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  • Aleph
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

3,3 von 5 Sternen
77
3,3 von 5 Sternen
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am 9. Januar 2012
Seit einiger Zeit schon war das neue Buch von Coelho angekündigt und als Leser aller seiner Bücher habe ich es auch schon irgendwie sehnsüchtig erwartet. Es war nach dem Lesen des Buches nicht ganz einfach, zu einer runden Meinung über dieses neue Buch zu kommen. Zu widersprüchlich und ambivalent waren manche Eindrücke über das Buch.

Klar war zu erwarten, dass auch dieses Buch von Coelho wieder sehr spirituell und voller Mystik ist und wie immer fesselt es den Leser, dass er dabei so offen über sein Leben und seine Erfahrungen im Umgang mit seiner Selbstfindung schreibt.

Dieses Buch ist aber derart voll mit Parallelwelten, Reinkarnation und der Wiederaufnahme von Themen aus seinen vorangegangenen Büchern, dass dabei die Handlung des neuen Buches - seine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn - eigentlich zu kurz kommt. Und das Ende dieser Romanhandlung ist dann auch sehr konfus und irgendwie unschlüssig. (Details dazu will ich hier absichtlich nicht bringen - lassen Sie sich überraschen.)

Wer dieses Buch zur Hand nimmt, sollte sich aber unbedingt bemühen, nicht nach 30 oder 40 Seiten aufzugeben, denn gerade am Beginn des Buches scheint sich der Schreibstil Coelhos immer mehr dem Facebook-Stil anzunähern. Wenn es das Konzept war, die Zerrissenheit in dieser unserer schnelllebigen Zeit darzustellen, dann es ihm aber gut gelungen; kein Gedanke ist länger als eine halbe Seite ausgeführt und die Themen wechseln extrem schnell - wie eben in der Facebook Kommunikation. Aber wenn es die Absicht war, zu zeigen, wie mit der Reise an den Punkt 'Aleph' diese innere Ruhe wiedergefunden werden kann, so ist ihm das nicht gelungen, denn das Buch endet in derselben Zerrissenheit wie vor diesen spirituellen und shamanischen Begegnungen in Sibirien.

Auch sehr irritierend ist es, dass seine Haltung zur Inquisition (diese spielt in der Romanhandlung des Buches eine entscheidende Rolle) irgendwie zwiespältig bleibt, aber beim Umgang mit diesen Themen muss man bei Coelho ja schon seit seiner Glorifizierung des Jakobswegs vorsichtig sein.

Spannend, interessant und lesenswert ist das Buch allemal, auch wenn es nicht an seine Werke wie 'Veronika beschließt zu sterben', oder 'Elf Minuten' herankommt - daher ist es vielleicht doch eher ein 'Omega' als ein 'Aleph'.
11 Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. November 2013
Dies ist das schlechteste Buch, das ich in 39 Jahren je gelesen habe!
Vor allem deswegen weil ich den Autor sehr schätze und für den "Alchimisten" oder bspw. "Veronika" sogar, ja, ein wenig verehre.
Weil es sich um einen echten Erfolgsautor handelt, erscheint es umso unverständlicher, warum von Ehefrau, Lektor bis zur Verlagsleitung niemand eingeschritten ist und dieses hochpeinliche, gähnend langweilige und vor allem extrem schlecht geschriebene (oder übersetzte?) Machwerk zur Wahrung des guten Rufes des Autors verhindert hat.
Keine erkennbare Handlung, kein Spannungsbogen, kein Road Movie, kein Reisebericht nichts, das "Buch" ist eine wahllose Aneinanderreihung schwacher Dialoge durchseucht von spirituellem Hokuspokus, dämlicher Frömmelei und selbstverliebter Eitelkeit des Autors.
Wenn man irgendjemanden ein Diktiergerät in die Hand drückt und in die Transsib. setzt, dann kommt sicher noch etwas besseres heraus als dieser Verbalmüll von Coelho.
Bitter ist, daß dieses epochal schlechte Buch bei jedem Coelho-Erstleser dazu führen muß, daß er ab sofort um die ansonsten teilweise großartigen Bücher von Coelho einen riesen Bogen machen wird. Darum hat sich Coelho mit diesem Hirndurchfall sicher keinen Gefallen getan.
Besonders drastisch ist die Fallhöhe. So wie wenn Roger Waters auf einmal eine Schunkelplatte herausgibt, Leon de Winter einen Schundroman verlegt oder der Papst nackt im Bananenröckchen tanzt.
Ich mußte nach der qualvollen Lektüre sofort den "Alchimisten" nochmal lesen um zu wissen, daß er es mal konnte, das Schreiben, das Fabulieren, der Herr Coelho. Er konnte es. Scheint aber vorbei zu sein.
11 Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. März 2014
...ein klein wenig distanzierter vom erleben und Empfinden des Lesers (in meinem Fall), da konkrete Anweisungen und Erlebnisse geschildert werden, die schwerer zu verallgemeinern sind.

Eventuell muss man das Buch aber auch nur ein wenig länger sacken lassen.

Lesenswert ist es aber allemal.
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am 17. Januar 2012
Ausführliche Angaben zum Inhalt des Buches wurden in den vorangegangenen Rezensionen bereits erörtert, weswegen ich mir erlaube, eher ein kurzes Feedback zu geben, ob sich der Kauf dieses Buches überhaupt lohnt.

Die Hauptidee des Buches ist sehr gut: Das Aleph - ein "magischer" Ort, in den Paulo C. und die Protagonistin namens Hilal mehrmals eintauchen, um die Wahrheit zu erkunden, wie sie sich in einem vorherigen Leben getroffen haben und vor allem, was in jenem Leben vorgefallen ist - ist gut gelungen.

Gerade die ersten 80 Seiten jedoch sind langatmig und verwirrend. Paulo kommt nicht auf den Punkt, seine Botschaft bleibt im Dunkeln, was er mit diesen eher "langweiligen" Ereignissen aussagen will. Ich glaube nicht, dass dies seine Absicht war - den Leser bewusst zu verwirren -, denn ich war kurz davor, dass Buch alsbald auf die Seite zu legen, um ein anderes zu beginnen. Also Geduld mitbringen!

Der mittlere Teil bringt endlich Bewegung in die Handlung, auch die Poesie in seinen Worten erfreut jeden Leser. Dennoch erschweren zeitweise die stets wiederholenden Beschreibungen - dass die Fahrt im Zug eben anstrengend und das Schlafen in den Waggons kaum möglich sei -, den Lesegenuss.

Das letzte Drittel ist spannend! Hier geschehen endlich Dinge, die auch für mich neu waren und mich teilweise gepackt haben, wie es wohl weiter geht. Ich frage mich, wieso er das Buch nicht gleich um 50-70 Seiten gekürzt hat, denn dieselbe Handlung hätte problemlos weniger Seiten erzählt werden können.

Das Ende hat schöne Momente, doch überläßt er dem Leser, seine eigene Interpretation von den Ereignissen zu machen.

FAZIT:
Wer Paulo Coelho-Fan ist, sollte dieses Buch auf jedenfall lesen. Denn trotz der genannten Schwächen ist ja die übergreifende Idee des Buches durchaus lesenswert.

Wer die Werke von Coelho grundsätzlich noch nicht kennt (oder nur wenige bisher erschienenen Werke gelesen hat), dem rate ich, zunächst eher "Elf Minuten" oder andere erfolgreiche Werke von ihm zu lesen, da man für dieses Buch - Aleph - mehr Verständnis haben wird, wenn man seinen Schreibstil, seine Vorlieben für Metapher und Ähnliches im voraus kennt.

Bye,
Heinrich
P.S. Die Rezension war doch etwas länger ;-)
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am 25. Mai 2012
Der Autor schreibt angeblich so persönlich, wie nie zuvor: Auf einer Reise in der Transsibirischen Eisenbahn, die vordergründig einer Promotionstour als Autor dient, lernt er eine junge Frau kennen. Dieses Treffen dient dazu, seine Vergangenheit eines früheren Lebens zur Zeit der Inquisition aufzuarbeiten, in der sie angeblich eine massgebende Rolle gespielt hat.

In der Zusammenfassung auf dem Buchdeckel des Buches ging solches nicht klar hervor, sonst hätte ich es nicht gekauft. Der Beschrieb gaukelt vor, dass hier ein tiefgründigeres Buch vorliegt, das "ein neues Kapitel in Ihrem Leben" beginnen lässt. Für mich war es eher Zeitverschwendung mit geringem Unterhaltungswert und mangelnder Tiefe. Die Spannung ist mässig. Der Autor als Charakter kommt als eher arrogant, oft brüsk und als kaum liebenswert hervor. Seine grausige Beschreibung von Folter in jener Zeit der Bestrafung von Ketzerei auf ein paar Seiten hätte mich das Buch beinahe unfertig gelesen in den Secondhand-Laden bringen lassen. Die Neugier obsiegte, ob dem Buch doch noch etwas Wertvolles abzugewinnen wäre. Für mich war das nicht der Fall. Ich freute mich aufs Kennenlernen des Schriftstellers Paulo Coelho, der offensichtlich mit seinen Büchern weltweit viel Erfolg hat. Diese Lust ist leider gebannt.
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am 10. Januar 2012
An einer Stelle in seines neuen Buches, als die Handlung schon weit fortgeschritten ist, erklärt der Schriftsteller Paulo Coelho einer Frau namens Hilal, die in dem Roman eine wichtige Funktion hat, seinen Glauben an die Reinkarnation der Seele:
"Alle Menschen, mit denen wir in der 'Vergangenheit' Probleme hatten, tauchen in unserem Leben wieder auf, in dem, was die Mystiker das Rad der Zeit nennen. Mit jeder Inkarnation werden wir uns dessen bewusster, und nach und nach werden diese Konflikte gelöst. Wenn überall die Konflikte aller Menschen geklärt sind, wird die Menschheit in eine neuen Phase eintreten."

Wenn man dies nicht sofort als esoterischen Unsinn abtun möchte, lohnt es sich durchaus, das neue Buch von Coelho zu lesen. Der Diogenes Verlag bewirbt das Buch mit der reißerischen Aussage. "Mit Aleph beginnt ein neues Kapitel in Ihrem Leben" und macht damit genau den Fehler, den meiner Meinung nach unzählige Leser und Fans von Coelho, denen er in diesem Roman auch in Massen begegnet und die ihn regelrecht anbeten, den Fehler nämlich zu glauben, durch die Lektüre von esoterischen Büchern könne man sein Leben ändern, oder auch nur in irgendeiner Weise spiritueller werden.

So wie Tausende andere Menschen jeden Tag, erlebt irgendwann zu Beginn des Jahres 2006 der berühmte Schriftsteller Paulo Coelho eine Lebens- und Sinnkrise. Er fühlt sich allem, was er in seinen Büchern beschrieben hat, fremd, spürt sich selbst nicht mehr in einem Leben, das zwar immer reicher an Materiellem geworden ist, ihn aber offenbar von sich selbst entfremdet hat. Er trifft sich mit seinem Freund J., einem weisen Mann, der an der Eiche vor Coelhos Haus in Südfrankreich ein Rituale mit ihm durchführt. Coelho spürt, er muss neu aufbrechen, um sich wieder finden zu können.

Nach schnellem Abschluss von Verträgen für zahlreiche Lesereisen bildet eine lange Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok den Höhepunkt seines Aufbruchs. Doch schon vor der Abfahrt stellt sich eine junge, gerade mal 21- jährige Frau in sein Leben. Sie heißt Hilal, hat seine Bücher gelesen und glaubt, sie müsse ihn treffen:
"Ich weiß, dass Sie mit dem Zug durch ganz Russland reisen werden, und ich werde mit Ihnen fahren. Als ich Ihr erstes Buch gelesen habe, sagte mir eine Stimme, dass Sie ein heiliges Feuer für mich entzündet haben und dass ich mich eines Tages dafür erkenntlich zeigen müsse. Ich habe Nacht für Nacht von diesem Feuer geträumt und war sogar fast soweit nach Brasilien zu fahren und Sie zu suchen. Ich weiß, dass Sie Hilfe brauchen. Deswegen bin ich hier."

Hilal schafft es gegen erhebliche Widerstände, in den Zug zu kommen und dauernd in seiner Nähe zu sein. Mit ihr ist er im "Aleph, jenem Punkt, an dem sich alles zur selben Zeit an derselben Stelle befindet." Und es stellt sich heraus, indem Coelho sich selbst mit einer bestimmten Technik, von der er aber seinen Lesern am Ende dringend abrät, in ein früheres Leben zurück beamt, dass er als Ordenspriester im Jahr 1492 bei der Verbrennung von acht Hexen dabei war. Hilal war in einer früheren Inkarnation eine von ihnen. Sie liebte den Ordenspriester und ist auch jetzt in der gegenwärtigen Inkarnation in Paulo Coelho verliebt. Doch er hält die Beziehung auf der geistigen Ebene und bittet sie, ihm zu verzeihen, was sie auch tut, bevor sie nach dem Ende der Reise in ihr eigenes Leben zurückgeht.

Das Buch liest sich gut, auch wenn ich bei den meisten seiner spirituellen Annahmen und Glaubenssätze nicht mitgehen kann. Es ist nicht wichtig, ob man an Reinkarnation glaubt oder nicht, wichtig für ein spirituell waches und bewusstes Leben im Hier und Heute ist, dass man sein Leben annimmt, dass man besonders in der Krise die Chance für eine Weiterentwicklung sieht und sie nutzt. Wenn das Buch Menschen dazu Mut macht, hat es seinen Sinn erfüllt. Doch die Lektüre esoterischer Bücher hat noch nie gereicht für eine geistige und spirituelle Entwicklung, die der Franziskanerpater Richard Rohr und Mystiker in seinem Buch "Pure Präsenz" (Claudius 2011) so beschreibt:
"Alles Reden muss durch Schweigen ausbalanciert werden. Alles Wissen muss durch Nichtwissen relativiert werden. Ohne diesen Ausgleich wird Religion unweigerlich arrogant, ausgrenzend und sogar gewalttätig. Alles Licht muss austariert werden durch Finsternis und jeder Erfolg durch Leiden. Der Heilige Johannes von Kreuz nannte dies die 'leuchtende Dunkelheit', der Heilige Augustinus das 'österliche Geheimnis' oder das 'notwendige Pessach' und Katholiken proklamieren es bei jeder Eucharistiefeier ausdrücklich als das Geheimnis des Glaubens: Tod und Auferstehung gehören zusammen. Aber dieses Axiom ist nur selten der reale Kern unserer Existenz".

Vieles von diesen Weisheiten fehlt mir bei Coelho. Er bleibt letztlich, so wie die meisten Esoteriker oberflächlich und lässt sich nicht wirklich, wie die Mystiker, die er dauernd zitiert, auf das Leiden und die Welt ein. Dazu liebt er seinen eigenen Erfolg und seinen Narzissmus zu sehr.
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am 30. August 2012
Das ist das erste Buch von Coelho, das ich nach der Hälfte weggelegt habe, Begründung:
- zu esoterisch - zu weltfremd - zu langweilig - zu missionarisch obwohl selbstzentriert
- zu wenig Literatur und zu viel Blabla. Der letzte Punkt ist keine sachliche Kritik,
doch hat es mir vor allem dieses Gefühl vermittelt.

Während ich in den anderen Büchern des Autors immer auch allgemeingültige
Lebenserfahrungen/-weisheiten für mich herausziehen konnte, gelang es mir hier ganz
und gar nicht. Es fehlt eine echte Handlung und eine echte Figur, "echt" im Sinne
der Literatur. Möchte der Autor den Leser mit auf seine transzendale Reise
nehmen und ihm den Weg zum Nirvana zeigen? Ich weiß es nicht. Für mich war es
wie ein "Guru"-Buch, bar jeder Spannung. Wäre es unter "Biographie" oder "Der Weg
Coelhos" oder ähnlichem erschienen, wäre es etwas anderes, doch so fällt dieses
Buch völlig aus dem Rahmen der bisherigen Werke von Coelho. Schade.
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am 29. April 2012
... wenn auch ein schönes Buch, nette Geschichte, nett geschrieben. Das, was Coelho hier über das Aleph schreibt, ist in einem anderen Buch (Das Lachen des Schamanen) aus meiner Sicht besser beschrieben worden. Wirklich spannend fand ich das Buch nicht. Es mag ein paar Aha-Effekte für LeserInnen beinhalten, die sich noch nicht lange mit spirituellen Themen beschäftigen. Insgesamt ist es (wie alles von Coelho) leicht lesbar, in der Sprache einfach gehalten. Verglichen mit "Veronika beschließt zu sterben" oder "Der Dämon und Fräulein Prym" ein eher langweiliges Buch.
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am 21. Dezember 2013
coelho scheint den versuch zu unternehmen, einen blick in die geisteswelt eines suchenden, eines adepten im alltag zu gewähren. den spagat roman/esoterischer weg hat er nach meiner ansicht nicht geschafft.
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am 18. Februar 2012
'Mit Aleph beginnt ein neues Kapitel in ihrem Leben!' verspricht der Klappentext von Coelhos neustem Roman. Was am Anfang noch klingt wie Hochstapelei, beginnt sich beim Lese zu bewarheiten.
Der Autor begibt sich auf eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn, begleitet von einer junge Geigerin, Hilal, die sich ihm zunächst aufzudrängen scheint. Doch immer deutlicher wird, dass es zwischen den beiden eine unzerstörbare Verbindung gibt.

'Bitte halte mich einfach nur im Arm.'
Diese Geste ist so alt wie die Menschheit und mehr als nur die Begegnung zweier Körper. Eine Umarmung bedeutet: Du stellst keine Bedrohung für mich dar, ich habe keine Angst, dich in meine Nähe zu lassen, ich fühle entspannt, geborgen, verstanden. Es heißt, dass wir mit jeder liebevollen Umarmung einen Tag Leben geschenkt bekommen' (S. 192)

Gemeinsam geraten sie in das Aleph, ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum still stehen, zusammenfallen. Der Autor erkennt, dass Hilal eine der Frauen ist, an deren Tod er in einem früheren Leben mit schuldig war. Er versucht verzweifelt, ihre Vergebung zu bekommen, ohne ihrem Drängen nach allzu großer Nähe und körperlicher Liebe nachzugeben. Das Verhältnis der beiden ist geprägt von Zuneigung, Verlangen, Kampf und Ablehnung zugleich. Durch den Autor Coelho erkennt die junge Hilal, dass es viel mehr gibt als das, was sie bisher kannte. Dass das Leben weit darüber hinaus geht und das Momenten im Aleph gibt, die alles verändern.
Paulo Coelhos neuster Roman ist ein Mysterium, eine faszinierende Geschichte, die von Liebe handelt, ohne eine Liebesgeschichte zu sein. Ohne Kitsch und Pomp erzählt er von der Liebe zu seiner Frau, die keine Beweise braucht, weil sie Gewissheit ist. Von der Liebe zu Hilal, die ein wenig aus Schuld entsteht und aus dem Bedürfnis nach Vergebung ebenso wie aus Bewunderung für diese starke und doch verzweifelte Frau. Coelho nimmt einen mit auf eine Reise, die einen fragend zurücklässt. Nicht unbedingt nach einer Lösung der Geschichte, eher fragend an das eigene Leben. Und die eigene Einstellung zum Leben. Und so gibt Aleph einem vielleicht wirklich ein bisschen die Möglichkeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen- auch wenn man das Buch am Ende zuschlägt.
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