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am 17. März 2015
Henry David Thoreau hat es tatsächlich gewagt die Demokratie zu kritisieren.
Wusste er, dass die USA, die ihren nimmermüden Kampf für die Demokratie, der so viele amerikanische Soldaten und mindestens zehnmal soviel Zivilisten das Leben gekostet hat, eine Staatsform verbreiten möchten, in der Folter,, weltweite Bespitzelung, pausenlose Lügen der Regierung, zur sogenannten 'Demokratie' gerechnet werden müssen.
Wie konnte Henry David Thoreau voraussehen, was Amerika in den letzten 50 Jahren für die Demokratie getan hat?
Es ist schließlich schon 1862 gestorben.
'Jene Regierung ist die beste, die am wenigsten regiert'
Mit diesem Leitsatz sollte eigentlich jede Kabinettssitzung in Berlin beginnen.
Die kleine Streitschrift gehört als Pflichtlektüre in jeden Gemeinschaftskundeunterricht.
Die kleine Streitschrift sollte jedem Abgeordneten bekannt sein und das Wissen darum sollte Bedingung für das passive Wahlrecht sein.
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am 8. Januar 2017
Interessant und inhaltlich TOP so wie fast alles von David Thoreau, doch es scheint als hätte nach Entwurf dieses Buches niemand mehr drüber geschaut...Sätze werden getrennt, wie üblich wenn eine neue Seite beginnt, doch werden die angefangenen Sätze nicht zu Ende geführt! Ich war doch recht enttäuscht...nehmt lieber eine andere Ausgabe, denn inhaltlich absolute Spitze!!!
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Februar 2006
Dieses Buch schenkte mir eine Freundin in meiner „anarchistischen“ Phase. Um es gleich deutlich zu sagen: Es ist sehr amerikanisch, aber für jeden kritischen Geist eine Bereicherung.
Thoreau geht nämlich von einer ganz einfachen (und für meinen Geschmack typisch amerikanischen) These aus, dass der einzelne in Gewissensfragen nur sich selbst gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet sei.... und aus dieser simplen Überzeugung lehnt der Autor alle dieser Grundwahrheit entgegenstehenden staatlichen Eingriffe in das Leben des eigentlich freien Menschen ab. Wer dem nichts abgewinnen kann, sollte sich mal fragen, warum er eigentlich Staatsbürger ist, und warum wir Menschen eigentlich von Geburt an dazu zwingen, Staatsbürger zu sein... u.s.w... Da ist dieses Buch schon einmal ein guter Anfang zum Nachdenken.
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HALL OF FAMEam 27. Januar 2005
"da sie mich nicht fassen konnten, beschlossen sie, meinen körper zu bestrafen...": dieser satz war der erste, der mir im gedächtnis, ja in der seele hängen blieb, anlass genug, auszukundschaften, um wen es sich bei diesem david henry thoreau (12.7.1817-2.5.1862) handeln möge. er ist dem kreis des gesellschaftskritischen netzwerks um ralph waldo emerson (1803-1882) zuzurechnen, das sich mitte des 19. jahrhunderts an der amerikanischen ostküste etablierte. thoreau's CIVIL DISOBEDIENCE, deutsch erhältlich unter dem titel "über die pflicht zum ungehorsam gegen den staat" - dieses buch hat weltweit wirkungen hinterlassen. gandhi trug es bei seinen häufigen gefängnisaufenthalten bei sich, hermann hesse beeinflußte es nicht unwesentlich, die resistance gegen hitler-deutschland benutzte es zur rückgrat-stärkung, martin luther king oder joan baez waren davon inspiriert, marcuse nahm es in sein nachdenken auf. thoreau's denken ist natürlich nicht originär - was zumeist auf alles denken zutreffen dürfte, wenn man ehrlich ist. vorläufer-strukturen findet man in der antigone des sophokles (von thoreau übersetzt) oder in dem essay des montaigne-freundes boetie "discours sur la servitude volontaire". als handlungsanleitung für politische aktionen dürfte thoreau's meinungsspektrum angesichts der immer komplizierter werdenden administrativen systeme, die sich auf alle formen von widerstand immer geschickter einzurichten wissen, wohl heutzutage nicht mehr taugen. mit sitzstreik oder stromgeld-verweigerung dürfte kaum mehr eine globale weltverbesserung, vielmehr jedoch die lächerlichkeit des peinlich skurrilen erreicht werden. der rückzug in eine thoreau'sche waldblockhütte dürfte - allein schon angesichts der somit verschlechterten medizinischen versorgungslage - nicht eine den breiten bevölkerungsschichten anzuratene methode sein. sprachlich jedoch, sprachlich jedoch könnte eine neue ebene der wirksamkeit thoreau's vielleicht beginnen, wenn es zunehmend sensible leser gäbe. eine vergebliche hoffnung? zum schluß noch einmal eins der zitate, die mich als erste fesselten: "die wahrheit eines advokaten ist konsequenz." wenn das nicht ein weiterer baustein zum thema beharrlichkeit ist...
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TOP 500 REZENSENTam 4. April 2010
Einmarsch der USA in ein fremdes Land samt gierigem Landraub. Halbherziger Kampf gegen Ausbeutung, ja Sklaverei ... das klingt fast nach George W. Bush - es ist aber das Jahr 1849, als Thoreau als Jungspund diesen Traktat schreibt.

Die Cliquen-Regierung raubte Mexiko riesige Flächen, von der Sklaverei profitierte auch der Norden noch kräftig. Somit war für Thoreau klar, wessen Regierung das war: die des Unrechts und der Ausbeuter. Für ihn war unter diesen Umständen die beste Regierung keine Regierung. "Right" geht Thoreau vor "law", also Naturrecht und Gewissen vor Gesetzestreue.

Dieser recht kurze Text ist sarkastisch à la Ambrose Bierce, pointiert wie Rousseau und beeinflusste u.a. Mahatma Gandhi. Gesunde, provokante Medizin gegen die angeblich deutsche zuweilen übergroße Staatsgläubigkeit des Konservatismus und Sozialismus. Nicht nur vom Entstehungsjahr ist Civil Disobedience durchaus mit dem Kommunistischen Manifest vergleichbar.

Ein bisschen wirkt freilich die Ausgabe aufgebläht: nur der englische Text mit kurzen sprachlichen und sachlichen Hinweisen hätte es auch getan. Thoreau schreibt prägnant, das versteht man auch so. Auch die Kommentare hätten kürzer sein dürfen, etwas Einordnung allein hätte ausgereicht.

Vier Sterne insgesamt.
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am 17. April 2011
Was soll man noch sagen, ein Muss zur eigenen Charakterbildung. Zeitlos.
Schönes handliches Format, gebunden, Lesezeichen-Band, deutsch und englisch. Super Preis.

Fehlt eigentlich nur noch die Blattgoldbeschichtung der Ränder :o)
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am 21. November 2014
Die Gedanken sind auch in einer Zeit wachsender politischer Korrektheit brennend aktuell, Der Text ist nicht einfach zu lesen, sollte aber Pflichtlektüre sein!
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am 16. September 2014
Lesen, nachdenken, umsetzen... das Buch ist im Prinzip vor unsere Zeit geschrieben trifft den Nagel aber auch heute noch voll auf den Kopf!
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am 28. Juli 2015
der würde schon lange einen Aufstand machen bei der sozialen Ungerechtigkeit im Land. 1 2 3 4 5 6 7
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am 27. Januar 2007
Total super, endlich DIE Argumente, die einem in hitzigen Diskussionen über die amerikanische Regierung stets fehlten.

Henry schreibt nich unbedingt in der Art, wie ich sie gern lese, aber wie könnte er auch.. als alter Philosoph hat man den Slang der Jugend sicher nicht parat, macht auch rein gar nichts, denn mit dem , WAS er sagt, macht er alles wieder wett.. Ein mutiger Kerl, der den Nagel auf den Kopf trifft und ein Stückchen weiter gedacht kann man es wunderbar auf z.B. Georges Regierung beziehen.. somit sogar absolut gegenwärtige Lesekultur unserer Gesellschaft.. ich finds genial!
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