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Kundenrezensionen

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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 6. Oktober 2003
Ted Honderichs "Wie frei sind wir?" ist ein sehr empfehlenswertes Buch für diejenigen, die eine umfassende, in der Regel sehr gut lesbare Einführung in die Theorie und die Problematik des Determinismus haben möchten. Gerade auf dem deutschsprachigen Buchmarkt gibt es leider sehr wenige (relativ) aktuelle ernstzunehmende Bücher zur Thematik, was sicherlich auf eine auf Informationsmangel beruhende Unterschätzung dieser Lehre zurückzuführen ist. Honderichs Buch stellt in einer facettenreichen und aktuellen Argumentation, bei der Neurowissenschaft und Quantenphysik berücksichtigt werden, Determination und die Idee der Willensfreiheit gegenüber, wobei im Speziellen auch das Problem der Definition von "Freiheit" behandelt wird. Dem Leser sei insbesondere aufgrund etwaiger Übersetzungsmängel die aktive Nutzung des umfassenden Glossars während der Lektüre empfohlen, der verwendete Fachausdrücke klar und prägnant definiert. Zudem sei auf die überarbeitete Neuauflage (2002) in englischer Sprache hingewiesen (ISBN 0199251975), die u.a. ein weiteres Kapitel beinhaltet.
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am 28. Dezember 1999
Die volle Originalausgabe (A Theory Of Determinism) ist das interessanteste Philosophiebuch, das ich kenne. Die deutsche Reclam-Ausgabe ist eine Übersetzung der gekürzten Version, die ich nicht im Original kenne. Dennoch kann ich beurteilen, dass der Stil typisch deutsch erheblich verquaster ist als das sehr gut lesbare Original.
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am 4. April 2013
Einstieg in eine trockene Materie auf passende Art und Weise! Kann man für das Geld schon mal kaufen! :-) Bin zufrieden!
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am 12. April 2012
Schon mal vorweg: Positiv ist, dass Ted Honderich pro Determinismus ist, also ihn nicht widerlegen möchte. Zudem ist die Sprache nicht unnötig schwer. (für mich sowohl auf Englisch, als auch auf Deutsch zu verstehen). Die Gliederung ist auch gut.
Allerdings in meinen Augen negativ ist, dass er eine Verbindung zwischen dem Geist und dem Gehirn sieht - Mind/Brain connection
Zudem scheint er eher vom Kompatibilismus angetan zu sein, als vom Inkompatibilismus, was ich nicht wirklich verstehen kann, aber das liegt wahrscheinlich nur daran, dass verschiedene Meinungen, wie er auch schon selbst im Buch thematisiert, von "Freiheit" vorliegen.
Ferner ist Honderich wohl der Meinung, wie auch vieler Wissenschaftler, also das ist gar nichts außergewöhnliches, dass Quantenphysik indeterminiert sei. Man könne die Bewegungen kleinstre Partikel,z.B. Neutronen, nicht berechnen. Aber ist das nicht völlig unlogisch, Determinist zu sein und daran zu glauben, Quantenphysik sei indeterminiert? Alles Leben, jegliche Existenz besteht doch aus diesen kleinsten Partikeln. Demnach, wenn kleinste Partikel indeterminiert wären,wären wir es auch, basta!

Das wär ja alles noch überhaupt nicht schlimm, aber besonders enttäuscht, aber für mich besonders wichtig, haben für mich die Themen Neuroscience und die "Schlussfolgerung" für die gesellschaftliche Strafe, inklusive Lob und Tadel.
Die Themen werden eingangs der Kapitel ausführlich eingeleitet, kommen aber meiner Meinung nach zu keinem wirklichen Schluss.
Er sagt zwar am Ende, dass die Neurowissenschaft den Determinismus unterstützt, aber wirklich Gründe warum das so ist, nennt er überhaupt nicht. Es wird nur drumherum geredet. Experimente(siehe z.B. Libet) führt er überhaupt nicht auf. Ich schreibe eine Facharbeit über das Thema und brauche Gründe warum die Neurowissenschaften den Determinismus unterstützen. Dabei war mir das Buch überhaupt nicht behilflich.
Genau so verhält es sich zum Thema Strafe und Gesellschaft. Nur drumherum geredet, aber zu einem eigenen Schluss kommt er nicht. Das wird natürlich auch Teil meiner Facharbeit, aber auch dabei hilft mir die Lektüre null.

Also für jene, die generell einfach wissen wollen, was Determinismus ist, für die kann ich das Buch noch halbwegs empfehlen. Für eingefleischte Deterministen hingegen weniger.
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