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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
18
4,5 von 5 Sternen
Die fröhliche Wissenschaft (Reclams Universal-Bibliothek)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:8,00 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


TOP 500 REZENSENTam 12. August 2016
"Der Einflussreichste. - Dass ein Mensch
seiner ganzen Zeit Widerstand leistet, sie am
Thore aufhält und zur Rechenschaft zieht, das
muss Einfluss üben! Ob er es will, ist
gleichgültig; dass er es kann, ist die Sache."
-- F. W. Nietzsche

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) hat "Die fröhliche Wissenschaft" einst als eines seiner "persönlichsten" Bücher bezeichnet. 1887 in seiner endgültigen Form erschienen, enthält das Buch knapp 400 Aphorismen, die bis heute nichts von ihrer Strahlkraft und Aktualität verloren haben. Gegliedert ist es in eine Vorrede und fünf sog. Bücher (Abschnitte). Die alte Rechtschreibung wurde in der vorliegenden Ausgabe beibehalten.

Sprachlich und inhaltlich ein Meilenstein, beschäftigt sich der Text u. a. mit dem Zweck des Daseins, der Lehre vom Machtgefühl, der Wissenschaft, der Entgötterung des Mensch und vielem mehr. An zeitlosen Denkanstößen herrscht kein Mangel. Insgesamt sehr lebensbejahend.

"Seit ich des Suchens müde ward,
Erlernte ich das Finden.
Seit mir der Wind hielt Widerpart,
Segl' ich mit allen Winden."
-- F. W. Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft

Sehr empfehlenswert, speziell auch für jene die erstmals einen Zugang zu Nietzsche suchen und natürlich alle, die die Werke des großen Philosophen auch im handlichen Ebook-Form nutzen wollen. Aufgrund der Form eignet sich "Die fröhliche Wissenschaft" sehr gut für häppchenweises Lesevergnügen zwischendurch, Denkanstöße und Humor inklusive. Leseempfehlung!
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am 17. September 2003
Nietzsche hat in "Die fröhliche Wissenschaft" zum einen Wissenschaft von ihrer moralischen Natur her kritisiert und darauf hingewiesen. Nietzsche gibt damit den Anstoss für die Klassiker der Wissenschaftskritik wie z.B. Foucault. Ferner stellt Nietzsche hier auch die Frage nach dem Kerngehalt und dem Wert von Wissenschaft überhaupt, und das nicht in der Sprache des Wissenschaftlers.
Darüber hinaus ist die Lektüre auch noch wegen der unerhörten Sprachgewalt, die Nietzsche zu einem Meilenstein der Deutschen Sprache gemacht hat, zu empfehlen.
Aber "Vorsicht: Gift! - Wer hier nicht lachen kann, soll hier nicht lesen! Denn, lacht er nicht, packt ihn 'das böse Wesen'."
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HALL OF FAMEam 7. Januar 2009
In der "Fröhlichen Wissenschaft" präsentiert Friedrich Nietzsche bereits einige der Kernthemen seines späteren Hauptwerks Also sprach Zarathustra, vor allem die Dekonstruktion der Sinngebäude des christlichen Abendlandes. Völlig frei, fast schon heiter, aber auch ironisch, bissig und unbequem presst er 383 Aphorismen zwischen zwei Buchdeckel und würzt sie mit Liedern und Gedichten. Mal zielsicher, mal umherschweifend nimmt er sich einer ganzen Reihe von Themen an. Vor allem aber etabliert er ein neues Menschenbild: Hier wird der vitale (Über-)Mensch geboren, der Nietzsche berühmt machen soll. Frei von allen Moralvorstellungen, durch den Tod Gottes in die Existenz hineingeworfen und von der ewigen Wiederkehr des Gleichen zum verantwortungsvollen Handeln gedrängt, muss sich dieser neue Mensch in der Welt behaupten. Er sucht sein Heil in der Wissenschaft und in der Kunst und orientiert sich an der Antike. Für Nietzsche war die Gedankenarbeit offenbar eine heilsame Medizin: Er glaubte beim Verfassen der Aphorismen eine Besserung seiner zahlreichen Leiden zu spüren.
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am 20. April 2014
Das in " Menschliches Allzumenschliches " beschriebene Ideal, eines neuen, umwertenden und unzeitgemäßen Freigeistes, wird nun als Exempel für die Herausbildung einer " Fröhlichen Wissenschaft ", herangezogen. Eine Fröhlichkeit, die sich aus der Perspektive des gebundenen Geistes, vielmehr als ein angstvolles, desillusionierendes Blicken in den Abgrund, menschlicher Existenz erweist. Doch gerade diese Einbeziehung, eines leidenschaftlichen Verlangens nach jedweder Lebensform, zu der auch die seelischen Aspekte, wie das Leiden, die Krankheit und der Tod gehören, machen für Nietzsche gerade das Wesen einer vollkommenen Wissenschaft, die " bis ganz hinunter " fragt, aus.

Es gilt aufzuzeigen, wie die Fundamentierung der Erkenntnisgewinnung, erst mittels des symbiotischen Einflusses, den die Seele auf den Geist ausübt, vollständig verstanden werden kann. Um diesen Kontrast zu verstehen, sollen wir uns als Phänomenologen mittels einer Selbstbefragung, der Wirkungen physiologischer Einflüsse auf unsere Gedanken bewusst werden und dadurch unsere Erkenntnisse zu relativieren verstehen. Mit diesem Wissen ausgerüstet, lüftet Nietzsche nun den Schleier der Maya und offenbart uns, dass die vermeintlichen angestrebten Ideale, wie die Suche nach der Wahrheit, welche von der Wissenschaft und der Philosophie angestrebt werden, eigentlich nur auf physiologischen Erscheinungen, wie der Lustgewinnung, dem Streben nach Macht, Wachstum, Gesundheit und Zukunft beruhen und somit verkleidete Ideale darstellen. Das wahre Reich der fröhlichen Wissenschaft, dass sich " jenseits aller bisherigen Länder und Winkel " befindet, muss sich diesem Maskenspiel bewusst werden und verstehen lernen, warum auch die bisherige Wissenschaft " ihr Feuer noch von dem Brande " eines einstigen metaphysischen Glaubens hernahm. Nietzsche zufolge, entpuppt sich ihr Wille zur Wahrheit, wonach die Wissenschaft nicht nur vor vermeintlichen Täuschungen bewahren, sondern auch selber produzierte Täuschungen verhindern soll, auf einer Voraussetzung, dessen Richtigkeit er nirgendwo legitimiert sieht. Woher nimmt die Wissenschaft ihren Glauben, dass Wahrheit wichtiger sei, als andere Überzeugungen ?, fragt sich Nietzsche. Es erscheint ihm die Möglichkeit, dass der Wille zum Irrtum, der sich als genauso richtig herausstellen könnte, ebenfalls eine mögliche Schlussfolgerung darstellen könnte. Folgen wir den gängigen Wissenschaftsmaximen, so neigen wir, Nietzsche zufolge, dazu, unsere eigenen konstituierten Denk und Wertesysteme, durch eine passende Äquivalenzumformung, in die Welt zu transformieren und uns dadurch anmaßen, der wahren Welt gerecht zu werden. Doch wir können ihrem Wesen nicht durch bestimmte Rechenübungen und Gedankenexperimenten habhaft werden, schließlich lasse sich das Wesen der Musik nicht berechnen, erklärt Nietzsche. Stattdessen sollen wir uns der Ehrfurcht und ihres " vieldeutigen Charakters " bewusst werden.

Anders als in Menschliches Allzumenschliches , wo sich das Ideal der Wissenschaft unter Ausschluss der Kunst offenbarte, zeigt sich mit der Fröhlichen Wissenschaft nun ein reformierender Nietzsche, der beide Gebiete verschmelzen und somit eine Koexistenz anstreben will, in der wir Wissenschaftler und Dichter in einer Person sein sollen. Einen Hinweis auf diese neue Perspektive erhalten wir schon durch den Untertitel der zweiten Auflage " la gaya scienza ", die zu großen Spekulationen innerhalb der Interpretatoren führte. Es ist von einem Zusammenhang zu der alten Dichterkunst der Troubadoure die Rede, welche durch eine bestimmte Form und Komposition der poetischen Kreativität, dass Potential besaßen, Neues zu finden und zu Erschaffen. Auch Nietzsche scheint in seinem Werk, eine gewisse Komposition verfolgt zu haben, so scheint es, als wolle er zunächst aufzeigen, wie vielschichtig das Wesen der Erkenntnis sei, um auf seine bekannte Formulierung " Gott ist tot " hinzuführen. Das vierte Buch Sanctus Januarius, stellt einen symbolischen Neuanfang dar, in dem es gilt, dass Fehlen Gottes, mittels eines neuen Mutes zum Leben auszugleichen. Schließlich führt auch diesen Buch zu einer berühmten und schwermütigen Erkenntnis von " Der ewigen Wiederkehr des Gleichen ", die die schockierend anmutende Nachricht darstellt, wonach sich " das Rad des Seins " und damit auch das Leben, sich ständig wiederholen wird. Im fünften und letzten Buch, scheint sich alles aus der Perspektive des fröhlichen Wissenschaftlers abzuspielen, doch wie lässt er sich eigentlich beschreiben ?

Als fröhlicher Wissenschaftler gilt es den berechnenden Charakter der Wissenschaften zurückzuweisen, und stattdessen den Klang einer " Musik des Lebens " wieder verstehen zu lernen. Er glaubt an keine dauernden Realitäten, sondern nur an eine Folge ihrer Veränderungen. Als Wanderer, der auf Bergen lebt, stets heimatlos und unverstanden, zieht er es vor " Dichter seines eigenen Lebens zu sein " und die Welt von ihren Berechnungen und Wertungen zu entkleiden. Gegen Ende der " Fröhlichen Wissenschaft ", demonstriert uns Nietzsche ein Festival an Pathos und Metaphorik und man beginnt in seinen Worten mitzuschwingen und zu erahnen wie er sich den Tanz der Kunst vorzustellen vermag. Doch am Ende bleibt der typische Wehmutstropfen, der den Leser wieder in seine Realität zurückholt und man resigniert feststellt, dass sich sein bildgewaltiges System auf kein richtiges Fundament stellen lässt.
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TOP 500 REZENSENTam 14. September 2010
...welche Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? - auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet!" (Nr. 125) Der Aphorismus Nr. 125 aus "Die fröhliche Wissenschaft" gehört zu den bekanntesten und wirkungsmächtigsten in Nietzsches Schaffen überhaupt. Dahinter versteckt sich eine ganze Welt des Denkens, welche vor mehr als 100 Jahren gesellschaftliche Konventionen bezüglich von Moral sowie damaligen Vorstellung von gut und böse hinwegfegte und bis heute nachwirkt. Bis zum heutigen Tage haben Nietzsches Einsichten nichts von ihrer ungeheuerlichen Kraft verloren.

Nietzsche hat einen Hauptfeind ausgemacht, einen Feind alles Starken und alles Lebenswilligen und dieser Feind trägt den Namen 'Wahrheit': "Wer da empfindet 'ich bin im Besitz der Wahrheit', wie viele Besitztümer lässt der nicht fahren, um diese Empfindung nicht retten!" (13) Und wo, wenn nicht im Christentum, wird so viel Wert gelegt auf eine bestimmte Wahrheit? Und gerade der mit der Aura des absolut Wahren ausgestatteten Moral des Christentum sagt Nietzsche den Kampf an: "Mit der Moral wird der einzelne angeleitet, Funktion der Herde zu sein und nur als Funktion sich Wert zuzuschreiben [...]. Moralität ist Herdeninstinkt im einzelnen" (Nr. 116). Zerschmettern will der Philosoph die Moral des Christentums, da sie den neuen, sich selbst erschaffenden Menschen entgegenstehe: "Wir aber wollen die werden, die wir sind, - die Neuen, die Einmaligen, die Unvergleichbaren, die Sich-selber-Gesetzgebenden, die Sich-selber-Schaffenden!" (Nr. 335) Diese über der vom Himmel gefallenen Moral stehenden Menschen, die sich ihre eigenen Werte schaffen, bezeichnet Nietzsche an anderer Stelle als Übermenschen.

In Nietzsches Schlussfolgerungen über die Folgen der verdummenden Sklavenmoral zeigt sich die ganze Aktualität seiner Philosophie. Fundamentalismus und Fanatismus bewertet Nietzsche als Refugium der Schwachen, die nie gelernt haben, sich eigenständig ihres Verstandes zu bedienen: "Der Fanatismus ist nämlich die einzige 'Willensstärke', zu der auch die Schwachen und Unsicheren gebracht werden können, als eine Art Hypnotisierung des ganzen sinnlich-intellektuellen Systems zugunsten der überreichlichen Ernährung [...] eines einzelnen Gesichts- und Gefühlspunktes, der nunmehr dominiert - der Christ heißt ihn seinen Glauben" (Nr. 347)

Fazit: Wohl kein anderer Philosoph war seiner Zeit so sehr voraus wie Nietzsche. Es ist für uns heutige Menschen kaum vorstellbar, welche Außenseiterrolle Nietzsche mit seinen Ansichten zu Moral und der Religion des Christentums eingenommen haben muss in einem Zeitalter, in der Moral noch weitesgehend als gottgegeben und nicht zu hinterfragen akzeptiert war. Mit seiner Gedankenwelt beeinflusste Nietzsche mit Denkern wie Heidegger,Sartre,Foucault und Sloterdijk die bedeutendsten Philosophen des 20. und 21. Jahrhunderts. Und auch nach mehr als 100 Jahren vermitteln seine Schriften immer noch eine Kraft und Unmittelbarkeit, als seien sie erst gestern mit viel Herzblut zu Papier gebracht worden. An Nietzsche kommt man nicht vorbei, wenn man verstehen will, warum die Welt tickt wie sie tickt.
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am 1. Oktober 2014
... von Nietzsche. Er schrieb es in einer Phase seiner Gesundheit. Es ist eine Hommage an das Leben. Es ist wirklich, ein Buch voller Kraft. Es ist antidepressiv und und nicht systemkonform. Lest es! Lest es!
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am 23. Dezember 2012
Wer Kindle auf dem PC hat sollte das auf jeden Fall herunterladen.
Gerade wenn er/sie Aphorismen mag.
Wenn jemand einen Kalender daraus macht würde ich ihn glatt kaufen.

Frohes Lesen!
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am 3. Dezember 2012
Ein interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und auch ungewöhnliche Denkanstöße liefert - zum Glück nicht nur zum Thema Wissenschaft, sondern auch zu ganz alltäglichen Themen.
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am 26. Juli 2016
Was soll ich sagen - ich liebe alte Bücher. Daß ich sie nun auch auf meinem iPad mit mir herumtragen kann finde ich einfach nur Klasse.
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am 3. Dezember 1999
Tatsächlich: fröhliche Wissenschaft ist das, was Nietzsche in diesem Buch feiert. Nach langer Krankheit genesen, genießt er es bissig zu kritisieren, polemisieren, mit Worten zu spielen. Und alles mit doppeltem Boden - beziehungsweise im freien Fall - denn unter den Bedingungen des Lebens könnte der Widerspruch sein. Daß Nietzsche doch nicht gleich zum "ex contradictione quodlibet" übergeht, zeigt sich an den ernsteren Stellen des Werks; dessen Prophezeihungen über den Mord an Gott und seine (unerträglichen?) Folgen wir erst heute in der durch zunehmende Individualisierung beinahe unführbaren Wertediskussion ganz zu spüren bekommen. Aber zurück zur Fröhlichkeit, die Nietzsche manch einem durch offene Frauenfeindlichkeit vergällt: in "Die fröhliche Wissenschaft" wird dieser Vorwurf meiner Meinung nach schon allein dadurch relativiert, daß Nietzsche mit ebenso großer Freude auf die Vegetarier eindrischt. Es scheint also doch mehr um den Spaß an der Polemik zu gehen, als um die Adressaten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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