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am 14. Oktober 2013
Mein Vorgänger hat die wichtigsten Pluspunkte bereits angesprochen.
Der musikalische Backround und die aufgezeichneten Ursprünge dieser Musik, waren
ungemein hilfreich um Dylan und oder seine Musik besser zu verstehen.
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am 26. November 2016
Bob Dylan wurde 1941 in Duluth, Minnesota als Robert Allen Zimmerman geboren. „Für seine poetischen Neuschöpfungen in der großen amerikanischen Songtradition“ wurde ihm 2016 der Nobelpreis für Literatur zuerkannt.
Sean Wilentz ist Jahrgang 1951 und lehrt amerikanische Geschichte an der Princeton University. Und er ist zugleich Dylan-Fan und kommt daher immer wieder auf persönliche Konzert-Erfahrungen im Laufe der Jahrzehnte zu sprechen. Diese Kombination macht ihn für dieses Thema natürlich bestens gerüstet.

Er geht in seiner Biografie über Bob Dylan in zum Teil langen und den Leser etwas ermüdenden Zwischenkapiteln den Quellen Dylan’scher Songs nach, die stets überaus weit gestreut sind und nicht nur die Folksong-Geschichte Amerikas berücksichtigen, sondern auch Anleihen in Mythologie, Geschichte, Literatur und Poetik machen.

Wilentz beschreibt gegen Ende seines 480-Seiten-Werkes die Kontroverse darüber, dass solche, zum Teil ganze Sätze umfassende Einbauten in seine Songtexte Bob Dylan dem Vorwurf des Plagiats aussetzten. Er stellt aber klar, dass Dylans Kreativität sich gerade daraus nährte, dass er sich – sehr belesen – eindrückliche oder gut formulierte Redewendungen aufschrieb und später in seine Songs aufnahm. Da können also in einem Song ganz verschiedene Quellen gleichzeitig vorkommen, die zwar aus ihrem Zusammenhang gerissen sind, aber im Kontext des Liedes dennoch zusammenpassen, was dann eine eigene Kunstform ergibt und auch den Charme hat, dass sich Dylan damit zugleich auch in den Bewusstseinsstrom vergangener Zeiten begibt. Frei nach dem biblischen Motto: ‚Prüft alles, behaltet das Gute’ (1. Th 5,21).

Ich habe bisher wenig über Bob Dylan und seine Musik gewusst, kannte natürlich ‚How many Roads’ und ‚Don’t think twice, it’s allright’, die ich - ähnlich wie auch Sachen von Joan Baez - mit Gitarre aus den Student-für-Europa-Songbüchern nachspielte. Aber der Zusammenhang mit der amerikanischen Folk-Tradition, mit der Beat-Generation von Jack Kerouac bis Allen Ginsberg war mir überhaupt nicht geläufig. Die Nobelpreis-Verleihung in diesem Jahr war mir dann Anlass, mich näher mit Bob Dylan und seiner Zeit zu beschäftigen, einige CD’s zu kaufen und intensiv zu hören, aber natürlich auch YouTube-Filme von Konzertmitschnitten zu schauen.

Insgesamt ist das Buch von Wilentz über den modernen ‚Minstrel’ (Bänkelsänger) Bob Dylan sehr informativ und empfehlenswert. Leider fehlt aber eine tabellarische Vita mit den Veröffentlichungsdaten der Dylan-Platten. Die Discographie enthält leider nur die vielen Platten, die Wilentz zitiert als auf das Dylan’sche Werk bezogen. (26.11.16)
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Wer den unzähligen Büchern und Essays über Bob Dylan ein weiteres Werk hinzufügt, fühlt sich verständlicherweise dazu gedrängt, dies ausführlich zu begründen. Und das macht der amerikanische Historiker Sean Wilentz in seiner Einführung so gut, dass ich nicht das Gefühl hatte, er wolle sich einfach mit einem berühmten Namen schmücken oder einen festen Platz in der 'Dylanologie' erobern.

Auch bei Sean Wilentz sind es Erlebnisse der Kindheit und Jugendjahre, die den Grundstein für eine lebenslange Liebe legten. Und weil sich der Zufall auch in sein Leben mischte, verfasste er Jahrzehnte später dieses Buch. Da sich Dylan-Fans natürlich sofort fragen, ob Wilentz etwas Neues zu sagen hat, nehme ich meine Einschätzung gleich vorweg. Ja, er spricht tatsächlich von Dingen und Zusammenhängen, die vor allem Europäern unbekannt sein dürften. Der Originaltitel lautet ja 'Dylan in America'. Und dass Wilentz angefragt wurde, 'Line notes' für Dylans-Platten zu verfassen, ist ein guter Beleg dafür, dass ihm Sachverstand und Einfühlungsvermögen zugesprochen wird.

Kurz vor dem Aufschalten der Rezension, entschloss ich mich dazu, den bereits abgezogenen Bewertungsstern wieder hinzuzufügen. Denn das außergewöhnliche Bildmaterial macht die nicht immer überzeugende Sprache wett. Meine Vermutung, dass unnötige Satzverschränkungen und Wortwiederholungen nicht nur dem Übersetzer anzulasten sind, bestätigte ein Ausflug auf die Website des Autors. Denn dort stieß ich auf andere Textformen von Sean Wilentz. Und ein Vergleich führt zu Annahme, dass kürzere Texte wie Essay oder eben 'Lines notes' eher Wilentz' Stärken sind als dicke Bücher. Aber nochmals zu den Bildern: Sie finden sich größtenteils nicht in anderen Büchern über Bob Dylan, weil sie kulturgeschichtlich Interessantes wiedergeben. Zum Beispiel Bing Crosby als Schwarzer geschminkt, John Lomax' tragbare Aufnahmeausrüstung, Gemälde, Manuskripte, Porträts, Plakate und Landschaftaufnahmen.

Den Inhalt gliedert Sean Wilentz in fünf Teile und elf Kapitel, die seine Beobachtungen und Analysen in chronologischer Reihenfolge wiedergeben. Es beginnt also mit den frühesten Einflüssen auf Bob Dylans Werk und damit mit der Volksfront und Aaron Coplands Amerika. Das finde ich einen ungemein spannenden Einstieg, da mir die linke Arbeiterbewegung der USA nur in groben Zügen bekannt war. Danach widmet sich Sean Wilentz der Beat Generation und Allen Ginsberg.

Zur Frühzeit zählt Sean Wilentz das Konzert Dylans in der New Yorker Philharmonic Hall am 31. Oktober 1964 und die Arbeit an 'Blonde in Blonde'. Unter der Kapitelüberschrift 'Kinder des Olymp' erfahren wir, wie Bob Dylan schon sehr früh alles aufnahm, was kulturell von Bedeutung war. Im vierten Teil sind wir dann schon im Jahre 1993 angelangt, wobei mir der Sprung etwas groß vorkam. 'Jüngst' lautet der letzte Teil, in dem Sean Wilentz über die Einflüsse auf 'Love and Theft' spricht und auch ausführlich auf 'Chronicles' sowie 'Theme Time Radio Hour' eingeht. Schön finde ich zudem, dass Sean Wilentz unter 'Coda' Dylans 'Christmas in the Heart würdigt und mit den Traditionen Amerikas verbindet.

Der Anhang umfasst siebzig Seiten, auf denen nebst dem obligaten Dank die Rechteinhaber, Register, Anmerkungen, Discographie und ausgewählte Lektüre zu finden sind. Die Literaturhinweise von Sean Wilentz haben meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, weil es die ausführlichen und teilweise persönlichen Kommentare belesenen Dylan-Fans erleichtern, ihnen bisher unbekannte Titel besser einzuordnen und eventuell anzuschaffen.

Mein Fazit: Dieses Buch ist nicht einfach die x-te Zusammenfassung bereits bekannter Zahlen, Namen und Fakten. Sean Wilentz ist ein Historiker, der als bekennender Dylan-Fan die Arbeit gerne auf sich genommen hat, den unzähligen Einflüssen nachzugehen, die auf Bob Dylan wirkten und gleichzeitig von ihm ausgingen. Für mich also Europäer gibt es den Mehrwert, über Amerikas Kultur Dinge zu erfahren, die mein bisheriges Verständnis von Dylans Musik und Texten in vielen kleinen Punkten verändert haben. Das Bildmaterial macht sprachliche Schwächen wieder wett.
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