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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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4,6 von 5 Sternen
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am 2. Mai 2017
Für mich sind die Bücher von John Irving zwar immer etwas "anstrengender" zu lesen, aber s e h r lesenswert. Vor allen dieses !
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am 30. Juni 2017
Eines meiner Lieblingsbücher - ob als Buch vom Diogenes Verlag oder wie hier als Lesung mit dem wundervollen Sprecher Johannes Steck!
Die Lesung umfasst so wie auf der Verpackung vermerkt den vollständigen Text - Nach meiner Erinnerung (habe das Buch vor ein paar Jahren gelesen) ist dies auch zutreffend.
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am 10. Dezember 2005
Weise Waisen
Dr. Wilbur Larch, Lachgas-abhängig, unorthodox, allein stehend, schrullig, verschroben aber liebenswert, ist Leiter eines Waisenhauses in Maine. Nebenbei ist er auch ein „Geheimtipp“, die letzte Hoffnung für „gefallene Mädchen“, die keinen anderen Ausweg aus ihrer Misere sehen als die gesetzwidrige Abtreibung oder die Freigabe des Neugeborenen zur Adoption. Eines dieser im Waisenhaus geborenen Kinder ist Homer Wells, der zwar mehrfach adoptiert wird, dessen neue Eltern aber fast unverzüglich sterben, ihn abwechselnd fast verhungern lassen oder beinahe zu Tode prügeln. So ergibt es sich fast wie selbstverständlich, das Homer in St. Clouds verbleibt und mit wachsendem Alter verantwortungsvollere Hilfsarbeiten für Dr. Larch oder seine jüngeren Schützlinge übernimmt. Es bleibt nicht aus, dass der Junge dem verborgenen Geheimnis auf die Spur kommt. Homer schwört, dass er niemals eine Abtreibung vornehmen wird doch es kommt anders: als eine Patientin in Lebensgefahr schwebt, bricht er sein Versprechen. Doch er kann mit dieser Belastung nicht leben und verlässt kurz darauf das Waisenhaus. Arbeit findet er auf einer Obstplantage, die berühmt ist für die Qualität ihres Cidres. Wie beim Entwicklungsroman üblich, muss Homer hier einige Gefahren und Abenteuer bestehen, um dann an seinen Geburtsort zurückkehren zu können, um nach Dr. Larchs Tod das Waisenhaus zu leiten.
Das pralle Leben
Einen Roman Irvings in solch knapper Form zusammen zu fassen, ist unmöglich. Vordergründig betrachtet könnte man denken, das Hauptthema des Romans sei die Abtreibungsfrage. Doch weit gefehlt. Hauptthema ist die Entscheidungsfreiheit der Frau, und dies nicht nur bezogen auf die Frage, ob sie Mutter werden möchte oder nicht, sondern alle Belange des Daseins betreffend. Da ist zum einen eine Frau und Mutter, die nach dem Schlaganfall ihres Mannes die Entscheidung treffen muss, ob sie die Plantage fortführt oder verkauft. Ihr Sohn Wally kommt als Krüppel aus dem Krieg zurück und seine Verlobte Candy muss sich zwischen Homer und Wally entscheiden. Melony, Homers dominante Geliebte in St. Clouds, muss gravierende Entscheidungen treffen, als Homer das Waisenhaus verlässt und dies ist nur eine kleine Auswahl aus der Vielzahl der angesprochenen oder angedeuteten Krisen. Die Botschaft ist dabei jedes Mal positiv, auch wenn die getroffene Wahl nicht immer die persönliche Zustimmung des Hörers findet.
Jede weibliche Protagonisten in Irvings Roman verkörpert ein anderes gesellschaftliches Problem sei es Gewalt in der Familie, Inzest, Vergewaltigung, sexuelle Orientierung. Die Palette reicht von Geburt bis Tod und bis zuletzt bleibt die ethisch-moralische Frage, ob Abtreibung Mord ist, unbeantwortet. Irving vermeidet dabei kitschige Dialoge oder plakative Charakterdarstellungen, sondern überlässt es dem Hörer, seine eigene Meinung zu bilden, selbst wenn sie in Zeiten der „political correctness“ nicht gesellschaftskonform oder unbequem ist.
Sprachwitz und skurrile Begebenheiten
Doch „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist keine moralinsaure Studie sondern ein äußerst unterhaltsames Buch, in dem auch der Humor nicht zu kurz kommt. Wie schon aus früheren Werken gewohnt, ist sein Humor jedoch subtil, dafür allerdings chili-scharf.
Ganz offen geht er diesmal mit seinen persönlichen literarischen Vorlieben um und zitiert hemmungslos aus „Jane Eyre“ und „Oliver Twist“, die, wie er in seiner Autobiographie schreibt, zu seinen absoluten Favoriten zählen.
Beck is back
Rufus Becks Erfolg als Sprecher der „Harry Potter“-Bücher lässt leicht vergessen, dass er bereits vorher in seiner ruhigen, ironischen und pointierten Lesart viele Hörbücher besprochen hat. Und so kommen wir auch hier wieder in den Genuss seiner unnachahmlichen Sprechkunst, wobei er dankenswerter weise jedoch die Sperenzchen nicht zu weit treibt und sich seine Experimentierfreudigkeit für die Lesung von „… und der Halbblutprinz“ aufhebt.
Hörbuch Hamburg liefert die vollständige Lesung in einer stabilen Schmuckbox nebst ausführlichem Booklet auf 23 CDs mit einer Gesamtlaufzeit von fast 1.800 Minuten aus.
Fazit: Irving hat auf seine unverwechselbare Art so verschiedene Komponenten wie Witz und Dramatik, Trauer und Freude, Skurriles und Menschliches vereint, ohne dabei in irgendeiner Weise in Klischees oder Stereotypen zu verfallen. Dieses Hörbuch ist für Jeden empfehlenswert, der sich nur ein bisschen für neuere amerikanische Literatur interessiert und dabei nicht alles bierernst nimmt.
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am 6. Dezember 2014
Den wunderbaren Film mit Tobey Maguire (Homer) und Michael Caine (Dr. Larch) sah ich kürzlich zum dritten Mal und war wieder einmal von der Story und ihrer filmischen Umsetzung begeistert. Zufällig las ich, dass Romanvorlagenautor John Irving selbst das Filmdrehbuch verfasst und dafür im Jahr 2000 den Oscar gewonnen hat. Berühmter Schriftsteller gewinnt Film-Oscar, nicht schlecht. So beschloss ich, den 770seitigen Roman von 1985 endlich einmal im Original zu lesen - und wurde reich belohnt. John Irvings Themen "Vater und Sohn", "Erwachsenwerden", "Schwangerschaftsabbruch", "Umgang mit Regeln" werden im Buch noch viel umfassender und vielschichtiger behandelt als ein Film das je könnte. Hier ist Lesen in jedem Falle ein Gewinn!

Homer Wells wächst in den 1930/40er Jahren in Maine/USA als Waisenjunge in einem Waisenhaus auf. Leitender Arzt dort ist Dr. Larch, der sich nicht nur rührend um die Waisenkinder kümmert, sondern auch ungewollt schwangeren Frauen zu einem medizinisch sauberen Schwangerschaftsabbruch verhilft - was zu der Zeit illegal war. Homer eignet sich bei Dr. Larch umfangreiche medizinische Fähigkeiten an, geht dann aber als Apfelpflücker auf eine Apfelplantage - deshalb der englische Buchtitel und der Apfel als Titelbild der deutschen Buchausgabe. Er verliebt sich unglücklich in die Frau seines Freundes, des Erben der Apfelplantage. Sie wird schwanger und bekommt ein Kind. Als der Freund gelähmt aus dem Krieg zurückkehrt, trifft Homer eine schwere Entscheidung: Er verlässt die Apfelplantage und geht als Nachfolger von Dr. Larch zurück ins Waisenhaus.

Der Roman hat mich in vielfacher Hinsicht sehr angerührt und bewegt:
Ausführlicher als im Film werden die schwierigen äußeren Bedingungen im Waisenhaus, das Aufwachsen des kleinen Homer, die Persönlichkeit des Dr. Larch und die komplexe, fragile Vater-Sohn-Beziehung der beiden dargestellt. Man versteht gut das Dilemma des Arztes Dr. Larch, der unbedingt für das Leben ist, und dennoch aus humanitären Gründen immer wieder Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Jeder einzelne Fall ist eine Tragödie und für alle Beteiligten eine schwere Entscheidung. Noch mehr als für dieses ethische Thema interessiert sich John Irving jedoch für die Annahme und Gestaltung der Rolle eines Ziehvaters durch Dr. Larch und für die Entwicklung und das Erwachsenwerden des Waisenjungen Homer. Lässt der sich als Jugendlicher noch eher verwirrt auf die sexuellen Avancen eines der Waisenmädchen ein (Melony), reift er in der Beziehung zu seinem Freund und dessen Frau (Candy) auf der Apfelplantage zu einem verantwortungsbewussten jungen Mann. Der englische Romantitel "The Cider House Rules" verweist schließlich auf ein weiteres, keineswegs unwichtiges Romanthema: die Gültigkeit von Regeln. Im Schlafsaal der Apfelpflücker hängt ein Zettel mit klaren, vernünftigen Verhaltensregeln, die die meisten farbigen Apfelpflücker jedoch gar nicht lesen können, und an die sie sich durchaus nicht immer halten. Die Regeln sind vernünftig, aber sie stehen nur auf Papier und helfen den Arbeitern nicht, ihr schweres Leben zu bewältigen. Das Leben hat seine eigenen Regeln, die jeder Mensch für sich selbst herausfinden muss. Und manchmal, an den Wendepunkten des Lebens, steht man vor der schweren Entscheidung, eine feste Regel um des Lebens willen zu übertreten ...
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am 13. April 2017
Für mich zählt John Irving zu den brilliantesten Schriftstellern unseres Jahrhunderts. Seine Charaktere sind von der Psyche her stets vollendet, seine Geschichten sind ungewöhnlich, und doch ergibt alles immer einen Sinn. Möge er uns noch viele tolle Romane bescheren!
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am 30. Juli 1999
John Irving schafft es auch in diesem Roman erneut, die beträchtliche Anzahl de Seiten ( beinahe 800!) vergessen zu machen und in die eigene Welt seiner Romanfiguren abzutauchen, die er so fesselnd aufbaut. Der mutige Arzt Dr. Wilbur Larch wird in seiner Tätigkeit als Waisenhausdirektor, Geburtshelfer und illegaler Abtreiber im Maine des Jahrhundertbeginns vorgestellt, der einem schnell durch seine humanistischen Ideale und Eigenheiten sympathisch wird. Larch entwickelt eine Vaterbeziehung zu der Waise Homer Wells, der im folgenden Hauptperson des Romans wird. Homer findet seinen eigenen Lebensweg erst über einige Umwege, in denen er zwischen den Ansprüchen der ausgeprägten Persönlichkeit Dr. Larchs und weiteren Personen (über die noch nichts verraten werden soll)seine eigenen Ideen vergißt. Die Charaktere sind typisch Irvingsch: weder fehelen seine geliebten Krankenschwestern,, noch der obligate Schriftsteller oder ein Lesbenpaar (man denke alleine nur an "GARP"). Das Thema der Abtreibung ist weiterhin aktuell: Dr. Larch vertritt mit seiner humanistischen Weltsicht eine sehr moderne Position in den USA der dreißiger und vierziger Jahre! Die Situation, daß Verhütung oder sogar Aufklärung für ärmere Menschen nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden darf, ist leider in einigen Ländern immer noch Realität! Larch fände es anmaßend, über die Lebenssituation der Frauen zu urteilen und betrachtet das Verweigern von Hilfe als gottähnlich. Seine "Religion" dient dem Wohl des Menschen, ihr unterstellt er sich als Arzt: es sind seine ethischen "Spielregeln", die hoffentlich weiteren Lesern die Vorurteile und Bedenken zu diesem heiklen Thema entkräften. Irving versucht dies geschickt durch das Identifizieren mit den Romanhelden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 24. Februar 2006
Dieses Buch ist einfach alles: humorvolle Tragödie, Gesellschaftskritik, Liebesdrama und medizinisches Handbuch.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Homer Wells, ein Waisenjunge, der nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen im Waisenhaus St. Cloud's bleiben darf, um "sich nützlich zu machen". Im Leiter des Hauses, Dr. Wilbur Larch, findet er einen väterlichen Freund, der ihn in die Arbeit eines Gynäkologen einweist. Homer genießt sein Leben, auf seine eigene, verschlossene Weise, bis eines Tages die Ankunft eines werdenden Elternpaares sein Leben und auch das Leben aller in St. Cloud's verändert.
John Irvings meisterhafter Umgang mit Worten, der selbst brutale Gewalt und medizinische Eingriffe lesbar macht, kommt auch in der Übersetzung sehr gut zur Geltung. Es ist dieser leise, humorvoll-ironische Unterton, der Irving auszeichnet. In manchen Szenen kann man sich, trotz aller Dramatik, ein Schmunzeln nicht verkneifen. Doch schon in der nächsten Zeile bleibt einem das Lachen im Halse stecken.
Und nicht nur die Sprache, auch die authentisch dargestellten Charaktere erwecken St. Cloud's und Maine zum Leben und ziehen den Leser in ihren Bann.
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am 2. November 2007
Geburtshilfe (Gottes Werk) und Schwangerschaftsabbruch/Abtreibung (Teufels Beitrag) in einem amerikanischen Waisenhaus in den 30er bis 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der Leiter des Hauses, ein Arzt, hilft mit seinem Personal, 2 Schwestern und einer Betreuerin, Frauen, die unerwünscht schwanger geworden sind. Einerseits hilft er ihnen, die nicht gewollten Kinder zur Welt zu bringen, ins Heim aufzunehmen und Adoptiveltern für sie zu finden, andererseits scheut er sich auf Wunsch auch nicht davor gesetzeswidrige Abtreibungen durchzuführen, so lange die Schwangeren noch nicht "quick" sind.
In diesem Spannungsfeld entwickelt der Autor eine hochinteressante Geschichte, bei der es vordergründig um 2 Waisen geht, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in eine Familie vermittelt werden konnten. Der Werdegang dieser Heranwachsenden und des Waisenhauspersonals schildert der Autor in überaus fesselnder Weise.
Der Leser erfährt eine Menge über die gynäkologischen Methoden bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Außerdem erhält er einen umfangreichen Einblick in den Alltag der Bewirtschaftung von Apfelplantagen. Selbstverständlich spielen auch hier die Hauptpersonen die tragenden Rollen.
Bis dahin erscheint das alles nicht besonders spektakulär. Der Roman ist keine Kriminalgeschichte, kein Thriller der in einer verwickelten Handlung Hochspannung erzeugen soll. Aber gerade das ist das Besondere an diesem Buch. Es handelt sich um die eindringlichen Lebensgeschichten von naiv-sympathischen Charakteren, die in einer liebenswerten, aber robusten Beziehung zu einander stehen. Gewürzt wird das im Verlauf der Handlung durch eine kribbelnde Dreiecksgeschichte, deren Ausgang hier aber nicht zur Debatte steht.
Nach Owen Meany, ist das zweite Roman, den ich von John Irving gelesen habe. 'Gottes Werk...' hat mir noch ein Stück besser gefallen, hat mich die Handlung doch von Anfang an total gefangen genommen. JI ist ein blendender Schriftsteller, der mit der ihm eigenen Ironie, die handelnden Personen zu wirklichem Leben erweckt.
Bis auf geringfügige Merkwürdigkeiten in der Übersetzung kann auch dem Übersetzer ein Lob ausgesprochen werden. Nicht jeder Begriff in einer Fremdsprache lässt sich schlüssig ins Deutsche übersetzen. Das Original kann dann einleuchtender sein als ein krampfhaftes Eindeutschen.
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am 21. März 2001
Prinzen von Maine, Könige Neuenglands, schöner könnte Wilbur Larch seine kleinen Waisen kaum nennen. Obwohl das Buch von den zwanziger bis in die fünfziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts spielt und von John Irving vor über 15 Jahren geschrieben wurde, sind die darin angesprochenen Themen so aktuell wie eh und je. Da geht es um die auch heute in unserem Land noch illegale anonyme Geburt, um die Abtreibung, bis hin zum Kindesmißbrauch. Gottes Werk, damit ist die Enstehung und Geburt eines Kindes gemeint und Teufels Beitrag, das ist der Beitrag, den Wilbur Larch und später auch Homer Wells leisten, nämlich die illegale Abtreibung. Das alles eingerahmt in der Geschichte des Waisenhauses St.Clouds und der Apfelfarm Ocean View. Wie immer bei John Irving begegnet der Leser großen Charakteren, die einen wärend des ganzen Romanes nicht loslassen. Und das sind nicht nur die Hauptfiguren wie Homer Wells, Wilbur Larch, Wally und Candy Worthington, sondern auch die auf der Schattenseite wie Melony, Senior und Mr.Rose. Dazu dann, die eigentliche Spezialität von John Irving, die zusätzlichen Geschichten im Roman, diesmal z.B. die Jugend- und Lehrjahre des Wilbur Larch oder auch Wallys Kriegseinsatz in Birma. Das Alles dann noch mit einem Schuß Charles Dickens und Erläuterungen zur menschlichen und animalischen Anatomie ergibt einen spannenden und auch lehrreichen Roman. Man würde sich wünschen, dass auch die Mrs Goodhalls und die Mr Gingriches von heute ihn lesen und manche Dinge aus anderen Perspektiven sehen würden.
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am 19. September 2001
...und den zu finden, darum geht es hier.
Der rote Faden dieses Buches ist die Geschichte von Homer Wells, der im Waisenhaus St. Clouds aufwächst. Er lernt dort von Dr. Larch sowohl zu entbinden - Gottes Werk -, als auch Abtreibungen vorzunehmen - Teufels Beitrag. Letzteres allerdings nur in der Theorie, er weigert sich, Abtreibungen durchzuführen, seiner Meinung nach ist das nicht rechtens.
Eines Tages lernt er Candy und Wally kennen. Er entschließt er sich, St. Clouds zu verlassen und mit ihnen nach Ocean View zu gehen, um dort auf der Apfelplantage zu arbeiten.
Ein unglaublich dichtes Buch mit phantastisch gezeichneten Charakteren. Ich weiß nicht, wie Herr Irving das angestellt hat, aber ich lese drei Zeilen, und dann bin ich wirklich da drin und sehe alles vor mir. Den Film habe ich übrigens hinterher erst gesehen. Der ist ein bißchen weniger dicht und zwangsläufig reduziert, aber auch immernoch schön.
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