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am 30. Juni 2014
Wo liegen die Grenzen der Erkenntnis, wo die Notwendigkeit unseres Tuns und, das Entscheidende, wie lassen sich beide verbinden.

Dies ist, grosso modo, die Thematik der Kantischen "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten". An deren Ende wird feststehen, daß sich menschliche Freiheit theoretisch nicht beweisen läßt, diese allerdings in praktischer Hinsicht sehr wohl besteht. Allerdings erweist sich eine auf diese Weise gesehene Freiheit von einer Bedingung abhängig, die die Definition der Freiheit in einen relativ engen Zusammenhang mit der Notwendigkeit des Tuns bringt. Letztere, die Notwendigkeit des Tuns, läßt sich ihrerseits mit einem Begriffspaar bezeichnen, das zum Charakteristikum kantischen Denkens gehört: der kategorische Imperativ.

Je nach Zählung findet dieser sich in jeweils unterschiedlichem Bezug mindestens sechzehnmal in Kants Grundlegungs-Schrift und damit häufiger als in der "Kritik der praktischen Vernunft", die dem Handeln schlechthin gewidmet ist. Was der "kategorische Imperativ" zunächst vom Wort her bedeutet, wird einigermaßen deutlich, wenn man den Ausdruck "Imperativ" als das sich in der Reflexion herstellende moralisch Gebotene versteht und das adjektivische "kategorisch" als dessen unbedingte Geltung. Damit werden die Kantischen Sätze, wonach man sein Handeln so ausrichten müsse, daß es zugleich als allgemeines Gesetz gelten könne, in seiner Grundanwendung vorgezeichnet.

Gleichwohl kommt beim Bedenken des so erklärten kategorischen Imperativs das bereits erwähnte Verhältnis von Freiheit und Notwendigkeit ins Spiel. Freiheit darf dabei nicht als Willkür verstanden werden, als könnte man nach Belieben das eine oder andere oder auch ein Drittes tun. Freiheit besagt im Kantischen Denken ein völliges Losgelöstsein von Impulsen der Außenwelt, zu denen auch die menschliche Innerlichkeit gehört, soweit in sie individuelle Bedürfnisse und Wünsche einfließen und damit möglicherweise das Handeln bestimmen.

Diese von allen ablenkenden Beeinflussungen der Außen- und Innenwelt unabhängige Freiheit schließt auch Freiheit im Sinne von Wahlfreiheit aus. Also nicht so, als wäre unter A und B zu wählen. Das Kantische Kriterium der moralischen Handlung besteht gerade darin, A, B oder eine sonstige Variante aus sich selbst zu entwickeln, d.h. sie denkend hervorzubringen und auszugestalten. Freiheit ist, so gesehen, der Ausdruck einer Erkenntnis, der es um die Verwirklichung einer Handlungsmotivation geht, die sich letztlich als allgemeines Gesetz versteht und damit wie alle Gesetzmäßigkeiten der Wiederholung zugänglich ist. Inwieweit in diese Wiederholbarkeit einer ethischen Entscheidung auch Situations-Momente einfließen können und dürfen, wurde in der Auseinandersetzung mit Kant unterschiedlich gesehen. Trotz aller Kritik blieb jedoch der Charakter des sogenannten allgemeinen Gesetzes und damit die Wiederholbarkeit in den Grenzen der situativen Gegebenheiten als entscheidendes Moment erhalten.

Hingegen verändert sich die Dialektik von Freiheit und Notwendigkeit bei einer solchen definitorischen Festlegung in einer nicht unbedeutenden Weise. Zwar wird Kant nicht müde, immer wieder das Faktum der menschlichen Freiheit hervorzuheben, indem er diese Freiheit jedoch auf die Verwirklichung einer projizierten Gesetzmäßigkeit zurückbindet, verwirklicht sie sich ausschließlich in der moralischen Notwendigkeit, die durch einen Denkakt zu erkennen und zu formulieren ist. So ließe sich, ohne Kant zu verfälschen sagen, daß Freiheit nur in der moralischen Aktion und niemals außerhalb ihrer besteht. Anders ausgedrückt: Freiheit verwirklicht sich allein im moralischen Handeln. Freiheit und moralische Notwendigkeit stehen damit in einem Wechselverhältnis: so wie die Freiheit nicht ohne Moral, so ist die Moral nicht ohne Freiheit. Beider Auslegung erfolgt über den kategorischen Imperativ.

Und noch einmal anders ausgedrückt: In gewisser Weise bewegt man sich mit der Kantischen Denkweise des moralischen Handelns in einem Zirkel von Freiheit und Notwendigkeit. D.h., die Freiheit des Handelns besteht letztlich ausschließlich im Akt der Verwirklichung dessen, woraufhin die theoretische Formulierung des allgemeinen Gesetzes tendiert. Daß Kant selbst in seiner Grundlegungs-Schrift vom Zirkel spricht, zeigt an, daß ihm das Dilemma des rechten Handels im Hinblick auf die Freiheit sehr wohl bewußt war. Er versuchte es auf eine Weise zu lösen, die dem Menschen seine Priorität bewahrte und sicherstellte.

Vielleicht sollte am Ende noch ein Wort zum Titel der Schrift stehen. Die Schwierigkeit liegt am Begriff "Metaphysik". Ersetzt man ihn mit Wissenschaft oder Philosophie der Ethik, dann umgeht man zunächst die sprachliche Schwierigkeit des Ausgangsbegriffs "Metaphysik" und dessen über Jahrhunderte hinweg variierte Bedeutung; die Kantische sogenannte Transzendentalphilosophie wäre jedoch zur endgültigen Klärung noch hinzuzuziehen.

Auf jeden Fall ein in der heutigen Zeit mit ihren fast schon modisch gewordenen ethischen Relativismen eine entscheidende und völlig andere Sicht von Moralität und moralischem Handeln, heute so grundlegend diskutierbar wie zur Zeit ihrer Abfassung.

Claus Malatiésta (Paris)
Professeur de philosophie
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am 6. Januar 2015
da hat der gut alte Immanuel Kant mal eben das oberste Prinzip der Moral ausgemacht. der gönnt sich stabil. #untergangdesutilitarismus
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am 25. Juli 2015
Ohne die Einleitung von Bernd Kraft und Dieter Schönecker wäre es für mich ein riesiger Kampf gewesen dieses Werk von Kant zu verstehen. Diese ist zwar nur recht kurz, dafür sehr prägnant und verständlich! Nur zu empfehlen!
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am 13. Februar 2015
Was will man mehr. Originalwerke, die extrem zu lesen sind und das sogar gratis. Übers Kindle in Sekundenschnelle zum Lesen verfügbar. Über den Inhalt lässt sich ja streiten und daher möchte ich mich nicht weiter äußern, aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass es für den nicht studierten Psychologie und Philosophie Anhänger sehr schwer sein kann.
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am 29. Oktober 2013
1785 erschien erstmals "Die Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" von Immanuel Kant (1724 - 1804); die eigentliche "Metaphysik der Sitten" folgte anno 1797.
Diese Grundlegung fand Kant wichtig, weil er das zu tuende Richtige ("das moralische Gesetz in mir") nicht einfach weltlich oder willkürlich fordern, sondern mit einer über das bloß Weltliche hinausreichenden Herkunftswissenschaft alias "Metaphysik" zu begründen beabsichtigte, die ihrerseits nicht bodenlos aus der Luft gegriffen sein sollte. Als Formel für das richtige zu Tuende und eines schlechterdings guten Willens fand er, dass es nicht blind einer Neigung folgen dürfe, sondern einer geistesfreiheitlich gefundenen und dennoch rechtschaffenen Maxime folgen solle. So formulierte er den 'Kategorischen Imperativ' zuerst:

"Handle nur nach der jenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde."

Diese Formel wird noch mehrfach revidiert, und um zu ihr in der Gestalt des 'Kategorischen Imperativs' als § 7 der "Kritik der praktischen Vernunft" zu finden, müssen viele Gedanken unterschieden, viele Worte geklärt, Begriffe definiert und viele fehlerhafte Denkneigungen überwunden werden (beispielsweise: "Wie sei zwischen gemeiner sittlicher Vernunfterkenntnis und philosophischer zu scheiden?"). All dies geschieht in einer für heutige Sprech- und Lesegewohnheiten schier unüberwindlich scheinenden Sprache. Was hilft's? Wer klug sein will, muss leiden!
Die vorliegende Reclam-Ausgabe bietet neben der Preisgünstigkeit den Vorteil, den Leser nicht mit überbordendem Material vollzutexten, sondern allein den Text Kants nach heutiger Orthographie zu bieten, dem lediglich ein Sachregister angehängt worden ist.
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am 15. Januar 2003
1785 erscheint die ,,Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" von Immanuel Kant. Das Werk gilt als Vorläufer der ,,Kritik der praktischen Vernunft" (1788) und der ,,Metaphysik der Sitten" (1797) und reiht sich damit in die Werke der Kant¢schen Moralphilosophie ein. Die Moralphilosophie Kants wird geleitet durch die Frage ,,Was soll ich tun?" oder auch ,,Wie soll ich handeln?". Unser Handeln wird durch den menschlichen Willen bestimmt. Daher gibt es für die Beantwortung dieser Frage grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder wird unser Wille durch Gesetze bestimmt, die in uns selbst, in unserer Vernunft liegen. In diesem Fall wäre die Vernunft selbstgesetzgebend. Oder unser Wille wird bestimmt durch etwas, dass außer uns, außerhalb unserer Vernunft liegt. Dann wäre unser Wille durch ein fremdes Gesetz bestimmt. Alle bisherigen Versuche der Philosophie, eine Ethik als Lehre vom richtigen Handeln zu entwickeln, haben nach Kant den Fehler, dass sie den Bestimmungsgrad für unseren Willen außerhalb unser selbst legen. Kant entgegnet dieser Auffassung mit der von ihm selbst eingeleiteten Kopernikanischen Wende. Diese vertritt die Ansicht, dass die Gegenstände sich nach unserer Erkenntnis richten und nicht umgekehrt. Dadurch geleitet, ist Kant der Überzeugung, dass die Moralgesetze Bestandteil der Vernunft, also unserer selbst sind. Denn das Erstreben von Idealen, wie Glückseeligkeit oder Vollkommenheit ist geprägt von Erfahrungen, die verschiedenartig jedem einzelnen durch die Außenwelt gegeben werden. Sie können daher niemals Ursache eines Moralverständnisses sein. Ein wirklich allgemein geltendes Prinzip könnte nach den Vorstellungen Kants nur der Vernunft entnommen werden. Dieses ist der Grundsatz auf den Kant seine ,,Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" aufbaut.
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am 20. April 2007
Wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, woher der Begriff "Kategorischer Imperativ" stammt und wie er im Einzelnen definiert und angewendet wird, dann ist die GMS das Buch, das Sie gesucht haben.
Philosophie noch aus einem Guss, verpackt in ein begriffliches System, das einen zwischen dem Eindruck der Genialität und dem der Redundanz und Zirkularität schwanken lässt. In jedem Fall aber nicht nur philosophische Anfangsgründe, sondern auch philologisch-literarischer Genuss.
Das Reclamheftchen bietet eine sehr preiswerte Möglichkeit, ein maßgebliches Stück deutscher Geistesgeschichte zu erwerben und sei von dieser Stelle vor allem dem Anfänger anempfohlen.
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am 22. März 2015
Ist halt Kant, trocken und sprachlich etwas schwurbelig, aber es ist ja weniger zur Unterhaltung gedacht, als zum Studium :-)
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am 13. März 2012
Wer sich mit Kant beschäftigt, der weiß, daß man sich hierbei mit einer überwiegend schwer lesbaren und komplizierten Lektüre auseinandersetzen muß. Unter diesem Vorzeichen ist dieser Buchtitel eine verständliche Einführung in die Kant'sche Ethik und Sittenlehre.
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am 16. Januar 2016
Bücher zu bewerten ist immer so eine Sache - Geschmäcker sind eben verschieden - wobei man gegen Klassiker eigentlich nichts sagen kann... gebraucht fürs Studium, thats it.
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