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...von dem ich persönlich nicht so begeistert bin, hatte ich meinen Mann schon "vorgewarnt", als er sich das E-Book "Auf dem Jakobsweg" von Coelho auf seinen Kindle herunterladen wollte, aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack, besonders was Literatur und Musik betrifft und man sollte selber beurteilen, was einem gefällt und was nicht...

Hier seine Rezension:
Weil zwei meiner Freunde den Jakobsweg erwandert haben und ihre Erfahrungen z.T. sehr fesselnd darzustellen wussten, fasziniert mich das Thema "Camino" und ich lese z.Zt. manches zu diesem Thema.

Einige der zuletzt von mir gelesenen Bücher zu diesem Thema vermittelten mir den Eindruck, dass "Auf dem Jakobsweg" von Paulo Coelho so eine Art von "Kultbuch" darstellt, dessen Lektüre für jeden Jakobspilger (oder die Menschen, die sich für den Camino interessieren) ein MUSS darstellt; also habe ich mir - gegen den Ratschlag meiner Frau - diesen Titel gekauft, in der Hoffnung, ein weiteres Buch zu lesen, in dem ein Pilger seine Erfahrungen auf dem Weg nach Santiago de Compostela schildert. Und dieses versucht der Autor dann (dem Anschein nach) auch; aber leider auf seine Weise! Coelho schildert seine Pilgerreise als Parabel eines "Suchenden", der sein Schwert für eine (geheime) Bruderschaft erwerben will und hierbei von seinem Begleiter in diverse Meditationsübungen "eingeweiht" wird, die seinen Geist und Körper zu einer inneren Ausgeglichenheit führen sollen. Ich habe Seite für Seite gelesen und immer darauf gewartet, dass der Autor endlich "zur Sache kommt" und etwas über den Jakobsweg schildert, was auch nur annähernd dem nahekommt, was mich an den diversen Bücher, die ich zuvor gelesen habe, so fasziniert hat, aber: Der Titel ist total irreführend (eine Verkaufsstrategie des Verlages?) und ich stellte mir zunehmend die Frage: Bin ich etwa beschränkt (in meinem Auffassungsvermögen), oder ist der Autor so in seiner mystischen, in sich gekehrten Welt gefangen, so dass er in seinem Buch Gedanken veröffentlicht, die vielleicht nur eine kleine Minderheit von Lesern versteht...?

Zumindest ich, habe dann irgendwann kapituliert, da mir meine Zeit zu schade ist, um sie an ein solches Buch zu verschwenden! Es gibt noch so viele gute Literatur zu diesem besonderen Thema, die mir mehr sagt.

Die drei Sterne vergebe ich aus einem besonderen Grund:
Weil mir das Buch überhaupt nicht zusagte, habe ich alle 128 Rezensionen dieses Titels gelesen und - für mich - festgestellt, dass mich diese bedeutend mehr interessiert haben, als das Buch an sich. Hier haben Leser ihre Gedanken auf teilweise faszinierende, intelligente Art formuliert, von der - und das ist meine ganz persönliche Meinung - der Autor, Paulo Coelho, noch einiges lernen könnte...
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am 30. Dezember 2007
Nicht zuletzt durch das ebenfalls gelungene Buch von Hape Kerkeling ist der Jakobsweg in den letzten Jahren immer populärer geworden. Ich denke, es hängt auch damit zusammen, daß Menschen die Sehnsucht nach Ruhe und Natur dorthin zieht, um mal eine Weile ohne Handys, Internet und Multi-Tasking zu leben. Selbstredend ist es ein kluger Schachzug, das Buch in dem Zuge lange nach der Erstveröffentlichung so umzubenennen, daß der "Jakobsweg" im Titel vorkommt, damit mehr Leser zu dieser Lektüre greifen.
Beim Lesen fielen mir zwei Dinge auf:
zum Einen wurde ich an die Carlos Castaneda-Bücher erinnert, die sich um Don Juan drehen (diese werden in Coelhos' Jakobsweg-Buch auch benannt). Denn es gab häufig Kritik, da die Gerüchte umher gingen, dieses Don Juan habe niemals existiert. Tatsächlich werden dadurch aber die Bücher von Castaneda nicht schlechter. In dem Fall von Coelho ist es auch nicht so wichtig, ob die spirituelle Reise des Autors auf dem Jakobsweg oder sonstwo stattfindet, denn das Werk handelt mitnichten von einer Reise-Beschreibung, sondern von einer spirituellen Erfahrung, die auch auf vielen anderen (Wander-)Wegen dieser Erde hätte stattfinden können. Das Buch ist aus einer sehr esoterischen bzw. spirituellen Weltsicht geschrieben, und ich denke, damit werden viele Leute Mühe haben, bzw. sie werden enttäuscht sein, weil sie einen weiteren "Reisebericht" zum Jakobsweg erwartet haben. Es ist auch nicht unbedingt einfach, sich auf die (auf den ersten Blick) relativ abgedrehten Geschehnisse einzulassen, die von Dämonen, Heiligen und schicksalhaften Aufgaben handeln. Ich habe das Buch mehr wie eine Fabel empfunden, dennoch habe ich viel daraus gelernt und stand zu jeder Zeit in Reflexion mit meinen Gefühlen und meinen Gedanken, und das ist etwas, was ein Buch für mich sehr lesenswert macht, auch, wenn ich möglicherweise nicht jeden einzelnen Aspekt des Inhalts verstehe oder gut finde. Ich habe ziemlich lange an dem Buch gelesen, da ich nie mehr als ein Kapitel pro Tag "geschafft" habe. In der Tat ist das Buch nicht so schnell wegzulesen wie ein gewöhnlicher Roman (und auch nicht so schnell wie andere Bücher von Coelho) aber ich finde, es hat sich gelohnt, und ich werde sicherlich bald wieder zu dem Werk greifen, um es ein zweites Mal zu lesen.
Übrigens: in mir hat das Buch eher den Wunsch verstärkt, in der Natur wandern zu gehen... :o)
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am 3. März 2014
Wie so oft bei Kundenrezensionen ist auch hier das Problem, dass das Buch und mein Bestellvorgang auf diversen Ebenen "existieren" (Lieferzeit, Lieferzustand, editorische Fragen wie z. B. Covergestaltung und Buchtitel, Inhalt des Buchs ...), ich aber nur EINE Bewertung abgeben kann. Man muss hier trennen, kommt aber dann interessanterweise doch zu ähnlichen Ergebnissen: Der Titel "Auf dem Jakobsweg", der nicht dem Titel der ersten deutschen Ausgabe entspricht (Titel ursprünglich: "Die heiligen Geheimnisse eines Magiers: 12 Einweihungen auf dem Jakobsweg", später: "Das Schwert des Magiers: 12 Einweihungen auf dem Jakobsweg") ist zwar für viele Leser irreführend, aber noch vertretbar - schließlich spielt sich die Geschichte tatsächlich auf dem Jakobsweg ab, und dieser Titel verspricht keineswegs einen Reisebericht oder eine Landschaftsbeschreibung (wer das nur aufgrund des Titels erwartet, hat falsche Erwartungen). Der neue Untertitel ("Tagebuch einer Pilgerreise ...") ist aber schlicht und einfach ein Witz, eine Farce, eine Frechheit, da er die Leser vorsätzlich und fahrlässig in die Irre führt. Es handelt sich hier NICHT um ein Tagebuch und auch nicht um eine Pilgerreise im landläufigen Sinn. Kein Ruhmesblatt für den Verlag! Nun zum Inhalt: Da findet man das eine oder andere schöne Zitat und manch tiefere Wahrheit, da schimmert Literarizität und schriftstellerisches Geschick durch. Das bleibt aber die Ausnahme, weitgehend ist man hier mit kruden, schwer verständlichen, düsteren, verstörenden und auch langweiligen Passagen voller Motive wie Okkultismus, Bruderschaft, Tod, Schwert, Auftrag, Hexer, Dämon usw. konfrontiert. Ein schwer verdauliches Gebräu aus viel wirrem Zeug, darum habe ich das Buch nach einem Drittel erstmal weggelegt. Unter einem der beiden früheren Titel könnte das Buch eine bessere Bewertung erhalten.
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am 31. Mai 2015
Für das Buch bin ich nicht geeignet.
Auf dem Jakobsweg selber konnte ich immer noch nicht nachvollziehen was in dem Buch steht.
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am 4. Mai 2017
„Ich bestellte ein kaltes Getränk, war versucht, auch ein wenig fernzusehen, doch ich konnte mich auf nichts konzentrieren. Ich dachte nur daran, daß ich in zwei Tagen, mitten im 20. Jahrhundert, ein ähnlich großes Abenteuer der Menschheit erleben würde wie jenes, das Odysseus nach Troja, Don Quichotte auf die kastilische Hochebene La Mancha, Dante und Orpheus in die Unterwelt und Christoph Columbus nach Amerika führte: das Abenteuer einer Reise ins Unbekannte.“

…mit diesen mitreißenden Worten leitet der brasilianische Bestseller-Autor Paulo Coelho sein Buch „Auf dem Jakobsweg“ auf Seite 26 ein. ›Auf dem Jakobsweg‹ ist Paulo Coelhos sehr persönliches Tagebuch seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela 1986 – ein Reise- und Erfahrungsbericht, in dem bereits die großen Themen seiner Romane – vom ›Alchimisten‹ bis zu Der ›Dämon und Fräulein Prym‹ – angelegt sind: die Liebe, der ewige Kampf zwischen Gut und Böse und die Frage, ob wir unser Leben in die Hand nehmen und die Wende wagen. Ein Buch über Veränderungen, das auch mich, den Leser, am Ende verändert zurücklässt.

Speziell die Themen zu Liebe faszinierten mich und es war spannend seine Einstellungen darüber zu lesen. Diese Ansichten werden mich sicher weiterhin auf meinem Lebensweg begleiten. Außerdem ist das Werk mit verschiedenen Exerzitien gespickt. Diese kenne ich von meiner Familie, doch in anderen Form. Hier waren es kleine Übungen, die einem zu einem selbst führen sollen. Auch wenn es jetzt masochistisch klingt, war mein Favorit: das Exerzitium des Schmerzens. Dieses war sehr herausfordernd und ich werde es auf jeden Fall noch öfter durchführen, falls mein Geist wieder verrücktspielt.

Da ich selber in Erwägung ziehe, diesen Weg zu beschreiten, hat mich das Buch natürlich sehr interessiert. Falls sich ähnliche Ereignisse wie hier beschrieben auftun wäre ich positiv überrascht und verwundert zu gleich. Super Lektüre!

#kannstdulesen

Auf dem Jakobsweg: Tagebuch einer Pilgerreise nach Santiago de Compostela (detebe)
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am 25. August 2007
Weder Coelho noch sein Buch können etwas dafür, wenn die Leser einen Reiseführer nebst Erlebnis-Leitfaden suchten und nicht gefunden haben: nichts dergleichen hat der Autor angeboten oder gar versprochen.
Der "Jakobsweg" steht hier symbolisch für einen inneren Weg und die Suche nach dem Selbst und ist kein Nachhilfeunterricht in Geographie, kein Übungsbuch für Fitniss-Training, und die Meditationen sind erst recht keine Rezepte aus der Esoterik-Küche zum Nachkochen. Daß viele Leser nun a u c h dorthin fahren und das Pilgern ausprobieren wollen - das war sicherlich nicht die vorrangige Absicht oder gar Empfehlung des Autors. Wenn ich über körperlich-seelisch-geistige Erfahrungen und Schönheiten, die ich in einer besonderen Landschaft und unter außerordentlichen Bedingungen erlebt habe, schreibe, dann fordere ich doch damit nicht meine Leser auf, das physisch , sondern mit der Seele nachzuerleben. Keinem sei genommen, es selbst auch physisch auszuprobieren und nachzuempfinden, aber niemand kann sich doch dann beschweren, daß er keinen Bädecker gekauft hat mit diesem Buch und daß er alles ganz anders vorgefunden und erlebt hat,um dann auch noch zu bezweifeln, ob der Autor je diesen Weg selbst gegangen ist. Das ist doch völlig unwichtig und nicht einmal nachdenkenswert in diesem Zusammenhang.
Das Buch gibt wichtige Denkanstöße, und die 11 Meditationen liegen einem sicher nicht in allem und vollumfänglich, aber vieles Wertvolle ist darunter, und das muß man erkennen und auch würdigen. Es ist d a s Buch von Coelho, das man gelesen haben muß. Alle anderen verblassen dagegen.
Obwohl nicht 100% einverstanden mit allem , trotzdem 5 Sterne, weil es viel mehr solcher Bücher geben müßte anstatt so mancher Wischi-Waschi-Esoterik für Midlife-Crisis-Neurotiker. Eins der wenigen Bücher, die ich auf jeden Fall auch ein zweites Mal lesen werde.
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am 2. September 2014
das buch eines von seiner wichtigkeit überzeugten und sich zu höherem berufenen mannes - unerträglich schwülstig und den eigenen wert überschätzend - enthält keinerlei spirituellen nährwert - grauenvoll - verstehe nicht, dass es so bekannt geworden ist!
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am 9. November 2014
Paulo Coelho ist seltsam. Überbewertet. Pseudophilosophisch und leicht okkult veranlagt. Dies zieht sich durch seine Erzählung über den Camino de Santiago und als 2facher Peregrino kann über ihn und seine Eindrücke nur den Kopf schütteln. Da merkt man, wenn ein Mensch sich vor der Pilgerreise nicht wie ein Gefäß entleert, dann wird er das geschenk dieser reise nicht aufnehmen können. Wer Coelho liest, der wird erleben, wie jemand auf dem Jakobsweg war und dennoch nicht dort war.
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am 30. August 2007
Man muss wissen, dass dieses Buch erstmals 1987 in Brasilien erschienen ist. Damals ging "kein Mensch den Jakobsweg". Das Buch heißt im Original "O Diario De Um Mago". Die deutsche Erstausgabe erschien 1991 unter dem ziemlich stimmigen Titel: "Die heiligen Geheimnisse eines Magiers". Erst 1999 hat der Diogenes Verlag eine neue Auflage unter dem Titel "Auf dem Jakobsweg ... Tagebuch einer Pilgerreise nach S. de Compostela" auf den Markt gebracht. Und dieses Buch liegt heute noch vor.

Die Wahl dieses Titels war marketingtechnisch sehr geschickt und ist heutzutage im allgemeinen Jakobsweg Hype umso besser (was den Verkauf des Buchs angeht).

Viele Irritationen des Buches bzw. des Inhalts des Buchs sind aber durch die Wahl dieses Titels ausgelöst worden. Daher sind nicht die LeserInnen dumm, die sich über das Buch wundern, sondern der Verlag hat die LeserInnen nur unter dem Aspekt der Käuferinnen gesehen und ein wenig für dumm verkauft.

Im Buch geht es tatsächlich auch um eine Pilgerreise über den Jakobsweg. Der Titel ist daher ganz streng genommen (bei einer gewissermaßen wörtlichen Auslegung) richtig.

Man erfährt ganz viel über die Geschichte des Wegs. Über die Bedeutung des Wegs im Mittelalter. Dass auch z.B. Franz von Assisi diesen Weg schon gegangen ist. Und was Santiago de Compostela eigentlich heißt.

Aber das wesentliche des Buches ist nicht die Funktion der Reisebeschreibung oder des Tagebuchs, sondern das Wesentliche ist der Weg zu sich selbst, den Paulo Coelho hier an sich - an seinem Leben erfährt und auch beschreibt.

Paulo Coelho ist (oder war) Teil einer alten katholischen, von ihm R.A.M. genannten, Bruderschaft. Er nennt das hin und wieder auch "Tradition". Ich habe das nicht näher recherchiert, was sich dahinter verbirgt. Ich nehme an, ein Ableger der Tempelritter/des Templerordens. Die Tempelritter nehmen im Buch einen großen Raum ein.

Und im Buch beschreibt er ganz viele Dinge, die mit dieser "Tradition" zu tun haben. Darunter sind ganz viele faszinierende Dinge, aber auch Dinge die etwas seltsam oder gar abstrus vorkommen. (ich will das auf keinen Fall abwerten)

Es werden Meditationstechniken (Exerzitien genannt),aber auch geistige "Erlebnisse" beschrieben.

Zum Beispiel findet Paulo Coelho seinen eigenen Engel (Schutzengel) und noch wichtiger seinen eigenen (persönlichen) Dämon (der in der Tradition Bote genannt wird.) Mit diesem, seinem Dämon spricht er in der Folge regelmäßig. An einer anderen Stelle lernt Paulo Coelho seinen eigenen Tod (ganz persönlich und von Angesicht zu Angesicht) kennen. Und auch seinen persönlichen Todestag. (Dies fand ich schon etwas abstrus)
Ich will daher darauf hinweisen, dass dieses Buch auch ganz schön belasten kann. Menschen, die auf solche Dinge "labil" reagieren, können davon schon etwas mitgenommen werden.
Auf der anderen Seite können Menschen, die einen tiefen (?) Einblick in diese Magie und auch Faszination erleben wollen, ganz viel aus diesem Buch mitnehmen.
Es hat auch letztendlich ganz viel mit Jakobsweg zu tun. Denn Jakobsweg ist nicht nur eine sportliche Herausforderung, nämlich zwischen 700 und 2.500 km zu Fuß (je nach Startort) zurückzulegen. Sondern Jakobsweg ist tatsächlich eine Pilgerreise und daher auch "besinnlich" und vielleicht bzw. häufig auch Persönlichkeitsbildend bzw. -entwickelnd, weil es auch immer eine Reise zu sich selbst ist.

Für wen ist das Buch denn nun geeignet? Für Leute die von Sakrileg begeistert waren und nun mehr von Gralssuche und Templerorden erfahren wollen. Für Leute die einen Einstieg in diese oben erwähnten Fragen (Dämonen, Engel, Reise zu sich selbst, Tod, Macht, persönliche Stärke) finden wollen. Aber auch für Leute die schon ganz viele Reisebeschreibungen vom Jakobsweg gelesen haben und die noch einen ganz besonderen Aspekt hinzufügen wollen.

Es ist ganz sicher vollständig ungeeignet für ganz nüchterne Menschen, die alle übersinnlichen Dinge vollständig abtun. Ungeeignet für Menschen, die an keinerlei übergeordnetes Wesen glauben.

Wie soll man das Buch nun zusammenfassend beurteilen? Das Buch ist eigentlich sehr gut. Daher 5 Sterne. Der Titel ist aber irreführend. Daher deutlicher Abzug? Ich vergebe 3 Sterne und hoffe, den Inhalt und Sinn des Buches deutlich ausgebreitet zu haben.
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am 6. Januar 2010
Wenn man Coelhos Lebensgeschichte, wie man sie im Internet nachlesen kann, mal als Einleitung nimmt, wird das Buch zumindest literarisch interessant, finde ich. Vielleicht sollte man die Geschichte auch eher als Fiktion, als als tatsächliches Erleben deuten. Zu beachten ist außerdem seine Anmerkung, dass er aus seinem Führer ursprünglich den indianischen Medizinmann Don Juan aus den Carlos Castaneda Büchern machen wollte. Mit dessen Hilfe erklärt Castaneda seine Berührung mit dem Außergewöhnlichen. Don Juans Berührung mit dem Außergewöhnlichen geschieht dabei durch berauschende und "bewusstseinserweiternde" Substanzen.
Um jetzt allerdings wirklich als Literatur durchzugehen, scheitert die Geschichte an einem ganz großen Makel: Sie ist unglaubwürdig! Denn, bei all diesen Exerzitien geht es nicht um das Erlangen der allumfassenden Liebe, sondern um das Erlangen einer machtvollen Stellung im Leben. Die Aussage, die Praktiken des RAM sind nur dann sinnvoll, wenn sie von einem einfachen Menschen durchgeführt werden, ist lediglich geschäftstüchtig an den Käufer des Buches gerichtet. Bruderschaften werden gegründet um auszugrenzen, um in Geschehnisse einzugreifen, um Einfluss auszuüben auf andere. Hier geht's um Durchsetzen von Interessen. Der einfache Mensch hilft nur bei der Beschaffung der Mittel, in dem er unter anderem Bücher kauft. Genauso unglaubwürdig ist, dass er uns hier den Weg zur Meisterschaft in einer Bruderschaft aufzeigen will, die dabei gewonnen Erkenntnisse sich dabei aber doch eher auf Novizen Niveau bewegen. Zu seinen Erkenntnissen im Zusammenhang mit Träumen kommt jeder lebendige Mensch sehr früh im Leben von selbst. Die Konfrontation mit "Dämonen"(erst drohen, dann versprechen und die empfindliche Seite treffen)kennt man schon hinlänglich aus Grimms Märchen. Die Wirkung des Exerzitiums des Wassers erfährt jedes Kleinkind aus Instinkt. Und das man u. a. "Lebendig begraben" mit ein paar kleinen Übungen die Ängste des Lebens besiegt, ist wohl zu einfach. Außerdem kommt mir beim Ritual des Schmerzes auch noch die Assoziation zum Boderline Syndrom. Selbstverletzung kann, glaube ich auch eine der Begleiterscheinungen dieser Krankheit sein.
Er verstrickt sich auch in diversen Widersprüchlichkeiten bei der bruderschaftlichen und der katholischen Sicht der Welt. Das mag aber auch aus den Konflikten seiner Jugendzeit herrühren.
Es möge sich jeder sein eigenes Bild machen. Ich denke, einfach so als Geschichte gelesen, das geht. Was die Exerzitien anbetrifft: Gehen sie angeln, schauen sie auf 's Wasser oder in ein Lagerfeuer. Seien sie kreativ. Gehen sie laufen oder von mir aus, machen sie Yoga. All diese Dinge haben mindestens den gleichen Effekt und sie bleiben geistig gesund dabei.
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