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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Oktober 2017
Der Titel verrät alles und doch nichts. Es geht um das Parfum, welches Jean-Baptist Grenouille erschaffen will. Und er ist ein Mörder, wie der Untertitel bereits klar legt. Zur Story werde ich nichts schreiben, weil diese entweder schon bekannt ist oder - falls nicht- u enthüllt bleiben sollte.
Zum Schreibstil: Süskind schreibt anspruchsvoll und verlangt seiner Leserschaft einiges ab. Nicht nur sind viele Passagen lang und nur IT und geteilter Aufmerksamkeit nachzuvollziehen, sondern es gibt auch Abschnittes, die aufgrund ihres Detailreichtums fast schon überfordernd- zumindest für jüngere Leser. Doch gerade dieses Spiel zwischen beinahe schon Faktenwissen und ausgiebigen Schilderungen macht den Reiz dieses Buches aus. Man erfährt mit dem Protagonisten Stück um Stück mehr von der damaligen Welt, der Parfumherstellung und der Figuren an sich. Doch gleichzeitig wird man "gezwungen", sich mit den abschreckenden Wesenszügen der Hauptfigur und den abstoßenden Szenerien und Handlungen auseinanderzusetzen. Man ekelt sich, ist schockiert und gleichzeitig in diesem Fluss fasziniert. Nicht dass Grenouille ein Sympathieträger wäre, eher im Gegenteil, dennoch kann man aufgrund der eindringlichen und nachvollziehbaren Schilderungen zumindest teilweise die Beweggründe nachvollziehen und ist begierig darauf, zu erfahören, was weiter geschieht.
Zu den Figuren: Neben der schon erwähnten Hauptfigur und die entstehende, von Faszination geprägten Antipathie gibt es einige Nebenfiguren, die in ihren Persönlichkeiten nicht nur den Roman vertiefen, sondern auch durch ihre Handlungen, ihre Persönlichkeit und ihre Rolle die Handlung und die Hauptfigur unterstreichen und die Story voranbringen.
Insgesamt finde ich den Roman sehr gelungen, nur ziehen sich manche Abschnitte - besonders im ersten und letzten Drittel - etwas. Dennoch hat sich dieses Buch, meiner Meinung nach, zu einem modernen Klassiker der deutschen Literatur entwickelt. Er ist nicht für seichte Leseabende gedacht, sondern erfordert vom Leser Konzentration und eine Portion Mut, sich auf ihn einzulassen. Sehr lesenswert. 5 Sterne.
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am 15. Oktober 2017
Das Buch ist ein Buch. Sieht so aus, fühlt sich so an. Also erstmal positiv Überrascht, genau so habe ich mir ein Buch vorgestellt.
(Ne spaß, das Buch ist nach mein Abi immernoch nicht auseinandergefallen.)

Die Story ist hingegen zu anderen Lektüren, was ich für die Schule lesen musste, sehr sehr gut.
Es hat eine dunkele, und grimmen atmosphäre in sich, die Story hat mir sehr gefallen. Sollte jemand hier interesse haben, es gibt tausende von Inhaltsangaben im Internetz zu finden.

Für die Leute die einen interessanten, unheimliches und leicht krankes Buch lesen wollen.
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am 31. Oktober 2017
Viele kennen wahrscheinlich die gelungene Verfilmung dieses Romans. Ganz besonders denjenigen empfehle ich das Buch zu lesen oder eben sich dieses Hörbuch zu gönnen. Erstens ist der Leser wahrscheinlich einer der Besten und zweitens kann man dadurch den Film nochmals geniessen. Es ist unglaublich wie gekonnt der Autor mit seiner Sprache die damalige Zeit durch die Welt der Gerüche auferstehen und plastisch werden läßt. Ich konnte mich nur schwer dem Sprachzauber entziehen und fand das Hörbuch noch besser als den Film. Einfach nur hinhören!
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am 18. August 2015
Das Parfum ist ein Roman, wie er nur wenigen Autoren gelingt, gleichsam ein literarischer Geniestreich - vorausgeestzt man lässt sich auf die virtuose Erzählkunst Süskinds und die fiktive Welt seines Protagonisten Grenouille ein: ein Kriminalroman und zugleich eine Roadstory, die sich um Düfte dreht und die Entwicklung der psychischen Befindlichkeiten eines ungewollten Kindes, das hinter der Maske eines hochbegabten Parfumeurs zum berechnenden Serienmörder wird. In einem gut recherchierten Buch skizziert Süskind die Stadt Paris, Frankreich und die Welt der Düfte in spannender und unterhaltsamer Weise.
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am 5. Januar 2018
Das Buch dient zur Abi-Vorbereitung. Da es neuwertig z,Zt. nicht vorrätig war habe ich es mal mit einem gebrauchten probiert. Man erkennt das es benutzt wurde, es ist aber alles im akzeptablen Bereich. Die Seiten sind vollständig und es befinden sich keinerlei Eintragungen darin. Absolut weiter zu empfehlen. Bei der nächsten Schullektüre werde ich es erneut mit einem gebrauchten Buch testen.
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am 22. Januar 2016
Gott sei Dank ist das Buch so geblieben, wie es Patrik Süskind geschrieben hat und kein anderer hat es "bearbeitet". Ein sehr gutes, wenn auch schon älteres Buch; man kann sich in die beschriebene Szenerie richtig "hineinsetzen". Nicht umsonst wurde es verfilmt, wenn auch der Film die
Eindrücke und Begebenheiten der beschriebenen Zeit, in keinster Weise wie das Buch, nahe bringen kann. Auch heute noch ein Buch zum weiterempfehlen und der fünf Sterne mehr als würdig.
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am 28. Februar 2014
Das Parfum handelt von dem Parfümeur Jean-Baptiste Grenouille der mit einer außergewöhnlichen Gabe, nämlich einem intensiven Geruchssinn geboren wird. So hat er zum Beispiel sein eigenes Leben mithilfe dieses Geruchssinns gerettet, das seiner Mutter aber beendet. Von Amme zu Amme geschubst, da sie alle denken er ist das Kind des Teufels, weil er keinen eigenen Duft hat, landet er schließlich bei Madame Gaillard, die ihren Geruchssinn verloren hat und der es egal ist wie Grenouille tickt. Hauptsache er bringt Geld ein. Als er alt genug ist, bringt sie ihm zu einem Gerber, bei dem er einige Jahre seines Lebens verbringt, doch auch diese Jahre neigen sie zu Ende, als er bei einer Lieferung auf den Parfümeur Baldini stoßt, der ihn nach anfänglichen Zweifeln zu sich als Lehrling nimmt. Jean-Baptiste erfindet für den Parfümeur viele verschiedene Düfte und erlernt von ihm einige Tätigkeiten eines Parfumeuers darunter das Aufschreiben der Formeln, die Kunst des Seifenkochens aus Schweinefett, des Handschuhnähens, des Pudermischens und des Destillieren von Gerüchen. Aber das Destillieren von Gerüchen reicht Grenouille nicht, denn nicht alle Gerüche lassen sich mit diesem Verfahren festhalten. Also verlässt er Baldini und lebt erst einige Jahre auf dem Berg Plomb du Cantal. Dort erkennt er, dass er selbst keinen Geruch besitzt. Daraufhin macht er sich auf den Weg in die Stadt Grasse und erlernt dort die anderen Arten, einen Duft festzuhalten. In Grasse begegnet er einem neuem Duft, dem eines Mädchens und nimmt sich vor, ihn für sich festzuhalten. Er beginnt daraufhin mit dem Töten einiger anderer Mädchen um das beste Parfüm der Welt herzustellen. Dieses Parfüm ist allerdings eine Klasse für sich.

Patrick Süskind ist der Erzähler des Buches, er arbeitet mit Grenouille als Protagonist und klärt den Leser aber über die Personen auf, mit denen Grenouille etwas zu tun hat. So wird zum Beispiel Madame Gaillards oder Baldinis Leben ein bisschen erläutert.
Die Sprache des Buches ist anspruchsvoll, aber verständlich verfasst und außerdem sind einige Wortwiederholungen zu finden, das Wort stinken kommt zum Beispiel in den ersten beiden Seiten 17-mal vor.

Ich persönlich bin begeistert von diesem Buch, da ich ein großer Fan von merkwürdigen Personen bin. Anfangs war ich ein bisschen misstrauisch ob das Buch mir gefallen würde, weil sich die Handlung ein bisschen langweilig angehört hat, aber die Zweifel haben sich auf der ersten Seite gelegt.
Jean-Baptiste Grenouille hat etwas an sich, was wirklich furchteinflößend, aber im Grunde doch sehr interessant ist. Er macht es einem manchmal leicht ihn nicht zu mögen, trotzdem wirkt er zum Teil auch ein kleines bisschen sympathisch. Er könnte einem fast Leid tun.
Mir gefällt die Idee eines Menschen, der die Welt nicht mit den Augen, sondern mit der Nase sieht. Ich finde es auch sehr interessant wie Grenouilles Aufenthalt auf dem Vulkanberg Plomb du Cantal beschrieben wird, während in der Welt Krieg herrscht. Ehrlich gesagt bin ich nicht überrascht, dass Grenouille dieses Ereignis verpasst.
Auch beeindruckt mich der Erzählstil, der Autor schreibt sprachlich sehr gewandt, aber doch verständlich.
Weiterhin finde ich, dass die vorkommenden Personen im Buch sehr ausgearbeitet sind und deshalb real wirken. Ich finde es ziemlich gut, dass man auch erfährt was aus Madame Gaillard wird. Ihr Ende ist zwar tragisch, aber Baldini hat es noch schlimmer getroffen. Auch ist mir aufgefallen, dass fast alle Kontaktpersonen Grenouilles ein eher schlechtes Ende nahmen. Wer weiß, da uns Lesern der Vater Grenouilles unbekannt ist, könnte es theoretisch auch der Teufel sein.
Was mich überrascht hat ist die Bezeichnung von Grenouilles „Palast der Düfte“ in seinem Herzen, denn auch in dem Roman „Hannibal“ kommt eine ähnliche Bezeichnung vor („Gedächtnispalast“). Das Herz eines Menschen wird anscheinend gerne als Palast gesehen.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich, dass der Abschluss in der Stadt Grasse nicht wirklich zum Buch passt. Es ist ja schön das Grenouille durch die geringe Portion des Parfüms so sehr begehrlich wird, aber dass das beste Parfüm aller Zeiten solch eine Wirkung erzielt, passt nicht so ganz zum eher düsteren Ton des Buches. Vor allem wenn man bedenkt was am Schluss passiert. „Was zu viel ist, ist zu viel“, würde gut zur Gebrauchsanleitung, oder Mengenrationierung dieses Parfüms passen. Allerdings ist auch „Weniger ist mehr“ nicht erfreulich…außer man mag es erotisch.
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VINE-PRODUKTTESTERam 14. Juni 2012
Tja, jetzt habe ich "Das Parfum" von Patrick Süskind endlich gelesen. Soll man das Buch jetzt einfach weglegen oder doch auch eine eigene Rezension schreiben?

Ein möglicher Einwurf ist sicher berechtigt: "es wurde eigentlich alles schon gesagt ... nur noch nicht von jedem."
Anderseits ist es eines der international meist verkauften deutschen Bücher, viel diskutiert und auch verfilmt. Es ist es also wert, nochmal zu reflektieren.

Gefesselt hat Teil 1, die Geschichte des Jean-Baptiste Grenouille, wie er die Geburt überlebt, als Kostkind aufwächst, noch als Kind bei einem Gerber unter Lebensgefahr schuften muss, für sich die Welt der Gerüche entdeckt und später dann bei Parfumeur Baldini landet. Wie sagt man so schön, ein Sittengemälde, das einem in eine andere Zeit entführt und vor allem, und das ist sicher einer der Gründe für den Erfolg des Buches, über den sonst in unserer grellen und lauten Welt eher weniger beachteten Geruchssinn. Auch wenn es eine Erzählung bzw. Schilderung ist, mit Überhöhungen und Übertreibungen, aber insgesamt doch sehr anschaulich und stimmig. Gerade die detaillierten Beschreibungen der Arbeiten eines Parfumeurs wirken sehr authentisch.

Etwas schwerer getan habe ich mit Teil 2. Das Überleben auf einem über 2000m hohen Berg mit Frost im Winter, über 7 Jahre, ohne Kontakt zur sog. Zivilisation, ohne neue Kleidung, nur Flechten und Wasser, usw. Das wirkt insgesamt unrealistischer als Teil 1, ist allenfalls als Allegorie zu verstehen. Das Erleben der noch nicht mal bloßen Existenz, das spätere Erfahren von Traumwelten, und dann nach 7 Jahren der Entschluss wieder in die Zivilisation zurückzukehren.

Teil 3 ist dann wieder ein Wechselbad. Sehr stimmig der Einzug nach Grasse, das Weiterleben seiner Bedürfnisse alle Grundlagen der Parfumeurkunst zu verstehen, der Drang den Menschenduft zu verstehen und zu konservieren. Die Mordserie, die allerdings dann fast nur in einem Nebensatz abgehandelt wird (wie ich finde zu knapp). Das Hinlaufen auf den finalen Mord der göttlichen Laure. Die Aufklärungsversuche. Und schließlich seine Entdeckung und Verurteilung zum Tode. Und dann wird es wieder etwas schwierig. Natürlich erwartet der Leser einen Überraschungseffekt oder eine Pointe. Aber mir ist die von seinem Parfum ausgelösten Wallungen, die gemeinschaftliche Orgie einfach eine Nummer zu absurd. OK, muss man wieder den Lesemodus "Allegorie/Metapher" (oder das Erlauben der Stilmittel der Postmoderne) einschalten. Stimmiger ist dann wieder die Rückkehr nach Paris und der inszenierte Selbstmord. Bin mir sicher, dass gerade über Teil 2 und 3 im Deutschunterricht vortrefflich diskutiert werden kann - und versucht wird zu interpretieren.

Fazit: so ganz kann ich den Hype um das Buch nicht nachvollziehen, das wirklich rare Meisterwerk zeitgenössischer Prosa entdecken. Es gibt eben so unendlich viele lesenswerte Bücher.
Aber: Ich habe es nicht bereut das Buch gelesen zu haben. Es hat mich die meiste Zeit gefesselt und erzählt eine interessante und spannende Geschichte. Und wenn es wie in diesem Fall noch die Nebenwirkung hinterlässt, die reale Welt nicht nur mit Augen und Ohren, sondern auch wieder etwas bewusster über die Nase wahrzunehmen, das ist doch wunderbar!

Und ja, es ist Weltliteratur! Es ist gleichzeitig auch Trivialliteratur!
Lesbar für alle, im Literatur-Seminar, in der Schule, als leichte Urlaubslektüre.
Der eine liest ein Sittengemälde, der nächste einen Kriminalroman, der dritte einen Fantasyroman.
Für den einen ist es sein/ihr Lieblingsbuch, der nächste findet es abscheulich.
Die eine vergibt 5 Sterne, ihr Nachbar nur einen Stern.

Das allerwichtigste zum Schluss aus meiner ur-eigenen Sicht:
Es hat mir "Lust am Lesen" bereitet! Und darum geht es doch! Und dafür 5 Sterne!
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am 24. Januar 2016
Es gibt Bücher die kann man immer lesen - egal ob sie 1900 oder heute geschrieben wurde - egal in welcher Epoche -hier um 1750 - sie spielen. NIcht nur die Story ist unglaublich spannend - das Buch vermittelt auch einen nachhaltigen Eindruck des Lebens in dieser Zeit. Es geht um eine "feine Nase" die kombiniert ist mit einer Form der Hochbegabung. Letzteres ist für die meisten Menschen die diese besitzen mehr ein Fluch als ein Segen und so auch in dieser Geschichte. Für einen "Normalriecher" kommt man immer wieder auf den Gedanken das einiges so nicht sein kann und überzogen ist - und dann denkt man an Spürhunde, die eine Spur über Kilometer verfolgen können - also doch wenig Fantasie und eine glaubhafte Geschichte - die sich hoffentlich so, oder in ähnlicher Form nie zugetragen haben sollte. Spannend und Weiterbildung - ein herausragendes Buch. Absolut lesenwert - auch wenn man sich nicht für Parfume interessieren sollte - es ist ein Blick in eine eigene Welt
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am 25. Juli 2015
Der im Frankreich des frühen 18. Jahrhunderts geborene Jean-Baptiste Grenouille, ausgestattet mit einem übermenschlichen Geruchssinn, geht auf der Jagd nach dem perfekten Parfum über Leichen.
Was sich anhört, wie ein interessanter Krimi, ist in der Tat viel mehr als nur das. So viel mehr, dass ich einen ganzen Aufsatz schreiben möchte, mit dem ich den Rahmen einer Rezension jedoch sprengen würde. Deshalb die wichtigsten Punkte, die unter der bloßen Kriminalgeschichte lauern, in aller Kürze:
1. Süskind thematisiert mit aller Schärfe den unterschwelligen Einfluss der Gerüche auf unser Fühlen, Denken und Handeln und zerstört damit das, was wir doch so lieb haben: Die Illusion, wir seien uns über unsere Beweggründe allzeit und vollständig bewusst.
2. Der Protagonist ist nicht einfach ein menschenverachtendes Monster. Er ist ein Genie. Der Autor treibt den Leser dadurch in einen Balanceakt auf das dünne Seil zwischen Abscheu und Bewunderung.
3. Durch oft subtile Ironie, die beim Leser für zahlreiche Schmunzeleffekte sorgen dürfte, entlarvt Süskind nicht nur den Klerus (vom Mönch bis zum Bischof), nicht nur die mittleren (von der Amme bis zum Meister eines Handwerks), sondern auch die scheinbar aufgeklärten Gesellschaftsschichten (vom Richter bis zum "Wissenschaftler") des frühen 18. Jahrhunderts in all ihrer Naivität, Selbstüberschätzung und ihrem Dilettantismus.
Alles in allem, da nicht nur ein Universum verschiedenster Themen und "Motive", sondern auch in sprachlich-stilistischer Sicht schlichtweg ein Meisterwerk, einer der besten Romane der sogenannten Gegenwartsliteratur.
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