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Kundenrezensionen

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am 6. Juli 2005
tut mir leid aber bei diesen vielen unkritischen lobhudeleien muß ich mich hier zu wort melden.
coelho hat nichts mehr zu sagen, also begeht er die todsünde vieler erfolgreicher autoren, er schreibt über sich selbst als erfolgsautor und alles was man schon aus seinen anderen werken kennt, wird hier noch einmal verwurstet. die kraft der liebe, übersinnliche marienerscheinungen, alte religionskulte, die die menschheit erlösen könnten usw.
was mich aber wirklich aufgeregt hat, waren totalitäre, um nicht zu sagen faschistoide tendenzen im roman.
der krieg wird gelobt und gepriesen wie einst bei ernst jünger. nur im krieg ist der mensch gott wirklich nahe und kommt zu sich selbst etc.
es ist nicht zu ertragen!!! wenn sowas ein deutscher geschrieben hätte?
weiteres beispiel gefälligst?
die revolte auf haiti im fernsehen findet er völlig unwichtig und sollte nicht berichtet werden, wen interessiert das schon - das als gebürtiger lateinamerikaner.
bezeichnend ist auch, das einer der übelsten diktatoren der post-sowjetischen ära, der kasachische präsident nasabarjew im nachwort mit lobeshymnen überschüttet wird.
fazit:
das buch hat alle ideologie um eine neue sekte zu gründen, mit coelho natürlich als obersten liebesguru an der spitze.
ca. 7 mill. dollar jahreseinkommen, mit welchem er sich auf s. 300 nicht scheut zu brüsten, machen nicht glücklich.
vielleicht will er als neuer religionsstifter in die geschichte eingehen.
gehen sie ihm bitte nicht auf den leim!!
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am 27. November 2006
denn P. Coelho schien für dieses Buch nicht viel eingefallen zu sein. Die Ideen und Gedankengänge kamen mir aus den vergangenen Büchern - und ich habe sie alle gelesen - sehr bekannt vor. Immer wieder ertappte ich mich bei dem Gedanken: ach ja, das hatten wir ja schon mal.

Auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens kann man sicher verschiedene Wege gehen, doch P. Coelho scheint sich beim Alchimisten verausgabt zu haben (welch wunderbares Buch!). Hier faszinieren keine überraschenden Wendungen oder Gedanken, die Geschichte ist voraussehbar - tödlich für die Lebenssuche.

3 Punkte vergebe ich, weil die Geschichte trotzdem nett geschrieben ist und für alle, die die vorangegangenen Bücher nicht kennen, etwas Stoff zum Nachdenken bietet.
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am 7. Mai 2005
Mit dem Titel seines neuen Romans "Der Zahir" stellt der berühmte Buchautor Paulo Coelho einen Bezug zu einer Geschichte von Schriftsteller Jorge Louis Borges her. Ebenso wie Borges geht es Coelho darum das Wesen des Geheimnisvollen zu ergründen.
Seine Untersuchungen stellt aus einem ganz üblichen Kontext heraus an: "Mein Zahir hat einen Namen und sein Name ist Esther." Esther ist die Ehefrau des Ich-Erzählers und sie hat ihn nach zehnjähriger Ehe ohne einen erklärenden Hinweis verlassen. Auf der Polizeistation stellt man Recherchen an: gab es ein Zerwürfnis in der Ehe, ist Esther etwa fremdgegangen und wo ist ihr Pass?
Doch das Problem liegt gar nicht im Verschwinden der Ehefrau. Sie liegen viel tiefer. Der Erzähler begibt sich in der Folge auf eine spirituelle Reise, um die Liebe zu seiner Frau in sich voll aufleben zu lassen. Ein Freund Esthers, Mikhail aus Kasachstan, der ihm zunächst als ihr möglicher Liebhaber verdächtig vorkommt, ist ihm dabei behilflich. Doch der vermeintliche Konkurrent versorgt den Ehemann mit wertvollen Hinweisen über den Aufenthalt Esthers und ihre möglichen Beweggründe vom Ehemann fern zu bleiben. Dieser ist im übrigen schon längst in den Armen einer neuen Freundin angekommen, bei der schönen Marie, die ihm bei seiner Suche ebenfalls unterstützt.
Coelho zeigt auf, dass die Erwartungen von Kindern, Nachbarn und Freunden an ein Ehepaar nicht einfach zu erfüllen sind. Es scheint als sagten sie: "Ihr dürft euch nicht mehr verändern, müsst sein wie die Schienen: Der Abstand zwischen euch muss beim Ausgangsbahnhof, unterwegs und am Zielbahnhof immer gleich groß sein." Zwar kann man sich bemühen diesen Abstand und problemlose Dahinrollen zu gewährleisten, doch wie sieht es mit dem persönlichen Glück dabei aus?
"Der Zahir" ist ein in vielen Teilen autobiografischer Roman. Die Lebensweisheit, die zwischen den Zeilen mitschwingt hat sich der Autor in ereignisreichen Jahren erarbeitet. Die Leichtigkeit seines Ausdrucks und seine inhaltlich anspruchsvollen Ausführungen zum Wesen der Liebe als eine Form der Energie erzeugen ein reizvolles Spannungsfeld, das den Leser in Atem hält. "Der Zahir" ist ein ausgezeichnetes Buch. Eindeutige Kaufempfehlung!
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am 6. Mai 2005
In seinem neuen Roman, „Zahir", beschreibt Coelho die emotionalen Höhen und Tiefen, die man erleben muss, wenn der Gedanke an einen Menschen zur Obsession wird.
Ausgangsthema des Romans ist nicht, wie man glauben könnte, die „wahre Liebe" zwischen Mann und Frau. Ausgangsthema ist eine ganz übliche Liebe, die von dem Gefühl des Besitzens dominiert ist. Coelhos Protagonist, der mit ihm selbst viele biographische Gemeinsamkeiten teilt, macht sich genau in dem Moment auf den Weg eines inneren Reifeprozesses über die Bedeutung der Liebe, als ihm klar wird, dass ihn seine Frau verlassen hat. Jahrelang haben sie nebeneinander einher gelebt. Sie mochten einander, hatten sich an einander gewöhnt, einander respektiert, einiges miteinander unternommen. Ihre Liebe war zu einem angenehmenTrott geworden. Der ursprüngliche Sinn ihrer Liebe war verschüttet worden. Das Notwendigkeit die bestehende Liebe zwischen ihnen täglich neu zum Leben zu erwecken, ihre Vielfältigkeit und Tiefe auszukosten, war im Kampf des Alltags verschüttet worden.
Esther, die Frau des weltberühmten Schriftstellers, dem Ich-Protagonisten des Buches, verschwindet als sein Desinteresse an ihr seinen Höhepunkt erreicht hat. Dieser Höhepunkt trifft mit dem Beginn der Geschichte und der übelsten Ausfromung des Egoismus im Protagonisten zusammen. Von dan an kann der Roman seinen Anfang nehmen als „innerer Entwicklungsroman".
Der plötzliche Verlust jener Frau an seiner Seite, an deren Gegenwart er sich gewöhnt hatte, die ihm aber gerade deshalb immer unbedeutender geworden war, zwingt den Ich-Erzähler über sein bisheriges Leben Bilanz zu ziehen. Minutiös erinnert er sich aller Teile in seiner Lebensgeschichte, wo diese Frau massgeblich bei ihm war. Wo ihn ihre Liebe wachsen lies und ihn unterstützte. All ihr Tun war darauf ausgerichtet ihm dienlich zu sein. Dienlich mit einer an Selbstaufgabe grenzenden Liebe, damit er seine persönliche Legende in seinem Herzen finden und ausleben könne. Sie war die Erde, damit seine Träume Wurzeln schlagen können und er die Früchte hervorbringen würde können, die hervorzubringen er bestimmt war. Seine Bücher wären ohne sie nie geschrieben worden.
Doch da er nun seine Bestimmung gefunden hatte und voll zur Blüte gebracht hatte indem er die Welt mit seinen Büchern beglückt, war sie, Esther, zu einem nebensächlichen Talisman geworden. Ein Beiwagen, der an seiner Seite entlangrollte. Hatte Esther nicht auch eine Bestimmung zu erfüllen? Ihre eigene? Gab nicht auch in Ihr ein Talent oder eine Aufgabe, für die sie in dieser Welt war?
Auch Esther schrieb. Sie hatte entdeckt, dass sie der Journalismus vor aufregende Aufgaben stellte, in denen sie ganz aufgehen konnte und sich verwirklichte. Besonders reizten sie die gefährlichen Herausforderungen in Kriegsgebieten. War es nicht egal ob sie lebte oder starb, Hauptsache, sie tat Gutes? Das war ja auch etwas Gutes: die Menschen über die Wahrheit des Krieges informieren; in den Frontgebieten die persönlichen Geschichten der Betroffenen niederschreiben; das Leid der Menschen als Vermächtnis für jene, denen es in anderen Ländern gut ging, festhalten.
Esther hat ihre Aufgabe an ihrem Mann erfüllt, indem sie ihn dabei begleitet, seine Lebensbestimmung zu erkennen und sich ihr ganz hinzugeben. Doch ihre Verpflichtung an seiner Seite zu verweilen hob sich auf, als klar war, dass ihr Ehemann ganz in sich selbst aufging, ohne ihr dienlich zu sein, ohne ihre Einzigartigkeit im täglichen Zusammensein ausreichend zu würdigen.
So zieht Esther los. Sie verschwindet spurlos, weil sie schon lange nicht mehr von ihrem Ehemann bemerkt worden war. Sie zieht los, um ihre eigene Legende zur Erfüllung zu bringen. Es ist der Ruf des Herzens, der sie dazu veranlasst, als Kriegsjournalistin tätig zu sein. Ihr Beweggrund ist nicht Selbstverklärtheit. Dank der Reinheit ihrer Beweggründe führt ihr Verschwinden zu einem Läuterungs- und Erkenntnisprozess in ihrem Mann.
Der Umstand, dass bei Esthers Verschwinden sehr wohl auch die Liebe zu einem anderen Mann im Spiel war, ist dabei durchaus bedeutend. Der Ich-Erzähler, der soeben seine leidenschaftliche Liebe für Esther durch deren plötzliche Abwesenheit wiederentdeckt hat, wird auf sich selbst zurückgeworfen, als er erkennen muss, dass Esther vielleicht niemals mehr zurückkommen wird. Weil es einen anderen gibt.
Doch im Laufe einer sehr spannenden Erzählung offenbart sich, dass nichteinmal der andere Mann Grund für Esthers weitere Fernbleiben ist. Es gibt tiefere Gründe. Diese mit dem Ich-Erzähler gemeinsam mitzuerleben, während sich die Handlung vorsetzt ist eine ungemeine Herausforderung an den Leser. Es setzt ein grosses Mass an Courage voraus, um sich selbst und seinen Gefühlen so ehrlich gegenüber zu treten, wie es der Erzähler tut. Er verschont sich nicht. Nach einer Etape des inneren Widerstands, der Verzweiflung und des Eingeständnisses der eigenen Machtlosigkeit, lässt er sich schliesslich darauf ein in den reissenden Strom des Lebens voll einzusteigen:
Coelho scheut sich nicht davor, seine Seele blank zu legen. Er enthüllt seine innersten Ängste, Leidenschaften, Wüsche. In diesem Buch, „Zahir" wird Paulo Coelho wie in keinem anderen seiner Bücher den Lesern greifbar als Mensch. Unverholen mit Schatten und Licht.
„Zahir" ist ein Meisterwerk, das in seiner Grandiosität nachzuvollziehen, wir noch einige Zeit benötigen werden, auch wenn, berechtigterweise, „Zahir" schon auf allen Bestsellerlisten auf dem ersten Platz Einzug hält.
In diesem Roman wird klar wie in keinem anderen der vorherigen, dass Coelho „für sich selbst" schreibt. Paulo Coelho fabuliert nicht nach dem Trend der Zeit sondern er wird zu einem Vorreiter seiner Zeit, weil er sich selbst treu ist. Die Fähigkeit Leser in allen Ländern und jeden Alters zu begeistern, ist darauf zurückzuführen, dass Coelho, trotz Ruhm und Ehren, immer zuerst MENSCH ist und als solcher seine Liebe mit anderen teilt. Beim Schreiben.
„Zahir" ist ein facettenreiches Buch, in dem das Leben selbst sich mit der Gewalt seiner Höhen und Tiefen inkarniert. Emotionen führen zu Bewusstseinsprozessen und diese wiederum zu Erkenntnissen. Am Ende des Buches, das eine innere Wandlung zur Selbsterkenntnis mitreissend und manchmal schmerzhaft beschreibt, ist der Ich-Erzähler ein neuer Mensch geworden. Seine Liebe findet er in symbolhafter Weise wieder, doch wem er eigentlich zum ersten Male nahe kommt, ist er selbst.
Ein Bestseller, den jedermann lesen sollte, der aber eine Bereitschaft im Leser zum Mitleben voraussetzt. Ein reifes Buch, das seinen Lesern Reife abverlangt.
Meine Beurteilung: hervorragend.
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am 29. August 2007
Der Zahir muss den Leser zur rechten Zeit finden. Die hochgepriesensten Bücher können banal erscheinen und erreichen nur, wenn das Bewusstsein gerade an jenem Ort ist. Dieses Buch hat mich gefunden und ich habe eine wunderschön erzählte Geschichte erfahren, die mich da gestützt hat, Mut gemacht hat, wo Sinnlosigkeit an meiner Seele nagte. Es ist authentisch und lebensnah geschrieben. Natürlich gibt es immer ein paar Stellen, an denen die spirituellen Ausuferungen selbst mein Verständnis etwas herausfordern, die Essenz jedoch gibt Antworten an die die suchen. Die Zitate aus vorausgegangenen Büchern fügen sich wunderbar ein. Letzlich klinkt sich jede seiner Geschichten wie Rädchen in einem Zahnrad ein und beschreibt eine magische Welt innerhalb der wir leben und gibt Kraft...unsere eigene Geschichte neu zu schreiben.
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am 24. Oktober 2010
Der Zahir hat mich enttäuscht. Nach der kraftvollen Lektüre von Der Alchemist, ist der Zahir eine nicht gelungene Transformation in die heutige Zeit. Der Mann, Schriftsteller, alter ego von Coelho, wird von seiner Frau verlassen. Lange Zeit ist unklar, ob entführt oder aus eigenen Stücken davongelaufen. Der Schriftsteller versucht, über einen Zeitraum von zwei Jahren, die liebe seiner Frau wieder zu gewinnen. In der Zwischenzeit steckt er in einer Beziehung mit Marie, die ihn nicht richtig glücklich macht. Er driftet in Aussteigermilieu ab von jungen Menschen, die sich dem normalen" Leben verweigern. Coelho hat sich mit diesem Roman zu viel vorgenommen und zu wenig geschaffen. Zeitweise lässt er banale Weisheiten vom Stapel, die im Alchemisten zwar auch vorkommen, jedoch kunstvoll verarbeitet sind. Schade, um diese Geschichte.
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am 13. März 2007
Eigentlich ist mit der Überschrift alles gesagt. Das Buch verzaubert beim Lesen, die Suche des Mannes nach seiner verschwundenen Frau und seine Gedanken über sein eigenes Leben. Das Buch beinhaltet eigentlich fast mehr philosophische Gedankengänge als Handlung, doch das ist ja gerade das schöne an Coelhos Büchern. Allerdings muss man sich darauf einlassen, das Ganze an sich heranlassen und mitdenken. Also kein Buch für solche, die einen schnellen, spannenden, actiongeladenen Roman suchen, sondern eher für Langsamleser und Liebhaber philosophischer Bücher.
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am 6. Mai 2005
Wenn ein Autor mit der unumwundenen Bewunderung von Persönlichkeiten wie Umberto Eco, Bill Clinton, Madonna und dem Fussballer Ronaldo zählt, dann ist jede Neuerscheinung eines Romans ein Grossereignis. Die Erwartungshaltung der Leser und Fans an Paulo Coelho ist sehr hoch.
Kein Wunder und keine Zauberei ist es aber, dass "Der Zahir", das eben im Qualitäts-Verlag Diogenes erschienene Buch von Coelho, wie alle anderen Romane Coelhos auf Rekordkurs steuert.
Nach einer atemberaubenden Lektüre des Buches kann ich nur sagen: Hut ab. Paulo Coelho findet immer neue und doch stets authentische Wege, um seinem Plädoyer für Selbstfindung Gehör zu verschaffen. In "Der Zahir" enthüllt der Autor Details aus seinem Privatleben, schafft sich ein literarisches Alter Ego und nimmt sich kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht notwendige Gesellschaftskritik vorzunehmen. Coelho entpuppt sich in "Der Zahir" als mutiger Revolutionär wie wir ihn aus seinen früheren Büchern noch nicht kennenzulernen die Gelegenheit hatten.
Nicht von ungefähr kommt es, dass die Frau des Ich-Erzählers eine Kriegsberichterstatterin ist. Coelho lässt sich nicht herab, einen derzeit schwelenden Krieg direkt als unrecht zu bezeichnen, doch er verschafft dem Leser Einblicke in die Gefühlswelt der Menschen, die sich in Kriegsgebieten aufhalten. Coelho ist ein Meister der Transformation: aus widrigen Situationen reissen sich die Protagonisten seines Romans wie der Vogel Phönix heraus um zu einem reineren Leben zu finden. Coelhos Alter Ego muss die Gradwanderung zwischen Ehekrise und gesellschaftlicher Unwirtlichkeit gehen. Schliesslich findet er in der Steppe von Kasachstan die Koordinaten dessen, was wirkliche Liebe in all ihrer Tiefe und Breite bedeutet.
Der Plot ist scheinbar einfach: "Zahir" ist der Name, den der Ich-Erzähler seiner Frau gibt, um zu zum Ausdruck zu bringen, dass sie für ihn jemand ist, der "hat man sie einmal berührt oder gesehen, nie mehr vergisst und das sein ganzes Denken von ihr bis zur Besessenheit eingenommen wird".
Es gibt nur zwei Möglichkeiten: den Zahir wiedergewinnen oder sich seiner zu veräussern. Coelho löst diese Geschichte, die einem Seelendrama nahe kommt, auf spektakuläre Weise.
Paulo Coelho ist eben ein Erzähler der besonderen Art. Zu Recht gilt er als "Alchimist der Literatur". In dem neuen Werk stellt Coelho seine Erzählkunst wieder einmal unter Beweis. Besonders faszinierend finde ich, dass Coelho in jedem Buch unerwartete Ansätze findet mittels derer er sich, obwohl sich eine Kontinuität in seinem Werk ablesen lässt, stets neu zu erfinden vermag.
"Der Zahir" ist mit Sicherheit eine der empfehlenswertesten und erquicklichsten Pflichtlektüren unter den Neuerscheinungen des Jahres.
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am 5. Mai 2005
Paulo Coelho ist wieder einmal ein Meisterwerk gelungen. In seinem viel erwarteten Buch "Der Zahir" gewährt der Bestseller Autor autobiographische Einblicke. Die Geschichte handelt von seiner Ehe und ist auch seiner Frau gewidtmet, mit der er seit über 20 Jahren zusammenlebt. Noch immer zusammen lebt. In dem Roman wird die Liebe der beiden vor eine Zerreisprobe gestellt und endet mit dem endgültigen Auseinandergehen der stets einander Liebenden.
"Zahir" ist ein Nachdenken des Autors über die Natur der Liebe in einer Zweierbeziehung. Schliesslich führt ihn sein Nachdenken zu jener universellen Liebe von dessen Warte aus er mitfühlend und liebevoll gegenüber allen Menschen geworden ist. Bis er dahin kommt, muss er sich selbst stellen und sich seine Fehler eingestehen. Die Abkehr von der Ich-Fixierung führt ihn dazu sich anderen Menschen mehr zu öffnen. Er beginnt sie in ihrem Schmerz zu verstehen, in ihrer Suche, denn auch er ist plötzlich auf der Suche.
Das Wichtigste im Leben, die Liebe der geliebten Ehefrau, ist ihm abhanden gekommen. Wohl mag sie ihn noch lieben, doch sie ist seinem Einflussbereich entronnen, ist auf ihrem eigenen Weg, der mit dem seinen nicht mehr übereinstimmt. Der erzählende Protagonist versucht zuerst die Frau zurückzugewinnen bis er erkennt, dass es schon viel ist, wenn es ihm einfach gelingt sie wieder zu treffen für ein offenes Wort.
Als er sie trifft findet er sie verändert aber auch als mehr sie selbst vor. Sie ist schwanger von einem anderen Mann und dies wird wie zu einer verschlüsselten Kernaussage über die Natur des Menschen und der Liebe: wir sind in ständiger Veränderung und es die Liebe ist in einem sich erneuernden Werdeprozess begriffen.
Sprachlich ist Coelhos "Zahir" knapp wie gewohnt und aussagekräftig wie gewohnt. Im Vergleich zu seinen vorhergehenden Büchern findet im "Zahir" mehr Dramatik statt. Das Ende ist kein Happy End im üblichen Sinne und liebäugelt auch nicht damit dem Leser einen Gefallen zu machen, indem alles gut ausgeht. Vielmehr wirft Coelho diesmal den Leser auf sich selbst zurück, zwingt ihn nahezu seine eigene Sicht der Liebe zu überdenken und Konsequenzen zu ziehen. Nach der Lektüre dieses Buches beginnt die eigentliche Aufgabe des Lesers.
Coelho ist ein ausserordentlich spannendes Buch gelungen, das nicht leicht zu lesen ist, uns aber um viele persönliche Einsichten reicher machen kann. Meiner Ansicht nach verdient "Zahir" die beste Beurteilung in der Skala.
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am 16. Januar 2014
Ein typischer Paulo Coehlo. Ich habe das Buch sehr genossen, da ich ein Paris-Fan bin und mit ihm eine kleine Reise durch diese traumhafte Stadt machen konnte. Natürlich ist die Stadt ein Stück zweitrangig, es geht um mehr, um die Liebe zu einer Frau und der verzweifelte auch innere Kampf von Paulo, sie zurückzugewinnen.
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