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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 26. August 2005
Als der Vater von Julie, Jack, Sue und Tom an einem Herzinfarkt stirbt, sind die vier Kinder und ihre Mutter auf sich alleine gestellt. Bald wird auch diese schwer krank und stirbt ebenfalls. Da die Familie sehr abseits lebt, fällt ihr Tod niemandem auf. Die älteren Geschwister lassen ihre Leiche verschwinden und erzählen niemandem etwas, aus Angst getrennt zu werden. Der Haushalt beginnt zu verwahrlosen und zwischen den beiden älteren Geschwistern Julie und Jack entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Doch das ganze geht nicht lange gut.
Der Zementgarten ist eins meiner absoluten Lieblingsbücher. Ich habe es etliche male gelesen. Ein sehr gut geschriebenes makaberes und düsteres Buch, mit beklemmender Atmosphäre. Wer damit keine Probleme hat, wird sicher begeistert sein.
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am 4. September 2015
Der englische Schriftsteller Ian McEwan hat 1978 mit seinem vielgerühmten Romandebüt «Der Zementgarten» den Einstieg zu einer Weltkarriere geschafft, er gilt heute als der erfolgreichste Autor seines Landes. Zur Popularität beigetragen haben sicherlich diverse Verfilmungen seiner Romane, die ausgeklügelte Konstruktion seiner Plots wie auch die von ihm favorisierten, psychologisch ergiebigen Thematiken Liebe, Selbstfindung, Verlust, Verrat, Vergänglichkeit, sind schließlich in ihrer Kombination ideale Vorlagen für filmische Adaptionen. Hinzu kommt, im vorliegenden Roman unübersehbar, die wie festzementiert ewig gültige Marketing-Erkenntnis: Sex sells!

«Der Zementgarten» beginnt mit einem Paukenschlag, sein erster Satz lautet: «Ich habe meinen Vater nicht umgebracht, aber manchmal kam es mir vor, als hätte ich ihm nachgeholfen.» In einer trostlosen Umgebung, im letzten noch nicht abgerissenen Haus einer Siedlung, die einer Straße weichen musste, lebt eine sechsköpfige Familie. Der Vater erleidet einen Herzinfarkt und fällt in ein frisch angelegtes Zementbett, mit dem er seinen Garten pflegeleichter machen wollte. Sein 13jähriger Sohn Jack, der dazukommt, wartet bewusst viel zu lange, bis er Hilfe holt. Als zwei Jahre später die Mutter zuhause stirbt, nach langer Krankheit und auf eigenen Wunsch ohne ärztliche Betreuung, melden die Kinder ihren Tod den Behörden nicht, weil sie dann als Waisen auseinandergerissen in irgendwelchen Heimen landen würden. Sie benutzen Sand und Zement des Vaters und lassen die Leiche der Mutter in einer Kiste im Keller verschwinden, die sie bis obenhin mit Mörtel auffüllen. Die älteste Tochter, die inzwischen achtzehnjährige Julie, nimmt die Stelle der Mutter ein, niemand merkt etwas, die kontaktarme Familie bekommt so gut wie nie Besuch. Der Haushalt verkommt allmählich, es ist ein heißer Sommer, die Jugendlichen haben Schulferien und lassen sich ziellos treiben, haben zu nichts Lust. Als Julie dann Derek kennenlernt, einen eitlen professionellen Billardspieler, und ihn nach Hause mitbringt, wird der schon bald misstrauisch. Er stellt einen merkwürdigen Geruch im Haus fest, der aus dem Keller kommt, und entdeckt die Kiste. Jacks Hund wäre dort begraben, sagen ihm die Teenager. Eines Tages albert Julie mit Jack herum, sie raufen miteinander, ziehen sich nackt aus, beginnen mit Petting. Derek, den Julie immer keusch auf Abstand gehalten hat, erwischt sie dabei. Er läuft empört aus dem Zimmer, Julie riegelt die Tür zu, es kommt zum Inzest; für Julie die Entjungferung, auch für Jack ist es das erste Mal. Wütend zertrümmert derweil Derek im Keller mit einem Vorschlaghammer den Zement und alarmiert die Polizei. Buch und Beischlaf enden mit Blaulicht.

Nicht nur die äußeren Kontakte fehlen dieser Familie, auch innerhalb herrscht eine bedrückende Verständnislosigkeit füreinander. Julie, die Älteste, sucht Bestätigung im Sport. Jacks Pubertät äußert sich im ständigen Onanieren, der Autor erspart uns nichts davon. Überhaupt ist Sexualität ein wichtiges Thema, in Doktorspielen ist die jüngere Schwester Sue Untersuchungsobjekt für Julie und Jack. Als sie dafür dann zu alt ist, nicht mehr mitspielt, verschanzt sie sich hinter ihren Büchern, kapselt sich ab. Der fünfjährige Nachzügler Tom schließlich reagiert mit einem Rückfall ins Babyalter.

Es sollte wohl ein Lehrstück der Psychoanalyse werden, was McEwan da, in uninspiriert einfacher Sprache, aus der unbekümmert naiven Perspektive seines Ich-Erzählers Jack berichtet. Die Geschichte einer Verwilderung, deren Ursachen in der völligen sozialen Isolation ebenso liegen wie im Fehlen der elterlichen Autorität. Den Nachweis allerdings, dass zwischen chaotischer familiärer Situation und sexuellem Tabubruch ein Zusammenhang besteht, eindeutig ja Intention des Autors, bleibt er dem Leser schuldig. Das wäre auch kaum plausibel, inzestuöse Triebe gibt es schließlich in allen gesellschaftlichen Schichten. Es ist wenig überzeugend, was man da liest!
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am 22. Juli 2007
Alles scheint idyllisch zu sein im Leben einer ganz normalen Kleinstadtfamilie, doch der Schein trügt. Eines Tages stirbt das Familienoberhaupt beim zementieren seines Steingartens an einem Herzinfarkt, während sein Sohn Jack oben in seinem Zimmer seinen ersten Samenerguss hat. Doch das Leben geht weiter für die davon recht unberührte Familie, schon ist der Zementboden geglättet und alles ist vergessen. Aber schon der nächste Schicksalsschlag ist absehbar. Die Mutter erkrankt an einer Krebskrankheit und vegetiert fortan in ihrem Bett dahin. Bis sie eines Morgens nicht mehr aufwacht. Sie hinterlässt die 4 Kinder Jack, Sue, Tom und Julie. Aus Angst ins Heim abgeschoben zu werden, zementieren sie ihre Mutter in einer Kiste im Keller ein, verschweigen deren Tod und schlagen sich nun allein durchs Leben. Eindrucksvoll schildert McEwan die folgenden Wochen, in denen Kinder Erwachsene sein müssen. Tom vermisst seine Mammi, und verkleidet sich immer öfter als Mädchen oder Baby. Jack verwahrlost zunehmend und interessiert sich nur noch fürs Onanieren. Julie, die große Schwester und Sue gehen am erwachsensten mit der Situation um. Julie verliebt sich bald darauf in den Billardspieler Derek, der dem Geheimnis der kleinen Familie auf den Grund gehen will, und irgendwann die Ursache für den merkwürdigen Geruchs im Haus entdeckt. Doch nicht nur das, auch die heimliche Liebe der Geschwister Jack und Julie wird ihm offenbar, als er sie bei ihrem ersten Mal erwischt.
McEwan beschreibt in wahrhaft beeindruckenden Bildern eine schrecklich skurrile Geschichte. Kinder zementieren ihre eigene Mutter im Keller ein, leben mit einem grauenhaften Geheimnis nur um zusammen bleiben zu können. In nur wenigen Seiten schafft es der Autor uns in seinen Bann zu ziehen, uns vergessen zu lassen welch ungeheuerliche Geschichte sich dort in dem einsamen Haus abspielt. Die Charaktere bekommen unsere Anteilnahme, und stellen sich weniger ekelig als menschlich für uns dar. Eine kleine Novelle, die sich wirklich lohn.
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am 11. Januar 2007
Bisher fand ich alle Bücher der SZ-Bibliothek, die ich gelesen habe, ausgezeichnet. Auch dieses wurde von der SZ zu Recht in die Liste aufgenommen: Vier Geschwister verlieren zuerst den ungeliebten Vater und nach kurzer Zeit auch die Mutter. Anhand der vier Kinder sieht man, welcher Menschentyp sein Schicksal wie verarbeitet. Eines der Geschwister wäscht sich nicht mehr, eines verhält sich wieder wie ein Baby. Der Autor schafft es, einen guten Einblick in das nicht mehr so intakte Seelenheil der Kinder zu verschaffen. Echt sehr gelungen und einfach empfehlenswert!
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am 21. Oktober 2004
Ein Buch, das man nicht mehr weglegen möchte, weil einen die Figuren faszinieren - im positiven wie im negativen Sinne. So schrecklich und nahezu widerlich sie auch handeln, durch die Augen des Ich-Erzählers scheint jedes Tun so natürlich, so selbstverständlich, dass es einem vor dem eigenen Verständnis für die Taten der Protagonisten gruselt. Ein psychologisch einwandfreies Kammerstück, dass uns in die Abgründe der menschlichen Seele schauen lässt, vielleicht sogar der eigenen.
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am 1. März 2007
Die Geschichte dieser Familie - anfangs - danach nur noch die vier Kinder, aus der Sicht von Jack, dem zweitältesten Kind, ist wie oben im Titel erwähnt.

Besonders die einzelnen Szenen sind so gut und fesselnd beschrieben, dass man die 128 Seiten relativ schnell gelesen hat.

Vor dem Zementgarten habe ich von McEwan Abbitte und Saturday gelesen und war auch dieses Mal wieder begeistert, wie plötzlich beim Lesen der Film innerlich lief, weil die Sprache und die Erklärungen so präzise sind.

Deshalb einfach nur 5 Sterne für dieses Schauerstück.
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am 13. Februar 2008
Nach der Lektüre des Buches habe ich mir wieder einmal den Film angesehen, der mich schon vor 15 Jahren begeisterte. Beide Werke, Film und Buch, stellen die Gefühle und Sehnsüchte der Kinder mit einer Leichtigkeit und Unvoreingenommenheit dar, so dass es eine Freude ist, sich in diesen Kosmos hineinzubegeben und sich vorübergehend von allen gesellschaftlichen Tabus freizumachen. Schockiert war ich nur an einer Stelle, wo die Mutter Jack weismachen will, dass Onanie zu Blutverlust führe. Die Geschichte vermittelt mir, dass die Natur stärker ist als die sozialen Normen und Schranken, und wo zeigt sich die Natur besser als bei Kindern? Als Gegner von Tabus, da diese die Menschen ihrer Natur entfremden und ihre Angst davor schüren, das "Wilde" in ihrem Wesen anzunehmen und es eigenständig zu meistern, finde ich dieses alternative Lebensmodell sehr erfrischend, auch wenn die Umstände, die dazu führten, recht makaber sind. Immerhin fallen mit den Eltern auch die normierenden Instanzen weg, so dass auch die Lüge von der schädigenden Wirkung der Selbstbefriedigung keinen Fürsprecher mehr findet. Inzest, sexuelle Abweichungen wie Transvestismus oder gar sexuelle Lust bei Kindern sind Themen, die von den meisten Erwachsenen als unerträglich empfunden und daher tabuisiert werden, denn sie sind unvereinbar mit dem Irrglauben, dass kindliche Unschuld und Sexualität unvereinbare Gegensätze seien, hervorgegangen aus einer Kultur, die seit den Anfängen des Christentums das Sexuelle stets mit dem Bösen assoziierte. Doch dass Kinder sexuelle Wesen sind, ist eine Realität, die wir endlich akzeptieren sollten, und solange sie von den Sexualtabus ihrer Umwelt nicht vereinnahmt werden, bleibt ihre Unschuld unangetastet. Dies ist bei den Kindern und Jugendlichen in Ian McEwans Roman der Fall. Erst am Ende der Geschichte zwingt die Außenwelt sie, aus ihrem "schönen Schlaf" zu erwachen, und das ist leider auch Realität.
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am 21. Juli 2015
Über dieses Buch ist von den Vorrezensenten schon alles nennenswerte gesagt worden, so dass ich mich nicht weiter über den Inhalt auslassen möchte.

Ich habe dieses Buch gerne gelesen. Es ist zurecht literarisch hoch bewertet. Die Geschichte und die Familienkonstellation sind sehr interessant und gut durchdacht. Zunächst hat mich das alles nicht so bewegt, da ich mit den Lebensumständen der Protagonisten nicht so viel anfangen konnte und mir das Verhalten der einzelnen Figuren nicht so ganz klar in ihren Beweggründen war. Doch in der Diskussion mit anderen, die das Buch ebenfalls gelesen hatten, änderte sich meine Einstellung und ich entdeckte viele für mich interessante Ansätze.

Stil und Sprache haben mir gut gefallen, die Darstellung ist kompakt und gut auf den Punkt gebracht ohne unnötiges Drumherum. Ein angenehmes und unterhaltendes Lesevergnügen.
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am 27. Mai 2001
Eine kranke Mutter, die zu Hause in ihrem Bett stirbt hinterläßt ihre Kinder, die kurz zuvor auch ihren Vater verloren haben. Die Kinder zementieren die Leiche (mehr schlecht als recht) im Keller des Hauses ein und versuchen sich in den folgenden Wochen ganz auf sich gestellt an ein Überleben und Verarbeiten. Der Autor versteht es in einer konsequent eingehaltenen Erzählweise, die auf jede Kommentar verzichtet, die beklemmende Atmosphäre von Hilflosigkeit und Überforderung der Kinder darzustellen. Bar jeden Konzepts von Hilfestellung aus der Welt der Erwachsenen ziehen sie eine solche nie in Erwägung, sondern finden ihre eigenen Auswege, die ihnen in dieser Siutation Linderung verschaffen können. So erscheint uns Lesern das makabre und mitunter bizzare Verhalten der Kinder absolut stimmig und glaubwürdig, so daß wir eher eine Welt anklagen, in der ein solches Szenario gedeien kann, als uns von den Kindern zu distanzieren: diese lassen ja immerhin die Leiche ihrer Mutter im Keller vermodern....
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am 19. September 2002
Dieser Roman Ian McEwans ist eigentlich eine Liebesgeschichte - und in diesem Sinne höchst heikel. Denn bei genauer Betrachtung geht es um die Liebe und die Erotik zwischen Bruder und Schwester. Hierbei gelingt es dem Autoren aber, auf so sanfte Art zu schildern, was in den beiden jungen Menschen vorgeht, dass man zu keinem Zeitpunkt angewidert ist oder kopfschüttelnd und verständnislos von dem Roman Abstand nimmt. Im Gegenteil: Immer packender, immer mitreißender wird die Geschichte, die mit humorvollen Anekdoten gespickt ist, welche zum Schmunzeln auffordern.
Am Ende des Buches wird man sich aber vollkommen der Tragik bewusst, die "Der Zementgarten" schildert.
Ein Buch, das so feinsinnig und kurzweilig geschrieben ist, muss ganz einfach gelesen werden. Keine überlangen Satzkonstrukte, keine zutiefst vergeistigte Rhetorik langweilen den Leser. Dieses Buch kann ich vorbehaltslos empfehlen.
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