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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
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am 26. Juli 2011
Der Autor stellt die physikalistische Sichtweise durchaus ansprechend und nachvollziehbar vor: daß es nämlich ausschließlich eine Maschine Gehirn gibt und sonst nichts (z. B. keinen "Geist"). - Nun hat diese Sichtweise, wie auch einige ihrer Vertreter zugeben (z. B. Ravenscroft), Schwiergikeiten, Dinge wie "Bewußtsein", "Selbst" usw. zu erklären - überhaupt alles, was mit Semantik bzw. Bedeutung zu tun hat. An dieser Stelle liegt die Schwäche des Buches: der Autor setzt sich nämlich mit Gegenargumenten nicht fair auseinander, sondern versucht, sie wegzuwischen. Z. B. verbietet er einfach, zu fragen, wie "Erleben" entsteht. Aber warum soll man nicht fragen dürfen, wie das Gehirn eigentlich Bewußtsein erzeugt? Man darf ja auch fragen, wie z. B. visuelle Eindrücke entstehen. - Auch Tetens Erläuterung, daß Erleben nichts anderes ist als von anderen gelernte Erklärungen, leuchtet nicht ein. Wenn ich auf eine Reißzwecke trete, fühlt sich das anders an, als wenn mir jemand erklärt: du empfindest gerade, daß einige Schmerzfasern einen physiologischen Zustand an dein Gehirn melden. - Und schließlich kann man auch insistieren, daß ein Black-Box-Modelle der Form: 1) ein Sensor liefert eine Information; 2) das Gehin macht irgendwas damit; 3) ein Aktor tut etwas - daß dieses Modell doch nicht wirklich menschliches Verhalten erklärt (wie der Autor behauptet): denn bei einer Erklärung, die den Namen verdient, müßte man doch besser verstehen, wie das Gehirn die Information verarbeitet.
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am 28. März 2001
In den phiolosophischen Versuchen über "Geist, Gehirn und Maschine" unternimmmt H. Tetens die nicht einfache Aufgabe, einem philosophisch "vorbelasteten" Publikum den Zusammenhang zwischen Geist und Gehirn und die Unterschiede zwischen spiritueller und naturalistischer Auffassung von Seele und Gehirn, zu erklären. In einer erfrischend modernen Sprache skizziert der Autor zunächst die philosophische Ausgangsbasis des Leib-Seele-Problems und zeigt die Grenzen der Alltagspsychologie als Erklärungsmodell für das Rätsel von subjektivem Erleben, mentalen Zuständen und Bewusstsein auf. Geschickt führt er dann mit den Mitteln des philosophischen Diskurses, dessen goldene Regel, die Widerspruchsfreiheit, er strikt einhält, in die Begrifflichkeiten der neurokybernetischen Theorie ein und versucht, den Leser von der Selbstverständlichkeit der naturalistischen Sicht für das Verständnis des menschliches Verhalten und Bewusstsein erzeugenden Organs Gehirn zu überzeugen. Dies gelingt dem Autor so gut, dass er, offensichtlich selbst davon betroffen, zurückschreckt und auf den letzten Seiten seines Essays den Anti-Naturalisten Trost spenden möchte, indem er ihnen sagt:" weder alltagspsychologisch noch neurokybernetisch können und wollen wir konkret menschliches Verhalten im Detail und Vollständig erlären". Diese Relativierung ist um so bedauerlicher als es dem Autor fast durchgehend gelungen war, von ausgedienten metaphysischen Paradigmenhülsen Abschied zu nehmen und dem naturwissenschaftlich begründeten Verständins das erkenntnistheoretische Primat über die empirischen Wirklichkeit einzuräumen. Dass der Autor selbst eine eher skeptische Sicht zur positiven Wissenschaft hat, deutet sich auch im Kapitel "Kleine Phiosophie der Künstlichen Intelligenz" an. Der Autor kann sich offenbar (noch?) nicht so recht mit der Sicht amerikanischer Neurophilosophen, wie etwa den beiden Churchlands, anfreunden. So vermeidet er es, ernsthaft die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass die Wissenschaft eines Tages in der Lage sein wird, neurobiologische Maschinen zu entwickeln, die mit gehirnähnlichen Eigenschaften, also auch mit Selbstbewusstsein, begabt sind und uns ihre Gedanken und Gefühle mittels Sprache mitteilen können. Dennoch wird der durch die kontinentaleuropäische Philosophie geprägte Leser auf jeden Fall großen Nutzen aus der Lektüre dieses modernen und für phiolosophische Verhältnisse sehr anregenden Textes von H. Tetens ziehen.
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am 3. Mai 2015
Bei der Lektüre dieses kurzen Büchleins darf man zwei Dinge nicht vergessen:
- Es ist eine Einführung [...]
- [...] für interessierte Laien.

Das äußert sich dadurch, dass der Autor:
- Eine relativ einfache Sprache verwendet. Teilweise wird das DU-Wort verwendet, teilweise werden Trivialitäten ausgeführt.
- 40 Seiten dafür aufbringt zu erklären was Philosophie sei und wie darin argumentiert wird. (Wohl als Vorbereitung darauf, dass bestimmte, sich aufdrängende Fragen ausgelassen werden ...)
- Die Darstellung von künstlicher Intelligenz sich kommentarlos nur auf *starke KI* bezieht und hier auch nur Bezug auf Maschinenlernen nimmt.
- Eine sg. "Alltagspsychologie" definiert anhand deren Unzulänglichkeiten der "neurokybernetische Naturalismus" gepushed wird. IMHO eine fragwürdige Argumentationstechnik ...

Dennoch: Es wird unkompliziert und einfach zu lesen eine Spielart des Naturalismus definiert. Eine schöne Einführung auch wenn eine Vorbildung in Informatik oder Philosophie einem an ein paar Stellen ob der Formulierung und Methodik die Stirn runzeln lassen.
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