Jeans Store Hier klicken Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
6
4,5 von 5 Sternen
5 Sterne
3
4 Sterne
3
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0
Format: Taschenbuch|Ändern

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. Oktober 2015
Nicht immer hat der Künstler recht! Detlev Spinell ist ein unvollkommener Künstler, da er das Leben hasst. Im Gegmsatz zu ihm steht die Famile Klöterjahn. Bestimmt sind sie naiv und künstlerisch unbegabt, aber gerade deswegen sind sie gesund und vital. Im Grund beneidet der unvollkommene Künstler Spinell die Klöterjahns und daher zieht er die labile Gabriele, die noch zwischen Kunst und Leben steht, auf seine Seite und so wird diese fragile Frau sterbe müssen. Kunst zu lieben bedeuted für sie der Anziehungskraft des Todes nicht widerstehen zu können.
Genau diese Begebenheit wird in einem Gedicht August von Platen geschildert und gerade daraus entnimmt der Autor die Überschrift seiner Erzählung: Tistan.
In den Anfangsversen dieser Lyrik steht geschrieben: 'Wer die Schönheit angeschaut mit Augen/Ist dem Tode schon anheimgegeben'. Dieses romantische Leitmotiv der Verknüpfung von Kunst und Tod kehrt nicht selten im Werke Thomas Mann wieder.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Februar 2001
Es geht in diesem Werke Manns um die konfliktuelle Auseinandersetzung zwischen Kunst und Welt. Die Welt ist hier ein Sanitorium, die Kunst wird vom Schriftsteller Spinelli repräsentiert, der in jenem wohnt, jedoch eine Außenseiterrolle einnimmt. Er ist sozusagen der einzige "Gesunde" in der kranken Welt, er denkt, beobachtet, erkennt, leidet, fühlt. Die anderen (allen voran Herr Klöterjahn, ein besessener Geschäftsmann, der blind durch die Welt läuft und dabei die wirklich wichtigen Dinge übersieht) sind zwar zielstrebige Leute, aber keine Menschen, ihnen fehlt das, was einen Menschen menschlich macht. Ich kann dieses Buch jedem wärmstens empfehlen. "Tristan" ist hinsichtlich des Stils unkompliziert, die Lektüre ist leicht und erweist sich vor allem als flüssig.
11 Kommentar| 17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. August 2006
der künstler, der sich nach dem leben sehnt und es dennoch nicht erreichen kann, das leben, das den künstler abweist und über ihn und seine schwäche lacht - wunderbar hat thomas mann seinen lebenslangen konflikt hier wieder einmal auf die spitze getrieben und umgesetzt. so schaut der leser dieses mal aus der sicht des kranken, lebensunfähigen dilletantischen künstlers tristan auf leben und welt und insbesondere auf die leiden, die ein ewig von beidem ausgeschlossener erdulden muss.

wortgewaltige umsetzung eines großen, immer und gerade heute aktuellen stoffes, derer es mehr geben sollte und leider fast keine mehr gibt. fazit: lesen!
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. September 2008
In seinem »Tristan« widmet sich Thomas Mann mit viel Ironie und groteskem Humor seinem Lieblingsthema, dem Konflikt zwischen Kunst und Welt. So entwirft Thomas Mann in dieser Novelle das Bild des unsympatischen Schriftstellers Spinell (Tristan). Diesen Spinell lässt Mann mit einem bürgerlichen Kontrahenten um das Herz von dessen Frau (Isolde) wetteifern.

Das Bild des Schriftstellers in dieser Novelle wird dermaßen lächerlich gemacht, dass besonders Leser, welche sich mehr auf der Seite der Kunst einordnen, einiges wegstecken müssen. In einem subtileren und tieferen Sinn wird im »Tristan« Kritik an einer von der Welt abgewandten, in sich gekehrten und dekadenten Kunst ausgeübt.

Das Nachwort dieser Ausgabe ist immens hilfreich, um Thomas Manns teils sehr subtil verpackte Intention richtig zu deuten und zu verstehen. So eignet sich diese Ausgabe des eher knappen »Tristan« aus eigener Erfahrung sehr gut, um sich auf das Werk Thomas Manns einzustimmen, auch wenn man vorher vielleicht noch nicht soviel Hintergrundwissen hatte. Mir hat dieses Buch auf jeden Fall Lust auf mehr Werke des Schriftstellers gemacht.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. März 2007
T. Mann bearbeitet hier einmal mehr sein Lieblingsthema, und zwar den seiner Meinung nach unüberbrückbaren Gegensatz zwischen Kunst und Leben. Er kommt zu dem deprimierenden Schluss, dass das bürgerliche Leben immer über den künstlerischen Geist triumphiert.

Lesenswert ist die Geschichte allemal, dennoch ist "Tonio Kröger", der thematisch ähnlich angelegt ist, eher zu empfehlen.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. September 2011
Mit Humor und Wortgewandheit arbeitet der Autor in dieser Geschichte den Kontrast zwischen der "normalen" Welt und der "kustsinnigen" heraus.
Diese beiden lassen sich nach ANSICHT des AUTORS nicht vereinen - und einige Gestalten dieser Geschichte müssen herhalten, uns dies klarzumachen.
Die lange Erklärung des Musikstücks "Tristan und Isolde" finde ich hier unnötig - wenn das von Interesse ist, gibt es andere Quellen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden