaya bleiben.

Die Melodie von Van Morrison "When god shines his light on me" begleitet durch das Hörbuch. Sie gibt es am Schluss als Bonus-Track komplett.

Es handelt sich um 6 CDs mit über 6 Stunden Hörerlebnis.

Fazit: Ein wenig übertrieben, aber insgesamt kurzweilige Unterhaltung. Ruhe in Frieden Jakob Arjouni.
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am 6. Februar 2004
Die Hörspielumsetzung von Kismet mag ich sehr gerne, wegen der coolen Atmosphäre in die Frankfurt hier getaucht ist. Halb zwischen Ebblewoi und tougher Großstadt. Die Raps vom Frankfurter Benni Kratz sind absolut fett und Tim Seyfi ist die Idealbestzung für Kayankaya. Ein Hörstück mit großem Tempo, viel Witz, knallharter Action und echt fettem Groove. Meine Empfehlung.
Leonhard Koppelmann ist Regisseur und Bearbeiter u.a. folgender Hörbücher: Philip Kerr - "Das Wittgenstein-Programm", Ken Follet - "Die Säulen der Erde", Michel Houellebecq - "Elementarteilchen", Umberto Eco - "Baudolino", John Galsworthy - "Die Forsyte Saga", Léo Malet - "Das Leben ist zum Kotzen", Moritz Rinke - "Die Nibelungen", Bodo Kirchhoff - "Schundroman", Andrea Camilleri - "Die Stimme der Violine" u.v.a.
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am 4. April 2013
Nachdem ich vom Tode des Autor gelesen hatte und seine Bücher vorgestellt wurden, entschloss ich mich
ein Buch davon zu lesen. Es hat mir sehr gefallen, da ich eigentlich nur gelegentlich Krimis lese. Aber dafür war
er sehr gut.
Ein Krimi aus der Scene -Rauschgift, Drogen - aber sehr gut gemacht.
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HALL OF FAMEam 27. Oktober 2002
Nach jahrelanger Pause hat Jakob Arjouni wieder einen Kemal Kayankaya-Krimi geschrieben. "Kismet" ist nach "Happy Birthday, Türke", "Mehr Bier" und "Ein Mann, ein Mord" der vierte Roman, in dem der Frankfurter Türke Kemal Kayankaya nach Philip Marlowe-Art ermittelt. Diesmal hilft er seinem brasilianischen Freund und Restaurantbesitzer Romario gegen Schutzgelderpresser, die in Frankfurt die Marktführerschaft erlangen wollen. Nachdem dieser Freundschaftsdienst nicht ganz so abläuft wie beabsichtigt, versucht er die Hintermänner herauszufinden. Doch dabei erlebt er eine Überraschung nach der anderen, gerät an einen Fabrikanten und Exporteur, der die Welt mit gefälschten Produkten beglückt, entdeckt eine kroatische Verbrecherorganisation, die skrupellos und brutal vorgeht, und muß sich an einen der etablierten Paten der Frankfurter Unterwelt, einen Albaner, um Hilfe wenden, bevor es zum finalen Showdown kommt. Alles in allem der bisher beste Kayankaya-Krimi. Weitere sollten folgen.
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am 28. August 2014
Ich hatte einen harten Krimi erwartet. Bekommen habe ich eine x-mal thematisierte Schutzgelderpressung. Wo findet sie statt? Natürlich im Frankfurter Bahnhofsmilieu. Als ob Läden außerhalb des sogenannten Nutten-Mafia-Milieus von sowas nie betroffen wären. Es gibt viel Knallereien und Leichen, aber das macht einen Krimi für mich nicht hart. Ich finde, da machts sich der Autor zu leicht. Auch der Schluss wirkt auf mich sehr konstruiert. Alles in allem hats mich nicht überzeugt.
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am 21. Oktober 2005
Zu diesem Roman kann man nur sagen, dass es mit sicherheit einer der Besten Detektivromane ist, die ich in meinem Leben gelesen habe (und das waren einige)
Von Agatha Christie über Arthur Canon Doyle bis hin zu Donna Leon stellt dieses Buch nun wirklich alle guten Detektivgeschichten in frage. Denn sie ist zweifellos so, wie eine Detektivgeschichte sein muss: Verraucht, gefährlich, spannend, aber auch sozialkritisch und mit viel schwarzem Humor.
(Sollte ein leser dieser Rezension nicht der meinung sein, dass dies eine gute charakteristika für Detektivgeschichten ist, möge er verzeihen und das buch als eine "neue welle" unter den detektivgeschichten ansehen)
Auch sprachlich ist das Buch überaus gelungen. Die Gratwanderung zwischen Actionsequenzen, bei denen trotzdem noch wert auf gepflegte ausdrucksweise gelegt wird kann ich nur bewundern.
Alles in allem finde ich, dass sich ein einmalig gutes buch hinter diesem langweiligen Cover verbirgt!
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am 9. April 2001
Schnell, hart und witzig - so sollen Krimis sein. Nicht unbedingt ein literarisches Highlight, aber spannend und unterhaltsam geschrieben. Als Bonus gibt es ein paar sehr hübsch beobachtete Details um hessische Tütenfabrik-Aufpasser oder reiche Schäferhund-Frauchen. Normalerweise kann man mich mit Filmen zum Buch jagen (und der schon gedrehte Kayankaya-Streifen war ja nicht so toll), aber hier würde sich eine Verfilmung mal wirklich anbieten.
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am 2. März 2004
Die Hörspielumsetzung von Kismet mag ich sehr gerne, wegen der coolen Atmosphäre in die Frankfurt hier getaucht ist. Halb zwischen Ebblewoi und tougher Großstadt. Die Raps vom Frankfurter Benni Kratz sind absolut fett und Tim Seyfi ist die Idealbestzung für Kayankaya. Ein Hörstück mit großem Tempo, viel Witz, knallharter Action und echt fettem Groove. Meine Empfehlung.
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