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am 26. Oktober 2001
"Blumen für Polt" (detebe 23295 - Erstausgabe 2000) ist nach "Polt muß weinen" (detebe 23129 - Erstausgabe 1998) das zweite Buch Alfred Komareks mit Gendarmerie-Inspektor Polt. Das erste Buch wurde mittlerweile für das Fernsehen verfilmt und Alfred Komarek hat für es 1999 den Glauserpreis erhalten. "Blumen für Polt" bewegt sich im gleichen Milieu im österreichischen Weinviertel. Diesmal kommt Willi - ein geistig Behinderter - an einem Steilhang zu Tode. Polt kann nicht so recht an einen Unfall glauben und beginnt bedächtig nach Spuren zu suchen. Dabei lernt man sukzessive die Sonnen- und Schattenseiten der Bewohner des Wiesbachtals kennen. Insbesonders eine Kinderbande, die ihren Phantasien frönt, und ein tödlicher Verkehrsunfall mit einigen Ungereimtheiten bringen ihn jedoch zur Lösung des Falles. Mit dabei - wie auch schon im ersten Fall mit Gendarmerie-Inspektor Polt - auch die von ihm verehrte Lehrerin Karin Walter und die Rockerbande - diesmal das Gesetz und seine Hüter unterstützend. Und mit dabei das von Komarek so geschätzte Weinviertel mit seinen dörflichen Idyllen, den verlassenen Kellergassen, den verfallenden Preßhäusern und verwachsenen Hohlwegen. Weiters mit dabei der Weingenuß bei jeder Gelegenheit - wie auch anders im Weinviertel. Alles in allem ein interessanter Kriminalroman, der in einer liebenswerten Gegend spielt.
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am 28. Dezember 2006
Spektakulär ist es immer noch nicht, das Leben im Weinviertel. Zwei Jahre ist es her, dass Polt beim Fall des mittels Gärgas umgebrachten Weinbauern Hahn weinen musste. Still ist es, ruhig und beschaulich geht es zu in der Region, die hauptsächlich von Weinbauern bewohnt ist und dass mal ein kleiner Autounfall passiert, kann natürlich auch hier vorkommen; und dass dabei mindestens einer der Beteiligten vorher einen kleinen Schluck Wein verkostet hat, versteht sich fast von selbst, denn meistens ist bei dieser allgegenwärtigen Sauferei sowieso mindest ein Kiewara mit von der Partie.

Höchst bedauerlich wenn dabei ein Mensch ums Leben kommt. Aber der Riedl Rudi, der hier unter die Räder kam, ist im ganzen Ort bekannt dafür, sich schon mal absichtlich vor ein Auto fallen zu lassen, um dann Schmerzensgeld kassieren zu können.

Am selben Abend wird aber noch ein weiterer Todesfall vermeldet. Willi, ein geistig Behinderter und vor allem Polts Freund, war über einen Lößabbruch gestürzt. Und weil ihm das äußerst seltsam vor kommt hört Gendarmerie-Inspektor Simon Polt nicht auf Fragen zu stellen und setzt sogar seine frisch geknüpfte Liebesbeziehung zu seiner Pädagogin aufs Spiel ...

Was Komarek hier erzählt, ist eigentlich eine ganz alltägliche Geschichte. Ein Autounfall, ein Sturz; traurig zwar, aber nichts, was auf andere Motive würde schließen lassen. Es braucht schon einen Simon Polt, um unter die Oberfläche zu kommen. Seine Verhörmethoden entsprechen mit Sicherheit nicht den gängigen Verfahrensweisen, aber irgendwann trägt dieses Zuhören, seine Beharrlichkeit dann auch Früchte: schon wieder gibt es ein neues, winziges Detail, das ihn weiter lockt!

Beschaulich erzählt Alfred Komarek, mit einer ungeheuren Liebe zum Detail, von den Gegenständen und von der Region, in der er seine Krimis angesiedelt hat.

Komarek schafft es, eine ganze Welt vor dem Auge des Lesers entstehen zu lassen. Es ist, als würden die Landschaft und der Erzählrhythmus eins sein: eine gelungene Symbiose, lesens- und empfehlenswert nicht nur für Leser, die sich für die Region interessieren oder Fans spannender Krimis sind, sondern auch authentische Milieu-Studien lieben.

Lassen Sie sich vom österreichischen Charme, von der Liebe zum Detail, von verfallenen Presshäusern, verwachsenen Hohlwegen und friedlichen Weinkellern verführen!
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am 5. April 2002
Alfred Komarek beschreibt in seinem Roman „Blumen für Polt“ den geistig behinderten Willi ohne medizinische Diagnosen – er wird hauptsächlich aufgrund seines Ausdrucks und seines Wirkens auf die im Roman dargestellte Landbevölkerung beschrieben. In Willi’s Anamnesebogen – würde er Klient in einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen sein – lautete der Begriff unter dem Punkt „Diagnose“, wohl „Oligophrenie“.
Im fiktiven Wiesbachtal, haben die Menschen – im landläufigen Milieu – durchaus übliche Begriffe für den behinderten Willi. So bezeichnen sie ihn als seelenloses Wesen, Idioten, oder Lebensunwürdigen – er stört das pseudoidyllische Bild der Gegend. Vom Besitzer der Riede „toter Hengst“, in der er sich so gerne aufhält und wo sich seine Lieblingsplätze zum Träumen befinden, wird er so recht und schlecht gemieden, von den Kindern des Ortes, denen er einen wichtigen, weil geheimen Treffpunkt – die Höhle im Lößabsturz unterhalb der Riede - aufgrund seiner Anwesenheit, streitig macht, wird er verlacht und verspottet. Gegen Ende des Romans stellt sich heraus, dass ihn sogar der eigene Vater für einen Kretin, mit verblödetem, unerträglichem Grinsen hält – er ist es auch, der ihn tötet. Willi’s Tod, wird als eine Verkettung unglücklicher Umstände beschrieben: Vom Weingartenbesitzer erschreckt, stolpert er über die absichtlich ausgesteckten Beine der ihn veralbernden Kinder – er stürzt den Lößabsturz hinunter – und überlebt! Sein Vater, der ihn schon nach der Geburt verstoßen hat, findet – und tötet – ihn!

Willi selbst wird als äußerst gutmütig, ruhig und etwas ängstlich den Menschen gegenüber, die ihm negativ gegenüber treten, beschrieben. Positive Erfahrungen macht er eigentlich nur mit Antonia Raab - die ihn als Findelkind bei sich aufnahm - bzw. mit Simon Polt, die sich als einzige Burgheimer mit ihm so beschäftigen, wie man es als Behindertenbetreuer eigentlich von allen Ansässigen erwarten würde. Raab und Polt sind auch diejenigen, die seine Züge eher als alterndes Kindergesicht, denn als zerfurchte Fratze bezeichnen.

Es handelt sich hier um einen Roman mit fiktiver Handlung – trotzdem beschreibt
ein Artikel, über - den zu diesem Zeitpunkt noch lebenden - Willi, in einer
Lokalzeitung ganz gut, wie Behinderte von ihrer Umwelt oft wahrgenommen
werden – für jeden sozial normaldenkenden Menschen erschütternd. Nach einigen
einleitenden Zeilen, steht geschrieben:
Willi hatte noch Glück. In den grausamen Wirren der Nachkriegszeit blieb sein kaum erwachtes Leben verschont. Von unbekannten Eltern gleichgültig und herzlos weggelegt, fand er Erbarmen. Es ist für ihn gesorgt. Doch kann der mit klarem Verstande gesegnete Betrachter bei diesem gedankenleer verdämmernden Leben von Glück schreiben? Mag sein, dass Willis Eltern längst gestorben sind, doch mit ihren Gebeinen liegt ihre Schuld nicht mit begraben. Aus dem Schweigen ihres unglückseligen Kindes tönt das Fanal bitterer Anklage und ungesühnter Schuld. Sein leeres Gesicht spiegelt die Fratze jener wieder, die ihn verantwortungslos gezeugt und allein gelassen haben. Waren sie womöglich wie er gewesen? Gedankenlos dem dumpfen Drängen tierischer Triebe folgend? Wir werden es wohl nie erfahren.
Komarek ist nicht nur imstande die Landschaft und Bevölkerung des Weinviertels so zu schildern, dass der Leser sich räumlich und emotional in den Roman einleben kann, er dürfte auch engen Kontakt zu Menschen mit geistiger Behinderung, bzw. deren Umfeld gehabt haben – ansonsten wären Beschreibungen wie im Roman gebraucht, wohl kaum möglich.
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am 7. August 2009
Auch im zweiten Fall des liebenswerten Landgendarmen Polt wird getschechert was das Zeug hält. Komarek hat den Schreibstil verfeinert und das Tempo ein wenig gesteigert, daher ist die Lektüre flüssiger zu lesen als das Erstlingswerk "Polt muss weinen". Die Beschreibungen der Charaktere und der Landschaft sind gut gelungen. Hochspannung kommt jedoch auch im zweiten Teil nicht auf, da es sich weniger um einen Krimi als um eine Studie der Ureinwohner des Weinvierels samt ihren Eigenschaften handelt, welche zutreffend das Tun und die Einstellung der Bauern beschreibt. Fazit: nette (Urlaubs-)Lektüre, die leicht an einem Tag zu lesen ist.
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TOP 1000 REZENSENTam 2. März 2013
Ich las „Blumen für Polt“ mit großem Vergnügen. Komarek versteht es, die in diesem Buch vorliegenden Kriminalfälle bedächtig, aber gründlich aufzulösen, Spuren zu verfolgen, Schlussfolgerungen zu ziehen und den Leser dabei in seinen Bann zu ziehen. So ganz nebenbei zeichnet er auch Landschaft und Personen authentisch, liebevoll und zum Teil mit feiner Ironie. Ein Krimi mit österreichischem Charme, eine Hommage an das Weinviertel mit seinen Kellergassen, den Preßhäusern, dessen Atmosphäre und nicht zuletzt den Weinen. Erstklassig, wie gewohnt.
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am 15. Oktober 2011
Gendarmerie-Inspektor Polt ermittelt in seiner üblichen bedächtigen Manier - vielleicht geschärft durch ab und zu ein paar Gläschen Wein. Letztendlich lichtet sich das Dunkel und es verbleibt ein wenig Mitgefühl für den Täter .... Für Leser, die keine actionreichen und reisserischen Krimis bevorzugen, sondern jene mit feinem, psychologischem und menschlichem Tiefgang sehr zu empfehlen! Ich jedenfalls habe Polt lieben gelernt!
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am 23. April 2016
-Ein unaufgeregtes, schönes romantisches Bild der Gemütlichkeit Österreichischer Seelen. Etwas zurückdatiert, als es am Land noch die Gendarmerie gab- und wunderbar geschrieben.
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am 10. Oktober 2000
Nachdem ich den ersten Polt mit Begeisterung gelesen habe, war ich von diesem leider enttäuscht. Der erste Band war logisch um die Weinbauern herum aufgebaut und enthielt viel Lokalkolorit (ich bin selber Weinviertler), der zweite Band nimmt sich eines gänzlich anderen Themas an: Außenseiter in kleinen Gemeinschaften.
Der geistig behinderte Willi, der mehr schlecht als recht geduldet wird, drei Kinder, denen die Fantasie durchgeht, zwei jugendliche Neonazis, die aus dem ersten Teil bekannte Rockergruppe, der "Professor" im Turm, die verarmten Gutsbauern... Lauter ausgestoßene auf ihre Weise und wert, daß man ihre Geschichten erzählte. Leider erfährt man über diese Ansammlung hochinteressanter Charaktere so gut wie nichts. Komarek bleibt dabei, daß sich Polt weintrinkend von einem Keller zum nächsten begibt und dabei nicht einmal Informationen sammelt.
Der Schluß ist recht logisch und zum Teil überraschend, aber hauptsächlich darum, weil Komarek vorher mit Informationen knausert. Selten, daß man das schreiben muß, aber das Buch wäre doppelt so lange mit ausreichender Charakterisierung und weniger Sauferei wesentlich lesenswerter. Herr Komarek, lassen sie sich für den nächsten Polt mehr Zeit und lassen sie mich Brunndorf und dessen Bewohner besser kennenlernen.
ÜBRIGENS: In Österreich geht man keine Stiegen oder Kellergassen hoch, sondern hinauf! (Bitte keine deutschen Slangausdrücke!!!!) Im Weinvierte geht man auf ein Krügel (seltener auf ein Seidel) Bier, nicht auf ein Glas. Jungen Wein gibt's im ganzen Weinviertel nicht, das heißt- sogar die Amerikaner wissen's- Heuriger!!! Ein grüner Wein ist mir als Landkind noch nie untergekommen (Grüner Veltliner vielleicht??) In vorauseilendem Gehorsam typisch österreichische durch typisch deutsche Ausdrücke zu ersetzen, erschlägt viel von der Stimmung, vor allem, wenn man dann plötzlich mit "Kellerschlatz" die deutschen Leser verblüffen will. Nur gut daß Polt in der Gemischtwarenhandlung (richtig: Greißler) noch nicht mit Mark einkaufen muß.
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am 28. Juni 2000
Nein, tut mir nicht mal leid, irgendwie ist mir dieser Inspektor Polt unsympathisch. Da ändert auch der Glauserpreis 1999 nichts daran. Ich mag ihn einfach nicht. Kann man nix dran machen. Möglicherweise ist es sein Alter. Oder seine etwas konservativen Ansichten. Eher wohl letztere. Ausserdem ist er ein Säufer, nein da lasse ich mich nicht umstimmen von all denen, die auf diese weinselige Gesülze reingefallen sind. Simon Polt und seine Weinbauern in dem fiktiven Wiesbachtal im Weinviertel nahe der tschechischen Grenze sind allesamt Säufer. So. Auch wenn es Alfred Komarek verniedlichend und charmant beschreiben mag, in seinen Krimigeschichten wird nur gesoffen, permanent. Grüner Veltiner her, Blauer Portugieser hin, ist doch langweilig auf die Dauer. Gut, die Darstellung der ländlichen Welt ist eine gelungene Milieustudie, mehr auch schon nicht. Die Geschichte, meine Güte, gut gut, nett zum lesen, aber bitte. Seien Sie mir nicht böse Herr Komarek, Ihre Geschichten erinnern mich an Jugendbücher. So in der Art von "Die drei ???". Nicht daß wir uns mißverstehen, das waren hervorragende Bücher. Aber eben Jugendliteratur. Und wenn wir in den Poltgeschichten zwei drei Sätze wegstreichen, Sie verstehen, was ich meine. Tja also, mehr fällt mir dazu wirklich nicht ein. Einmal Polt genügt, wenn schon, dann eher den ersten, der hieß "Polt muß weinen". Gleiches Bild: Weinseligkeit, einfache Charaktere, Landleben. Eher für Stadtmenschen. Ehrlich. © Alexander Larch (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 15. März 2000
Genauso schön wie der erste Band "Polt muß weinen"!
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