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am 15. März 2011
Wenn deutsche Hochschullehrer auf ihre Laufbahn zurückblicken, garantiert das nicht unbedingt große Lesefreuden. Es sei denn die Autoren heißen Jürgen Kuczynski und schreiben "Alte Gelehrte" oder sie heißen Alphons Silbermann und schreiben "Flaneur des Jahrhunderts". In der anglo-amerikanischen Welt sieht das ein wenig anders aus. Weil Professoren da häufig mehr vom wirklichen Leben mitbekommen haben und schreiben können. Frank Kermodes Buch "Not Entitled" wäre ein herausragendes Beispiel. Schreiben kann der ehemalige Bayreuther Professor Peter Häberle nun auf gar keinen Fall, und wenn Sie mich jetzt fragen, warum ich dem Buch fünf Sterne gebe, dann lautet meine Antwort: weil es ein Dokument ist. Dieses Buch wäre in der Versenkung selbstgefälliger Erinnerungen von deutschen Großordinarien verschwunden, wenn der Verfasser nicht der Doktorvater eines gewissen Karl-Theodor von und zu Guttenberg gewesen wäre. Und jetzt bekommt das Buch, obgleich es ansonsten an Langweiligkeit nicht zu überbieten ist, doch einen hohen Unterhaltungswert. Sätze wie "Ein Mindestmaß an ethischem Verhalten in der Person bzw. Biographie ist m.E unverzichtbar, denn der Dienst am Verfassungsstaat...verliert sonst an Glaubwürdigkeit, z.B. durch... Falschzitate" bekommen jetzt angesichts des vom "pädagogischen Eros" getragenen Verhältnis des Verfassers zu seinem Lieblingsdoktoranden eine neue Bedeutung. Vor allem weil der Verfasser ja nicht müde wird, seine Verpflichtung gegenüber seinen Doktoranden zu betonen, und die penible Genauigkeit herauszustellen, mit er jede Dissertation in jedem Entstehungsstadium liest. Dadurch erhält das ganze Buch einen völlig neuen Subtext. "Si tacuisses", kann man da nur sagen. Dies ist ein eitles und geschwätziges Buch von jemandem, der das in der Welt der Wissenschaft berüchtigte "hartnäckige Selbstzitat" als hauptsächliches Stilmittel verwendet und ständig ein etwas peinliches "name dropping" betreibt. Erstaunlicherweise fehlt dabei ein Name eines bayrischen Kollegen, nämlich der von Anselm von Feuerbach. Aber der war zu einer Zeit in Bayern Professor, als Professoren noch etwas zu sagen wussten. Nicht erwähnt wird auch Uwe Wesel (gleich alt mit Häberle, in München studiert), dessen lesbare Bücher ja von vielen Nichtjuristen gelesen worden sind und der immer etwas zu sagen hatte. Für welche Leser (außer für Jurastudenten in Bayreuth) dieses Buch nützen mag, weiß ich nicht. Jürgen Kuczynskis Buch "Alte Gelehrte" ist 79 Seiten schmal (und hat keine Fußnoten), aber es steht mehr da drin als auf diesen 227 Seiten.
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