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Kundenrezensionen

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HALL OF FAMEam 11. Oktober 2006
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"Durch den Spiegel und was Alice dort fand" ist die Fortsetzung von Alice im Wunderland. Diesmal verschwindet Alice in eine Spiegelwelt, wo einiges gerade verkehrtherum läuft. So muss sie beispielsweise mit der Königin so schnell wie möglich laufen, um wenigstens an derselben Stelle zu bleiben - will man fortkommen muss man noch schneller sein.

Ihre Reise führt sie über viele Felder eines riesengroßen Schachbretts, denn diese Welt ist ein Spielfeld und die Regeln muss sie erst nach und nach lernen. So startet sie als "Bauer" und wird am Ende zur Königin (=erwachsen), nachdem sie alle Lektionen hinter sich hat. Auch diesmal lernt sie auf ihrer Reise die verrücktesten und skurrilsten Figuren kennen und das Buch steckt wiederum voller Anspielungen auf die reale Welt. Als Tipp: es lohnt sich zu Beginn die Anmerkungen und das Nachwort am Ende vorher zu lesen. Denn dort werden so einige Wortspielereien und Hintergründigkeiten im Text erklärt.

Die Qualität der einzelnen Kapitel schwankt zwischen superoriginell und etwas fad, was aber sicher auch Geschmackssache ist. Insgesamt ist es dennoch ein überaus unterhaltsames Lesevergnügen, in dem gelegentlich die verdrehte Spiegelwelt der eigenen Welt den Spiegel vorhält und man als Leser reinschauen kann, wenn man denn reinschauen mag.

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am 16. März 2010
Wenn man nur die zugrunde liegende Geschichte betrachtet, ist "Durch den Spiegel und was Alice dort fand" aus meiner Sicht ein gelungeneres Werk als sein Vorgänger. Der Roman und die Figuren wirken ausgereifter, die Handlung zusammenhängender. Auch die Idee der Spiegelwelt und die Darstellung des Ganzen als Schachpartie gefällt sehr gut. Es scheint fast, als ob der Leser eine überarbeitete, gereifte Version der ersten "Alice" vor sich hat. Grund dafür ist wohl auch, dass Band 2 nicht ganz so mit Wortspielen und versteckten Anspielungen überfrachtet ist wie "Alices Abenteuer im Wunderland". Das mag auf den ersten Blick paradox klingen und kann bei der englischsprachigen Original-Version durchaus als negativ angesehen werden, wenn man jedoch die deutsche Übersetzung nimmt, sieht die Sache grundlegend anders aus. Durch den Wegfall vieler nur unbefriedigend oder überhaupt nicht übersetzbarer Wortspiele gerät der Übersetzer (in der Reclam-Ausgabe wieder Günther Flemming) viel seltener in die Verlegenheit, holprige Interpretationen des englischen Textes anbieten zu müssen.

Die Handlung selbst ist ähnlich skurril und phantasievoll gestaltet wie in Teil 1. Die Charaktere sind bizarr und einfallsreich, immer philosophisch und selten sympathisch. Alles in allem hätte sich die von Carroll erfundene Welt und die Wesen, die sie bevölkern wesentlich mehr Tiefe und Farbe verdient - andererseits ist es durchaus denkbar, dass der Autor absichtlich darauf verzichtet hat, um die Phantasie seiner Leser noch mehr anzuregen. Dazu tragen auch die beeindruckenden Zeichnungen von John Tenniel (die Carroll angeblich gar nicht so gut gefielen) einen großen Teil bei. Auch möglich, dass es in der heutigen Zeit zunehmend schwieriger wird, sich von einem solchen Buch verzaubern zu lassen... Gelesen haben sollte man es auf jeden Fall (wenn möglich im Original). 4 Sterne für die deutsche Version eines Klassikers, bei dem im Gegensatz zu seinem Vorgänger auch die Übersetzung großteils ansprechend gelungen ist.
11 Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Juli 2006
Dieses Buch ist voll Phantasie und manchmal so schräg, dass man sich fragt, wie man so etwas nur schreiben kann oder wer sich so was einfallen lässt. hat mir aber sehr gut gefallen und ich musste immer wieder lachen. vor allem super, wenn man sich das ganze in dieser welt hinter dem spiegel bildlich vorstellt...

eine gute fortsetzung von "alice im wunderland" -

sehr zu empfehlen.
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am 25. Juli 2010
Es ist nicht ganz einfach den Dialogen der Gesichte zu folgen, aber dennoch
sehr lesenswert.
Wenn man sich "eingelesen" hat und sich an diese Art der Erzählung
gewöhnt hat, liest es sich ganz gut.

Eine interessante Fortführung von Alice im Wunderland mit vielen
skurillen Figuren und Dialogen.

Gut finde ich auch, das im Anhang einiges erklärt wird.
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TOP 500 REZENSENTam 10. Mai 2012
6 Monate nach ihren Abenteuern im Wunderland, tritt Alice ihr zweites Abenteuer an, diesmal im Spiegelland, einem Nachbarkönigreich des Wunderlands. Dieses Spiegelland ist wie ein Schachbrett organisiert und ebenfalls voller wunderlicher Bewohner wie Humpty Dumpty und den ZwillingenTweedledee und Tweedledum.

Ich habe das Buch als Kind gehasst, ich fand es schrecklich und dazu noch langweilig. Als Kind hätte ich das Buch mit 1-2 Sternen abgewatscht. Als Erwachsene hasse ich es noch immer, aber ich kann formulieren und begründen warum es mir immer noch nicht gefällt.
Es beginnt schon damit, dass die Geschichte wie ein Schachspiel aufgebaut ist. Ich habe gar keine Ahnung von Schach, ich kann das Problem in 11 Zügen nicht ansatzweise nachvollziehen, ging mir als Kind auch nicht anders. Auch beim zweiten Mal lesen fällt mir auf, dass ich die gleichen Szenen ätzend finde, wie als Kind. Mit den Sprüngen und Perspektivwechseln beim Überqueren eines Flusses konnte ich als Kind schon nichts anfangen und finde sie als Erwachsene einfach nur Dadaistisch und uninspiriert.
Die Wortspiele sind in diesem zweiten Band noch prominenter als im ersten und noch weniger übersetzbar, wie "You might make a joke on that'something about 'horse' and 'hoarse,' you know. " oder "Well, if she said 'Miss,' and didn't say anything more,' the Gnat remarked, 'of course you'd miss your lessons. That's a joke. I wish you had made it. "
Vor allem dieses "CHAPTER III. Looking-Glass Insects", war als Kind mein absolutes Hasskapitel. Ich habe es als Kind gehasst und auch heute kann ich das noch nachvollziehen. Das ist das mit Abstand schlimmste Kapitel in diesem Buch, vielleicht, weil ich bis heute mit Dada nicht anfangen kann. Besonders "CHAPTER IX. Queen Alice" hat mir als Kind Albträume beschert und auch heute finde ich es Albtraumartig beklemmend und gehetzt.

Angeblich ist diese Geschichte eine Parabel auf das Erwachsen werden. Alice muss mit verschiedenen Facetten ihrer Persönlichkeit ins Reine kommen, bevor sie erwachsen wird und aufwacht. Ich finde, da wird einfach zu viel hineininterpretiert. Ich denke, nach dem riesen Erfolg des ersten Bandes, wurde einfach so lange genervt, bis Carroll eine Fortsetzung schrieb. Diese ist nicht im Mindesten so genial wie der erste Band, was vor allem daran liegt, dass er selber kaum noch neue Figuren erschafft, sondern sich schamlos bei alten Kinderreimen bedient. Diese Reise mit ihren Sprüngen beim Überqueren von Flüssen wirkt uninspiriert, verwirrend und allgemein ist das für mich kein Kinderbuch sondern ein erstes Dadaistisches Werk, das seiner Zeit einfach ein wenig voraus war.

Fazit: Auch als Erwachsene mag ich das Buch immer noch nicht, vielleicht ist das Kind in mir zu stark oder die Erinnerung daran, wie ich das Buch als Kind empfand. Ich würde es keinem Kind zu lesen geben, zumal fast alle Wortspiele in einer deutschen Übersetzung, egal welcher, verloren gehen und zusätzliche Verwirrung stiften.
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am 8. Oktober 2015
Auch wenn gewöhnungsbedürftig vom schreibstil (wie bei Carroll üblich) ein schönes Buch und eine schöne Ergänzung zu Alice im Wunderland
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am 13. Dezember 2014
Ich liebe dieses Buch genau wie ich den ersten Teil liebe.
Nur zu empfehlen :)
Würde es sofort wieder kaufen
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