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am 16. August 2017
Das Interview von Lawrence Grobel mit Capote liest sich unterhaltsam und es macht durchaus neugierig, mehr über ihn und auch von den anderen erwähnten Schriftstellern zu lesen. Allein schon deswegen, um herauszufinden, ob er mit seinen zum Teil bissigen Urteilen (wie des Öfteren) hier übers Ziel hinausgeschossen ist. Der einzige „Wahre“ ist natürlich er…und von vielen anderen Schriftstellern hält er wenig bis gar nichts. Da kann man durchaus gut verstehen, wieso Capote immer wieder mal von Opfern seiner Schmähungen verklagt worden ist. Doch er lästert hier nicht nur über andere, auch über sich selbst, seine Lebenspartner und sonstigen Eskapaden inklusive seiner Epilepsie-Erkrankung gibt er ebenfalls offen Auskunft.
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am 12. März 2013
Auch dieses Buch, genau wie der Untertitel, ICH BIN SÜCHTIG, ist man auch süchtig nach den den Büchern von oder über Truman Capote
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Juli 2007
Spätestens ab Seite 144 besteht Capotes Beitrag zu den Gesprächen größtenteils aus „name-dropping“ und der Feststellung, wen er alles nicht leiden kann oder zumindest für nicht besonders schlau hält. Dabei wird er durch seinen Gesprächspartner zu diesem Vorgehen durch die Frageführung ständig angehalten, denn dieser scheint bemüht zu sein, Capote möglichst viele negative Aussagen zu seinen Zeitgenossen aus der Nase zu ziehen. Und der große Capote – der es nie unterlassen kann uns zu sagen, wie klug und talentiert er ist – lässt sich wie ein Ochse an einem Nasenring genau dahin führen, wo Grobel ihn haben möchte.

Ein Buch über einen pfiffigen Interviewer und einen sehr leicht zu lenkenden Interviewten, ein Buch, das Egozentrik und Megalomanie beispielhaft darstellt und damit sicherlich als solches einen gewissen Wert hat. Wer etwas über Truman Capote lernen möchte, sollte aber vielleicht eher eine andere Form der biographischen Darstellung wählen.
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am 21. April 2018
Ich glaube nicht, da bin ich mir fast sicher, dass mir, obwohl ich im Verlagsgeschäft bin, schon mal eine schwächere, um nicht zu sagen miserablere Übersetzung untergekommen ist, und das, ich muss es deutlich sagen, bei einem Buch, dass ich, davon bin ich überzeugt, mit Freuden gelesen hätte, wäre es, was nicht der Fall ist - leider, muss ich hinzufügen - ordentlich übersetzt worden, aber das, was ich bekommen habe, habe ich nach wenigen Seiten, weil da bereits zu erkennen war, dass das Lesen, was zur Entspannung dienen sollte, eine Qual werden würde, in die Ecke gefeuert!
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am 13. April 2009
Ich bin ein großer Fan von Truman Capotes Schreibstil und genieße es sehr etwas von ihm zu lesen, weil er für mich DER perfekte Autor ist. So wollte ich mehr von ihm wissen und griff zu Grobels buchfüllendem Interview mit Capote. Grobel hat gute Recherearbeit geleistet und sich ein breites Wissen über den Umgang Capotes gesichert. Das verwendet er im Gespräch mit dem Autor offen und hat keine Hemmungen delikate Fragen zu stellen. Gut, dass ich teilweise keine Ahnung hatte, von welchem Zeitzeugen Capotes da gerade die Rede war und ich mich während dieser Passagen etwas durchs Buch quälen musste, war nicht weiter schlimm. Es soll ja ein möglichst genaues Zeitdokument in unterhaltsamer Interviewform darstellen.
Ich hätte es trotzdem nicht lesen sollen. Herr Capote, inbrünstig ehrlich, was mich überrascht hat und ihm zugute gehalten werden muss, ist dermaßen von sich selbst überzeugt und überheblich, ordinär und frauenfeindlich, dass meine Sympathie stark nach gelassen hat.
Dennoch verdient das Buch, geschrieben von Grobel, drei Sterne, weil die Einstellung gegenüber dem Menschen Capote Ansichtssache ist und es ein offenes, interessantes Interview wiedergibt. An meiner Einstellung zu seinem hervorragend Schreibstil hat sich nichts geändert.
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am 2. April 2007
Eigentlich ist das Buch ja nicht von Truman Capote, sondern von Lawrence Grobel. Denn der hat sich in vielen, vielen Interviews mit Truman Capote unterhalten. Über Das Erwachsen werden. Über Hollywood und Zeitgenossen. Über Literatur (eigene und andere). Über Drogen, Schnaps, Depressionen und Tod. Dabei ist dieses wunderbare Büchlein herausgekommen, in dem sich der Schriftsteller unbekümmert selbst charakterisiert, den amerikanischen Literaturbetrieb flapsig umschreibt und auch noch (so ganz nebenbei) ein scharfes Gesellschaftsbild skizziert. Erst durch diese Lektüre wurde mir das Denken Truman Capotes näher gebracht. Dadurch können seine Werke noch nachhaltiger in meinen Gedärmen arbeiten. Dieser kleine Mann hat ganz große Literatur zustande gebracht!
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 16. Juni 2010
Capote sagte was er denkt und fühlt. Er ist direkt in seiner Meinung über andere, aber auch in der Reflektion seines Lebens.Genau das hat ihn sein Leben lang angreifbar gemacht, auch wenn er sich selten daran gestört hat. Der ganze helle Schein des Glamours war für ihn nur Verblendung. Er wußte um die Armseligkeit des Ruhms. Zu sehen an seinen Schwächen und den Abgründen der anderen. Das alles deckt er gnadenlos auf, ohne vernichten zu wollen.

Ein interessantes und kurzweiliges Buch. Keine Selbstbeweihräucherung, kein Anbiedern an die anderen vemeindlichen Stars. Ach, gäbe es doch mehr Capotes.
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am 7. April 2006
Truman Capote sollte jedem Literaturfreund spätestens seit dem Film „Capote" ein Begriff sein. Zu seinen bekanntesten Werken zählen der Tatsachenroman „Kaltblütig" und die Erzählung „Frühstück bei Tiffany". Das vorliegende Buch ist eine Zusammenstellung mehrerer Interviews, die Lawrence Grobel mit Capote Anfang der 80er Jahre führte. Capote beantwortet dabei Fragen zu seinen Büchern und Geschichten, erzählt von persönlichen Geschehnissen und plaudert über berühmte Zeitgenossen. Marylin Monroe, Gore Vidal, Ernest Hemingway, John F. Kennedy und die Rolling Stones sind nur einige der illustren Persönlichkeiten, die Capote ausführlich darstellt. Dabei ist er sich nicht zu schade, den ein oder anderen zynischen aber immer geistreichen Kommentar abzugeben. Weiterhin wird das Buch durch eine beachtliche Einführung von James A. Michener und zahlreiche s/w Fotografien abgerundet.
Der vorliegende Interviewband ist eine fantastische Einführung in das Werk Truman Capotes. Er dient sehr gut dazu einen Überblick über sein Leben und Werk zu bekommen. Man wird an vielen Stellen sehr gespannt darauf die erwähnten Romane und Geschichten endlich selber lesen zu können. Andererseits kann man das Buch als fortgeschrittener Leser auch gut dazu benutzen, Capotes Publikationen neu zu bewerten, da viele interessante Hintergrundinformationen gegeben werden. Das Buch kann also durchaus als autobiographischer Schlüssel zum Werk Capotes eingeschätzt werden.
21 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 4. März 2008
... ein Faible für Lästereien und Sarkasmus haben, um das Buch zu mögen. Aber wer ist schon so langweilig und hat das nicht? Lawrence Grobel hat jedenfalls ein Talent für die richtigen Fragen, mit denen er seinem Interviewpartner Truman Capote die Bälle nur so zuwirft. Okay, manchmal wird es zu viel. Das meiste von dem, was Capote so von sich gibt, ist vertratscht wie nichts anderes, wie etwa die Geschichte, die Marilyn Monroe über Errol Flynn erzählt haben soll, nämlich, dass er mal mit seinem Penis Klavier gespielt habe. Ach, das ganze Buch ist ein einziges 'name dropping', am Schluss sind zwanzig Seiten mit Namen von Prominenten bedruckt, alphabetisch sortiert.
Bemerkenswerter sind da schon die Ansichten Capotes über Literatur. Oder Literaturtechnik. Immerhin gibt er zu, dass ihm das Schreiben nicht leicht falle: Er beginne seine Erzählungen und Romane beispielsweise mit dem Schluss und entwickle erst dann die Vorgeschichte. Am Ende arbeite er die Einsicht aus, und dann nehme er davon immer mehr zurück, je näher er dem Anfang komme. Oder so ähnlich.
Selbstverständlich lobt er sich unentwegt selbst und macht Kollegen unentwegt schlecht. Oder hebt sie in den Himmel. Dazwischen gibt es kaum was, es ist alles zwanghaft zugespitzt. 'Ich verabscheue die Bücher dieses Schriftstellers oder die Gedichte jener Autorin, liebe diese Schauspielerin oder hasse jenen'. Entweder ist etwas ganz abscheulich oder absolut hinreißend. Todesurteil oder Heiligsprechung - in der Sphäre differenzierter Zwischentöne jedoch herrscht in Trumans Urteilen eher Phantasielosigkeit.
Belustigend ist die Fehde mit Gore Vidal, zu der es im Buch so viele Erläuterungen gibt, man kann sie gar nicht alle im Gedächtnis behalten. Bemerkenswert die Stelle im Buch, an der Grobel fragt, ob das Bild aus 'Frühstück bei Tiffany', als sie sich die Nase an der Scheibe plattdrücken, nicht für den Schriftsteller an sich stehe. Capote antwortet: "Für manche Schriftsteller. Manche sitzen drinnen, schauen hinaus und sagen: Was sind denn das für Nasen, die sich da am Fenster plattdrücken? Oh, man möchte glauben, es sei Gore Vidals Nase."
Und noch ein Zitat ist bei mir hängengeblieben: "Freundschaft ist so etwas wie eine Vollzeitbeschäftigung, wenn man dem andern ein Freund sein will."
Freund oder Feind - für beide war Capote offenbar zu großer Hingabe bereit.
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