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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
25
Tage in Burma (detebe)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:12,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 23. November 2017
Der britische Junggeselle John Flory lebt in der Zwischenkriegszeit in Britisch-Indien, genauer gesagt im (fiktiven) Ort Kyauktada in der Sagaing-Region des heutigen Myanmars. Wie die anderen Mitglieder der kolonialen Oberschicht vertreibt sich Flory die Langeweile mit Abenden im Europäischen Club, Tennis- und Jagdpartien, Alkoholexzessen sowie einheimischen Mätressen. Bewegung in sein höhepunktloses Dasein kommt einerseits durch die Bekanntschaft mit einer jungen Britin, zu der er Zuneigung entwickelt, andererseits durch seine Freundschaft mit dem indischen Arzt Dr. Veraswami, welcher Opfer einer Intrige eines einheimischen Beamten wird.

Orwells erster Roman ist eine detailierte Beschreibung des imperialen Lebens in Britisch-Indien. Sehr treffend gibt er das Selbstverständnis der kolonialen Gesellschaft wider, geprägt von rassistischen Vorstellungen und beseelt vom britischen Imperialismus, gleichgültig gegenüber lokalen Sitten und Gebräuchen und unfähig gegenüber kritisierender Selbstreflexion. Daneben beschreibt er auch das Tagewerk dieser weißen Oberschicht, frei von echten Herausforderungen und Abwechslung.

Die geschilderte Situation hat Orwell, als Polizeioffizier in Burma selbst erlebt. Nach seiner Aufkündigung des Polizeidienstes verarbeitete er seine Erlebnisse in diesem imperialismuskritischen Werk.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 5. März 2015
....anlässlich einer Burmareise habe ich mir dieses Buch zugelegt und es nicht bereut. Orwell beschreibt eindrücklich das "überhebliche, fast schon ans Dümmliche" grenzende Benehmen der Engländer, die, selbst gefangen in einem Korsett aus widersinnigen Benimmregeln, ohne Rücksicht auf die Würde der Einheimischen dort wüten. Orwell kritisiert messerscharf die Kolonialherrschaft und Unterdrückung. Er selbst hat einige Zeit in Burma verbracht und dort gearbeitet, sich aber verständlicher Weise nicht sehr wohlgefühlt mit den Umständen. Gutes Buch, gute Lektüre.
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am 12. Juni 2016
Hier sind die Machenschaften und die Korruptionen die in diesem Land existiert haben und vielleicht heute noch existieren sehr gut geschildert. Erstaunlich wie das Volk dies alle hinnimmt und trotzdem immer lebensfroh und freundlich eist.
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am 9. Oktober 2017
... das ich jedem empfehle, der durch Burma/Myanmar reist. Der Geist vergangener Tage/der Kolonialzeit ist spür- und greifbar und die Geschichte fesselt den Leser, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu bieten
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am 26. Oktober 2013
Das Buch habe ich mir in Vorbereitung auf meinen Urlaub in Myanmar gekauft und ich habe es in einem Rutsch verschlungen.
Es ist einfach toll geschrieben und gibt einen Einblick, wie es zur Kolonialzeit in Burma wohl war.
Das Land ist mittlerweile politisch natürlich anders aufgestellt. Trotzdem gibt der Roman einen interessanten Eimnblick in die Geschichte.
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am 1. Juni 2016
Habe das Buch im Urlaub auf Englisch gelesen und fand es so gut, daß ich es mir jetzt nochmal auf Deutsch haben wollte
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am 11. Januar 2016
Der Roman wirft einen Blick auf die Lebenssituation in Burma aus der Sicht eines britischen Offiziers in den zwanziger Jahren.
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am 20. März 2016
gibt einen guten und sehr interessanten einblick in alte koloniale zeiten.
Wenn man burma bereist hat erkennt man das land und die leute wieder
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am 19. September 2016
Ein muss für alle George Orwell Fans. Ein Buch bei dem er wieder bewiesen hat, dass er den Grad zwischen Erzählungen und Gesellschaftlicher Kritik perfekt kennt
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Oktober 2014
Ein gnadenloser Orwell bringt hier eine zutiefst kaputte Gesellschaft auf die literarische Bühne und schafft wie so oft eine allgemeingültige Kritik des Menschen per se.

Burma Anfang des 20. Jahrhunderts, gelangweilte Engländer, die nichts zu tun haben als einen Landfleck im Nichts zu verwalten, verbringen ihre Zeit am liebsten Gin trinkend im Club. Die burmesische Dienerschaft, zwar unterdrückt aber auch versorgt, langweilt sich nicht minder und befindet sich mehrheitlich in Lethargie. Eine einzige ungewöhnliche Freundschaft besteht. Der Engländer Flory liebt und bewundert die Burmesen und ist persönlich mit dem Doktor Veraswami befreundet. Flory mag zwar ein guter Mensch sein, aber er ist dennoch in der englischen Gesellschaft gefangen und tritt nicht für seine Überzeugungen ein. Er palavert mit Veraswami über die schrecklichen Engländer, kneift aber jedes Mal wenn es darum geht, den Doktor bei der Kolonialmacht zu positionieren.

Auftritt Elizabeth: hübsch, heiratswillig sowie borniert, desinteressiert und opportunistisch. Flory versucht erst Elizabeth für seine Ideale zu gewinnen, aber als sie diese angeekelt ablehnt lässt er alles fallen, was ihm gut und heilig ist. Er zerstört im Grunde genommen jedwede menschliche Beziehung, die er sich aufgebaut hat im blinden Eifer, Elizabeth zu gefallen. Nicht einmal Elizabeths Affäre mit einem anderen Mann bringt ihn zur Raison.

Eine Figur habe ich noch nicht erwähnt, einen intriganten, boshaften Strippenzieher. Ein Burmese, der alle anderen in die Tasche steckt, weil er als einziger ein klares Ziel vor Augen hat und dieses politisch gekonnt verfolgt. Und dieses Ziel erscheint so nichtig, verglichen mit dem Leid, das dadurch geschieht.

Das Buch ist brillant in seiner schmerzhaften Schonungslosigkeit. Niemand ist sympathisch, fast alle sind Opfer, die meisten auch noch Täter. Einziger Abstrich für die Übersetzung. Während Orwell einen im Original in den Bann der Sprache holt hält einen die Übersetzung durch eine gewisse Unbeholfenheit auf Distanz. Im Original muss man bei all den haarsträubenden Begebenheiten Schmunzeln oder Lachen, weil die Sprache einen verzaubert. Das kann von der deutschen Ausgabe nicht behauptet werden.
13 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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