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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Februar 2015
Ich habe alles, auch die vielen Abschweifungen von der eigentlichen tragischen Liebesgeschichte, mit Anteilnahme und Interesse gelesen: über die Landwirtschaft, die Jagdausflüge, die Wahlen, den Alltag der vielen Protagonisten in Petersburg und Moskau, die politischen Ereignisse - was immer. Ich glaube nicht, dass ich es nur aus kulturhistorischem Interesse getan habe. Vielmehr entwickelt Tolstoi dieses gewaltige Panorama, um die verschiedenen Liebes- und Ehebeziehungen, die sich gegenseitig spiegeln, fest in die Realität einzubinden und verständlich bzw. ebenso realistisch erscheinen zu lassen. Wie will man Annas Verzweiflung, ihre Demütigungen nachvollziehen, wenn man nicht ein tiefes Verständnis für die russische Gesellschaft hat, in der sie gelebt hat?

Außerdem hat der Erzähler einen langen Atem. Er entwickelt die Geschichten mit einer unglaublichen Geduld und immer ruhigen Hand. Dies ist nicht nur ein Buch für die Entschleunigung des Lesens, sondern es hat den Vorteil, dass die Dinge so ihr eigenes Gewicht bekommen, sich mit ihrer eigenen Dynamik entwickeln - das geht manchmal qualvoll langsam, wie in der langen Vorgeschichte von Ljewins und Kittys Ehe, manchmal dramatisch schnell, wie in dem tragischen Ende von Anna Karenina. Außerdem hatte Tolstoi offensichtlich ein anderes schriftstellerisches Ethos, als Schriftsteller es heute haben. Er schreibt ehrlich und einfach über die Dinge, die sein Leben ausmachen, möchte nicht nur die gesamte Wirklichkeit durchdringen, sondern auch noch pädagogisch wirken. Da wird der Ertrag für Weizen ebenso erwähnt wie Ljewins Suche nach einem Lebenssinn: Während Ljewin - in dem Tolstoi sich persönlich am stärksten gespiegelt haben dürfte - bei der Getreideernte ist, denkt er verzweifelt über eine Sinngebung seines Lebens nach, bis er zu Ergebnissen kommt, die auch heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren haben. Was die Darstellung der menschlichen Beziehungen und Gefühle betrifft, so sind zwar viele Entwicklungen nur aus den damaligen Verhältnissen heraus zu erklären, aber Tolstois psychologische Einsichten und Menschenkenntnis überzeugen einen nach wie vor in ihrer tiefen Wahrheit. Wie gut nachvollziehbar ist das Hin und Her über eine Scheidung Annas von ihrem ungeliebten Mann, wie überzeugend ihre Liebesgeschichte und wie zwingend die Wendung ihrer Beziehung zu Graf Wronski ins Qualvolle und Verhängnisvolle!

Um die Modernität des Romans hervorzuheben, genügt ein kurzer Blick auf Fontanes "Effi Briest": Wie Fontane sympathisiert auch Tolstoi mit seiner unglücklichen Heldin. Aber im Gegensatz zu Fontane, der den außerehelichen Seitensprung Effis nur diskret andeutet und dann die gegebenen Verhältnisse resigniert hinnimmt, stellt Tolstoi Annas Liebe zu Wronski und ihre moralische Berechtigung in einer verlogenen Gesellschaft ausführlich dar, und zwar in einer Weise, die unmittelbar modern anmutet.
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am 8. Juni 2013
Es hat lange gedauert, bis ich mich an Literatur dieser Größenordnung (knapp 1.000 Seiten) und Genre (frühes 19. Jahrhundert der russischen Zarenzeit) herangewagt habe. Für knapp 1€ der Kindle E-Book-Version konnte ich es riskieren. Ich wurde nicht enttäuscht. Obwohl für meinen Geschmack etwas langatmig (philosophieren über Arbeit und Einsatz von Bauern, Diskussionen über Politik und Glauben) entwickelte sich der Roman als große Liebestragödie, die brillant und mitreißend erzählt wird.

Gewöhnungsbedürftig war die Vielfalt der russischen Namen für ein- und dieselbe Person. Eine kleine Kritik gehört der falschen Trennung von Wörtern und fehlende Buchstaben in der E-Book-Version. Der Inhalt des Romans Anna Karenina hat mich jedoch voll entschädigt. Sehr zu empfehlen!
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am 21. September 2014
Dieses Buch war eines der ersten, welches ich auf meinem Kindle gelesen habe. Ich liebe "dicke" Schmöker und dachte es schadet ja nicht, wenn man mal was älteres liest. Ich muss echt sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Sicher ist es nicht so spannend geschrieben, wie manch neuere Bücher, allerdings hat mich die Geschichte von Anna sehr gefesselt. Absolut empfehlenswert
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am 2. Januar 2011
Wer Tolstoi liebt (und seine Sprache), wird dieses Hörbuch zu schätzen wissen. Es gibt eine neuere Übersetzung, aber ich habe mit dieser Version viel Vergnügen gehabt. Höre immer beim Autofahren auf täglichen langen Strecken, da sind auch die ausführlichen Schilderungen nicht langweilig. Zuhause würde ich diese ungekürzte Ausgabe wohl nicht durchhalten. Technisch gut, war ich vollauf zufrieden mit diesem Hörbuch und kann es allen Nicht-Literaturwissenschaftlern absolut empfehlen, um zu diesem großen Werk der Weltliteratur Zugang zu finden.
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am 20. Januar 2018
Tolstoi schrieb große Literatur und beschrieb aus heutiger Sicht auch die Zustände und Mängel des zaristischen Russlands.
Man muss es einfach lesen und sich auf die Geschichte einlassen.
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am 14. November 2013
Eines von den besten Büchern der Welt. Ersetzt jedes Psychologie-Studium. Tolstoi beobachtet und beschreibt jede Figur, Situation und Beziehungen zwischen Menschen exakt, lehrreich, realistisch. Das Ganze auch noch als spannenden Roman. Eine Offenbarung! Hervorragend als Hörbuch auf langen Flugstrecken geeignet!
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am 15. April 2015
dieses bucht ist echt toll, eine schöne Liebesgeschichte aus einer anderen zeit, die es heite nicht mehr gibt, würde ich wieder bestellen. ist etwas schwerer zu lesen aber auf jeden Fall zu empfehlen!!!
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am 17. Mai 2013
Ich habe das Buch bereits von 30 Jahren gelesen und fand es sehr angenehm, dass ich den dicken Wälzer dieses mal nicht mit mir rumtragen musste. Beim Lesen der Kindle-Version fiel es mir entschieden leichter, ein, zwei "langatmige" Passagen zu überspringen. Beim Lesen eines Buches im klassischen Sinne, finde ich das dem Autor gegenüber respeklos :-).
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am 17. Februar 2016
Anna Karenina ein Klassiker, immer wieder lesenswert, kann das Buch eigentlich nur empfehlen, für alle die gerne lesen und gute Bücher mögen
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am 9. Oktober 2014
Die Liebesgeschichte zwischen der von ihrem Mann enttäuschten Anna und dem Offizier Vronskij fand ich schon spannend. Die glückliche Ehe von Levin macht die Probleme einer Dreiecksbeziehung zwischen Anna, dem Ehemann und Vronskij gerade zu dieser Zeit damals auch nochmal besonders deutlich. Es endet dann ja auch ziemlich traurig. Aber das Buch hat leider trotzdem ein paar Längen.
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