Jeans Store Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
5
4,6 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:6,80 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 11. Januar 2000
Petrons Werk "Saryicon" ist ein herausragender Text aus dem Korpus der römischen Literatur. Das Buch könnte man als Vorgänger der mehrere Jahrhundert später von Spanien ausgehenden Novela picaresca ansehen. Es zeichnet sich durch den schnellen Wechsel von Schauplätzen, durch eine geradezu turbulente Handlung und eine durch humoristisch-frivole Episoden gekennzeichnete Struktur aus. Leider sind vom Originalwerk nur ein ganzes Kapitel und drei verstümmelte erhalten geblieben. Der Rest ist verschollen. Enthalten sind in der vorliegenden Ausgabe jedoch auch die Nodot-Fragmente: Im Jahr 1684 hatte nämlich ein französischer Offizier, Francois Nodot, vorgegeben, einen bislang verschollenen Teil des Petron-Textes gefunden zu haben. Die neuen Fragmente stellten sich jedoch alsbald als Fälschung heraus. In der vorliegenden Ausgabe sind die Nodot-Fragmente in eckigen Klammern in den originalen Petron-Text eingefügt und so kenntlich gemacht.
Der bekannteste Teil des erhaltenen Textes ist sicherlich "Das Gastmahl des Trimalchio", dabei handelt es sich gleichzeitig um das längste zusammenhängende Stück des Romanfragments. Wer ein authentisches, gleichzeitig humoristisches Zeugnis über das Leben im alten Rom lesen möchte oder sich überhaupt für die römische Literatur interessiert, der kommt am Petron sicher nicht vorbei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
0Kommentar| 24 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2008
Petrons Satyricon schildert die Streiche des Nichtsnutzes Encolpius, der mit seinem Lustknaben Giton und seinem "Freund", dem gut bestückten Ascyltos, durchs Land zieht und sich mit allerlei Streichen und Betrügereien über Wasser hält. Alle schlafen wie selbstverständlich miteinander und zwischendurch auch mit Frauen, was dem ganzen Stück eine lustvolle Moralfreiheit verleiht. Auch die Eifersuchtsszenen zwischen den Beteiligten sind geradezu unglaublich modern.
In der Tat ist Petronius' Werk auch deswegen ein Meisterstück, weil es sich der Moralisiererei enthält und die Figuren ihr Leben in sexueller und essensmäßiger Ausschweifung führen lässt, ohne sie in irgend einer Weise dafür zu verurteilen.
Das Trio komplett macht der satirische Dichter Eumolpus, der das köstliche Trio zum Quartett vervollkommnet und dessen spöttische Verse der Schelm Encolpius fast mehr fürchtet als den Tod.
Leider ist der Roman nur zu einem Bruchteil erhalten, aber es genügt, um einen Eindruck zu erhalten. Im Fragment fliehen die Protagonisten zunächst vor ihrem Wirte, den sie übers Ohr zu hauen versuchten, gelangen über das Gastmahl des Trimalchio, das ein wenig langatmig gerät, auf das Schiff ihres Verfolgers, das schließlich Schiffbruch erleidet und sie nach Croton gelangen lässt, wo sie mit einer famosen Geschichte als Erbschleicher reüssieren. Encolpius wird nebenbei von seiner Impotenz geplagt, was im Viagra-Zeitalter auch schon wieder modern anmutet.
Kurz: ein wahrer Schelmenroman für Kenner, der sich anfangs nicht leicht erschließt und in den man sich hineinlesen muss, um ihn schätzen zu lernen. Wer diese Zeit aber aufbringt, wird mit einem moralfreien, scharfzüngigen und satirischen Meisterwerk belohnt, wie es das nachfolgende Christentum in 17 Jahrhuderten nicht mehr zuwege gebracht hat.
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2013
Dieses Buch beschreibt unter anderem detailliert, wie die Römer (die Wohlhabenden) Feste feierten. Hier wird nicht auf die Gesundheit geachtet und über das Morgen nachgedacht. Die Triebe sind entfesselter und die Moralvorstellungen teilweise noch andere als in unserer Zeit. Ohne dem Wissen über gesundheitliche Auswirkungen lässt es sich auch ausgelassener feiern. Das Leben ist hier jugendlicher - alt werden die RömerInnen ohnehin nicht.
Mit der Zurückhaltung der Triebe ist man hier wirklich nicht sparsam. Noch sind den Menschen nicht allzu viele Zügel und Schamgefühle umgelegt. Wer mit diesem Buch hart ins Urteil gehen möchte, der versteht die Zeit nicht. Menschen und Gesellschaften ändern sich und mit ihnen die Moralvorstellungen und die Sitten. Nehmen wir es als spannenden Einblick in einen kurzen Abschnitt der Vergangenheit, in der es munter herging, zur Freude und zum Leid der Menschen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2005
Das Satyricon zeichnet ein Sittenbild römischen Lebens von abstoßender und zugleich faszinierender Dekadenz. Die einleitenden Szenen zeigen ein ungehemmtes, ausschweifendes Leben. Die Helden werden getrieben von ihren sexuellen Bedürfnissen, von Habgier, Fress- und Trunksucht. Der Hauptteil, der auch als "Gastmahl des Trimalchio" bekannt ist, schildert eine wichtigtuerische Gesellschaft aus Neureichen, die sich mit geschmacklosen Scherzen und absurder Scheinbildung einem skurrilen Gelage hingibt. Als Höhepunkt inszeniert der Gastgeber Trimalchio (übertrieben, da der Name die dreifache Wertigkeit eines Kaisers suggeriert) sein eigenes Begräbnis. Der Lärm imitiert den Feueralarm, die Folge; Äxten und Wassergüssen bereiten dem Mahl ein Ende.
Petronius wurde in vielerlei Weise rezitiert und zu einer Quelle des Alltagslebens im Rom des ersten Jahrhunderts. Aber auch in der dekadenten Zeit des 19. Jahrhunderts in Frankreich wurde Petronius zum Vorbild eines Herrn Huysman, der im gleichnamigen Buch: „Gegen den Strich“ eine überaus lesenswerte Episode dekadenter Ausschweifung verfasste.
Zu den Verehrern des Satyrikon gehörten unzählige Schriftsteller, neben Huysman waren es Voltaire, Oscar Wilde, T. S. Eliot, Gustave Flaubert und Friedrich Nietzsche. Auch der Ulysses von James Joyce lässt einen Einfluss der Alltags-Odysse des Petronius erkennen.
Ein Stern weniger, weil Reclam das Buch beim Lesen ins Spagat zwingt. Einfach zu klein.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. März 2016
Überraschend gut geschrieben und auch heute noch leicht verständlich, taucht man hier in diese uns heute fremde Welt ein und liest das Büchlein in einem durch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden