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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
3
Wer hat Himmy Jimmy lieb?
Format: Gebundene Ausgabe|Ändern
Preis:4,40 €+ 3,00 € Versandkosten

NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 27. Januar 2013
Wer Bilderbuchgeschichten besonders mit eher ausgefalleneren Tierdarstellungen mag, der liegt mit diesem exotischen Buch genau richtig. Oder kennen Sie viele Bücher, in denen ein Tapir-Junge eine Hauptrolle spielt und Erdmännchen, Kängurus, Schmetterlinge, Eulen, Stachelschweine oder auch der Kussfisch wundersame Nebenrollen? In der mittlerweile sehr beliebten Collagentechnik, bei welcher Druckerzeugnisse, Selbstgemaltes bzw. -gezeichnetes und anderes ausgezeichnet miteinander kombiniert werden, erlebt man die Geschichte des kleinen Tapir-Jungen Himmy Jimmy, der morgens früh im Zoo aufwacht und seine Mutter vermisst.
Der Tapir-Junge ist darüber natürlich sehr traurig und begibt sich auf die Suche nach jemandem, der ihn lieb haben könnte. Bei seiner Suche trifft er im Zoo auf ganz verschiedene Tiere, welche recht unterschiedliche Art und Weisen haben, ihrem Gegenüber die Zuneigung deutlich zu machen. Himmy Jimmy ist hierüber sehr verwundert und macht den Tieren klar: "Tapirkinder finden was anderes toll!"
Trotz dieser nicht immer ganz gleichen szenischen Wiederholungen, gibt es doch einige Variationen; so dass die Geschichte niemals langweilig wird.
Schlussendlich findet Himmy-Jimmy endlich seine Tapir-Mama, die ihm das Fell hinter den Ohren kratzt und sagt: "So machen wir Tapire das, wenn wir jemanden ganz doll lieb haben!"
Eine sehr schöne Geschichte über Vertrauen und Vertrautheit, Unterschiedlichkeit und dem Wunsch danach, wohl Bekanntem zu begegnen.
Dabei wirkt das Buch niemals "platt", sondern salzt das Grundmuster der Geschichte immer wieder mit einer frischen Prise Humor; beispielsweise, wenn die Schildkröte Minuten braucht, um zuzuwinkern oder die Kängurus ihn in die Tasche stecken wollen.
Ganz unterschiedliche Erfahrungen macht Himmy Jimmy mit den verschiedenen Arten der Zuneigungsbekundung: mal vereinnahmend, mal ausgesprochen langsam, mal erschreckend direkt, mal unschuldig verletzend, mal plump,...
Eine sehr schöne Vorlage für eine Kindergartenszenerie zur Kontaktaufnahme untereinander und ein ideales Geschenk für Kinder, die sich von anderen her fremd und anders fühlen aufgrund ihrer Hautfarbe, Sprache, Herkunft, Aussehen, uvm.
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am 12. August 2013
Kleine Bären, Hasen, Schafe – es gibt unzählige Bilderbücher für Kinder mit solchen Tierfiguren. Dass ein kleiner Tapir im Mittelpunkt eines Bilderbuches steht, habe ich in den letzten Jahren nicht erlebt. Martin Fuchs und Nina Helbig haben das in ihrer rührenden und komischen Geschichte von Himmy Jimmy gewagt, und es ist ihnen gut gelungen.

Erzählt wird von dem kleinen Tapirjungen Himmy Jimmy, der, in einem Zoo geboren, eines frühen Morgens seine Muter nicht mehr findet. Wie jedes dieses schöne Buch betrachtende Kind gut nachfühlen kann, fühlt sich Himmy Jimmy allein, „und er fürchtete, dass ihn nun niemand mehr lieb hatte.“

Er macht sich auf den Weg durch den Zoo, um jemanden zu finden, der ihn lieb hat. Er begegnet bekannten und auch unbekannten Tieren. Zuerst dem Kussfisch, dann dem Stachelschwein, dem Löwen und der Eule, einem Schmetterling, den Kängurus, den Erdmännchen und einem Schwan. Bei jedem Zoobewohner zeigt Himmy Jimmy Interesse an deren Lebensweise, doch zum Schluss wiederholt er jedes Mal: „Wir Tapirkinder finden etwas anderes toll!“

So geht es ihm am Ende auch mit dem Elefanten und seinem Jungen und mit der Schildkröte.
Müde und traurig kehrt Himmy Jimmy in seine Gehege zurück. Durch den ganzen Zoo war er gelaufen und hatte festgestellt, dass ihn niemand so lieb hatte wie seine Mutter. Niemals würde er so jemand auf der ganzen Welt finden.

Doch als er am Gehege ankommt, ist auch seine Mutter wieder da. Wegen Zahnschmerzen musste sie in der Tierklinik behandelt werden. Und sie weiß auch, was Tapirkinder toll finden und kratzt ihrem Sohn das Fell hinter den Ohren.

Was mag Ihr Kind gerne, was Sie ihm nach dem Vorlesen tun oder geben können?

Eine schöne, auch in ihren Illustrationen ansprechende Geschichte über die besondere Beziehung zwischen Mutter und Kind und ihre unersetzbare Vertrautheit.
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am 1. März 2017
Ich habe dieses Buch bestellt, weil mein Sohn Tapire mag und die Rezensionen vielversprechend klangen.

Den Inhalt kann man folgendermaßen zusammenfassen:
Der kleine Tapir Himmy Jimmy wird früh in seinem Gehege wach und seine Mutter ist weg. Er befürchtet daraufhin, dass ihn nun niemand mehr lieb hat, und macht sich auf den Weg, um im Zoo jemanden zu finden, der ihn liebt. Er besucht verschiedene Tiere, die ihm alle auf ihre jeweils artspezifische Weise ihre Zuneigung zeigen. Dem Tapirkind jedoch sagen diese Arten der Liebhabens nicht zu, er kommentiert jede freundliche Annäherung mit "Tapirkinder finden was anderes toll" und läuft weiter. Zu guter Letzt kehrt er zurück in sein Gehege und findet dort - Überraschung! - seine Mutter wieder, die wohl nachts nur mal eben im Krankenhaus war. Sie kuschelt mit ihm, Himmy Jimmy freut sich, nun endlich auf angemessene Weise lieb gehabt zu werden, und schläft ein. Ende.

Aus dem Inhalt werde ich nicht so recht schlau. Mein Sohn übrigens auch nicht, er fragte als erstes, warum der Tapir nicht nach seiner Mutter sucht, sondern nach anderen Tieren, die ihn lieb haben könnten. Das konnte ich ihm auch nicht beantworten. Himmy Jimmy geht es also scheinbar nicht um seine Mutter, sondern darum, dass ihn irgendjemand lieb hat. Aber nicht einmal das stimmt so richtig, denn es reicht ihm nicht, dass andere Tiere ihn lieb haben, Mitgefühl haben, und ihm helfen wollen - sie sollen das bitte auf exakt die Weise tun, wie seine Mutter. Hier ergibt die Geschichte keinen Sinn.
"Er kam zu den Schwänen. Die Schwanenmutter sah, wie traurig der kleine Tapir war. Sie nahm ihn unter ihren Flügel. Aber da passte Himmy Jimmy gar nicht drunter. Und die Federn raschelten so ungemütlich. 'So machen wir Schwäne das, wenn wir jemanden lieb haben!' 'Ich bin doch kein Ei', sagte Himmy Jimmy. 'Und Tapirkinder finden was anderes toll!'" Es wird den Kindern hier also vermittelt, dass gute Absichten, Fürsorge und Freundlichkeit irrelevant sind, wichtig ist nur, was der kleine Tapir "toll findet". Ich persönlich versuche ja eher, meinem Sohn nahezubringen, dass es unerheblich ist, wie unterschiedlich die Menschen (oder eben Tiere) aussehen und wie verschieden ihre Ausdrucksformen sind, entscheidend ist die Grundidee von Mitgefühl und Freundlichkeit gegenüber anderen.
Mein zweiter Kritikpunkt an der Handlung ist der Schluss: Auf der letzten Seite heißt es "Als Himmy Jimmy ins Tapirgehege zurückkehrte, war auch seine Mutter wieder da. Sie hatte Zahnschmerzen bekommen und war im Tierkrankenhaus behandelt worden, während Himmy Jimmy noch tief und fest geschlafen hatte. Jetzt war alles wieder gut." Da wird nun also auf der letzten Seite ohne weitere Erklärungen erzählt, wie die so geliebte Mutter plötzlich derart schlimme Zahnschmerzen bekommen hat (bei vielen Kindern ja durchaus ein mit Ängsten behaftetes Thema), dass sie in ein Krankenhaus musste (sicherlich auch ein Thema, dass häufiger Ängste auslöst). Hätte man hier nicht eine Erklärung für das Verschwinden der Mutter finden können, die sich eher in den Alltag der Kinder einfügt? Zum Beispiel, dass sie nur mal eben pullern war (offenbar können die Tiere in diesem Zoo ja nach Lust und Laune die Gehege verlassen)? Das können auch kleine Kinder nachvollziehen, und es hinterlässt keinen fahlen Nachgeschmack von Angst und Schmerzen.

Insgesamt ist aber auch die Sprache in diesem Buch etwas merkwürdig: Einige Sätze wirken völlig aus dem Zusammenhang gerissen, und ergeben so gar keinen Sinn: "Himmy Jimmy fühlte sich allein und fürchtete, dass ihn nun niemand mehr lieb hatte. Und wie soll das gehen? Er beschloss, sich im Zoo auf die Suche nach jemandem zu machen, der ihn lieb hat." Was soll dieser zweite Satz bedeuten?! Hier wird Kindern eine eigenartig unkokrete Sprache vermittelt: Wenn die Frage lauten sollte "Und wie soll man das aushalten?" oder "Und wie soll man fröhlich sein, wenn man nicht lieb gehabt wird?", dann hätte der Autor das auch so schreiben können. Oder die Frage einfach weglassen, es hätte dem Verständnis nicht geschadet.

Die Illustrationen sind sicherlich Geschmackssache: Sie sind in einer Art Collagenstil gehalten, in dem verschiedene Elemente von Büroschreibwaren verarbeitet sind: Einige Flächen sind aus liniertem oder kariertem Schreibpapier gestaltet, andere aus Bastelanleitungen oder etwas, das ein Haushaltsbuch zu sein scheint. Die Idee ist sicher interessant, aber meiner Meinung nach in diesem Kinderbuch etwas deplatziert. Die meisten Dreijährigen werden noch keine Einnahmen-Ausgaben-Tabellen in ihrem Leben ausgefüllt haben, und mit diesem Stilmittel nicht viel anfangen können. Für ältere Kinder, die vielleicht ähnliches schon einmal in der Schule gesehen haben, ist das Buch inhaltlich nicht mehr geeignet, die Geschichte richtet sich doch eher an kleinere Kinder.

Fazit: Ich halte das Buch alles in allem für wenig durchdacht und kann es nicht weiterempfehlen. Höchstens sehr kleine Kinder, die den Text noch nicht groß in Frage stellen, aber Gefallen an exotischen Tieren finden, könnten ihre Freude an dem Buch haben. Einen Stern vergebe ich noch für den Ausdruck "Pröt-Tüt", den der kleine Tapir aus seinem Rüsselchen ausstößt, und den mein Sohn sehr lustig findet.
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