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am 28. September 2008
"Den Menschen selbst, der Seele nacktes Weh!"
Lord Byron / Der Korsar, 10

Fernando Pessoa (1888-1935) kann man mit dieser Zeile Byron begreifen. Ihm kommt es auf den Menschen an, aus jeder Perspektive, denn "Kennten wir Wahrheit, sähen wir sie, alles übrige ist System und Drumherum". Pessoa liebte es, in andere Gestalten sich zu verwandeln, eine andere Perspektive des Schreibens einzunehmen, ein Monsieur Teste seiner selbst zu sein, wie Paul Valery sein Werk nannte. In unterschiedlichste Identitäten verwandelt verfasste Pessoa seine Aphorismen und Kurzprosa zur Liebe, zur Wahrheit, zum Leben. Über das Leben zu schreiben, war ihm zu wenig, vom Leben gelebt zu werden ebenso. Ihm ging es immer um die eigene Authentizität dem Leben gegenüber, "die Formeln vergehen, die Ausdrücke ändern sich, das Wesen bleibt bestehen".

Er reibt sich wie Kafka an den Dingen und so ein Satz wie "Ein Entsetzen, leben zu müssen, erhob sich mit mir aus dem Bett" klingt wie ein mobiler Samsa, doch mit gleicher Intensität, so dass das "Herz schlug, als könnte es sprechen". Zum Leben gelangt man mit Pessoa über das Leben, die Vergangenheit gehört einem nicht, die Zukunft kennt man nicht. Über die Möglichkeit zu allem und der Wirklichkeit von nichts verpasst man die Gegenwart, das Leben.

"Zeitlos und schön ist nur ein Traum. Warum also miteinander sprechen?" sind schon die Spitzfindigkeiten, die den Traum ins Leben holen sollen, wie Calderon es tat oder Grillparzer, gar Hofmannsthal. Denn "dennoch trage ich in mir alle Träume der Welt", wohl wissend um das schicksalhafte Gesetz, zu sein, was man ist. Dieser Aspekt verachtet käufliche Pracht und hofiert Liebe, die einem zuteil wird.

Das Spannungsfeld zwischen Vernunft und Gefühl, Rationalität und Metaphysik ist für Pessoa ein Feld der Reflexionen. Dieser Dualismus der Menschen hält ihn gespalten und doch ist Pessoas Streben, eine Einheit herzustellen, wenn auch nur durch gegenseitigen Respekt. "Wenn das Herz denken könnte, stünde es still" sind mahnende Worte genug, sich nicht auf das Eine zu verlassen, sondern beides ins Leben zu integrieren. Es gilt somit als übergreifende Botschaft: "Leg dein ganzes Sein in dein geringstes Tun".

Für Immer-Wieder-Leser ein Pessoa in bibliophiler Form.
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am 30. März 2010
Pessoa für Anfänger, sozusagen!
Man kommt nicht leicht wieder weg von seinem Schreibstil und der Ehrlichkeit seiner Worte, weshalb der Begriff "Einstiegsdroge" durchaus zutrifft.
Worum geht es? Das Buch ist eine Art Best of Fernando Pessoa. In kurzen Betrachtungen geht es um Liebe und Gefühle, aber vor allem auch um Wahrhaftigkeit und Verstand.
Teilweise sehr traurig, teilweise aufschüttelnd, teilweise auch komisch!
Der zu Lebzeiten unbekannte Portugiese starb an einer Leberzirrhose.
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am 14. September 2008
fragt der ehem. prof. günter grote in seinem aufsatz "nicht cogito, ergo sum-sondern umgekehrt: est, ergo, cogito" ...
natur und poesie haben gesetz und regel...aber eben auch spielerische freiheit und lebendigkeit...
leider habe ich pessoa und damit auch diese wirklich hervorragende kleine zusammenstellung seiner lyrik erst recht spät kennen gelernt...aber sofort, unmittelbar geschätzt...
heidegger hätte sicherlich direkt gemerkt "hier setzt sich wahrheit ins werk"...
die verse pessoas sind keine geschriebenen gedichte...sie sind mehr als poesie bei aller erotik...sie bilden eine harmonie und wesenhafte umsetzung von liebe, leben und wahrheit...
sie sind eine parallele natur zum leben, wenn nicht gar das leben an sich...
es gibt mut, kraft und stimmige einsichten, dieses dünne aber eben verdichtete büchlein zu lesen...(= ein wunderbares geschenk für freunde...!!!)
eine sehr gute auswahl als neugierig machender einstieg in das gesamtwerk des portugiesischen, leisen "stars", der worte setzt wie cézanne seine farben, um damit gestalt zu erzeugen, die dann existiert, als wäre sie immer da gewesen...selbst-verständlich...!!!
so wird man den rosen anders (eher) gerecht, als sie nur chemisch zu analysieren, biologisch zu beschreiben oder physikalisch auf ihre funktionen hin zu testen...
der "duft" dieser gedichte ist nicht nur ein olfaktorischer reiz...er ist mehr als ein parfum...er erfasst auch den leser wesentlich...denn dichterisch wohnet der mensch (m.h.)
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am 25. Januar 2009
Ein sehr schön und hochwertig gebundenes kleines Büchlein, das man immer wieder gerne zur Hand nimmt.
Viele kurze und auch längere Passagen aus dem Werk Pessoas regen zum Denken und Nachsinnen an. Gut geeignet für graue Sonntage bei einer Tasse Tee: "Komm morgen wieder, Wirklichkeit! Für heute reicht es, Leute..."
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am 30. Oktober 2014
pessoa der ist wunderbar, auch wenn's vor vielen jahren geschah! er ist zeitlos, anders als ich, wenn ich tot bin, vergeß ich mich--ach, meine 20 sätze sind voll.... natürlich: super buch!!!!
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am 27. Juni 2011
Das Buch ist in sehr gutem Zustand geliefert worden und stimmt mit der Beschreibung perfekt überein.
Bin zufrieden, zudem auch noch von dem schnellen Versand!
Vielen Dank.
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