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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. August 2008
Eigentlich ist die Traumnovelle von Arthur Schnitzler ein recht kurzer Text, der sich auch noch schnell liest. Hat der Leser allerdings das Ende dieser Novelle hinter sich, stellt er plötzlich fest, dass im Vergleich mit anderer Literatur doch eine ganze Menge Fragen offen bleiben. Man könnte fast sagen, dass das eigentliche Lesen dieses Textes erst dann beginnt, wenn man sich mit diesen Fragen beschäftigt, das gelesene reflektiert. Erst dann gewinnt diese kurze Geschichte über Erotik, Treue und Angst ihre eigentliche Überzeugungskraft.

Bei diesem Prozess kann es dann durchaus helfen, wenn man auch mal erfährt, welches Bild andere beim Lesen dieses Buches hatten. Dieser ebenfalls nicht sehr lange Band von Reklam enthält eine Zusammenstellung von Texten und Meinungen über die Traumnovelle. Es beginnt mir einem Kommentar, der den Text systematisch erläutert und dabei auf Symbole und Begriffe eingeht, hinter denen sich irgendeine Form tieferer Bedeutung zu verstecken scheint. Dies ist der eher schwächere Teil des vorliegenden Buches, hier wären mir weniger Begriffserläuterungen und mehr Eingehen auf weitere, kritische Textstellen lieber gewesen. Spannender wird es dann, wenn auf die Entstehungsgeschichte des Buches und die Wirkung des Werkes auf Zeitgenossen und den Film "Eyes Wide Shut" eingegangen wird.

Natürlich kommen die Erläuterungen nicht ohne den Rückgriff auf Freud, dessen Theorien zum Unterbewusstsein und dessen Traumdeutung aus. Ich habe allerdings den Eindruck, dass man damit der Geschichte nicht immer gerecht wird. Neben vielen anderen Dingen ist die Traumnovelle auch einfach die Erzählung einer Ehekrise. Dies kommt bei der Interpretation jedoch oft etwas kurz. Aber vielleicht ist genau das ja auch ein Punkt, mit dem sich die Interpreten wirklich ungern beschäftigen, denn dann müsste man ja über die eigene Beziehung nachdenken, und das ist vielleicht ja mit derselben Angst verbunden, die Schnitzler in der Traumnovelle so großartig schildert.
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